Der Grafikexperte NVIDIA will im neuen Jahr die Zahl der gefertigten Grafikkarten auf Basis des G92-Chips um 15 Prozent anheben. Bisher glänzten die Karten mit dem 65-nm-Chip eher mit Nichtverfügbarkeit als durch ihre gute Performance. Viele Anwender hatten sich zum Weihnachtsgeschäft auf die neuen Karten gefreut, weil sie im Verhältnis zwischen Preis und Leistung überdurchschnittlich gut abschnitten, doch trotz der Erwartungen, dass entsprechende Grafikkarten in Bälde in größeren Stückzahlen in den Handel kommen sollten, bleiben die Regale vorerst leer. Die
DigiTimes berichtet nun über Verhandlungen zwischen NVIDIA und Vertragshersteller TSMC, die eine Anhebung der Produktionszahlen für das erste Quartal 2008 vorsehen. Ob dieser Schritt die Verfügbarkeit der Karten allerdings nachhaltig verbessern wird, sei dahin gestellt, schließlich gibt es ja noch
Gerüchte über eine mögliche GeForce-9-Serie.
Eine GeForce 9, zu der bisher keine detaillierten Informationen bekannt sind, wird demzufolge bereits für Februar 2008 erwartet und könnte aus mehrere Grafikchips der G92-Familie bestehen. Damit würde klar, warum NVIDIA mehr Chips als bisher benötigt, wenn pro Grafikkarte zukünftig gleich zwei verbaut werden sollen. Da hier aber bisher leider ausschließlich Spekulationen bekannt sind, bleibt abzuwarten, was im neuen Jahr tatsächlich passieren wird. Interessant ist ebenfalls, wie sich die Verfügbarkeit der aktuellen Grafikkarten entwickeln wird. Dass das Unternehmen die Karten allerdings bewusst zurück hält, ist recht unwahrscheinlich. Gerade bei der Chipfertigung lohnt es sich, möglichst viele Chips zu verkaufen, um die hohen Fixkosten zu reduzieren. Dies würde im Ergebnis auch geringere Fertigungskosten bedeuten und könnte für NVIDIA durchaus zusätzliche Einnahmen bedeuten. Alternativ könnte man unterstellen, dass man Chips für die neue Grafikkarten-Serie mit mehreren GPUs zurückhält, doch bewegen wir uns hier doch etwas zu weit zum "Raten".