Die Spiele- und Entertainment-Messe Games Convention hat den Leipziger
Tourismuspreis erhalten. Auf dem zweiten und dritten Platz folgen das Leipziger Gewandthaus und das Kunstzentrum Leipziger Spinnerei. Als Grund für die Wahl der Games Convention sei die allgemein herausragende Stellung der Leipziger Messe. So seien 70 Prozent der Touristen der Stadt Leipzig aus wirtschaftlichen Interessen zu Gast und besuchen die Messe oder das Congress Center. Insgesamt reisten mittlerweile 43 Prozent der Fachbesucher aus dem Ausland an und die Hotelbelegung im August — dem Monat der Games Convention — sei erst seit der Einführung der Messe bestens ausgeschöpft.
Die Stadt Leipzig wolle die Messe noch stärker dazu nutzen, um die Besucher auch für die Stadt selbst zu begeistern. Vor allem junge Besucher verbinden laut Messechef Marzin positive Eindrücke mit der Stadt und legen den Grundstein für viele zukünftige Projekte, während ältere Besucher häufig noch von Erinnerungen aus Zeiten der ehemaligen DDR geprägt sind.
Bei so viel positiver Stimmung aus Leipzig darf man gespannt auf die nächsten Jahre blicken. Die Diskussion um den Standort der Spielemesse säumt immer wieder den Rand der Berichterstattung, ohne wirklich handfeste Fakten liefern zu können. So standen als
zukünftige Standorte auch Hamburg, Berlin oder München zur Debatte, nachdem geringe Hotelkapazitäten oder die schlechte Flughafen-Anbindung kritisiert wurden. Eine erste Entscheidung hierzu steht wohl im Frühjahr bevor, wenn die nächste Mitgliedersitzung stattfindet.
[rl]