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  A-Data mit DDR3-Speicherserie bis zu DDR3-2000

Speicher | 24.11.2007, 22:30
Was DDR3-Speicher derzeit zu leisten vermag, wem er etwas bringt und wie gut sich auch dortiger OC-Speicher schlägt, das haben wir in unserem Test vor einigen Wochen gezeigt. DDR3-Plattformen setzen sich im Markt derzeit nicht durch. Die Hintergründe sind dabei recht simple: der Performance-Gewinn ist einfach zu gering und DDR3-Speicher ist dafür schlicht zu teuer. So zielt die derzeitige DDR3-Bewerbung seitens der Hersteller praktisch ausschließlich auf Übertakter-Speicher ab. Taktraten von DDR3-1600 oder DDR3-1800 werden derzeit gerne als Spitzenreiter benannt. Angeblich soll A-Data hier nun mit ihrer DDR3-Speicherserie den neuen Spitzenplatz einnehmen wollen.

Im Forum von ChileHardware findet sich zur neuen A-Data-Serie ein Screenshot zu den kommenden Produkten. A-Data sieht dabei eine DDR3-1600X (PC3-12800) mit Spannungen von 1,75 bis 1,85V vor. Darüber hinaus findet sich eine Serie DDR3-1900X (PC3-15200) mit Spannung von 2,05 bis 2,15V und last but not least wird der Spitzenreiter vom DDR3-2000X Kit (PC3-16000) dargestellt. Auch hier erwartet der Hersteller irrwitzige Spannungen von 2,05 bis 2,15 Volt. Ab DDR3-1900X sieht A-DATA Latenzen von 9-9-9-24 vor, darunter dürfen es noch 7-7-7-20 sein.

Vergessen haben inzwischen alle Hersteller von sogenannten High-End Übertakterspeichern, dass die DDR3-Spannung laut Jedec Spezifikation bis zu DDR3-1600 (derzeit höchster offiziell verabschiedeter Standard) 1,5V beträgt. Für diesen Umstand scheint sich aber kaum einer der Hersteller zu interessieren. Schon bei DDR3-1333 Speichern finden sich nicht selten Angebote, wo ebenfalls schon deutlich mehr Spannung gefordert wird, damit diese stabil bei solchen Taktungen betrieben werden können.

Bei den Spannungen im Bereich von zwei Volt und mehr darf man einmal getrost davon ausgehen, dass hier wieder enorme Kühlmaßnahmen getroffen werden müssen, damit die Speicher keinen Schaden nehmen. Dabei sollten sich die Hersteller doch langsam einmal fragen warum noch nicht einmal Grund-Spezifikationen eingehalten werden können und insbesondere sollte man einmal die Validierung dieser Taktraten überdenken. So lange diese in aller Regel gerade einmal auf einem Mainboard vorgenommen werden und unter Laborbedingungen und imensen Spannungszugaben auch diverse andere Mainboard-Bauteile realisiert werden, so lange drängt man DDR3 immer weiter in eine Nische für Bastler, welche sogar darauf gefasst sein müssen, dass eine Kompatibilität zu seiner Plattform nicht gewährleistet ist.

Zu Preisen und Verfügbarkeit der A-Data DDR3-Serie ist derzeit noch nichts bekannt. Billig wird dieser Spaß mit Sicherheit auch nicht.

[pg]

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