Über HT4U.net | Hersteller-Datenbank | Weblinks   RSS Feed
 Style: 1024  |  1280
 
  Nachrichten
Top News: sieben Tage | 30 Tage

 Neuer Streit um Browser-Sicherheit: Internet Explorer gegen Firefox

Software | 04.12.2007, 01:04
Mit einfachen Griffen hat Microsoft zum einjährigen Jubiläum des IE 7.0 eine Statistik veröffentlicht, die den eigenen Browser Internet Explorer 7.0 eine größere Sicherheit bescheinigt als der Mozilla Firefox. Damit tritt der Software-Spezialist wieder einmal ein Diskussion los, die schon viele Stunden gekostet hat und im Grunde immer auf ein Problem zurückführt: wie bewertet man die Qualität von Software?

Microsoft richtet sich in diesem Fall an der Zahl an Sicherheitsupdates und stellt fest, dass für den Explorer seit November 2004 nur 87 Sicherheitslücken — davon 54 kritische — geschlossen werden mussten, während Mozilla Firefox auf 199 Fehler — davon 75 kritische — zurück blicken muss. Prompt hagelt es Kritik, die in Frage stellt, auf welche Weise die Lücken gezählt werden, zumal Microsoft und Mozilla unterschiedliche Verfahren für die Bereitstellung von Updates haben. Interessanter sei zudem die Zeit, bis eine Lücke geschlossen werde, und hier liegt Microsoft erfahrungsgemäß und praktisch nachweisbar erheblich hinter dem OpenSource-Browser. Bestes Beispiel ist ein kritischer URI-Fehler, der erst vier Monate nach Bekanntwerden von Microsoft behoben wurde. Zudem stellt Microsoft Patches seit geraumer Zeit nur noch im Monatsrhythmus bereit und verzögert den Vorgang damit zusätzlich.

Bezüglich Qualitätsbewertung von Software könnte man im Übrigen auch genau anders herum argumentieren, wenn man als Hypothese festlegt, dass jede Software im Schnitt gleich viele Fehler enthält. Unter diesem Gesichtspunkt würde man beim IE7 in der gleichen Zeit nur die Hälfte der vorhandenen Fehler finden.

Man könnte die Spielereien auch weiter treiben und etwa die Zahl der Fehler ins Verhältnis zur Menge der Codezeilen oder Funktionen setzen, was Rückschlüsse auf die Qualität und Fähigkeiten der Programmierer ermöglichen könnte, doch auch hier bleiben natürlich viele Faktoren noch unberücksichtigt. Interessant aus wirtschaftlicher Sicht wäre mit Sicherheit noch eine Gewichtung der Fehler im Verhältnis zu den Entwicklungskosten. Während OpenSource ja größtenteils auf freiwilliger Arbeit der Programmierer basiert, ließe sich auf diesem Weg womöglich ermitteln, ob kommerzielle Software tatsächlich "besser" im Sinne von "effizienter hergestellt" ist. Grundlage wäre natürlich die Frage, ob kostenlos auch automatisch "schlechter" bedeutet.

Bezüglich Beliebtheit liegt der Internet Explorer 7 weiterhin gut positioniert und erfreut sich laut MSDN bereits nach einem Jahr an über 300 Millionen Nutzern. In Anbetracht von 88 Millionen verkauften Lizenzen von Windows Vista mit IE7 als Standard-Browser eine durchaus beachtliche Zahl. Für den Vorgänger Windows XP bleibt der IE6 der Browser erster Wahl. Dicht auf der Fersen ist weiterhin besonders bei informierten Anwendern der Mozilla Firefox.
[rl]

Social Bookmarking
Add to: Mr. Wong Add to: Webnews Add to: Yigg Add to: Yahoo Add to: Google Add to: Technorati

Werbung

Werbung


  Aktuelles



 Preisvergleich

Werbung
Werbung
 



Werbung