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  Phenom 9600 Black Edition noch im Dezember - doch die Preise könnten das Problem sein

Prozessoren | 25.11.2007, 00:10
Nach dem es in den letzten Tagen etwas ruhiger um den AMD Phenom-Start wurde, erfährt man aktuell Neuigkeiten aus Japan in Form einer AMD-Präsentation. Demnach soll es noch im vierten Quartal des Jahres eine Black Edition Variante des AMD Phenom 9600 geben. Der dürfte für Fans vielleicht einmal gar nicht so uninteressant werden.

Auf Grund eines festgestellten Prozessorfehlers, hat AMD vorerst Prozessor-Modelle mit mehr als 2,3 GHz Takt ins kommende Jahr verschoben - Gerüchte sprechen derzeit vom Ende des ersten Quartals 2008. So wird es vorerst also auch nur die Modelle 9500 und 9600 zu kaufen geben. Der Fehler soll laut AMD wohl nur unter Laborbedingungen reproduzierbar sein und führt zu einem Einfrieren des Systems. Dennoch muss der Hersteller hier handeln und kann solche Prozessoren nicht in den Endkundenmarkt entlassen.

Der nun erfolgte Hinweis auf ein geplantes Black Edition Modell zeigt uns, dass die regulären Phenom 9500 und 9600 wohl über einen Multiplikatorlock verfügen, denn eben den Black Edition-Modellen ist ein freier Multiplikator vorbehalten. Dieser Umstand in Verbindung mit diversen Meldungen, dass sich die Phenom-Prozessoren in bisherigen Tests auch recht weit übertakten ließen (von 3 GHz ist die Rede), könnte dafür sorgen, dass ein solches Modell in Insiderkreisen - bei Fans und Übertaktern - reges Interesse finden dürfte.

Die Preisgestaltung bzw. -information ist allerdings bislang jedoch noch etwas skuril. Hatte AMD anlässlich der Vorstellung in Präsentationen von 169 Euro beim Phenom 9500 und 190 Euro beim Phenom 9600 gesprochen, so zeichnet die letzte offizielle Preisliste bei AMD ein anderes Bild. Dort wird das Modell 9500 mit 251 US-Dollar Großhandelspreis (Abnahme von 1000 Stück) und das Modell 9600 mit 283 US-Dollar Großhandelspreis geführt. Rechnet man fälschlischerweise den Dollarpreis in Euro um, so würden sich die Preise von 170 bis 190 Euro tatsächlich zeigen. Falsch ist dies aber schon darum, weil in vielen Fällen der US-Dollar-Preis 1:1 im deutschen Markt in Euro ankommt - Einführung, Steuer und andere Dinge begründen dies.

Die aktuelle Verfügbarkeit und die Preise hierzulande zeichnen dabei das folgende Bild: Der Phenom 9500 wird im derzeit günstigsten Preis als lieferbar mit runden 208 Euro angeboten. Der Phenom 9600 mit 2,3 GHz Takt wird als noch "nicht lagernd" beim günstigsten Anbieter mit runden 244 Euro angeboten - die Spanne reicht allerdings bis 300 Euro. Damit zeigt sich einerseits ein Verfügbarkeitsproblem, andererseits ein Preisproblem, denn der deutlich schnellere Intel Core 2 Quad Q6600 wird schon ab 204 Euro lieferbar gelistet.

Wo würde sich nun ein Phenom 9600 Black Edition einreihen? Zwischen den derzeitigen Athlon 64 X2 Modellen und deren Black Edition Varianten finden sich Preisunterschiede zwischen 20 und 30 Euro. Und mit diesen Zuschlägen muss man sicherlich auch beim Phenom kalkulieren. Damit könnte sich ein Phenom 9600 Black Edition aktuell in den Preislisten mit 270 bis 330 Euro zeigen - je nach Händler. Und ein solcher Preis würde den im Prinzip für einige Anwender attraktiven Prozessor schon wieder absolut unattrativ werden lassen. Denn 60 oder 70 Euro Preiszuschlag für die Ungewissheit, ob sich das Modell auf hohe Taktraten "stabil" übertakten lässt zu einem Q6600, der ebenfalls Übertaktungspotential besitzt, erscheint nicht einleuchtend.

AMDs Preisliste ist derzeit offenbar der Grund, warum Händler hierzulande nicht so anbieten können, wie AMD sich das auf Präsentationsfolien vorgestellt hatte. Auf der anderen Seite hat das Unternehmen in den vergangenen Tagen bereits soviel an Kritik wegstecken müssen, dass ein erneute Absenkung der offiziellen Preise sicherlich auch nicht das richtige Signal zum jetzigen Zeitpunkt wäre. Die AMD-Aktie gab seit dem 15. November von 12,70 US-Dollar auf aktuell 10,78 US-Dollar nach - das entspricht über 15% Einbruch. Auf der anderen Seite bleibt AMD momentan nur der Preis als letztes Werkzeug in der derzeitigen Situation.


Bildquelle: ascii.jp


Ansonsten hat die Quelle der Phenom 9600 Black Edition Berichterstattung nicht wirklich neue Informationen zu liefern. Der Phenom 9900 der auf gleicher Präsentation erscheint, wird mit 2,6 GHz erwartet - das Wann ist eben abhängig davon, wie schnell AMD das B3-Stepping realisieren kann. Neu ist dann allenfalls noch die Information, dass die von AMD geplante Triple-Core Version des Phenom mit der Modell-Bezeichnung 8000 starten wird.

[pg]

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