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Freitag, den 28. Februar 2003

MSI präsentiert GeForce FX 5800 Ultra-TD

Der Grafikkartenhersteller MSI präsentierte zwei neue Grafikkarten Modelle: Die GeForce FX 5800 Ultra-TD und die GeForce FX 5800-TD auf Basis von nVidias neuesten Grafikchips. Die Ultra-Variante wird wie bereits durch nVidia bekannt mit einen GPU-Takt von 500 MHz betrieben und die normale 5800 etwas langsamer mit 400 MHz. Beide Grafikkarten verwenden 128 MB DDR-II-Speicher mit Frequenzen von 1000 bzw. 800 MHz und unterstützen AGP 8X.

An zusätzlichen Features bietet MSI neben Standard VGA und DVI Ausgängen einen Video-Ausgang und umfangreiches Zubehör wie einen TV-Out/DVI-VGA Adapter und S-VHS-Kabel. Schon fast typisch für MSI ist das große Softwareangebot mit einigen Spielen und hilfreichen Anwendungen.

Zum zugehörigen GPU-Kühler wurden allerdings hinsichtlich Lautstärke in der Pressemitteilung keine weiteren Aussagen getroffen. Beide Grafikkarten werden ab Mitte März im Handel zu empfohlenen Verkaufspreisen von 595 EUR für die MSI GeForce FX 5800 Ultra-TD bzw. 439 EUR für die FX 5800-TD verfügbar sein.


[rl]

Neuer Artikel online: Terratec Soundkarten

Zwar fällt einem bei Thema "PC-Soundkarten" zumeist immer erst der Namen "Creative" ein, doch trotz der mittlerweile langjährigen Marktführerschaft ist Creative nicht allein in diesem Segment unterwegs. Zu den wichtigstens Kontrahenten zählt der deutsche Hersteller Terratec, von welchem wir heute die neuen Kreationen Aureon Space 7.1 und DMX 6Fire 24/96 testen. Was diese Soundkarten dem Anwender bieten und ob sie sich gegen Creative durchsetzen können, erfahrt Ihr im Artikel.

zum Artikel
[rg]

Donnerstag, den 27. Februar 2003

VIA Epia M10000 inkl. C3-Prozessor 1 GHz ab sofort verfügbar

Wie der Chipsatz-Hersteller VIA verkündete, ist das Mini-ITX Mainboard Epia M10000 ab sofort verfügbar. Es ist der Nachfolger des Epia M9000 und kommt mit einem integrierten 1 GHz VIA C3 Prozessor. Es soll besonders durch die geringe Lautstärke überzeugen, die seinem Vorgänger noch zu einiger Kritik verhalf. Nach der Pressemitteilung sei das System nur noch halb so laut wie ein vergleichbarer PC. Man habe die Geräuschemission, die bei normalen PCs um 35 – 50 dbA läge, zum Beispiel durch den neuen Fansink auf circa 25 dbA reduzieren können. Trotzdem soll das 17x17 cm große Motherboard noch für alle heutigen Anforderungen wie Office, Digital Video oder Audio Anwendungen geeignet sein.

Das Epia M10000 basiert auf dem Apollo CLE266 Chipsatz mit integriertem MPEG-2 Decoder und 2D/3D Grafikkern und bietet sowohl einen S-Video als auch einen TV-Ausgang. Weiterhin unterstützt es bis zu 1 GB DDR266 SDRAM, ATA/133 und stellt durch den VT1616 Chip 6-Kanal Sound zur Verfügung. Außerdem sind USB 2.0 und Firewire Anschlüsse sowie 10/100 Mbit Netzwerk vorhanden, für eventuelle Erweiterungen gibt es einen weiteren PCI-Steckplatz.

Laut VIA ist das Mainboard ab sofort weltweit zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 179 Dollar verfügbar.
[rl]

Webweites

Den zum 4. Quartal 2003 anstehenden Launch des Pentium 4 "Northwood"-Nachfolgers "Prescott" hat das 3DCenter zum Anlass genommen, sich in einem entsprechenden Preview mit den Vorzügen des neuen Prozessor-Designs wie verdoppelten Cachegrößen oder den "Prescott New Instructions" auseinanderzusetzen. Auch ein Blick auf 800 MHz QDR und die kommenden Springdale-Chipsätze fehlt nicht.

Der nForce2-Chipsatz von nVidia befindet sich in aller Munde und so wundert es nicht, dass sich auch die LostCircuits dieses Themas angenommen haben. In gewohnt gründlicher Weise hat Michael Schuette dem Abit NF7-S und dem Soltek SL-75FRN L auf den Zahn gefühlt. Dabei konnte das Abit-Board durch seine Ausstattung und das Soltek-Board durch seine Performance besonders überzeugen, wobei das Preis-Leistungsverhältnis bei beiden Boards stimmte und die Performanceunterschiede nur sehr gering ausfielen.

Bei der Spieleflut finden wir das Review der Single-Player-Variante von UT2003, Unreal II: The Awakening. Die Story ist schnell erzählt: In ferner Zukunft muß man als Söldner auf 13 verschiedenen Planeten Monster brutzeln, Söldner unschädlich machen und einige Artefakte erkämpfen. Ein erfahrener Shooter-Spieler braucht dafür ca. 17 Stunden, was dann doch etwas die Langzeitmotivation drücken könnte. Wettgemacht wird dieses Manko jedoch allemal durch die Grafikfülle und die rasante Action.

Auf WinTotal hat man sich mit einer der interessantesten Alternativen zu Microsofts Email-Clienten Outlook und Outlook Express befasst, der Pegasus Mail. Alle wichtigen Funktionen werden geboten, darüber hinaus wird das Feature, unerwünschte Nachrichten im Rahmen einer selektiven Abholung der Post noch auf dem Server löschen zu können, sicherlich einige Freunde finden. Auch die Tatsache, dass Pegasus Mail kostenlos zu haben ist, spricht neben erhöhter Sicherheit beim Mailen für dieses Programm.
[vw]

Legend QDI präsentiert neue Mainboards für AMD und Intel

Legend QDI kündigte in einer Pressemitteilung die Vorstellung zahlreicher neuer Produkte zur CeBIT an. So kann man neben neuen Grafikkarten auf Basis von nVidias Geforce4, neuen DVD Laufwerken und DVD Recordern sowie Switches und Wireless LAN Komponenten einige zukünftige Mainboards bestaunen.

Unter den Motherboards mit bereits bekannten Chipsätzen von VIA, Intel und SiS finden sich auch einige interessante Neuvorstellungen mit kommenden Chipsätzen. So plant QDI zum aktuellen Zeitpunkt zwei Produkte mit Intels Springdale-G Chipsatz.

Das P4I865G wird ein normales Motherboard nach dem ATX-Standard mit ICH5-Southbridge und Unterstützung für vier DDR400 Speicher-Module. Weiterhin erlaubt es den Betrieb mit 400/533/800 MHz Frontsidebus und bietet optional zwei Firewire-Ports. Im Gegensatz dazu wird das P4I865GM, ebenfalls basierend auf dem Springdale-G mit ICH5 Southbridge, ein MicroATX-Board mit Platz für zwei DDR400 RAM-Module und optional einem Firewire Anschluss. Weitere Mainboards von QDI werden auf Basis des bewährten i845 in allen Versionen sowie mit SiS 648 oder 651 Chipsatz erscheinen.

Als weitere interessante Neuheit wird QDI das K8A8000 für den Athlon 64 vorstellen. Es kommt mit AMD 8151 AGP Controller gepaart mit AMDs 8111 "Southbridge" und ermöglicht den Einbau von zwei DDR333 Speicher-Modulen. Zudem wird das Mainboard optional mit zwei SerialATA Anschlüssen zu bekommen sein. Für den Athlon XP wird es weitere Plattformen auf Basis des VIA KT400/KT333 geben, den KT400A sucht man bei Legend QDI vergeblich. Es wird sich zeigen, ob hier später Produkte folgen oder ob der Chipsatz ganz ausgelassen wird.
[rl]

AOpen stellt HyperThreading-fähige SiS 648 Mainboards vor

Im Dezember des letzten Jahres verwies uns der Chiphersteller Silicon Integrated Systems (SiS) froher Kunde auf ihre neuen B0-Revisionen der Chipsätze SiS R658, SiS 648, SiS 645DX, SiS 651 und SiS M650, welche ab dato HyperThreading unterstützen sollten (wir berichteten). Gleiches gilt übrigens auch für den SiS 655 Chipsatz, welcher ebenfalls erst mit der B0-Revision Hyper-Threading unterstützt, obwohl auch Varianten ohne den Hyper-Threading Support auf den Markt gelangt sind, wie wir es hier bereits erwähnten.

Als einer der ersten Hersteller hat AOpen allerdings erst jetzt, knapp 2 Monate später, erste SiS648 Mainboards mit Hyper-Threading Support angekündigt (die bereits etablierten AOpen SiS 655 Mainboards missen dieses Feature nach den Informationen dagegen noch!). Die AX45H-8X Serie wird es dabei gleich in 3 verschiedenen Varianten geben. Das Basisprodukt bildet das AX45H-8X, welches nur die üblichen Eigenschaften wie AGP8x, ATA133 und USB2.0 zur Verfügung stellt. Das AX45H-8XN kann dazu noch mit einem 10/100Mbps LAN Controller aus dem Hause Realtek aufwarten, das AX45H-8X Max bekommt zusätzlich noch FireWire spendiert. Zudem verfügt die Max-Variante über die sogenannten SilentBIOS und SilentTek Features, welche eine extra Lüftersteuerung überflüssig machen (mehr dazu siehe unser aktuelles AOpen AX4R Plus Review). Weitere Informationen zu den neuen Boards findet Ihr hier direkt bei AOpen.
[mg]

Dazzle stellt Hollywood DV-Bridge Deluxe Edition vor

Die Firma Dazzle informierte uns, dass es ihre analog/digital Video-Schnittlösung Hollywood DV-Bridge nun auch in einer Deluxe Edition gibt. Bei diesem Gerät handelt es sich um eine externe Analog-Video/Digital-Video Konverterbox, die eine konvertierung der beiden Video-Systeme untereinander ermöglicht. Auf diese Weise wird der heimische PC zu einem vollwertigen und leistungsfähigen Video-Schnittsystem.

Die neue Deluxe Edition wird durch eine beigelegte IEEE1394-/FireWire-PCI-Karte aufgewertet, die PCs ohne eine solche Schnittstelle mit zwei entsprechenden Ports versieht. Neben der externen Konverterbox können natürlich auch andere FireWire-Geräte wie externe Festplatten, CD- oder DVD-Brenner an diese Karte angeschlossen werden. Im Lieferumfang des Pakets ist die umfangreiche Dazzle Softwaresuite enthalten, bestehend aus Dazzle MovieStar 5, Dazzle DVD Complete und Dazzle OnDVD. Der Hersteller äußert sich wie folgt:

"Hollywood DV-Bridge Deluxe Edition ist ein wahres Multitalent: Die externe Box kann außer an die beigelegte FireWire Karte an jede FireWire-Schnittstelle eines Notebooks, Desktop PCs oder Macintoshs angeschlossen werden. Sie wandelt zum Beispiel alte VHS-Kassetten in hochwertiges DV-Material. Umgekehrt kann digitales, bereits bearbeitetes Videomaterial auf VHS- oder SVHS-Band ausgegeben und dann über jeden Videorekorder wiedergegeben werden. Auch nach mehrfacher Vervielfältigung des Videomaterials steht immer höchste Qualität zur Verfügung. Zu einem professionellen Videoschnitt System gehört die Möglichkeit der Vorschau an einem Videomonitor oder TV-Gerät. Durch die analogen Anschlüsse ist das für Hollywood DV-Bridge Deluxe Edition kein Problem. Hollywood DV-Bridge Deluxe Edition ist für alle ambitionierten Hobbyfilmer, die sowohl analoges als auch digitales Bildmaterial flexibel bearbeiten wollen, hervorragend geeignet."

Das Hollywood DV-Bridge Deluxe Edition Paket wird zu einem empfohlenen Endkundenpreis von 399 €uro im Fachhandel erhältlich sein. Wer sich diese Lösung auf der kommenden CeBit selber anschauen möchte, findet Dazzle in Halle 6/G46.

[cm]

Terratec GeForce FX Grafikkarten ab sofort erhältlich

Der Nettetaler Hersteller Terratec gibt bekannt, dass seine high-end Grafikkarten auf Basis des NVIDIA GeForce FX Chips ab sofort an die Händler ausgeliefert werden. Namentlich handelt es sich bei diesen Grafikkarten um die Mystify 5800 und ihre große Schwester Mystify 5800 Ultra. Beide Karten sind mit 128MB DDRII-RAM ausgestattet, das im Falle der Mystify 5800 mit 400MHz (800MHz Double-Data-Rate) und im Falle der Mystify 5800 Ultra mit 500MHz (1000MHz Double-Data-Rate) betrieben wird.

Neben dem Speichertakt unterscheidet auch der Chiptakt die beiden neuen Modelle. Als Taktfrequenz der Mystify 5800 GPU werden 400MHz genannt, die Mystify 5800 Ultra bietet dem Käufer satte 500MHz GPU-Takt. Auch über die zu erwartenden Preise läßt der Hersteller keine Unklarheiten aufkommen, für das kleinere Modell der GeForce FX sollen 579 €uro, für das größere ganze 649 €uro fällig werden.

Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen der beiden Platinen gehören die obligatorischen DVI- und TV-Out-Anschlüsse. Im Karton der Karten findet der Käufer darüber hinaus auch die Vollversionen der Spiele Splinter Cell, Gun Metal und Warcraft III. TerraTec-Geschäftsführer Heiko Meertz äußerte sich wie folgt zum Start der neuen Produkte: „Mit dieser neuen Grafikkarten-Serie bringen wir als erster Anbieter die ultimative GeForce FX Technologie europaweit an den Start. Technologisch der Grundstein für Spiele und Grafikanwendungen der nächsten Generationen.“

          
[cm]

Athlon XP mit 200 MHz FSB im Mai

Laut den DigiTimes hat AMD verschiedene Mainboard- und Chipsatzhersteller darüber informiert, dass man im Mai einen Athlon XP Prozessor mit einem FrontSideBus von 200 MHz vorstellen wird. Dieser wird aller Wahrscheinlichkeit nach auf dem Barton Kern aufbauen, welchem AMD im Vergleich zum Thoroughbred Kern 256KB L2-Cache mehr spendiert hat.

Der Information nach sollen auch schon viele der Top Mainboardhersteller, wie z.B. ASUS und MSI, Produkte für den neuen Athlon XP mit einem FSB von 200 MHz in Planung haben. Gleiches gilt für die Chipsatzhersteller SiS und VIA, welche im April entsprechende Produkte vorstellen wollen. Von VIA gibt es dazu die Neuigkeit, dass der KT400A Chipsatz momentan in der Musterproduktion sei, er allerdings nur einen FSB von 166 MHz unterstüzen wird.

Daraufhin stellt sich natürlich die Frage, ob der KT400A vielleicht noch nachträglich FSB200 tauglich gemacht werden kann, bzw. dieses man bei VIA überhaupt als Notwendig betrachten wird. Denn möglicherweise wird AMD den neuen Athlon XP mit dem höheren FrontSideBus zwar im Mai vorstellen, wie es dann aber mit der Verfügbarkeit bestellt sein wird, ist fraglich. So könnte man es auch als durchaus realistisch betrachten, dass der neue Prozessor erst im 3. Quartal zu kaufen sein. Und bekanntlich soll der Hammer nicht viel später folgen. Dies würde den Markt für die FSB200 tauglichen Chipsätze und Mainboards in gewisserweise doch einschränken und den "Lebenszyklus" der Produkte verkürzen, was aus finanzieller Unternehmenssicht natürlich vermieden werden sollte.

Übrigens ist es mittlerweile auch kaum verwunderlich, einen Athlon XP mit 200 MHz FSB vorzustellen. Denn der dazu passende Speicher DDR400 etabliert sich momentan doch sehr gut im Markt, was vor allem auf AMDs Konkurrenten Intel zurückzuführen ist, dessen Chipsätze in Bälde allesamt auf DDR400 aufbauen werden.
[mg]

Update zu Thermaltakes GeForceFX-Passivkühler

Gestern hatten wir von dem neuen passiven GeForceFX-Grafikkartenkühler von Thermaltake berichtet. Heute gab uns Thermaltake die noch fehlenden Informationen dazu bekannt. Der Kühler mit der Heatpipe Technologie wird den Endkundenmarkt Mitte April erreichen, wird also nicht nur an die Grafikkartenhersteller verkauft werden. Erste Samples werden schon nach der CeBIT ausgeliefert. Somit sollten frühzeitige Tests auch bald präsentieren können, was in dieser Kühlung steckt. Die auf dem gleichen Prinzip aufbauende Kühlung von Zalman erfreut derweil schon die Herzen der Silent-Freunde (bei ATi-Karten) und schneidet in Tests gar nicht mal schlecht ab.

                  
[ck]

Neue Opera Version 7.02 erhältlich

Die norwegische Softwareschmiede Opera Software hat der aktuellen 7ener Version ihres Opera Browsers ein Update verpasst und ist damit nun in der Version 7.02 erhältlich. Die neue Version bringt allerdings keine gravierenden Änderungen mit sich. Hauptsächlich wurde an den lokalisierten Versionen des angeblich "schnellsten Internetbrowsers der Welt" geschliffen, aber auch ein kleines Sicherheitsproblem wurde behoben. Weitere Updates haben die Hilfedateien erfahren sowie die gesamte Stabilität des kleinen Browsers. Der Download ist bisweilen allerdings nur in englischer Sprache möglich, die letzte deutsche Version stammt noch aus der 6er Opera Serie. Zum Download des Browsers mit oder ohne Java gelangt Ihr hier.
[mg]

Yeong Yang Cube bekommt ein Fenster

Yeong Yang Technology ist nun dem Mainstream-Markt gefolgt und wird auf der kommenden CeBIT ein Cube Gehäuse mit eingebautem Window-Seitenteil vorstellen. Von dieser Änderung verspricht man sich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit wieder auf den Cube zu erlangen. Aus den uns vorliegenden technischen Zeichnungen geht die Form des Windows deutlich hervor. Es wird eine rechteckige Öffnung werden, die zu allen vier Seiten gleichen Abstand hat.

Nachdem nun eigentlich jeder Gehäusehersteller seine Gehäuse mit Window-Seitenteilen ausgestattet hatte, wurde dies auch langsam bei Yeong Yang Zeit einzuführen. Nur so kann man den Ansprüchen des Marktes in diesen Zeiten folgen. Es scheinen sich wirklich wenige um die nun fehlende EMV Abschirmung (Elektro-magnetische Verträglichkeit) zu kümmern, was vor ein paar Jahren von Gesetzeswegen noch undenkbar war. Lassen wir uns also von dem neuen Gewand des Cubes auf der CeBIT überraschen.
[ck]

Mittwoch, den 26. Februar 2003

Neues Pentium 4 Prozessor-Stepping

Von Intel erreichte uns heute die Ankündigung des neuen Pentium 4 D1-CPU-Steppings - aktuell ist z.Zt. noch das C1-Stepping. Höchstwahrscheinlich dürfte dieses Upgrade den kommenden Pentium 4 CPUs mit 800 MHz QDR bzw. aktiviertem Hyperthreading unterhalb 3 GHz Taktrate geschuldet sein. Bei den höchstgetakteten Prozessoren wird es eine leichte Spannungserhöhung von 1,525 auf 1,55 Volt geben, was neben einem stabileren Betrieb sicherlich auch zu einer besseren Produktionsausbeute führen dürfte. Der AE26-Pin sämtlicher D1-Prozessoren erhält eine zusätzliche Impedanz-Funktionalität zwecks Unterstützung der Springdale-Chipsätze. Auf die aktuellen Plattformen hat diese Änderung keinen Einfluß, andersherum bedeutet dies aber doch hoffentlich nicht, dass Prozessoren mit C1-Stepping und darunter nicht oder nicht 100%ig stabil auf den neuen Mainboards laufen werden...?!?

Zu erkennen sein werden die neuen Prozessoren an der von 0F27h (C1-Stepping) auf 0F29h gewechselten CPUID sowie anderen sSpec-Nummern. Die Verfügbarkeit des neuen Steppings auch bei den bisherigen Northwood-Prozessoren mit 400 oder 533 MHz QDR dürfte sich am Launch ihrer 800 MHz QDR-Vettern im Laufe des 2. Quartals 2003 orientieren.
[vw]

Paint Shop Pro 8 in öffentlicher Betaphase

Wer Lust verspürt, die kommende achte Version des bekannten Bildbearbeitungsprogramms Paint Shop Pro aus dem Hause Jasc frühzeitig auszuprobieren, kann an dessen öffentlicher Betatestphase teilnehmen. Das Programm ist aus Sicht des Herstellers zwar bereits "komplett", aber dennoch soll die Software vor dem Verkaufsstart von einem möglichst breiten Feld von Anwendern auf möglichst vielen unterschiedlichen Systemkonfigurationen getestet werden.

Sicherlich ist hier auch reichlich Marketing im Spiel, jedoch dürfte Paint Shop Pro 8 nicht nur für die Nutzer der Vorgängerversion interessant sein, da es sich durch einige neue Features gegenüber der großen Konkurrenz in Gestalt von Adobes Photoshop besser zu positionieren sucht - wer mehr erfahren möchte oder eine Downloadmöglichkeit sucht, wird auf der Jasc-Webseite fündig.
[vw]

EPoX 4PEA+ im Test @ TweakPC

Die Kollegen von TweakPC haben sich erneut ein Board mit i845PE-Chipsatz angesehen, dem aktuell schnellsten Intel-Chipsatz mit einkanaligem DDR-RAM-Speicherinterface.

Beim Review des EPoX 4PEA+ stand neben dessen umfangreicher Ausstattung mit FireWire, LAN, RAID und Serial-ATA der Vergleich zwischen Betrieb mit DDR266- und DDR333-Speicher im Vordergrund. Erwartungsgemäß konnte das Board von dem schnelleren Speicher gut profitieren und bietet auch für Freunde des Overclockings alle nötigen Funktionen. Case-Modding-Freaks hingegen finden vielleicht Gefallen am "Magic Light"-Feature...
[vw]

Auf Wiedersehen BIOS? Intel will EFI einführen

Nachdem das BIOS (Basic Input/Output System) die sogenannten "IBM-kompatiblen" PCs schon seit über 20 Jahren begleitet, äußerte Intel auf der Intel Developer Conference eventuelle Zukunftspläne, die den x86er revolutionieren könnten. Wie News.com berichtet, könnte nach dem Willen des Prozessor-Giganten schon bald eine Alternative zum herkömmlichen "Text-Mode"-BIOS erscheinen, das Extensible Firmware Interface, eine hochauflösende, grafische Umgebung mit integrierten Netzwerkfähigkeiten und gesteigertem Komfort.

Das leicht erweiterbare EFI könnte zum Beispiel Ferndiagnosen über das Netzwerk zulassen. Zudem ist es jederzeit möglich, zwischen dem eigentlichen Betriebssystem (Windows, Linux, usw.) und dem neuen BIOS zu wechseln und so auch während des Betriebes Geräte und Treiber zu wechseln. Des Weiteren bieten sich durch die Netzwerkfähigkeiten natürlich vielfältige Integrationsmöglichkeiten für TCPA und DRM an.

Im Gegensatz zum BIOS im ursprünglichen Sinne, dass dafür zuständig war, Geräte zu erkennen und die Kommunikation der Komponenten auf unterster Ebene sicher zu stellen geht EFI noch einen Schritt weiter, kann diese dynamisch verwalten und stellt im Prinzip schon fast ein eigenes Betriebssystem dar. Entscheidender Unterschied ist außerdem die Art der Programmierung. Wird das BIOS noch mit der maschinennahen Programmiersprache Assembler entwickelt, basiert EFI auf der Hochsprache "C", welche die Entwicklung um einiges erleichtert, da sie wesentlich flexibler und einfacher anzuwenden ist.

Allerdings stellt sich die Frage, ob ein neues BIOS wirklich die ideale Lösung darstellt. So wäre es eventuell auch ein Weg komplett auf den Umweg BIOS zu verzichten und dem Betriebssystem die alleinige Hardwareverwaltung zu überlassen, denn zum großen Teil wird diese sowieso schon von ihm übernommen.
[rl]

Thermaltake bringt lüfterlosen GeforceFX Kühler heraus

Der taiwanesische Kühler- und Gehäusehersteller Thermaltake zeigt auf seiner Website Bilder eines lüfterlosen Kühlers für eine GeforceFX. Vom Aussehen ähnelt dieser der Zalman ZM80A-HP Heatpipe für Grafikkarten. Über Preise und Verfügbarkeit ist noch nichts bekannt, da das Produkt zudem von Thermaltake in die OEM Produktlinie eingeordnet wird. Man kann hier nur mutmaßen, dass dieses interessante Produkt nur direkt an Grafikkartenhersteller abgegeben wird und dann als Komplettlösung mit Grafikkarte ähnlich der Sapphire Radeon 9700 Atlantis Pro Ultimate Edition erhältlich sein wird.

                  
[ch]

Neuer Artikel online: AOpen AX4R Plus

Intels erster DualChannel DDR-RAM Chipsatz E7205 aka "Granite Bay" ist bisher nicht auf die ganz große Gegenliebe bei den Mainboard-Herstellern gestoßen. Was kein Wunder ist, supportet der Chipsatz offiziell doch nur das heutzutage nicht mehr wirklich Marketing-wirksame DDR266 und wird zudem von Intel als Workstation-Chipsatz (zumindestens laut Intels Auslegung) auch teuer als die weit verbreiteten i845PE-Chipsätze mit (SingleChannel) DDR333-Support angeboten.

Doch gegen beide Punkte hatte AOpen offenbar etwas und präsentiert mit seinem AX4R Plus Mainboard auf Basis des E7205-Chipsatzes das genaue Gegenteil von "uninnovativ" und "teuer". An dem DualChannel DDR266 Speicherinterface kann man natürlich nichts drehen, dafür kann sich der Nutzer nach Herzenslust an den sehr reichhaltigen Tuning-Optionen im BIOS betätigen. Zusammen mit einigen weiteren interessanten BIOS-Features, u.a. in Richtung integrierter (Software) Lüftersteuerung, dürfte das AOpen AX4R Plus wohl das beste bei uns je im Test befindliche BIOS aufweisen. Welche anderen Pluspunkte das sehr reichhaltig ausgestattete und dabei doch relativ günstige Board hat, lest Ihr im Artikel.

zum Artikel
[rg]

Safari Browser erhält Tabs

Der von Apple auf Basis der OpenSource Rendering Engine Konqueror entwickelte Safari Webbrowser für MacOS X 10.2.x wird in der nächsten Version "Tabbed Browsing" unterstützen. Diese Funktion ist zum Beispiel bei Mozilla basierten Browsern und Opera bereits seit längerer Zeit integriert und bei vielen Nutzern beliebt. Dabei wird nicht für jede Webseite ein eigenes Fenster geöffnet, sondern über eine Tableiste zwischen den verschiedenen Seiten im selben Browserfenster gewechselt. Allerdings scheint Apple dieses Feature erst versteckt testen zu wollen. Tabbed Browsing wird in der zukünfig erscheinenden Version v62 erst einmal nur über ein verstecktes Debug Feld zu aktivieren sein. Screenshots liefert die Macintosh Insider Newsseite Think Secret.
[ch]

Dienstag, den 25. Februar 2003

ATi - Are You Ready For More?

Im Oktober letzten Jahres hatte nVIDIA eine Flashanimation auf ihrer Website veröffentlicht, welche mit dem Slogan "Are Your Ready?" auf die kommende GeForceFX hinweisen sollte (wir berichteten). In Anlehung zu dieser Kampange findet man bei der Konkurrenz aus dem Hause ATi nun ebenfalls eine Flashanimation, welche mit Slogan "Are You Ready For More?" wirbt. Hierbei dürfte man auf die zukünftigen Grafikchips R350 und RV350 abziehlen, welche wahrscheinlich zur CeBit 2003 im März vorgestellt werden. Natürlich nimmt man hierbei die Konkurrenz nVIDIA ein wenig auf den Arm, indem man den nVIDIA Spruch zu seinen eigenen Gunsten abändert und mehr oder weniger deutlich auf ein leistungsfähigeres Produkt hinweißt, bei welchem es sich eigentlich nur um den R350 handel kann.

Übrigens kann man sich auch hier durch einen Klick auf die Animation registrieren, um sofort über die neuen Produkte informiert zu werden. Für alle anderen werden wir hier natürlich auch über das neue ATi Produkt berichten.
[mg]

Auch AMD senkt Prozessorpreise

Nachdem Intel am gestrigen Tage die Preise ihrer Pentium 4 Desktop- und Servermodelle gesenkt hatte (wir berichteten), zog AMD noch am selben Tage nach und senkte ebenfalls die Preise ihrer Desktop- und Serverprozessoren, aber auch die der Mobilen CPUs. Bei den Desktop CPUs liegen die Preisnachlässe in Bereichen zwischen 1 und 32 Prozent. Aber vor allem Notebooks mit AMD Prozessoren dürften in Kürze deutlich billiger werden, da bei den Mobile AMD Prozessoren die Preisnachlässe in Bereichen zwischen 6 und 47 Prozent liegen. Nachfolgend eine Übersicht bei einer Abnahme von 1000 Stück:

ModellTaktalter Preisneuer PreisNachlass
Athlon XP 3000+2.17 GHz (166 MHz FSB)$588$5880 %
Athlon XP 2800+2.08 GHz (166 MHz FSB) $375
Athlon XP 2800+2.25 GHz (166 MHz FSB)$397$3756 %
Athlon XP 2700+2.17 GHz (166 MHz FSB)$349$26723 %
Athlon XP 2600+2.13 GHz (133 MHz FSB)$297$24119 %
Athlon XP 2400+2.00 GHz (133 MHz FSB)$193$14127 %
Athlon XP 2200+1.80 GHz (133 MHz FSB)$157$10732 %
Athlon XP 2100+1.73 GHz (133 MHz FSB)$93$921 %
Athlon XP 2000+1.67 GHz (133 MHz FSB)$83$812 %
Athlon XP 1800+1.53 GHz (133 MHz FSB)$69$673 %
Athlon XP 1700+1.47 GHz (133 MHz FSB)$54$540 %

Athlon MP 2600+2.13 GHz (133 MHz FSB)$273$2730 %
Athlon MP 2400+2.00 GHz (133 MHz FSB)$228$20012 %
Athlon MP 2200+1.80 GHz (133 MHz FSB)$208$17416 %
Athlon MP 2000+1.67 GHz (133 MHz FSB)$153$13313 %

Desktop Replacement Mobile Athlon XP 2200+1.80 GHz $186$11733 %
Desktop Replacement Mobile Athlon XP 2000+ 1.66 GHz $157$9241 %
Desktop Replacement Mobile Athlon XP 1900+1.60 GHz $89$846 %
Desktop Replacement Mobile Athlon XP 1800+1.50 GHz $83$777 %
Desktop Replacement Mobile Athlon XP 1700+1.47 GHz $76$6218 %
Desktop Replacement Mobile Athlon XP 1600+1.40 GHz $69$5717 %
Desktop Replacement Mobile Athlon XP 1500+1.30 GHz $52$520 %

Standard Mobile Athlon XP 1900+1.60 GHz$186$10544 %
Standard Mobile Athlon XP 1800+1.50 GHz$157$9838 %
Standard Mobile Athlon XP 1700+1.47 GHz$145$8144 %
Standard Mobile Athlon XP 1600+1.40 GHz$119$7438 %
Standard Mobile Athlon XP 1500+1.30 GHz$99$6732 %
Standard Mobile Athlon XP 1400+1.20 GHz$99$5247 %

Ebenfalls im Preis gesenkt wurde der Duron mit 1.3 GHz, welcher nun $44 kostet, aber auch der Duron mit 1.2 GHz, welcher ab sofot für $39 zu haben ist.
[mg]

Intel senkt Prozessorpreise

Am gestrigen Tage hat der wohl einflußreichste Halbleiterhersteller der Welt, Intel, die Preise ihrer Desktop und Server Prozessoren gesenkt. Hierbei wurden allerdings nur die Preise der aktuellen Pentium 4 Reihe adjustiert, die älteren Pentium III Modelle sind von den Preissenkungen nicht betroffen. Der Endverbraucher darf auf Preisnachlässe für die Desktop Prozessoren zwischen 8 und 21 Prozent hoffen, wobei die nachfolgend gelisteten Preise nur für Großabnehmer gelten bei einer Abnahme von 1000 Einheiten.

ModellTaktalter Preisneuer PreisNachlass
Pentium 43.06 GHz (133 MHz FSB)$637$5898 %
2.80 GHz (133 MHz FSB)$401$3756 %
2.66 GHz (133 MHz FSB)$305 $24121 %
2.60 GHz (100 MHz FSB)$305 $24121 %
2.53 GHz (133 MHz FSB)$243$19321 %
2.50 GHz (100 MHz FSB)$243 $19321 %
2.40 GHz (133 MHz FSB)$193$16316 %
2.40 GHz (100 MHz FSB)$193$16316 %
2.26 GHz (133 MHz FSB)$193$16316 %
2.20 GHz (100 MHz FSB)$193$16316 %

Xeon3.06 GHz (133 MHz FSB) $722
2.80 GHz (133 MHz FSB)$455$4550 %
2.80 GHz (100 MHz FSB)$433 $433 0 %
2.66 GHz (133 MHz FSB)$337$28416 %
2.60 GHz (100 MHz FSB)$326$27316 %
2.40 GHz (133 MHz FSB)$224$20911 %
2.40 GHz (100 MHz FSB)$224$19812 %
2.20 GHz (100 MHz FSB)$224$198 12 %

Die gennante FSB Bezeichnung unsererseits entspricht dem reellen Takt, aber nicht den Intel Angaben. Bisweilen hatte Intel den FSB der Prozessoren bei den 100 MHz Modellen mit FSB400 angegeben, bei den 133 MHz Modellen mit FSB533. Der optisch doch sehr große Unterschied beruht auf dem Quad-Pump Verfahren, welches bei den Intel Pentium 4 Modellen zum Tragen kommt. Hier werden 4 mal Daten pro Takt übertragen, so dass man effektiv von einem 4 mal so hohen FSB spricht. Neuerdings ist bei Intel aber nur noch vom System Bus die Rede, dessen Abkürzung mit PSB (Processor System Bus) angebeben wird. Nichts desto trotz handelt es sich bei diesen Angaben immer nur um den eigentlichen FrontSideBus (FSB), welcher am Prozessor anliegt, welcher durch die Intel Marketingabteilung aber ein wenig aufgewertet wird. ;-)
[mg]

Montag, den 24. Februar 2003

Dual Sockel A Mainboard nForce FX von nVidia?

Nachdem schon lang nichts mehr in Bezug auf Multiprozessor-Mainboards bei AMD zu hören war, zeigen HardOCP nun eine Grafik eines Dual-Prozessor Mainboards von Asus auf Basis des nForce FX Chipsatzes für AMD Athlon MP Prozessoren. Grund für die Annahme ist der eingezeichnete BlueMagic-PCI-Steckplatz, der nur bei Motherboards dieses Herstellers anzutreffen ist. Neben der Unterstützung für zwei CPUs wird wahrscheinlich ebenfalls wieder ein Dual-Channel Speicherinterface auf der Platine Platz finden. Eventuell lässt die paarweise Anordnung der Speicherbänke auch die Vermutung zu, dass jede CPU ihren eigenen Speicher zugewiesen bekommt und somit Engpässe vermieden werden könnten.

Sowohl die nForce FX North- und Southbridge als auch der AMD 8131 PCI-X Tunnel sind per HyperTransport verbunden. Des Weiteren ist es mit Hilfe des AMD Chips möglich, herkömmliche 32bit PCI-Karten und 64bit PCI-X-Karten mit doppeltem Systemtakt von 66 MHz unabhängig voneinander anzusteuern.

Weitere Features des Boards könnten – insofern sich diese Grafik als echt erweisen sollte - neben Firewire und USB 2.0 Ports auch die SerialATA-(Raid)-Controller werden. Damit könnte nVidia nach dem großen Erfolg des nForce2-Chipsatzes ein weiterer guter Wurf gelingen. Die Breite der Anwendungsmöglichkeiten vom professionellen Einsatz als Server-Mainboard bis zum Desktop-Einsatz zu Hause könnten dem nForce FX alle Türen öffnen. Vorerst bleibt jedoch noch abzuwarten, was die Zukunft wirklich bringt.
[rl]

SiS kündigt offiziell 4-Kanal-RDRAM Chipsatz an

Silicon Integrated Systems kündigten heute gemeinsam mit Samsung, Asus und Rambus den 4-Kanal-RDRAM Chipsatz R659 an. Er soll mit Unterstützung von 1200 MHz RDRAM Modulen eine Speicherbandbreite von circa 9,6 GB/s erreichen und nach offiziellen Aussagen im dritten Quartal diesen Jahres in Produktion gehen. Der Chipsatz würde bis zu 16 Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützen und durch wesentlich schnellere Antwort-Zeiten zusätzliche Performance-Gewinne bringen. Wie der Pressemitteilung zu entnehmen ist, wird der Chipsatz mit der SiS R964 Southbridge zusammenarbeiten und voraussichtlich acht USB 2.0 Ports sowie SerialATA anbieten.

Damit ist mit ersten Mainboards mit diesem Chipsatz nicht vor Ende diesen Jahres zu rechnen, wenn sich schließlich auch Intels 800 MHz Quad Pumped Bus vollständig etabliert haben dürfte. Sollte SiS mit dem R659 wirklich so stark werden, wie es im Moment klingt, könnte es eng für den Prozessor-Riesen werden. Hier wurden erste höhere Speicherfrequenzen von 1066 MHz nach aktuellen Informationen erst für 2004 angesetzt.
[rl]

nVIDIA NV30 keine richtige 8x1 Architektur?

Die Kollegen von within3d berichten unter Berufung auf ein Newsposting bei The Inquirer, dass die aktuelle GeForceFX (Chipbezeichnung: NV30) von nVIDIA keine richtige 8x1 Architektur vorweisen kann. Das soll heißen, dass der bisherige Glaube, der NV30 verfüge über 8 Rendering-Pipelines mit jeweils einer Textureinheit, verworfen werden kann. Statt dessen soll der NV30 vom Prinzip her noch auf der GeForce4 Ti Architektur mit 4 Rendering-Pipelines und jeweils zwei Textureinheiten aufbauen. Allerdings auch nur vom Prinzip her, denn dem Anschein nach soll die Architektur des NV30 Chips unter bestimmten Umständen so wie eine 8x1 Architektur arbeiten können.

Damit ist es auch zu erklären, warum die Single- und Multi-Texturierungs Ergebnisse im GeForceFX Review z.B. von ExtremeTech oder die Ergebnisse im Forumsthread bei Beyond3d einen Vorteil der GeForceFX im Vergleich zur Radeon 9700 Pro beim Multi-Texturing aufzeigen. Beim Single-Texturing dagegen liegt die Radeon 9700 Pro mit ihrer 8x1 Architektur vorne.
[mg]

Sonntag, den 23. Februar 2003

FSP Group stellt ATX Silent-Netzteile vor

Der Netzteil-Hersteller FSP stellte vor kurzem neue Netzteile mit 300 und 350 Watt vor (FSP300-60PN und FSP350-60PN), welche durch ihre 12cm-Lüfter mit sehr geringen Drehzahlen besonders leise sein sollen. Sie wurden direkt über dem Prozessor positioniert und ermöglichen so eine günstige Luftzirkulation im Gehäuseinneren, um einen Hitzestau zu vermeiden. Beide Netzteile sind vollständig ATX konform und kompatibel mit den aktuellen Prozessoren von AMD und Intel. Damit erhört ein weiterer Hersteller den Ruf nach ohrenschonenden Komponenten und folgt dem Trend zu immer leiseren Computern, der sich wahrscheinlich dieses Jahr weiter fortsetzen und eventuell noch mehr zu komplett passiven Lösungen verstärken wird.

Wie FSP in der Pressemitteilung bekannt gibt, wird die neue PN-Reihe auf der CeBIT 2003 zu sehen sein. Zur Verfügbarkeit im Handel ist noch nichts bekannt.
[rl]

Neue Mini ITX Gehäuse

Es ist nun fast genau ein ganzes Jahr her, das VIA ihren eigenen Formfaktor, den Mini ITX, herausgebracht haben. Zur CeBIT 2002 stellten sie das Mainboard mit dem schon vorinstallierten VIA C3 Prozessor vor. Yeong Yang war einer der ersten Hersteller, die ein Gehäuse für diesen sehr kleinen Formfaktor parat hatten. Doch setzten sich die Mainboards von VIA bis jetzt nicht so recht durch. Fazit ist, das die Hersteller immer weniger Interesse darin fanden ein Gehäuse dafür zu entwickeln, bzw. herzustellen. Das Interessante aber an diesem kleinen Formfaktor ist, das er wirklich so klein ist, das man ihn in die kleinsten Gehäuse hineinbekommt. Ein Jahr später nun, zur CeBIT 2003, haben sich mehrere Hersteller eingefunden kleine Gehäuse zu entwickeln und herzustellen.


Yeong Yang stellt schon seit längerer Zeit die YY-A10x Reihe her, die eigentlich schon für den Micro ATX Standard passen. Da Mini ITX viel kleiner ist, passen sie dort natürlich auch hinein. Yeong Yang ist mit den kleinen Gehäusen mittlerweile sehr weit gekommen, da sie für die sogenannten System-Integratoren sehr interessant sind. Lian Li brachte vor einiger Zeit das PC-402 heraus, welches natürlich in dem gewohnten Aluminiumgewand daherkommt und somit sehr edel aussieht. Dieses Gehäuse wurde mit einer Frontklappe aus Acryl hergestellt und befindet sich selbstverständlich schon in unserem Testlabor. Casetek, Hersteller der Xaser III Baureihe, hat sich nun auch mit einem speziellen Gehäuse für Mini ITX Mainboards an den Markt gewand.

Es scheint so, das VIA nun doch nach so langer Zeit einen gewissen Absatzmarkt für die EPIA-Reihe gefunden hat und immer beliebter wird. Die Möglichkeiten eines solchen kleinen Gehäuses sind ja auch unbegrenzt. Man kann ja sogar ein kleines Gehäuse selbst bauen, wie es schon auf manchen amerikanischen Webseiten zu sehen war. Es ist nun abzuwarten, ob VIA wirklich noch einen Durchbruch mit den kleinen Mainboards erlangen wird, interessant sind sie allemal.
[ck]

Samstag, den 22. Februar 2003

Details zu SiS Xabre II aufgetaucht

Bei DarkCrow ist eine GPU Roadmap von SiS aufgetaucht, welche erste Informationen zum Xabre II enthält. Den DirectX9 Beschleuniger Xabre II ist AGP 8x kompatibel und wird in zwei verschiedenen Varianten auf den Markt kommen. Das Top-Modell SiS340 arbeitet mit einem GPU Takt von 375 MHz. Speicherseitig sollen DDR II Module mit 500 MHz zum Einsatz kommen. Genauso wie bei dem R300 von ATi wird man beim SiS340 wohl auf eine Architektur mit 8 Rendering-Pipelines setzen.

Das eher im Mid-Range Markt anzusiedelnde SiS341 Modell soll sich nach den bisherigen Informationen nur durch die Architektur unterscheiden und nur über 4 Rendering-Pipelines verfügen. Die Takte bleiben dagegen unverändert. Die Vorstellung der Chips wird vermutlich auf der kommenden CeBit in Hannover stattfinden, welche schon im nächsten Monat ihre Türen öffnet.
[mg]

ProSilence 350 Watt lüfterloses Netzteil @ Warp2Search

In den letzten Jahren hat sich bezüglich LowNoise bzw. Silent Computing sehr viel getan, über leise CPU-Kühler für Athlon XP und Pentium 4, Festplatten-Aufhängungen gegen deren Schwingungen, leise Gehäuse-Lüfter, Grafikkarten mit lüfterloser Heatpipe-Kühlung, Schalldämm-Matten oder gleich komplett gedämmte Gehäuse. Außerhalb des Netzteils lassen sich heutzutage nahezu alle Geräuschquellen im PC ziemlich wirkungsvoll "wegdämmen", so daß in letzter Zeit insbesondere das Netzteil als letzter großer Geräusch-Erzeuger in einem Silent-System auffällt.

Zwar sind auch hier die Hersteller in letzter Zeit bemüht, keine zu lauten Lüfter einzusetzen, die letzte Konsequenz - nämlich der komplette Verzicht auf jegliche Lüfter - wurde bisher aber noch nicht erreicht. Zwar gibt es schon des längeren das Engelking-Netzteil, dieses schaltet seine Lüfter jedoch bei einer doch recht niedrigen Netzteil-Temperatur ein, womit es lüfterlos nur bei sehr niedrig getakteten Prozessoren (bis etwas über 1 GHz) verwendbar ist. Vor einigen Wochen berichteten wir dann über ein lüfterloses 300-Watt-Netzteil von RSG, welches den Zweck zwar einwandfrei erfüllt, nachteiligerweise aber nicht der ATX-Norm entspricht und somit nur etwas für bastlerisch begabte Computer-Schrauber ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: Mit dem Test des ProSilence 350 Watt lüfterlosen Netzteils bei Warp2Search bietet sich nun (erstmals?) ein leistungsstarkes ATX-Netzteil an, welches keinerlei versteckte Haken mit sich bringt und seine Leistung wie gesagt komplett lüfterlos erreicht. Im vorgenannten Review überzeugte das Netzteil auch im Praxis-Härtetest, unter anderen auch in einem gedämmten Midi-Gehäuse mit 3.06 GHz Pentium 4, vollgepackten System und keinerlei Gehäuselüftern. Das ProSilence-Netzteil mag zwar mit 220 Euro nicht gerade billig sein (wird derzeit ausschließlich von Silentmaxx vertrieben), allerdings ist es momentan auch mehr oder weniger konkurrenzlos - und ein gewaltiger Schritt in die Richtung "SuperSilent-PC".
[rg]

Tyan präsentiert Dual-Mainboard für Intels Xeon Prozessor

Im Rahmen des Intel Developer Forum in San Jose stellte Tyan eine neue Dual-Plattform für Intels Serve- und Workstation-Prozessor "Xeon" vor. Das Tiger i7505 (S2668) basiert auf dem E7505 Chipsatz von Intel und unterstützt neben der HyperThreading Technologie ebenfalls ATX12V/EPS12V sowie AGP 8X. Als weiteres Feature bietet das Motherboard, das hauptsächlich an den Workstation-Sektor gerichtet ist, Gigabit-Netzwerk onboard und 6-Kanal-Audio.

Obwohl auf der Plattform zwei Prozessoren Platz finden müssen, erreicht es recht geringe Ausmaße und sollte in jedes handelsübliche ATX-Gehäuse passen. Weiterhin besteche es laut Tyan durch seinen sehr niedrigen Preis. Wie teuer es konkret werden wird, verrät der Mainboard-Hersteller allerdings noch nicht.

Laut der Pressemitteilung soll das Mainboard im März in Produktion gehen. Konkrete Termine zur Verfügbarkeit sind uns noch nicht bekannt.
[rl]

Freitag, den 21. Februar 2003

IDF: Intel ICH5 mit nativem Serial ATA RAID Support

Wir berichteten bereits am Anfang des Monats über die RAID Fähigkeit der kommenden Dual-Channel Chipsätze Springdale (i865P, i865PE, i865G) und Canterwood (i875P). AnandTech konnte weitere Informationen bezüglich des RAID Supports auftreiben und berichtet, dass die native RAID Unterstützung durch die ICH5 Southbridge vorerst nur RAID 0 Systeme ermöglichen wird. Das Aufbauen eines solchen Verbunds soll dafür selbst bei einem bereits bestehenden Einzeplattensystem ohne Datenverlust möglich sein, womit Intel hier erster wäre. Bei anderen Anbietern von RAID Systemen war ein kompletter Datenverlust beim Aufbau eines RAID 0 Verbunds unumgänglich.

Laut Intel soll sich der Aufbau des RAID 0 Verbunds ganz einfach gestalten. Man installiere die 2. Festplatte und bediene sich dem Intel Application Accelerator Utility. Dieses erstellt dann auf Wunsch des Users ein RAID 0 Array, angeblich ohne Datenverlust. Für die Mainboardhersteller hat eine solche RAID Lösung natürlich den Vorteil, dass sich das Layout auf Grund des Wegfallens eines extra Chipbausteins vereinfachen lässt. Dies spart Kosten und Entwicklungszeit. Allerdings stellt sich die Frage, inwieweit der Anwender zu Hause einen Nutzen von RAID 0 haben wird, da vornehmlich nur RAID 1 verwendet wird. Hier könnten die anderen Chiphersteller mit ihren Serial ATA RAID Chips punkten. Außerdem ist es noch unklar, wie es mit der Leistung der Intel Lösung bestellt sein wird. Zur Beurteilung müssen wir uns wohl noch ein wenig gedulden. Der Start der Chipsätze wird voraussichtlich im Mai erfolgen.
[mg]

Abseits der IDF zeigt AMD Notebook mit Mobile Athlon 64

AMD ist zwar kein eigentlicher Aussteller auf dem IDF, dennoch konnte man das Unternehmen bislang trotzdem immer antreffen. Zwar nicht direkt auf dem IDF, sonder meistens in einem Hotel in der Nähe. Dieses Jahr gab es in den Hotelräumen des Herstellers ein Konzept Notebook mit einem Mobile Ahtlon 64 zu bestaunen, wie es unter anderem AnandTech in ihrem Report berichtet. Das Notebook mit dem Mobile Prozessor zeigte während der Demonstration die Wiedergabe eines Harry Potter Films. Als Chipsatz kam der VIA K8T400 zum Einsatz.

Der gezeigte Mobile Athlon 64 wird sich grob gesagt nur durch das Stromsparmanagement PowerNow! von seinem Desktop Kollegen unterscheiden. Allerdings dürfte es auch stromsparendere Versionen geben, welche sich auch vom Format her ändern könnten, um den platzsparenden Notebookformaten gerecht werden zu können.

Neben dem Notebook zeigte man außerdem noch ein Athlon 64 Desktopsystem, auf welchem eine 64-bit Unreal Tournament 2003 Version demonstriert wurde. Das Betriebssystem hierzu bildete eine SuSe Linux 64-bit Distribution. Gleichzeitig war auch noch ein Opteron Server zu begutachten, ausgestattet mit 4 Prozessoren. Dieser soll allerdings ein wenig Krach gemacht haben, was die Kollegen von der ComputerBase auch gleich auf Video festhielten.
[mg]

IDF: Keine Lizenzen für Centrino Technolgie

Halbleiterprimus Intel hatte den Centrino Begriff schon am Anfang des Jahres vorgestellt. Centrino soll dabei ein markantes Markenzeichen für Notebook Computersysteme werden, welches dem Käufer hohe Leistung bei langer Akkulaufzeit und drahtlose Erreichbarkeit offerieren soll. Systemhersteller, welche Centrino Produkte anbieten wollen, müssen dabei explizit auf Intels Centrino Produkte zurückgreifen, bestehend aus dem Pentium-M Prozessor, einem passenden Chipsatz (i855PM (Odem), i855GM (Montara)) sowie einem Intel Wireless-LAN Controller.

Auf der IDF sickerte nun durch, dass Intel die Centrino Technologie nicht lizensieren wolle. Das heisst im Klartext, dass nur Intel Centrino Produkte herstellen wird, ganz zum Unmute von anderen Chipherstellern. Diese können so keine Produkte für die Centrino Technologie anbieten, der Centrino Markt bleibt alleinig Intel überlassen. Allerdings sollte dies nach Insiderinformationen keinen allzu großen Einfluß auf andere Chiphersteller haben, da diese ihre Produkte in der Regel sowieso eher im Low-End bis Mid-Range Sektor ansiedeln, wogegen die Centrino Produkte eher für den Mid-Range bis High-End Markt bestimmt sind.
[mg]

IDF: 12. März ist Stichtag für Centrino Systeme

Auf dem "eigenen" Developer Forum hat Intel den Starttermin für Centrino Systeme bekannt gegeben. Der Stichtag ist für den 12. März angesetzt, ab dann soll die angeblich teuerste Werbekampange seitens Intel Früchte tragen. Ein Centrino System, vornehmlich Notebooks, darf nur mit dem Centrino Logo verkauft werden, wenn es die folgenden Anforderungen erfüllt: Neben einem Pentium-M Prozessor muss ein passender Intel Chipsatz vorhanden sein und auch ein Intel Wireless-LAN Adapter für die drahtlose Kommunikation.

Centrino dürfte dabei vor allem das Notebock an sich bewerben, so dass der Käufer in Zukunft mehr auf das Logo achten wird als auf die verbauten Komponenten. Denn neue Centrino Notebooks mit dem Banias Prozessor alias Pentium-M arbeiten bei gleicher Taktfrequenz schneller als ein Notebook mit dem hauseigenen Pentium 4-M Prozessor. Dies kann man jedenfalls aus Intels Präsentation auf dem IDF entnehmen. Ein Pentium M Prozessor mit 1,6 GHz soll einem Pentium 4-M Prozessor mit 2,4 GHz das Wasser reichen können. Und auch die Akkuleistung soll sich mit einem Centrino Notebook deutlich verbessern.

Damit sollte klar sein, dass der Pentium-M in der Pro-MHz Leistung im Vergleich zum Pentium 4(M) deutlich zugelegt hat, was Intel zugleich auch in die Bedruille treibt. Bislang galt nämlich immer das Motto: Takt ist alles. Doch mit dem Pentium-M zeigt man selber, dass dies nun nicht mehr ganz zutreffen kann. Somit muss sich Intel etwas neues einfallen lassen, um dem Käufer ein Notebook, welches augenscheinlich über einen langsamerern Prozessor verfügt, schmackhaft zu machen. Centrino könnte eine mögliche Antwort sein.

Unterdessen sind auch schon Details zum Nachfolger des Banias Kerns druchgesickert. Der Nachfolgekern wird sich Dothan nennen und soll in einem 0,09µm Prozess hergestellt werden. Mit dem Dothan möchte Intel den Takt des Prozessors steigern, welcher zugleich weniger Strom verbrauchen soll. Dabei ist der Starttermin schon für das 2. Halbjahr angesetzt.
[mg]

Donnerstag, den 20. Februar 2003

Neue Radeon-Chips von ATi - 2x Refresh, 2x Verfeinerung, 1x Highend Mobile

Nicht nur von Intel gibt es dieser Tage viel zu berichten, auch die Nachfolger der aktuellen DirectX9-R300-Chips von ATi geistern bereits seit geraumer Zeit durch die News. Dabei wird das aktuelle Highend-Modell, der Radeon 9700 Pro, bezüglich der Taktraten nochmals etwas beschleunigt, bleibt aber ansonsten unangetastet. Der Radeon 9100, im Grunde schon nichts anderes als ein umgelabelter Radeon 8500, erfährt einen nochmaligen Refresh als Radeon 9200, mit dem einzigen Unterschied eines AGP8x-Interfaces. Wesentlich spannender wird es in der "Mittelklasse", denn der Radeon 9500 mit und ohne "Pro" wird vom 0,15 auf den 0,13 µm-Herstellungsprozess umgestellt, mit DDR-II-RAM ausgestattet und ebenfalls mehr oder weniger stark beschleunigt:

ChipTakt / Rendering PipelinesRAMHerstellung
Radeon 9700 Pro325 MHz / 8256bit / 310 MHz DDR-I0,15 µm
Radeon 9800375 MHz / 8256bit / 350 MHz DDR-I0,15 µm

Radeon 9500 Pro275 MHz / 8128bit / 270 MHz DDR-I0,15 µm
Radeon 9600 Pro400 MHz / 4? 8?128bit / 400 MHz DDR-II0,13 µm

Radeon 9500275 MHz / 4128bit / 270 MHz DDR-I0,15 µm
Radeon 9600300 MHz / 4128bit / 300 MHz DDR-II0,13 µm

Radeon 9100275 MHz / 4128bit / 275 MHz DDR-I0,15 µm
Radeon 9200275 MHz / 4128bit / 275 MHz DDR-I0,15 µm

Nüchtern betrachtet fragt man sich, warum der Radeon 9800 überhaupt den Codenamen R350 trägt und somit einen gewissen Sprung im Vergleich zum R300 (Radeon 9700 Pro herunter bis zur Radeon 9500) suggeriert - schließlich wird der eine oder andere User aus seiner overclockingfreundlichen Radeon 9700 Pro längst eine Radeon 9800 "gemacht" haben. Über den R200-Neuaufguß Radeon 9200 (RV280) muß man wohl überhaupt keine Worte verlieren.

Der Radeon 9600 Pro hingegen dürfte angesichts seiner hohen Taktraten sein "nur" 128bittiges Speicherinterface ein Stück weit kompensieren und sich nicht allzu deutlich hinter der Radeon 9800 platzieren - quasi eine Art Mittelding zwischen Radeon 9500 Pro und Radeon 9700. Je nachdem, wieviel Pixel-Pipelines er bekommen wird, wird er mehr in die eine oder die andere Richtung gehen. Eine Radeon 9600 Pro mit 4 Pipelines wäre trotz der hohen Taktraten wohl nur wenig schneller als eine Radeon 9500 Pro mit 8 - würde ATi freiwillig den Bereich der gehobenen Mittelklasse ausdünnen? Spätestens beim Launch sollten wir mehr wissen... Der deutlich niedriger getaktete Radeon 9600 dürfte angesichts des 0,13 µm-Herstellungsprozesses ein Kandidat für Passivkühlung bei trotzdem noch sehr ordentlicher Leistung sein - den Silentfreak wird's freuen. Beide Radeon 9600-Spielarten hören übrigens auf den Code-Namen RV350.

Auf keinen Fall vergessen sollte man ATi's neuesten Coup für den Mobile-Sektor, also für Notebooks. Hier gab es bisher den Mobility Radeon 9000 mit bereits sehr ansehnlicher Leistung, dieser soll nun durch den Mobility Radeon 9700 (Codename M10) ersetzt werden, welcher nicht nur DirectX9 hardwareseitig mitbringt, sondern genau wie das Desktopmodell über 8 Pixel-Pipelines verfügen soll und somit einen gewaltigen Performancesprung für mobiles Computing bedeuten würde - allerdings wohl auf Kosten eines ebenfalls recht deutlich steigenden Stromverbrauches.

Und nVidia? Nach der Abkündigung des GeForceFX Ultra wird man sich im Highend-Bereich wohl oder übel auf die Entwicklung des NV35-Chips konzentrieren müssen, um den Anschluß an ATi in diesem Marktsegment wiederherstellen zu können.
[vw]

IDF: Beschleunigter FSB auch für "kleine" Pentium 4 / Nachschlag zum "Prescott"

Auf dem laufenden Intel Developers Forum sind die Prozessorpläne des Chipriesen natürlich ein zentrales Thema. Über die Anhebung des FSB der kommenden Zweikanal-DDR-RAM-Chipsätze sowie zukünftiger Pentium 4-Prozessoren hatten wir bereits mehrfach berichtet. In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass Intel die "kleinen" Pentium 4-CPUs ab 2,4 GHz aufwärts demnächst nicht nur mit der Option eines aktivierten Hyperthreading, sondern auch definitiv mit 200 MHz FSB / 800 MHz QDR anbieten wird. Damit kann die Speicherbandbreite der Springdale-Chipsätze inkl. der Variante mit integriertem Grafikchip bereits zu einem deutlich günstigeren Preis voll ausgereizt werden, als dies mit einem mehr als dreimal so teuren Pentium 4 mit 3,2 GHz möglich wäre.

Auch über den Pentium 4-Nachfolger "Prescott" waren bereits schon länger einige Daten bekannt. Diese haben sich auf der IDF eigentlich weitgehend bestätigt, hinzugekommen sind noch einige andere kleine Verbesserungen im Detail, die zusammengefasst folgendes Bild ergeben:

  • 0,09µm Herstellungsprozess
  • 3,2 bis über 5 GHz Taktrate
  • 800 MHz QDR
  • auf 16 KB verdoppelter L1-Datencache
  • auf 1 MB verdoppelter L2-Cache
  • verbessertes HyperThreading II
  • verbessertes Data-Prefetching
  • "Prescott New Instructions" mit 13 neuen Programmbefehlen (PNI aka "SSE3")

Allein die vergrößerten Caches dürften für eine spürbar bessere Pro-MHz-Leistung verglichen zum Pentium 4 sorgen. Da der Pentium 4 und der Prescott eine Zeitlang koexistieren werden, sollte ein langsamer getakteter und evtl. etwas preisgünstigerer Prescott im Vergleich zu einem Northwood dann durchaus die bessere Wahl sein. Allerdings ist über die Einführung eines Performance-Ratings für den Prescott nichts bekannt... ;-).
[vw]

Erstes optisches Laufwerk mit Serial-ATA-Interface

Nachdem erste Festplatten mit Serial-ATA-Interface bereits erhältlich sind, haben die gemeinsam agierenden Hersteller Philips und BenQ nun mit einem DVD+R/+RW-Drive das erste optische Laufwerk mit Serial-ATA-Schnittstelle vorgestellt. Zum Preis oder zur Verfügbarkeit im Handel wurde nichts bekannt, jedoch darf man diese Produktvorstellung doch als weiteren Anhaltspunkt dafür verstehen, dass die bereits seit einigen Monaten auf Mainboards verlöteten Serial-ATA-Controller langsam anfangen, Sinn zu machen.

Weitere Informationen über den recht zögerlichen Start, geplante oder schon erhältliche Produkte sowie die basalen technischen Eckpunkte von Serial-ATA findet Ihr in diesem Newsposting sowie über unsere News-Suche.
[vw]

PCI Express ab 2004

Der Nachfolger der klassischen PCI-AGP-Computerarchitektur, PCI Express aka 3GIO, wird nach Intels Angaben auf dem aktuellen IDF ab 2004 Einzug in Intels Produkte halten und damit zumindest den AGP-Port im Laufe der Zeit vollständig ablösen. Demgemäß dürfte es jenseits des erst kürzlich eingeführten AGP8x kein Update mehr geben.

PCI Express beruht im Gegensatz zum aktuellen PCI 2.x auf einem seriellen Datentransfer und ist damit weder elektrisch noch mechanisch kompatibel. Anders sieht dies bei PCI-X aus, das weiterhin ein paralleles Protokoll benutzt und seine Leistungssteigerung gegenüber dem "klassischen" PCI-Bus aus einer verdoppelten bzw. vervierfachten Taktrate bezieht. Erste Servermainboards sowie SCSI- und GigabitLAN-Karten mit PCI-X sind bereits erhältlich. PCI-Express und PCI-X sollen unter besagter Ablösung von AGP letztlich gleichberechtigt nebeneinander bestehen bleiben - zumindest solange, bis der nächste Technologieschritt vor der Tür steht.

Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Mitteilung des für seine Workstationgrafikkarten bekannten Herstellers 3Dlabs, als erster Hersteller überhaupt eine Grafikkarte für den PCI Express herstellen zu wollen. Zwar mag diese Aussage, ebenfalls auf dem Intel Developer Forum getätigt, noch viel unverbindliches enthalten, jedoch darf man aller Voraussicht nach spätestens in zwei Jahren eine gegenüber heute ziemlich umgekrempelte PC-Architektur erwarten.

Wer sich näher für dieses Thema interessiert, sollte einen Blick auf die Webseite der PCI-SIG (PCI Special Interest Group) werfen.
[vw]

DDR400 kommt in Fahrt

Mit Hynix, Infineon und Samsung haben gleich drei Markenhersteller bekanntgegeben, dass ihre DDR400-Module erfolgreich von Intel für die Verwendung mit den demnächst kommenden Springdale-Chipsätzen validiert worden seien.

Entsprechende Speichermodule von Samsung sind bereits seit einiger Zeit im Handel zu haben, von Infineon erreichte uns außerdem die Mitteilung, dass DDR400-Speicherriegel gemäß JEDEC-Standard in den Größen von 128, 256 und 512 MB ab sofort ausgeliefert würden.
[vw]

Mittwoch, den 19. Februar 2003

Neuigkeiten vom ersten Intel Developer Forum 2003

Das inzwischen jährlich mehrfach stattfindende Intel Developer Forum, kurz IDF, startete gestern zum ersten Mal dieses Jahres in San Jose. Einer unserer geschätzten Kollegen, Thomas Mironiuk, ist für uns vor Ort und versetzt uns dadurch in die Lage, auch über die aktuellen Ereignisse dort zu unterrichten.

Eines der wenigen Highlights des ersten Tages des IDFs war die Vorstellung des Desktop-Konzeptes für 2004. „Dual independend video" und „dual independend audio" sollen in die übernächste Generation der Intel-Chipsätze eingebaut werden. Somit soll das Arbeiten an zwei Monitoren, zum Beispiel bei der Datenbeschaffung und gleichzeitigen Visualisierung erleichtert werden.

Wahrscheinlich ist jedoch, das es zuerst weit profanere Anwendungen sein werden, die sich diese Funktion zunutze machen. Die Kommunikation beim Onlinegaming wird jedenfalls deutlich erleichtert. Alternativ bietet sich die Möglichkeit, den PC weiterhin als solchen zu nutzen und über den zweiten Ausgang eine DVD auf den Fernseher auszugeben.

Neu in der Abteilung Mobile Computing auf dem IDF ist die Konzeptstudie Newport. Die Kombination aus Notebook, Tablett-PC und Handy setzt neue Eckdaten in seiner Klasse. Mit den erweiterten Anforderungen „allways on", „allways best connected" und „location aware computing" eröffnen sich neue Möglichkeiten bei den tragbaren Geräten. Allein telefonieren kann man mit dem Newport derzeit noch nicht. Doch sollte es gelingen eine ständige Verbindung zu den Kommunikationsnetzen, entsprechend der Anbindung von Handys, zu schaffen, würde ein einfaches Bluetooth-Headset genügen, um auch die Funktion zu bieten. Neu ist auch das kleine zweite Display auf der Außenseite, über das man auf Emails, Kontakte und Termine zugreifen kann, ohne den Rechner hochzufahren. Größtes Hindernis für diese Lösung dürfte allerdings die Vereinheitlichung der Abrechnung und die Standardisierung von Verbindungskosten in so unterschiedlichen Netzen wie LAN, WLAN und GPRS sein.

Über weitere Neuigkeiten vom Intel Developer Forum werden wir Euch in den nächsten Tagen ebenfalls unterrichten.
[mg]

4-Kanal RDRAM Interface von SiS bereit für den Markt?

TheInquirer will erfahren haben, dass das neuartige 4-Kanal Speicherinterface von Silicon Integrated Systems bereits nächste Woche offiziell vorgestellt werden soll und vermutlich auch wenig später auf dem Markt zur Verfügung steht. Das Interface wird im SiS R659 Chipsatz integriert sein und richtet sich besonders an den Performance Sektor. Mit dem Rambus-Interface können bei Frequenzen von 1200 MHz Transferraten von bis zu 9 GB/s erreicht werden und stellen somit eine ernst zunehmende Alternative zu Intels DDR400 DualChannel Interface dar.

Ob SiS und Rambus wirklich schon so weit sind und wie lange die Einführung des neuen Chipsatzes auf dem Markt wirklich dauert, wird sich wahrscheinlich erst nächste Woche zeigen, wenn die von TheInquirer angekündigte Pressemitteilung tatsächlich herausgegeben wird.
[rl]

Rambus mit Redwood Highspeed Bus Interface

Das Technologie-Unternehmen Rambus, welches in der Vergangenheit durch häufige Gerichtsprozesse gegen andere Speicherhersteller auffiel, kündigte das nach eigenen Aussagen schnellste Parallel Bus Interface der Welt an. Damit sei man in der Lage, durch die Variable Data Rate (VDR) Frequenzen von 400 MHz bis 6,4 GHz pro Pin zu ermöglichen, und so je nach Summe der Leitungspaare die Bandbreite zwischen den Chips optimal dem Zweck anzupassen. Zur Anwendung könnte der parallele Datenbus zum Beispiel zwischen Prozessor und Chipsatz kommen, wo besonders hohe Bandbreiten benötigt werden. Durch das Differencial Rambus Signal Level (DRSL) können die hohen Transferraten bei nur 200 mV mit sehr niedrigen elektromagnetischen Störungen realisiert werden und eröffnen neue Möglichkeiten für stromsparende Lösungen. Ein weiterer Vorteil ist die Rückwärtskompatibilität mit anderen Low Voltage Differential Signaling-Standards (LVDS) wie zum Beispiel HyperTransport, RapidIO oder SPI-4, welche es einfach machen soll, das Bus Interface zu integrieren.

Ebenfalls entscheidend ist die FlexPhase Technologie, durch die man nicht mehr gezwungenermaßen exakt gleich lange Busleitungen verwenden muss und somit einfachere und kleinere Platinenlayouts möglich sind. Redwood ist für maximale Entfernungen von 38,1 cm (15 inch) von Chip zu Chip ausgelegt und gestattet hier geringere Latenzzeiten als serielle Lösungen. Diese bieten sich laut Rambus erst für große Distanzen bis zu 1,2 Meter (48 inch) an und werden von dem Unternehmen mit dem Serial Link Interface RaSer gelöst, welches besonders gut für externe Verbindungen z. B. zwischen Mainboards geeignet ist.

Ersten Vermutungen nach könnte Redwood zum Beispiel in der 2005 erwarteten PlayStation 3 zum Einsatz kommen.
[rl]

Dienstag, den 18. Februar 2003

Neuer Artikel online: Einführung in die Elektronik

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht zu unserem bisherigen Spektrum gehören mag: Grundwissen in elektronischen Dingen kann auch bei PC-Dingen weiterhelfen. Insbesondere die Modding-Gemeinde, welche sich ihre immer neuen Kreationen am liebsten selber herstellt, kann die meisten diese Projekte natürlich nur mit soliden Elektronik-Kenntnissen bewerkstelligen. Aber auch auf vielen anderen Gebieten sind diese Kenntnisse von Nutzen - und so will unser neuerster Artikel allen Einsteigern in die Thematik eine Hilfe bei den ersten Schritten sein.

zum Artikel
[rg]

Intels Springdale G - Konkurrenz für den nForce2?

Die Performancekrone für integrierte Chipsätze gebührt z.Zt. eindeutig nVidias nForce2 - zwar ist die Variante mit entsprechender IGP-Northbridge erst deutlich nach ihrer diskreten SPP-Kollegin am Markt erschienen , bedeutet jedoch mit ihrer integrierten GeForce4 MX-Grafik nochmals eine Steigerung gegenüber dem im ersten nForce-Chipsatz verbauten GeForce2 MX-Chip.

Demgegenüber war und ist Intel mit seiner "Extreme Graphics" des i845G bzw. i845GE nicht sonderlich auf Rosen gebettet, liegt doch deren Perfomance knapp oberhalb einer GeForce2 MX200 (der weitaus langsamsten GeForce2 MX-Variante mit 64bittig angebundenem SDRAM) und eignet sich somit kaum für anspruchsvollere PC-Spiele.

Umso interessanter ist eine Mitteilung, die uns von einem Mainboardhersteller bezüglich der im April erwarteten neuen Springdale-Chipsätze erreicht hat. Deren integrierte Variante, der i865G, soll bekanntermaßen einen deutlich verbesserten "Extreme Graphics"-Core erhalten, der sich in ausgiebigen Tests nun als doppelt so leistungsfähig wie sein Vorgänger herausgestellt haben und in einigen Benchmarks sogar in Regionen einer GeForce4 Ti4600 vorgedrungen sein soll. Dabei ist zu beachten, dass es sich nicht um unabhängige Messungen, sondern Intels hauseigene Präsentationen gehandelt hat. Bei Hinzunahme qualitätsverbessernder Features wie AF oder FSAA dürften sich solche Resultate nicht ohne weiteres reproduzieren lassen.

Auf jeden Fall kann festgehalten werden, dass Intels Schritt hin zu DDR400 insbesondere hinsichtlich integrierter Chipsätze Sinn macht, da diese natürlich erheblich von der gestiegenen Speicherbandbreite profitieren können. In diesem Sinne darf man sehr auf unabhängige Benchmarks der ersten Serienplatinen gespannt sein.
[vw]

Thermisches Management des Pentium 4

Die X-bit labs haben sich einmal die automatische Throttle-Funktion des Intel Pentium 4 genauer angeschaut. Bei ihren Untersuchungen mit dem derzeitigen Topmodell, dem Intel Pentium 4 3.06 GHz mit Hyperthreading stellte man interessante Effekte fest. Das Management regelt grundsätzlich nach der Temperatur und greift nachträglich in den CPU-Takt ein. Es wird also nicht FSB oder Multiplikator verändert, sondern das Taktsignal wird für bestimmt Zeiträume abgeschalten. Die Messung erfolgte in einem speziellen Versuchsaufbau, bei der ein PC-Gehäuse in eine Art Ofen gestellt wurde und somit ein langsamer Temperaturanstieg simuliert werden konnte.

Ab einer Temperatur von 72°C sank kontinuierlich die Performance, welche mittels UnrealTournament und FRAPS ermittelt wurde. Die Temperatur des Prozessors stieg nicht kontinuierlich, da in diesen Bereichen die Temperatur proportional zur Temperatur und umgekehrt war. Bei einer Temperatur von 94°C war dann das Maximum erreicht und der Rechner schaltete sich ab. Über einen veränderten Testaufbau gelang es den Testern weiterhin eine Art Minimalperformance nachzuweisen. Unter diesen Wert konnte das Temperatur-Management nicht herunterregeln. In diesem Zustand ist der Prozessor etwa 2,7 mal langsamer als bei Standardbedingungen.

Als Fazit geben die x-Bit labs ein positives Urteil ab, die Gehäuseinnentemperatur betrug über 60°C und der Kühlkörper war zu heiß zum Anfassen. Als Richtlinie geben AMD und Intel Maximalgehäusetemperaturen von 42 - 45°C an. Man sollte sich also auch ohne Übertaktung Gedanken über eine ausreichende Kühlung machen, da bereits bei einem Temperaturanstieg von 72°C zu 75°C ein 10%iger Performanceeinbruch auftritt.

Update: Die oben genannten Untersuchungen wurden außerhalb der Spezifikationen durchgeführt. Ein Pentium 4 mit 3.06 GHz ist offiziell nur bis 69°C zugelassen. Im Normalfall sollte man immer unter dieser Temperatur bleiben, so dass das Temperatur-Management nicht in Erscheinung tritt.
[ch]

Preissenkungen bei ATi im März

Wie die französische Seite Multi-Hardware berichtet, soll ATi Preissenkungen ihrer Produkte für den März angesetzt haben. Betroffen sollen die Karten aus der Radeon 8xxx und Radeon 9xxx Serie sein, welche ab März für 15 Prozent weniger zu haben sein sollen. Möglicherweise ist die Preissenkung der erste Schritt für die Eingliederung der anstehenden Grafikchips RV280, RV350 und R350, welche möglicherweise zur CeBit vorgestellt werden. Erste Karten könnten damit schon im April auf dem globalen PC-Markt auftauchen, wobei auch schon Ende März erste Karten in den Handel gelangen könnten (vorzugsweise wahrscheinlich auf den amerikanischen Markt). Unterdessen sind erste Bilder von Grafikkarten mit dem R350 und RV350 Chip aufgetaucht.

Auf der linken Seite soll die RV350 Karte liegen, auf der rechten die R350 Karte. Bei der R350 fällt im Vergleich zu aktuellen Radeon 9700 Board der neue 5.25 Zoll Stecker auf. Die aktuellen R300 Boards nutzen noch den Floppy Stecker des Netzteils. Bei der RV350 fällt auf, dass der Stromstecker ganz weggefallen ist, was auf den geringeren Stromverbrauch des vermutlich in 0,13µm produzierten RV350 Chips hindeutet. Zudem ist der AGP Slot mechanisch nur noch für AGP 4x/8x Boards geeignet.
[mg]

Verkaufsnamen von ATI RV280, RV350 und R350 aufgetaucht

Unsere Kollegen von Warp2Search haben mögliche Verkaufsnamen für die in den kommenden Wochen anstehenden ATi Chips RV280, RV350 und R350 parat. Die Namen selber stammen dabei aus dem letzten von ATi freigegebenen Catalyst 3.1 Treiber (wir berichteten), wie man es mit einem Hex-Editor herausgefunden haben will. Nach den Treiberinformationen soll sich der anstehende RV280 Chip, ein AGP 8x Abkömmling der Radeon 9000, Radeon 9200 nennen, wobei es hier genauso wie bei den letzten Modellen der Radeon 9x00 Reihe (Ausnahme Radeon 9100) sowohl ein Pro Modell als auch ein Non-Pro Modell auf den Markt kommen soll.

Der vermutlich im 0,13µm Fertigunsprozess hergestellte RV350 Chip, welcher wohl als Mainstreamlösung konzipiert sein wird, soll sich Radeon 9600 titeln lassen. Die neue HighEnd GPU R350 als direkter Nachfolger zum R300 soll sich mit den Namen Radeon 9800 begnügen, und nicht, wie bisherige Gerüchte preisgaben, Radeon 9900. Für die 2 Karten sind treiberseitig allerdings noch keine Pro/Non-Pro Modelle festgelegt, was aber nicht heißen muss, dass es diese nicht geben wird. Sollte der R350 weiterhin, wie es bislang angenommen wird, in einem 0,15µm hergestellt werden mit Takten zwischen 375 MHz und 400 MHz, so wäre es aus ökonomischer Sichtweise betrachtet nur logisch, die Radeon 9800 in 2 Varianten zu splitten. Denn die Chipausbeute dürfte bei einem angepeiltem Takt von 400 MHz bei einem 0,15µm Prozess wahrscheinlich nicht allzu gut sein, so dass man viele der sehr großen und teuren Chips wegwerfen müsste. Ein Einsatz dieser Chips, welche die 400 MHz nicht schaffen, bietet sich damit als Non-Pro Variante gerade zu an, da hier das angestrebte Taktziehl niedriger liegt. Doch wie es mit den Spezifikationen und Modellen letztendlich bestellt sein wird, werden wohl die nächsten Wochen zeigen. Zur CeBit sollten wir mehr wissen.
[mg]

Weitere Barton-kompatible Mainboards

Nachdem wir von der Möglichkeit berichtet haben, dass es eventuell zu Problemen bei Mainboards im Zusammenspiel mit dem AMD Athlon XP basierend auf dem Barton-Kern kommen kann, validieren immer mehr Hersteller nach und nach ihre Produkte, um den Kunden einen Überblick zu ermöglichen. So erhielten wir von Abit nun eine Liste mit getesteten Mainboards, welche problemlos mit dem Athlon XP "Barton" funktionieren sollten:

  • NF7-S mit BIOS NF7_11
  • KD7-G mit BIOS KD7G_11
  • KD7-S mit BIOS KD7S_11
  • KD7-E mit BIOS KD7_CY
  • AT7-MAX2 mit BIOS AT72_C5
  • KD7 mit BIOS KD7_CY
Des Weiteren gibt es eine Kompatibiltäts-Liste im PDF-Format bei Gigabyte sowie für Shuttle Mainboards bei Planet 3DNow. Außerdem findet sich bei AMD eine ständig aktualisierte Kompatibilitätsliste, in der alle von AMD geprüften Motherboards aufgeführt sind. Wir können nur empfehlen, vor dem Kauf eines neuen Prozessors vorher zu prüfen, ob das verwendete Mainboard überhaupt damit funktioniert um Enttäuschungen auszuschließen.
[rl]

Erste KT400A-Boards für April erwartet

Zwar steht die offizielle Vorstellung des KT400A-Chipsatzes durch VIA erst noch bevor, jedoch pfeifen die Spatzen schon von den Dächern, dass mit dem Beginn der Massenproduktion sowie der Verfügbarkeit erster Serienboards im Laufe des Aprils gerechnet werden könne.

Zwischenzeitliche Vermutungen, dass der KT400A mit einem zweikanaligem Speicherinterface aufwarten könnte, sind schon etwas länger vom Tisch, sodass als wesentliche Veränderung der KT400A-Northbridge ein offizieller Support von DDR400 gilt. Neben kleineren Performanceverbesserungen, die als sicher angesehen werden, wird außerdem noch über einen möglicherweise stabilen Betrieb mit 200 MHz FSB spekuliert, was nForce2-Boards nur in seltenen Fällen schaffen. Ob der KT400A jedoch von einem synchronen Betrieb zwischen FSB und RAM wesentlich profitieren kann, bleibt abzuwarten, genauso gut scheint eine Optimierung auf eine asynchrone Taktung von 133 bzw. 166 MHz FSB auf 200 MHz RAM-Takt denkbar. Die hatte VIA bereits beim KT333 vorgemacht, der bei synchronem Betrieb mit 133 MHz langsamer ist als sein Vorgänger KT266A und eigentlich nur mit DDR333 Sinn macht.

Als sehr interessant könnte sich die mit dem KT400A serienmäßig verbandelte Southbridge herausstellen, wird hierfür doch die VT8237 mit Support von 8x USB 2.0 und Serial-ATA gehandelt. Dies entspräche der Funktionalität von Intels ICH5, die zusammen mit den Springdale-Chipsätzen ebenfalls für das zweite Quartal erwartet wird.
[vw]

DDR-RAM-Preise im freien Fall

Es klingt paradox, aber es ist so - nach den wiederholten Preisabschlägen der letzten Wochen ist PC2100-DDR-RAM jetzt günstiger zu haben als PC133-SDRAM, wie man zwanglos dem Geizhals-Preisvergleich für DDR-RAM und PC133-RAM entnehmen kann. Die Preise für PC2700-DDR-RAM sind gleichmaßen betroffen, liegen jedoch noch knapp über den besagten Speichervarianten.

Einer Meldung der DigiTimes zufolge sind die Preise am Spotmarkt allein in den letzten drei Handelstagen um 15% gefallen. Doch ist die Schmerzgrenze schon erreicht? Wahrscheinlich, denn mit dem jetzigen Preisniveau werden die Produktionskosten mühelos unterschritten. Andererseits lassen erste Maßnahmen der Hersteller (wie ein verminderter Output) noch auf sich warten, da offensichtlich Verluste an Marktanteilen befürchtet werden. Die Zeiten für ein ordentliches Speicherupgrade waren also nie besser ;-), denn trotz allem kann es mittelfristig eigentlich nur noch zurück nach oben gehen.
[vw]

SiS stellt Xabre600 mit VIVO vor

Silicon Integrated Systems präsentierte gestern eine neue Variante des Xabre600 mit VIVO-Funktionalitäten, welche durch den Bt835 Multimedia-Chipsatz von Conexant Systems verfügbar gemacht werden. Laut der Pressemitteilung ist es dadurch möglich sowohl analoge Signale als auch NTSC/PAL/SECAM Signale zu verarbeiten. Die Grafiklösung besitzt neben einem normalen VGA-Ausgang einen DVI-Anschluss und TV-Out sowie einen S-Video und Composite Video Eingang. Desweiteren unterstützt der Xabre600 AGP 8x und ist vollständig zu DirectX 8.1 kompatibel. GPU und Speicher sind mit 300 MHz getaktet.

Zu Lieferterminen und Verfügbarkeit ist uns zur Zeit noch nichts bekannt.
[rl]

Montag, den 17. Februar 2003

Webweites XXL

Zwar hat Yamaha erst jüngst seine CD-Brenner-Produktlinie abgekündigt, dennoch ist die Marktpräsenz auf absehbare Zeit noch gegeben und so haben unsere Kollegen von Au-Ja! nicht gezögert, sich mit dem CRW-F1 das aktuelle Topmodell von Yamaha anzusehen. Neben umfangreicher Audio-Funktionalität bietet dieser Brenner erstmals das DiscT@2-Feature, mit dem Texte und Muster in den unbespielten Bereich einer CD hineingebrannt werden können. Bei laufruhigem und vibrationsarmem Betrieb entsprachen Schreib- und Leseleistung des Gerätes den Erwartungen und so vergab Au-Ja! seinen Editor's Choice Award mit einigen Worten des Bedauerns über den baldigen Abgang Yamahas von der Brennerbühne.

Weiterhin hat sich Au-Ja! den Hermes 650-Slimline-PC von MSI ins Testlabor geholt und auf seine Wohnzimmertauglichkeit (=Multimediafeatures) hin überprüft. Im Gegensatz zum rein Intel-basierten Pendant aus gleichem Hause ermöglicht der auf der Platine des Hermes 650 verlötete SiS301-Chip einen problemlosen Zweischirm- bzw. einen reinen TV-Betrieb, letzteren auch ohne Zusatztools, da die Skalierung des TV-Bildes bereits vollständig treiberseitig integriert ist. Kein Wunder also, dass angesichts des außerdem niedrigen Betriebsgeräusches hier gleich der nächste Editor's Choice Award fällig wurde.

Michael Schuette von den LostCircuits hat dem augenblicklich schnellsten Grafikchip, ATis Radeon 9700 Pro, in Form der Tyan Tachyon G9700 Pro auf den Zahn gefühlt. Das Review ist dabei durchaus beabsichtigt in erster Linie auf die Overclocking-Fähigkeiten der Karte abgestellt, da diese von Tyan explizit beworben werden. Neben dem großen Kühlkörper ist hierfür sicherlich auch das Hardwaremonitoring der Serienkarten interessant (dieses war beim Testmuster noch nicht implementiert), doch auch besagtes Testmuster enttäuschte nicht und konnte je nach Benchmark bis zu 17% Mehrleistung herausfahren. Ganz nebenbei findet sich noch ein