Der US-amerikanische Computerhersteller Dell wird seit einiger Zeit mit rückläufigem Wachstum geplagt und sieht sich insbesondere in direkter Konkurrenz zu Hewlett-Packard auf der Verliererseite. Zeit für das Unternehmen, sein jahrelang genutztes Geschäftsmodell zu überarbeiten und neue Wege zu beschreiten. Nach einem viertel Jahrhundert wagt Dell nun doch den Sprung vom Direktvertrieb in die Ladengeschäfte.
Dabei basierte der ursprüngliche Erfolg von Dell genau auf diesem klaren Geschäftskonzept, welches die speziell auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmten Computer telefonisch oder nach Bestellung über das Internet direkt aus den Fabriken in den USA beziehungsweise Irland nach Hause lieferte. In Geschäften bekam man die Computer im Allgemeinen nicht zu Gesicht.
Seit einiger Zeit lässt das Wachstum nun jedoch deutlich nach, sodass HP sich erstmal auf dem ersten Platz als weltweit größter PC-Hersteller sonnen konnte. Um Dell wieder auf den Weg zu bringen, übernahm extra Firmengründer Michael Dell wieder das Ruder und kündigte zahlreiche Umstrukturierungen an. Nachdem man sich zuvor stark auf Sonderaktionen und Rabatte konzentriert hatte, setzte man nun auf Kundenwunsch seit einiger Zeit auch erstmals neben Intel-Systemen auf AMD und bietet beide Plattformen parallel an.
Der Schritt in die Innenstädte hatte sich bereits vor einigen Wochen
gerüchteweise angekündigt und scheint nun tatsächlich in die Realität umgesetzt zu werden. Dabei erweitert Dell laut
Heise Online im Wesentlichen seine teils als Projekte durchgeführten Kooperationen mit einzelnen Unternehmen in den USA, nachdem man festgestellt hat, dass dieser Bereich deutlich schneller wächst. Nun wird das Konzept ausgereift, um schließlich in Bälde seine Systeme dem Kunden auch direkt im Laden präsentieren zu können. Allerdings scheint Dell nicht den Weg über spezielle "Dell-Stores" gehen zu wollen, sondern will seine Produkte wohl auch in einfachen Retail-Märkten über den gesamten Globus anbieten.
[rl]