Lange war von
DADVSI, der französischen Urheberrechtsreform, nichts mehr zu hören. Die damals eingeführten Sanktionsmöglichkeiten sollen nun mit Hilfe der Zugangsanbieter ausgiebiger genutzt werden können. Dies soll eine Vereinbarung der Rechteinhaber, der Zugangsanbieter und der öffentlichen Hand ermöglichen.
Zugangsanbieter sollen ihre Kunden überwachen und Verdächtige an eine Behörde melden, der ein Richter vorsteht. Die Behörde darf Verwarnungen aussprechen und im Wiederholungsfall Zugänge sperren. Dabei drohen den Zugangsanbietern selbst Maßnahmen, wenn sie nicht mitspielen.
Im Gegenzug soll die Musikindustrie mehr Angebote ohne DRM bereitstellen, und damit aufhören, Nutzer auszuschließen, die keine Mainstream-Abspielhard- oder -software benutzen. Die Filmindustrie soll DVDs künftig etwas zeitiger auf den Markt bringen.
Die Kommission 'Oliviennes', die im September diesen Jahres von Präsident Sarkozy eingesetzt wurde, sollte Maßnahmen erarbeiten, um den rechtswidrigen Tausch urheberrechtlich geschützter Werke effektiv bekämpfen zu können.
[an]