Seit dem Beginn des Analyst Day von AMD hatte sich AMDs Aktie im Sturzflug befunden. Auch am heutigen Tag der Börseneröffnung, wollte der Sturzflug erst einmal nicht stoppen und die Aktie sank auf einen neuen Jahrestiefstand von 7,54 US-Dollar - ein Minus von knappen vier Prozent zum Vortag. Und dann beruhigte sich die Börse wieder. Aktuell liegt AMDs Aktie knapp unter 8 US-Dollar, noch immer kein berauschendes Ergebnis, doch zumindest zeigt man erst einmal keinen weiteren Tag mit Verlusten. Zwei Gründe scheinen sich dafür abzuzeichnen.
Einerseits hat AMD heute offiziell seinen
Phenom 9600 Black Editon vorgestellt, doch vielleicht noch wichtiger könnte ein Statement von Gary Bixle, Director of Worldwide Channel Development, sein, welcher mitteilte, dass die Partner von AMD anerkennend festgestellt haben, dass AMD aufrecht zu seinen Fehler stehe. Natürlich sei man gleichzeitig enttäuscht - wie AMD selbst auch - über die aktuelle Produktsituation. Dennoch stünden alle Partner mit denen Herr Bixle gesprochen habe, hinter AMD und den Produkten. Designfehler passierten eben in der Halbleiterherstellung, doch AMD würde die Fehler beseitigen und weitermachen.
Allerdings liefen die ersten fehlerbeseitigten Muster bereits vom Band. Mit ersten Mustern der neuen Steppings sei noch im Januar 2008 zu rechnen. Dabei war allerdings keine Rede von einer Massenauslieferung. Immer wieder tauchte im Gespräch das "erste Quartal 2008"
auf.
Ein wenig missmutig sprach Gary Bixle ebenfalls davon, dass man die Barcelona-Prozessoen derzeit nur noch ausgewählt ausliefere - leider müsse man feststellen, dass diese Prozessoren dann im Vertrieb auftauchen würden. Im Bezug auf die ausgelieferten CPUs erwähnte der Director ebenfalls erneut, dass es Fehlerbeseitigungen gäbe - diese dann leider eben mit bis zu 20 Prozent schlechterer Performance einhergehen, was in solchen Systemen aber nicht ein solch schreckliches Problem darstellen würde.
Dabei äußerte man sich allerdings nicht auf die Modelle im Desktop-Bereich, welche weiterhin verkauft werden und welche ebenfalls nur über ein Bug-Fixing mittels BIOS auf sicheren Arbeitsbetrieb getrimmt werden können. Ob die Industrie-Kunden im Endeffekt tatsächlich keine Probleme in bis zu 20% gesunkener Performance erkennen mag dahin gestellt sein. Dass die Desktop-Anwender hier doch sicherlich herb enttäuscht sein könnten, darüber verlor man kein Wort.
Benchmarks dort ergaben im übrigen bislang Leistungseinbrüche bis zu 50%, gar darüber.
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