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Samstag, den 31. Dezember 2005

Silvester - eine reine Frage des Standpunktes

Nachdem wir letztes Jahr schon versucht hatten, dem ein oder anderen die Geschichte bzw den Ursprung unseres Silvesterfestes näherzubringen (die Älteren unter Euch erinnern sich), wagen wir dieses Jahr ein Blick über den Tellerrand der westlich-christlichen Welt, und befassen uns damit, was Silvester in Vergangenheit und Gegenwart bei anderen Kulturen für Riten und Bräuche hervorgebracht hat.

Grundsätzlich gemeinsam ist allen Silvesterfesten jedoch eines: der - mehr oder minder tiefsinnige - Rückblick auf das vergangene Jahr, und der ein oder andere Gedanke an die unmittelbare Zukunft. Ansonsten lassen sich jedoch nicht wirklich viele gemeinsame Nenner finden. Doch zumindest ein Japaner würde sich in Deutschland unter diesem Aspekt wohlfühlen, feiern die Japaner das Neujahrsfest doch, wie in unserem Kulturkreis üblich, ebenfalls am 1 Januar.

Um zu sehen, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, muß man von Japan nur einen etwas größeren Katzensprung Richtung Westen nach China wagen. Dort beginnt das neue Jahr mit dem "Yuan Tan" Fest und zwischen dem 21. Januar und 20. Februar - ein Datenbereich, der uns weniger passend vorkommen mag, doch man möge sich daran erinnern, dass der gregorianische Kalender zwar derzeit in aller Welt den gängigen Standard darstellt, Silvesterfeste und Traditionen jedoch auf sehr viel weiter zurückliegenden Ereignissen beruhen, es somit als ein mehr oder weniger passender "Zufall" angesehen werden kann, dass bei uns das Silvesterfest auf den 31.12 fällt.

Bekannt vorkommen dürfte einem Europäer jedoch eine grundlegende Intention, die hinter dem chinesischen Weihnachtsfest steht: Böse Geister mit möglichst lauten Knallern vertreiben - gerade in China ein Volkssport, bedenkt man auch, dass das Schießpulver in China erfunden, anfänglich jedoch nur für Feuerwerke benutzt wurde (die Europäer nahmen diese Erfindung bekanntermaßen für weniger harmonisch-ansehnliche Zwecke). Hinzu kommt bei den Chinesen, für die die Pflege und der Besitz von Blumen ebenfalls einen hohen Stellenwert hat, die Anschaffung von gewissen Pflanzen, die Glück für das neue Jahr verheißen sollen.

Alles in Allem kann man getrost sagen, dass das Neujahrsfest so viele Facetten hat, wie es verschiedene Kulturen auf der Welt gibt - eben immer eine Frage, zu was man sich zugehörig fühlt. In diesem Sinne wünscht die Hard Tecs 4U Redaktion dieses wie jedes Jahr das, was man (vermutlich als weitere Gemeinsamkeit) zu Silvesterfesten auf der ganzen Welt wünschen kann und sollte:

Ein glückliches, neues Jahr und bleibt uns auch 2006 weiterhin gewogen




[bf]

Neuer Artikel online: Miditower Roundup [Aerocool BayDream, Coolermaster Praetorian 731, PCICase Zirco AX, Yeong Yang 5604 Aquarius]

Alle Jahre wieder steht man vor der schwerwiegenden Entscheidung mit welchem Wunsch man ein oder mehrere Familienmitglieder in den Wahnsinn des vorweihnachtlichen Konsumrausches entlässt. Da bei vielen wohl die ein oder andere Zeile des weihnachtlichen Wunschtettels, auch nach Weihnachten noch aktuell - da nicht erfüllt - ist, können wir, zumindest was die Außenhaut des Rechenknechts angeht, heute noch ein wenig Entscheidungshilfe anbieten. Vor allem falls der Blick nun auf ein mausgraues Relikt aus der Urzeit des ATX-Standards fallen, sollte auf jeden Fall einen Blick in unseren Artikel riskieren.

Miditower Roundup

[bf]

Intel präsentiert offiziell Core Solo und Core Duo Prozessoren

Der Prozessorexperte aus den USA bestätigte nun offiziell die nächste Prozessor-Generation auf Basis des Yonah-Kerns, über den wir auf Basis von Gerüchten ausführlich berichtet haben. Er wird in zwei Versionen mit einem Kern als Core Solo Prozessor und mit zwei Kernen als Core Duo Prozessor auf den Markt kommen und dann auf der nächsten Mobile-Plattform unter dem bekannten Markennamen Centrino eingesetzt werden. Bei den ersten Herstellern tauchten die Namen bereits in den Produktlisten auf.

Obgleich genaue Details noch nicht öffentlich bekannt gegeben wurden, lassen die in der Vergangenheit dargestellten Informationen schon erste Einblicke in die Planungen des Halbleiterexperten zu, wonach die CPUs mit einem neuen Namensschema bestehend aus Buchstaben und Zahlen den Markt erreichen werden, das sich grundsätzlich mit dem von AMD vergleichen lässt. Auch erste Preise sind bereits seit geraumer Zeit inoffiziell in Umlauf und dürften für die Mehrzahl der Leser kaum eine Überraschung darstellen.

Als Plattform kommen für beide Prozessor-Versionen der Mobile-Intel-945-Express-Chipsatz zum Tragen, der gemeinsam mit dem Wireless-Chip Intel Pro/Wireless 3945ABG die Grundlage für zukünftiges mobiles Arbeiten schaffen wird.
[rl]

Weitere Informationen zur WMF-Lücke

Heise.de hat weitere Details zu der Sicherheitslücke in manipulierten WMF-Dateien veröffentlicht. Die meisten der über 50 bisher im Netz aufgetauchten Exploits installieren eine angebliche Anti-Spyware-Software, die zum Entfernen von erkannten Spyware-Programmen per Kauf freigeschalten werden muss.

Auch die Sicherheitslücke an sich ist noch nicht restlos aufgeklärt. So wird teilweise ein Buffer Overflow vermutet, andere Quellen gehen vom Missbrauch von Befehlsdaten, die in WMF-Dateien eingebettet werden können, aus. Zahlreiche Anti-Virenprogramme suchen nun in Bild-Dateien nach diesen Befehlsdaten und unterbinden den Aufruf der betroffenen Dateien. Allerdings werden damit auch nicht infizierte WMF-Dateien, die diese Befehlsdaten nutzen, geblockt.

Zudem ist die Erkennungsrate der Virenscanner noch sehr unterschiedlich. Teilweise werden nur die bisher bekannten infizierten Dateien erkannt und nicht der Mechanismus an sich. Microsoft empfiehlt derzeit bis zur Bereitstellung eines Patches die WMF-Betrachterfunktion zu deaktivieren.
[ch]

Freitag, den 30. Dezember 2005

Ab Werk übertaktete Radeon X1800XT-Versionen benötigen neues PCB

Erst kürzlich berichteten wir davon, dass ATI seinen Board-Partner bei der Übertaktung der X1800XT-Modelle, kräftig unter die Arme greift, indem man den Herstellern die Erlaubnis erteile diese Serie ab Werk von 625MHz/750 MHz auf 700MHz/800 MHz zu übertakten. Dieser Entschluss, welcher letztendlich die Perfomance-Krone wieder zurückerobern sollte, scheint laut Informationen der Xbit-Labs nun jedoch für die Grafikkartenhersteller deutlich schwieriger in die Tat umzusetzen zu sein, als angenommen.

Es hat demnach den Anschein, als müssten die Grafikkartenhersteller auf ein neues Platinen-Layout, welches über eine abgeänderte Stromversorgung mit mehr MOSFETs verfügt, zurückgreifen um einen stabilen Betrieb bei den höheren Taktraten zu gewährleisten. Des Weiteren sind für die übertakteten Modelle ebenfalls neue BIOS-Versionen nötig, welche Einstellungen für höhere Spannungen liefern. Die älteren PCB-Versionen (109-A52031-10) sollen für die höheren Spannungen noch nicht ausgelegt sein, welche ein mögliches BIOS-Update liefern könnte, weshalb der umständlichen Weg über neue PCBs (109-A52031-20) gegangen werden muss.
[ls]

LUTEC Bluetooth USB Dongle mit EDR

Mit dem LUTEC BTA-6030 USB Bluetooth Dongle, stellt die Firma META New Media ihr derzeitiges Spitzenprodukt der LUTEC USB-Dongle Familie vor. Dabei setzt der neue Class 1 Bluetooth Dongle ebenfalls auf Enhanced Data Rate (EDR) und Bluetooth Version 2.0. Durch EDR werden höhere Datendurchsätze bei Bluetooth Geräten ermöglicht. Liegt die übliche Bruttotransferrate bei bisherigen Bluetooth-Geräten bei 732 Kbps, so wird durch EDR hier eine Transferrate von bis zu 2,1 Mbps ermöglicht.

Durch die Bluetooth 2.0 Version wurde bei der Entwicklung des neuen Standards zudem auf Verträglichkeit der Geräte mit anderen Funkstandards im 2,45 GHz Frequenzbereich geachtet. Dadurch sollte ein Einsatz des neuen LUTEC Dongles beispielsweise neben WLAN-Geräten, problemlos möglich sein.

Der LUTEC BTA-6030 kommt mit silber-schwarzem Gehäuse im Chrom Desing daher und besitzt einen griffigen Gummi-Überzug. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 24,99 Euro.

[pg]

SiS und VIA profitieren von starker Nachfrage nach Sockel478 Mainboards im Low-End-Segment

Für das erste Quartal 2006 erwarten die beiden taiwanesischen Hersteller SiS und VIA gute Absätze bei ihren Intel-basierenden Einsteigerchipsätzen. Grund dafür ist eine hohe Nachfrage im Low-End-Segment nach Sockel 478 Motherboards. So sollen rund 40% der gesamten Intel-basierenden Motherboard-Lieferungen in schlechter entwickelte Regionen auf dem Sockel 478 basieren, während das reguläre OEM-Geschäft von Sockel 775 Mainbaords beherrscht wird. Der Wechsel auf Sockel 775 Plattformen auch in schlechter entwickelten Regionen wird von den Chipsatzherstellern erst in der zweiten Jahreshälfte 2006 erwartet.

Bis dahin wollen die Mainboard-Hersteller dort auch Sockel 478 Plattformen teils mit AGP und DDR2-Speicher Unterstützung oder auch PCI-Express anbieten. Hieraus resultiert unter anderem ein von ECS vorgestelltes Board auf VIA P4M800 Pro Chipsatz mit AGP8x und DDR400/DDR2-533 Support.

SiS erwartet gute Absätze in diesem Bereichen mit ihrem kommenden SiS662 Chipsatz, VIA hingegen erwartet hier beim P4M890 und dem kommenden PT900 gute Marktakzeptanz.
[pg]

Donnerstag, den 29. Dezember 2005

Erste Bilder von ATIs R580

ATI-LogoDass ATIs neuer Grafikchip, der wahrscheinlich X1900 getaufte R580-Core, über den wir erst kürzlich ausführlich berichtet haben, innerhalb der nächsten 90 Tage erscheint, kann inzwischen als praktisch sicher angesehen werden. Und während die Kollegen des Inquirer sogar ein angebliches Releasedatum, den 24. Januar 2006, nennen, präsentierten die chinesischen Kollegen von HKEPC jetzt bereits erste Bilder (maschinelle Übersetzung) einer entsprechenden Karte, was sicherlich nicht gegen einen baldigen Releasetermin spricht.

Grafikkarte mit ATIs R580



Im Vergleich zum aktuellen R520 fällt, neben dem praktisch identischen Design, was das Update vom R520 auf den R580 für ATIs Partner sehr leicht machen dürfte, vorallem die deutlich gesteigerte Die-Größe auf (Vergleich), die bei höchstwahrscheinlich weiterhin 90nm Strukturbreite auf eine deutlich höhere Transistorzahl schließen lässt. Die Ursache für diese Vergrößerung dürfte dabei vorallem in der Steigerung von 16- auf wahrscheinlich 48 Pixelshadereinheiten liegen. Bei gleichbleibend 16 Pixelpipelines, um die Transistoren nicht noch weiter in die Höhe zu treiben, soll ATIs neuer Chip nämlich mit 3 Pixelshadereinheiten pro Pipeline daherkommen, wie es der RV530 (X1600) bereits heute tut, und auf diesem Wege die Performance weiter steigern.

Während bei HKEPC neben einer "X1900XT" wieder mal das neue Kürzel "XTX", was mehr oder weniger dem altbekannten "XT PE" entspricht, ins Rennen geworfen wird, präsentierte man außerdem einige Taktraten, die aber eher spekulativer Natur sein dürften und deshalb mit größter Vorsicht betrachtet werden sollten: Während man für das Flaggschiff X1900XTX 650/775Mhz (1550Mhz DDR) angibt, sollen sowohl die X1900XT als auch eine entsprechende Crossfire-Masterkarte mit 625/725Mhz (1450Mhz DDR) an den Start gehen. Für Erstaunen, stimmten die Spekulationen denn, sorgt dabei vorallem die Crossfire-Karte. Abgesehen davon, dass die Karte nur so schnell wie die "normale" X1900XT getaktet ist, und damit ein Crossfire-Gespann mit der XTX-Version auch nicht mehr Leistung als ein XT-Gespann bringen würde, war man bisher eher davon ausgegangen, ATI würde in Zukunft auf die Master/Slave-Variante verzichten und wie bei NVIDIAs SLI auf die Kombination zweier normaler Karten setzen.

Wie auch immer man in Zukunft Crossfire lösen wird, das wie SLI auch weiter ein eher kleiner Markt bleiben dürfte, eines bleibt für den letztendlichen Release zu hoffen: Dass die Gerüchte über eine weitreichenden Verfügbarkeit vom ersten Tag an, wie sie derzeit immer öfter kursieren, auch tatsächlich der Realität entsprechen.
[ll]

Core Solo und Duo von Intel indirekt bestätigt [Update]

Die neuen Markennamen Core Solo und Duo, über welche wir schon Aufgrund eines Artikels bei x86-secrets spekulierten und uns darauf Intel bat, die noch nicht offiziellen Logos von der Seite zu nehmen, wurden von Intel "indirekt" bestätigt. Eine ofizielle Meldung seitens des Herstellers steht nach wie vor aus, doch auf der Webseite des Halbleitergiganten ist der Markenname aufgetaucht.



In dem "Processor Spec Finder" ist der Core Solo sowie Duo im Dropdown-Feld zu finden. Ein Klick auf OK um die Spezifikationen einzusehen führt zwar zu einem Fehler, jedoch ist somit klar, dass der Name Pentium vorerst im mobilen Sektor ausgedient hat. Warum gerade hier die neuen Namen zu finden sind, ist natürlich unklar, vielleicht liegt die vorzeitige Veröffentlichung einem Fehler zugrunde. Oder es ist ein weiteres Indiz, dass gezielt gestreut wird um immer mal wieder – mit Erfolg – in den News der verschiedenen IT-Seiten zu landen und damit den Markteintritt vorzubereiten.

Update:
Bei Geizhals ist seit heute Nachmittag ein Sony Vaio Notebook mit Core Duo Prozessor gelistet. Der Vaio VGN-FE11S setzt den Core T2400 ein, welcher mit 1,83 GHz getaktet ist. Lieferfrist gemäss Aussage der Händler 3-4 Wochen. Besten Dank für den Tipp an Moser Oliver
[as]

Mittwoch, den 28. Dezember 2005

Erster Blu-ray-Brenner von Pioneer kommt Anfang 2006

Mit dem BDR-101A ist Pioneer der erste Hersteller, der einen Blu-Ray-Disc-Brenner ausliefert. Dieser Brenner wird einschichtige BD-R und BD-RE mit 25 GB Kapazität (die einmal- bzw wiederbeschreibbare Variante) beschreiben können, und dies mit 2x Geschwindigkeit. Auch das Lesen erfolgt mit 2x Geschwindigkeit. Bei Blu-Ray-Discs entspricht 1x Geschwindigkeit 4.5 MB/s. Zweischichtige BR-Discs können von diesem Brenner allerdings nur gelesen werden.

Außerdem ist dies kein Allround-Gerät: CDs werden überhaupt nicht verarbeitet, weder gelesen noch geschrieben, und zweischichtige DVDs werden nur mit 2x (DVD-R DL) bzw 2.4x (DVD+R DL) Geschwindigkeit beschrieben. DVD±R werden mit 8x, DVD±RW mit 4x Geschwindigkeit beschrieben.

Während für Europa noch kein Liefertermin bekannt ist, soll er in den USA noch im ersten Quartal 2006 erhältlich sein, in Japan noch im Januar. Der Preis wurde bisher noch nicht genannt.
[an]

Sicherheitlücke in Windows durch WMF-Bilder

Die IT-Sicherheitsfirma Secunia warnt vor einer als sehr kritisch eingestuften Sicherheitslücke in Windows XP und 2003. Durch manipulierte WMF-Bilder (Windows Metadata Files) ist es möglich fremden Code einzuschleusen und auszuführen. Dazu reicht es eine betroffene Datei in der Explorer-Vorschau oder im "Windows Bild- und Fax-Betrachter" zu öffnen. Desweiteren genügt auch eine entsprechend manipulierte Webseite, um über den Internet Explorer das System zu identifizieren.

Nach Angaben von Heise Security wird das schadhafte Verhalten derzeit nur von Symantecs Virenscanner erkannt. Da es derzeit keinen Patch für die Lücke gibt und bereits erste infizierte Webseiten aufgetaucht sind, empfiehlt es sich keine unbekannten WMF-Dateien zu öffnen und im Internet Explorer die Sicherheitsstufe auf "Hoch" zu setzen. Als weitere Möglichkeit ist der Einsatz von alternativen Browsern in Betracht zu ziehen, da diese bereits in der Vergangenheit eine geringere Zahl von Sicherheitslücken zu verzeichnen hatten.
[ch]

ECS angeblich 2006 wieder mit eigenen Grafikkarten

Unter Berufung auf die Zeitung Apple Daily, berichten die DigiTimes, dass Elitegroup Computer Systems ab 2006 wieder Grafikkarten im Produktprogramm haben werden. ECS, welche sich 2004 aus dem Bereich verabschiedet hatten, sollen angeblich bereits im Januar mit einer neuen Grafikkartenserie beginnen.

Im März soll es dann eine Präsentation der Grafikkarten-Roadmap geben, in welcher sich Modelle von ATi und NVIDIA wiederfinden werden. Insgesamt 60 verschiedene Modelle will ECS im Laufe des kommenden Jahres vorstellen. Der Hersteller kommentierte die Meldung nicht.
[pg]

Intel entwickelt nächsten PowerMac

Nach einem Bericht von AppleInsider lässt Apple die Mainboards der zukünftigen PowerMac Computer mit Intel Prozessoren direkt von Intel entwickeln. Bisher hat Apple sowohl Gehäuse als auch die Systemboards selbst entworfen und fertigen lassen. Aufgrund der fehlenden Erfahrung mit x86er Prozessoren und Kostenvorteilen wird dies nun von der Apple group übernommen, die in den Intel-Werken im US-Bundesstaat Oregon beheimatet ist. Andere große Komplett-PC-Hersteller aus der "Wintel-Welt" lassen ihre Mainboards bereits seit vielen Jahren direkt von Intel entwickeln.

Die zukünftigen PowerMac Computer werden wahrscheinlich den für das 3. Quartal 2006 geplanten Dual-Core-Desktop-Prozessor mit dem Codenamen Conroe einsetzen. Dabei handelt es sich um eine neue Architektur, die zum Teil auf Pentium M Technik basiert. Inwiefern Apple dafür sorgen wird, dass sich nicht nur das eigene Betriebssystem Mac OS X, sondern auch die verbaute Hardware weiterhin von Standard-PCs unterscheiden wird, bleibt abzuwarten. Das Gehäusedesign liegt auf alle Fälle weiterhin in der Hand der Industriedesign-Abteilung von Apple unter Führung von Jonathan Ive.
[ch]

Anklagen per SMS sollen Kosten koreanischer Behörden senken

Ein wenig schmunzeln muss man bei dieser Meldung schon. Die südkoreanische Regierung beabsichtigt Bußgeldbescheide, Gerichtsanklagen und Strafbefehle mittels SMS zu versenden. Grund dafür sei laut den Behörden, dass bereits 75% der Bevölkerung von Südkorea über ein Mobiltelefon verfügen und dass man auf diesem Wege Jährlich bis zu 130.000 Euro einsparen könnte.

Voraussetzung, dass diese Zustellungen auch möglich werden, ist eine Registrierung des Handy-Besitzers für diesen Dienst. Die Regierung sieht dabei für den Nutzer den Vorteil, dass er bereits deutlich früher informiert wird und damit schnellere Reaktionszeiten habe, als beim üblichen Postzustellungsverfahren - sicherlich ein ganz wesentliches Argument für Straftäter sich bei diesem Dienst registrieren zu lassen ;).
[pg]

Neue SiS und VIA Chipsätze für Windows Vista

Die Chipsatz-Hersteller SiS und VIA beabsichtigen im ersten Quartal des kommenden Jahres neue Chipsätze mit integrierter Grafik vorzustellen, welche die Windows Vista Anforderungen des DirectX 9.0 Supports erfüllen sollen.

Dabei sehen VIAs Pläne die Einführung des PM890 für Intel Prozessoren und dem K8M890 für AMD Prozessoren für das erste Quartal 2006 vor. SiS hingegen wird wohl nur den SiS770 für AMD Prozessoren im ersten Quartal einführen. Der SiS670 für Intel Prozessoren wird voraussichtlich erst im dritten Quartal 2006 folgen, definitiv aber soll die Mengenauslieferung noch vor Einführung von Windows Vista erfolgen. Gerüchten zu folge soll Vista im Oktober 2006 erscheinen.

Wie es um entsprechende, günstige Einsteiger-Chipsätze von NVIDIA bis zur Einführung von Windows-Vista aussehen wird, bleibt derzeit offen. NVIDIA hat kürzlich erst den Chipsatz-Hersteller ULi übernommen und man spekuliert, dass NVIDIA über diese Schiene das kostengünstige Einsteigergeschäft abdecken wird.
[pg]

Wieder Zwist zwischen der EU-Kommission und Microsoft

Nach einer Meldung des ZDNet habe die EU-Kommission Microsoft eine Frist bis zum 15.Dezember 2005 gesetzt, gewisse Unterlagen vorzulegen, welche Informationen für die Mitbewerber enthalten. Angeblich habe Microsoft die Frist verstreichen lassen und die EU-Kommission drohte dem Software-Riesen darum mit einem täglichen Bußgeld in Höhe von zwei Millionen Euro.

Microsoft wieß die Vorwürfe, die Fristen nicht gewahrt zu haben, zurück. Trotz einer knappen Vorlaufzeit von lediglich sechs Tagen habe man die Unterlagen rechtzeitig eingereicht - die Kommission habe gegenüber Microsoft-Anwälten auch eingeräumt, dass man die Unterlagen nicht bearbeitet habe.

Dessen ungeachtet klagt Microsoft nicht nur über zu kurze Fristen zur Umsetzung der Forderungen, vielmehr änderen sich die Forderungen permanent. Unter anderem solle nun gefordert sein, dass der Hersteller die internen Funktionen von Windows zu dokumentieren und zu liezensieren. Dies beklagte Microsoft auch in einer gerichtlichen Anhörung gegenüber der EU-Kommission, denn mit einem solchen Schritt sei es möglich, Teile des Betriebssystems zu klonen. Ob die EU-Kommission an dieser Forderung festhalten wird, ist derzeit noch nicht geklärt.
[pg]

AMD kämpft mit Lieferengpässen bei kleineren Desktop-Prozessoren

Momentan soll AMD Lieferschwierigkeiten bei den Prozessor-Modellen Athlon 64 3500+, 3800+ und X2 3800+, sowie den kleineren Sempron Modellen 2600+ und 2800+ haben. Dies geht zumindest aus einem Schreiben AMDs an Partner hervor, auf welches sich CRN beruft.

Wie AMD gegenüber CRN bestätigte führte ein unerwartet hohe Nachfrage zu Lieferengpässen bei kleineren Desktop-Prozessoren, nannten hier aber keine Details zu den betroffenen Modellen. Ursächlich sei aber weniger die Chipproduktion selbst, denn hier könnte AMD ausreichende Kapazitäten bieten, vielmehr gäbe es eine Knappheit seitens des Zuliefer des Trägermaterials.

AMD stehe bereits in Verhandlungen mit anderen Zulieferern um die Lieferschwierigkeiten bei den Packages schnellst möglich zu beseitigen und ist zuversichtlich, dass sämtliche Bestellungen im Laufe des ersten Quartals 2006 auch ausgeliefert werden können.
[pg]

Dienstag, den 27. Dezember 2005

Neuer Artikel online: Intel Pentium Extreme Edition 955

Rund 5 Jahre ist es nun her seit Intel mit dem damaligen Willamette die erste Generation der Netburst Microarchitecture auf den Markt brachte. Die neue Architektur brach grundlegend mit dem Konzept der P6-Architektur des damals regierenden Pentium III und war auf das Erreichen hoher Rechenleistungen durch bloße Erhöhung des Prozessortaktes ausgelegt.

So konnten die ersten Modelle mit 1.4 GHz Taktfrequenz, noch dazu im Zusammenspiel mit teurem RAMBUS-Speicher noch nicht wirklich beeindrucken, allerdings gelang es Intel zusammen mit der turnusmäßigen Verfeinerung der Lithographie sehr schnell an der Taktschraube zu drehen und die Rechnung ging eine Zeit lang auf, so dass man sich gegen AMDs Athlon XP durchaus zu behaupten wusste. Zwischendurch wurde sogar über Erreichen der 10 GHz in 2006 spekuliert.

Dass es anders kam, ist wohlbekannt. Auch Intels erste Dektop Dual-Core Prozessoren wussten noch nicht recht zu überzeugen, sein Nachfolger auf Basis des Die-Shrink Presler-Cores will es heute besser machen. Ob es der neuen CPU auf 65nm hierbei gelang, uns zu überzeugen, erfahrt Ihr in unserem Artikel.


[bf]

ATIs R580 innerhalb der nächsten 90 Tage

In einem „Financial Conference Call“ bestätigte Geschäftsführer David Orton den Release des R580 für den Zeitraum binnen der nächsten 90 Tage. Informationen der X-bit Labs zu Folge sollen Grafikkarten auf Basis des R580 sogar schon Ende Januar 2006 veröffentlicht werden.

Ebenfalls wird hierbei vermeldet, dass ATI bereits eine erste Charge der R580-Chips erhalten haben soll. Zudem hat man angeblich Informationen von Quellen mit Insiderwissen erhalten, welche besagen, dass ATI angeblich in der Lage sein wird die Nachfrage an Grafikkarten des R580 direkt nach dem Launch befriedigen zu können, ähnlich wie wir es bereits bei der GeForce 7800 GTX (nicht der 512-MB-Version welche weiterhin nur spärlich verfügbar ist) von NVIDIA gesehen hatten.

Weiterhin scheint sich das Gerücht um die Anzahl von 48 Pixel-Shader-Einheiten zu verhärten. Dies könnte durchaus im Bereich des Möglichen liegen, insofern jede Pixel-Pipepline - ähnlich dem RV530 - nicht nur über eine einzelne Pixel-Shader-Einheit verfügt, sondern gleich über drei Pixel-Shader-Einheiten. Außerdem soll der R580 über 8 Vertex-Einheiten und 16 TMUs (Texture Mapping Units) verfügen. Der Chip nach Shader-Modell 3.0 Spezifikation wird, wie bereits der R520, wieder über eine Ring-Bus-Speicheranbindung verfügen, welche für GDDR4-Speicher ausgelegt sein soll.

Die Gerüchteküche des Inquirer berichtet weiterhin über vier verschiedene Versionen in welchen der R580 letztendlich den Handel erreichen und den R520 in Form der X1800-Serie komplett ablösen soll. Demnach soll der Codename des R580 auf X1900 hören und mit den Kürzeln XT und XL – von welchen es wiederum jeweils eine Crossfire-Edition geben soll – erscheinen. Ob diese Gerüchte um die Namensgebung sich bewahrheiten bleibt abzuwarten. Die Informationen um den Release des R580 innerhalb der nächsten 90 Tage darf man aber wohl als gesichert betrachten.
[ls]

Markenname Pentium ist bald Geschichte [Update]

Derzeit pfeifen es die Spatzen von den Dächern, denn offiziell ist es noch nicht. Wie es scheint, will Intel mit dem Yonah, welcher im Januar in Las Vegas Consumer Electronic Show (CES) vorgestellt wird, den Markenname Pentium, welcher seit der 486er Ära dem Markt bekannt ist, ablösen.

So soll die neue CPU Core heissen, mit dem Zusatz Solo für Einzelkernprozessoren und Duo für Mehrkernprozessoren. Der Yonah soll daher als Core Duo auf den Markt kommen. Da der mobile Prozessor mit dem Yonahkern zur dritten Centrinogeneration gehört, will Intel angeblich sein Markenname Centrino ebenfalls mit Duo versehen um dem Käufer zu verstehen zu geben, dass Dual-Power inside ist. Fast logisch müsste dann auch der Nachfolger des Yonah, der Merom, welcher in der zweiten Häfte des 2006 erscheinen soll, mit dem Namen Core auf den Markt kommen. Wann der bekannte Namen Pentium auch im Desktopbereich abgelöst wird, ist nicht bekannt, da sich Intel noch nicht zu den Gerüchten geäussert hat.



Ebenfalls soll das Firmenlogo eine Auffrischung erhalten, so soll das hängende "e" künftig auf einer Linie mit den restlichen Buchstaben sein. Diese Auffrischung soll auf das Konto des neuen, von Samsung kommenden Chief Marketing Officer Eric Kim gehen. Was nun wie genau sein wird, werden wir im laufe des neuen Jahres sehen.

Update:
Nach neusten Gerüchten nach soll Intel sich auch vom langjährigen Slogan "Intel inside" trennen. Dem Bericht zufolge will Intel schon im Januar mit einer gross angelegten Marketingkampagne die neuen Logos im Markt einführen. Intel hat hier einen schwierigen Schritt vor sich, denn neben "Pentium" ist "Intel inside" wohl eine der bekanntesten Marken in der weiten IT-Welt.
[as]

HP verbaut erstmals AMD Turion 64 ML-44

Der US-amerikanische PC-Hersteller Hewlett-Packard verbaut scheinbar als erster den Turion-64-Prozessor ML-44 von AMD. Das Modell arbeitet mit einer Taktfrequenz von 2,4 GHz und verfügt über einen 1 MB großen L2-Cache, wie sich unserer Tabelle vom Mai 2005 entnehmen lässt. Damit entspricht er abgesehen von doppelt so großen Cache weitestgehend dem ML-42 von AMD, der genauso schnell getaktet ist.

Die PC Games Hardware will die CPU bei HP in Notebooks der v8000z-Reihe gesichtet haben und gibt nach Rücksprachen mit AMD an, dass der Prozessorhersteller den ML-44 bisher ausschließlich für den Hersteller ausliefert. Offiziell auf der Webseite von AMD ist bisher lediglich der ML-40 als schnellste CPU für dem Mobile-Bereich gelistet, die mit 2,2 GHz und 1 MB L2-Cache daher kommt.

Laut Roadmap vom Mai hätten alle Modelle bereits im dritten Quartal erscheinen müssen. Bisher hat sich dieser Zeitpunkt jedoch deutlich verzögert und scheint sich nun auf das erste Quartal 2006 zu belaufen. Zumindest vorerst scheint sich die Masse dieser CPUs also noch in überschaubaren Grenzen zu halten und nur langsam die benötigten Mengen zu erreichen.

Die CPUs erhielten bei AMD dieses Jahr ein neues Namensschema, welches über die Buchstabenbezeichnung die Leistungsaufnahme angibt und bisher aus ML- und MT-Reihen besteht. Erstere verbrauchen rund 35 Watt, während letztere mit maximal 25 Watt auskommen.
[rl]

Neue Grafiktreiber von NVIDIA, ATI und Matrox für Windows und Linux

NVIDIA hat mit dem ForceWare 81.98 einen neuen Grafiktreiber für die aktuelle Produkt-Generation bereitgestellt, der neben Optimierungen für die neuen Dual-Core-Prozessoren vor allem zahlreiche Bugfixes und Verbesserungen auch im Zusammenhang mit TV-Out und HDTV enthält. Gleichzeitig gibt es für Linux, FreeBSD und Solaris die Treiberversion 1.0-8178, die neben der neuen SLI-Unterstützung ebenfalls hauptsächlich zahlreiche Fehlerbereinigungen bietet.

    * ForceWare 81.98 für Windows XP/2000
    * Linux 1.0-81-78 für x86 (32bit)

Von Matrox gibt es nun den ersten finalen Treiber für Linux mit der Versionsnummer 1.43, der die Parhelia, P650 und P750 unterstützt und kompatibel mit den aktuellen Kernel-Versionen bis 2.6.14 ist. Neu ist die Unterstützung von bis zu drei Displays und eine verbesserte OpenGL-Funkionalität, die dennoch kaum für den Praxis-Einsatz geeignet erscheint und noch recht instabil arbeitet. Mehr Informationen dazu finden sich in der Readme.

    * Matrox Grafiktreiber v1.43

Der Catalyst 5.13 von ATI aktiviert die Hardware-Beschleunigung des H.264-Codecs auf den aktuellen Grafikkarten X1800, X1600 und X1300 und ermöglicht damit eine performantere Darstellung insbesondere von hochauflösendem Videomaterial.

    * ATI Catalyst 5.13 für Windows XP/2000
[rl]

Montag, den 26. Dezember 2005

Neuer Artikel online: ASUS EAX1800XT TOP

Es hat sich in den vergangenen Jahren viel getan bei Grafikkarten. Sie haben sich vom nötigen Accessoire zum oft teuersten Bauteil eines PCs hochgearbeitet. Das ist auch keine Überraschung. So übertreffen heutige Grafikkarten in Sachen Transistorzahl und Prestige so ziemlich jede CPU.

Jetzt kündigt sich mit ATIs Schritt ins Shader Model 3 Zeitalter ein weiterer Meilenstein an mit dem ATI versucht die Performancekrone wieder an sich zu reißen. Allerdings sind Karten auf Basis der X1800XT bislang noch rar gesät, und das, obwohl schon während der Entwicklung immer wieder Verzögerungen aufgetreten sind. Ob die längere Entwicklungszeit ATIs R520 GPU sich gelohnt hat wollen wir anhand des heutigen Tests untersuchen. Die Grafikkarte, die dabei für uns ins Rennen gehen wird ist die ASUS EAX1800XT TOP mit der der Hersteller sogar über die ursprünglichen Taktspezifikationen seitens ATi hinausgeht. Wie sich die Karte schlug, erfahrt ihr in unserem Artikel.

ASUS EAX1800XT TOP

[bf]

Samstag, den 24. Dezember 2005

Wir wünschen schöne Festtage



Ob Weihnachten als Folklore, christliches Fest oder schlicht als Freitage gelebt werden, das Fest steht kurz vor der Tür. Zeit also um vielleicht anderen Dingen als dem täglichen Trott etwas Zeit zu gewähren, fernab des World Wide Web. Dabei sollte man nicht vergessen, auch bei Weihnachten geht es nicht primär darum einfach nur fröhlich zu scheinen und Klischees zu erfüllen, sondern für sich persönlich das Beste aus diesen festlichen Freitagen zu ziehen, Griesgrämigkeit nützt niemandem auch sich selbst nichts. Ob das Beste nun das üppige Essen, die Bescherung, die Freitage oder das gemütliche Zusammensein ist, jeder wird etwas finden, was es Wert ist, dafür Weihnachten zu feiern.

Auch wir werden die drei Tage der Festlichkeit nutzen um unsere Verwandten und Bekannten zu treffen und daher unseren täglichen Favoriten HardTecs4U für einmal in den Hintergrund rücken lassen. Die Redaktion wünscht Euch liebe Leser erholsame, festliche und besinnliche Weihnachten!

Adrian, Alexander, Boris, Christian, Jürgen, Lloyd, Leander, Marco, Peter, Rico, Ronald, Sebastian, Till, Thomas, Volkmar, Wolfgang

[as]

Freitag, den 23. Dezember 2005

Debatte zum französichen Urheberrecht vertagt

Die Debatte um die Verschärfung des französischen Urheberrechtes, die (natürlich nur in französischer Sprache), live zu verfolgen war, wurde vertagt.

Angesicht des Verlaufes dieser Debatte sind wohl einige Worte nötig, die zeigen, wie die Verabschiedung eines Gesetztes nicht funktioniert, auch, und gerade dann, wenn es um eine so wichtige Angelegenheit geht wie die Reform des Urheberrechtes. Dieser Bericht, dieser Eindruck des Verlaufes der Debatte ist vor allem an diejenigen gerichtet, die die Debatte nicht selbst live verfolgen konnten. Bei dieser Darstellung des Verlaufes der Debatte handelt es sich um ein Gedächtnisprotokoll von über 10 Stunden Diskussion. Daher werden Abgeordnete nicht mit Namen genannt und vor allem keine Zahlen oder Statistiken. In Anbetracht dessen, was sich dort abgespielt hat, ist der organisatorische Verlauf mindestens so wichtig wie der Inhalt dessen, worüber debattiert worden ist.

Das erklärte Ziel des Gesetzes war und ist, einen Ausgleich zu schaffen, der sicherstellt, daß Künstler gerecht entlohnt werden, aber der auch sicherstellt, daß eine faire Nutzung legal gekaufter Inhalte möglich ist. Hauptaugenmerk sollte sein, Internetnutzer dazu zu bringen, Musik nicht mehr illegal online zu beziehen, sondern legal online. In diesem Punkt waren sich alle einig. Piraterie müsse bekämpft werden, die Nutzer des Internets, vor allem die junge Generation, müsse dazu gebracht werden, Musik legal zu erwerben, so daß die Künstler gerecht entlohnt werden können.

Diese Novellierung des Urheberrechtes war als dringlich eingestuft worden war. Allerdings besteht diese EU-Richtlinie seit 2001, die Arbeit an der Gesetzesvorlage wurde schon vor Jahren begonnen, aber bisher nicht zur Diskussion gestellt. Daß dann plötzlich die Dringlichkeit erklärt wurde, bezeichneten einige der Abgeordneten als sehr eigenartig, und betonten, daß die Arbeit der Assemblée Nationale (diese stellt das französische Parlament dar) nicht durch Druck von außen beeinflußt werden könne und dürfe. Ebenso wunderten sich einige der Abgeordneten über den für die Debatte und Abstimmung gewählten Termin, nämlich wenige Tage vor Weihnachten.

Diese Debatte, die am 20. Dezember begann und die noch vor Weihnachten beendet werden sollte, hatte eigentlich das Ziel, die EU-Richtlinie zum Urheberrecht aus dem Jahre 2001 in das französische Recht umzusetzen. Allerdings erwies sich diese Debatte von Anfang an als extrem schwierig, vor allem auf Grund des Zeitplanes und der nicht optimalen Organisation: So wurde weniger als 12 Stunden vor Beginn der Debatte ein Zusatz von Seitens der Regierung eingereicht, von dessen Existenz einige Abgeordnete im Radio (!) erfuhren, und der ihnen bis zum tatsächlichen Beginn der Debatte nicht in Schriftform vorgelegt worden ist, so daß diese dann nicht recht wußten, wie sie überhaupt eine Debatte zu diesem Problem führen sollten.

Im weiteren Verlauf zeigte sich immer wieder, daß die Probleme bezüglich der Organisation nicht unerheblich waren. Auch am dritten Tag der Debatte kam es noch vor, daß Abgeordnete sich nicht zu Änderungsanträgen äußern konnten, da sie die Anträge noch nicht kannten, und erklärten im Verlaufe der Debatte wiederholt, daß sie nicht wüßten, wie sie unter solchen Bedingungen ihre Arbeit machen sollten, die Arbeit, für die sie ins Parlament gewählt worden seien. Einzig und allein die UMP sah keinen Grund, sich über die Bedingungen, unter denen die Debatte stattfand, zu beschweren.

Auch inhaltlich gab es erhebliche Abweichungen der Meinungen. Während die Regierung in der Gesetzesnovelle die Bedingungen erfüllt sah, daß die Vergütung der Künstler ebenso wie die Möglichkeiten zur Nutzung legal erworbener Werke fair sein sollte, konnte Sich die Gegenseite nicht erklären, wie die Regierung angesichts einer angedrohten Strafe von 3 Jahren Haft für das Abspielen einer DVD unter Linux eine derartige Behauptung aufstellen könne. Außerdem wurden die von der Regierung und der Unterhaltungsindustrie bezifferten Schäden durch Raubkopien prinzipiell angezweifelt, beispielsweise entstehe der französischen Unterhaltungsindustrie kein Schaden, wenn ein jugendlicher, und dann wurde aus einem Brief dieses jugendlichen zitiert, "japanische Animes illegal aus Tauschbörsen herunterlädt, weil er gar keine Möglichkeit dazu hat, diese in Frankreich zu kaufen". Untersuchungen, die solche Dinge nicht berücksichtigen, könne man nicht zur Ermittlung der tatsächlichen Schäden heranziehen.

Damit, daß private Tauschbörsennutzung legalisiert werden sollte, hat wahrscheinlich überhaupt niemand gerechnet.

Nun, auf diese Art und Weise verlief die ganze Debatte 3 Tage lang. Beide Seiten vertraten prinzipiell verschiedene Ansichten darüber, erstens ob überhaupt ein vernünftiges Arbeiten der Assemblée Nationale unter diesen Bedingungen möglich sei, und zweitens darüber, wie eine gerechte Entlohnung der Künstler, die auch durch die Internetnutzer tragbar sein muß, auszusehen hat.

Gegen Ende der Debatte wurde der Kulturminister Renaud Donnedieu de Vabres von allen Seiten attackiert, ihm wurden Dinge an den Kopf geworfen wie zum Beispiel: "Sie stecken in einer Sackgasse fest, die so eng ist, daß Sie sich nicht einmal mehr rumdrehen können".

Soviel zum Ablauf der Debatte: Auch wenn die Sorge um die Wahrung der Rechte von Künstlern und der Wunsch, einen gerechten Mittelweg zu finden, der sowohl für Künstler als auch für die Nutzer des Internets möglichst vorteilhaft ist, grundsätzlich lobenswert ist, so zeigt doch der Verlauf der Debatte, und auch ihr Ergebnis, daß die Verabschiedung eines Gesetzes solcher Tragweite nicht nach der Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Methode funktioniert.
[an]

Donnerstag, den 22. Dezember 2005

Western Digital Raptor mit 150 GByte

Der Onlineversender Alternate hat seit kurzem die Western Digital Raptor WD1500AD für 319 Euro gelistet. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um die Nachfolgerin der bisher schnellsten Serial-ATA-Festplatte WD740GD. Auf der Webseite des Herstellers finden sich zur Zeit noch keine Informationen. Die WD1500AD bietet gegenüber ihrer Vorgängerin 150 GByte Speicherkapazität und verfügt über ein SATA-II-Interface (300 MByte/s) mit NCQ-Unterstützung und 16 MByte Cache-Speicher.

Die Zugriffszeit liegt durch die hohe Umdrehungszahl von 10000 U/min bei 4,5 ms. Weiterhin sind die Lautstärkepegel angegeben, im Ruhezustand beträgt der Geräuschpegel 32 dB, der sich beim Zugriff auf 36 dB erhöht. Das französische Hardware-Magazin M@tbe.com hat auf Nachfrage beim Hersteller Western Digital erfahren, dass die Festplatte offiziell am 3. Januar 2006 vorgestellt wird.
[ch]

Intel Conroe-Core startet angeblich gemeinsam mit dem 965-Chipsatz

Intels neue Dual-Core-CPUs auf Basis des Presler-Kern sind noch nicht offiziell vorgestellt, da gibt es schon wieder Gerüchte um den "Nachfolger" Conroe. Während Pressler im Prinzip den in 65nm gefertigten Nachfolger des derzeitigen Dual-Kern mit Namen Smithfield darstellt und die derzeitige Pentium 4 Netburst-Technologie fortführt, mutmaßt man, dass der unter dem Codenamen gefertigte Conroe Prozessor streng auf dem Design der derzeitigen Intel Pentium M-Prozessoren - insbesondere dem dort erwarteten neuen Dual-Kern Ableger mit Codenamen Yonah - aufsetzen wird.

Gerüchten zu Folge wird Presler offiziell im Januar 2006 das Licht der Welt erblicken. Der Conroe-Kern sollte ursprünglich aber erst in der späteren zweiten Jahreshälfte, möglicherweise gar erst im vierten Quartal 2006 eingeführt werden. Doch angeblich soll Conroe nun früher eingeführt werden. herstellernahe Kreise wollen erfahren haben, dass Intel mit seiner Entwicklung gute Fortschritte macht und der Conroe-Prozessor damit deutlich früher - die Rede ist von Juli 2006 - vorgestellt werden wird. Ein wenig Strategie soll aber auch dahinter stecken, denn die gleichen Quellen wollen wissen, dass sich Intels Vorstellung des Broadwater 965-Chipsatz in den gleichen Zeitraum verschieben wird.

Die kommende 965-Familie soll, kombiniert mit der neuen ICH8-Southbridge, die nächste Basis an Chipsätzen darstellen, die auch volle Unterstützung für die nächste CPU-Generation bieten wird. Seitens der Mainboard-Hersteller sei diese Entscheidung begrüßt worden. Letztlich stellte man sich die Marktakzeptanz eines neuen Chipsatzes, der nicht wirklich umfangreich neue Funktionen bietet und auch keine Performance-Vorteile bietet, als zu geringen Anreiz für aufrüstwillige Anwender vor. Anders sieht die Situation aber aus, wenn es gleichzeitig eine CPU-Neuvorstellung im Intel Desktop-Segment gibt.

Dennoch führt die Meldung unsererseits ein wenig zu Stirnrunzeln, ist es doch bislang recht unklar wie die Unterstützung der aktuellen Chipsätze im Hinblick auf neue, kommende Prozessoren in "wenigen" Monaten aussieht. Da hätten wir den noch nicht wirklich betagten 955X-Chipsatz, der noch keine sechs Monate auf dem Rücken hat und schon auf einen "Nachfolger" in Form des 975X-Chipsatz blicken muss.

Aus Intels Sicht, wird der 975X die kommenden CPUs mit Pressler-Kern fassen können - einen offiziellen Intel Support für die 955X-Chipsätze soll es für diese CPUs wohl nicht geben. Hier liegt es wieder an den Mainboard-Herstellern den Support sicherzustellen. Aber der 975X ist derzeit noch nicht konzipiert bzw. offiziell freigegeben für die Kombination mit der kommenden ICH8-Southbridge oder etwa den Conroe-basierenden Prozessoren.

Und obgleich der 975X den derzeitigen Intel-Top-Chipsatz darstellt, arbeitet man offenbar noch weiter an der Entwicklung und Kombination des 965 (theoretisch "nur" Nachfolger der 945-Familie) mit dem neuen Peripherie-Controller. Nicht anders kann eine gewisse Verzögerung bei der Einführung erklärt werden. Doch was geschieht dann mit dem 975X-Chipsatz? Wird Intel abermals eine Kompatibilität aktueller Top-Chipsatze zu den neuen Prozessoren den Mainboardherstellern überlassen? Gar selbst eine überarbeitete Revision vorstellen, die Support bietet? Vielleicht einen 975X-B (VIA lässt grüßen ;))?

Wir wissen es nicht, doch stellen wir uns momentan ein wenig die Frage "Quo vadis Intel"? Die Chip-Schmiede, die sich einen Namen mit Langlebigkeit und Kompatibilität verschaffte, führt zurzeit ein Feuerwerk an Neuvorstellungen in Bereichen Prozessoren und Chipsätzen vor, deren Zukunft auf den ersten Blick von kurzer Dauer und die Zeiträume der Einführung und die Kompatibilität weniger das darstellt, was man möglicherweise bislang von diesem Hersteller gewohnt war.

Letztlich ist es also kein Wunder, wenn sich Mainboardhersteller die Frage stellen, wie man das neue Chipsatz-Produkt wieder an den Mann bringen soll und sich darüber freuen, dass ein solches Upgrade dann doch noch mit einer neuen CPU-Technologie gepaart wird, damit ausreichend Argumente bestehen welche man auf die Werbeplakate drucken kann.

Aber letztlich ist es dann auch kein Wunder, wenn Anwender, welche durch den Wust an Modell-Nummern bei Prozessoren und Chipsatz-Bezeichnungen nicht mehr durchsehen (wir im übrigen auch nicht), sich verunsichert zurückziehen und den Dingen harren, die da kommen. Dem Absatz ist dies natürlich nicht zuträglich, doch wer kann es dem Endkunden verdenken?
[pg]

Nach Symantec nun auch McAfee Virusscanner von einem Sicherheitsproblem betroffen

Nach dem Symantec von einem grösseren Sicherheitsproblem betroffen ist, hat es auch McAfee erwischt. So soll der Virenscanner über extra präparierte Webseiten stoplern, welche ActiveX einsetzen. Durch Manipulationen soll es einem Angreifer ermöglicht sein, Dateien auf den Computer des Anwenders zu schleusen. McAfee hat bereits reagiert und stellt über seine Updatefunktion eine Korrektur bereit. Nutzer des Virenscanners führen am besten gleich ein Update aus.

Auch Symantec hat reagiert und stellt vorerst ein Workaround bereit. Durch eine spezielle Signaturdatei sollen die Scanner heuristisch erkennen, dass ein manipuliertes RAR-Archiv bereit liegt. Die Signatur wird via Live Update bereitgestellt. An einem Patch wird gearbeitet.
[as]

ATI mit weniger Umsatz und eingebrochenem Gewinn

Der kanadische Grafikkartenhersteller ATI, welcher Nvidia derzeit einzig Paroli bieten kann, muss stark an der Verzögerung der X1000 Serie leiden, so sind die Finanzzahlen des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2006 schlecht.

Um dem Konkurrenten mit seiner 7800 Generation einigermassen entgegenzuhalten, wurden die Preise der X800 Serien gesenkt, was sich deutlich in der Bruttomarge niederschlug, denn Einsparungen in der Produktion konnten wohl keine gemacht werden. Die Bruttomarge sank von 34 auf 28,7 Prozent. Die X1000 Familie wurde dann auch Anfangs des Quartals eingeführt, was gegenüber dem letzten Quartal eine Umsatzsteigerung brachte (+25,6 Prozent), wobei vor allem der Consumerbereich und das Geschäft mit den Mainboardchipsätzen einen deutliche Umsatzsteigerung einbrachte. Der Umsatz blieb bei 590,7 Mio. US-Dollar stehen, was aber gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres und dem Erfolg der X800 Serien eine Einbusse von 3,8 Prozent bedeutet. Schlecht sieht es nach wie vor mit dem Gewinn aus. Zwar konnte im abgelaufenen Quartal nach zwei Verlustquartalen wieder einen Gewinn eingefahren werden, mit 7,63 Mio. US-Dollar ist man aber nicht weit weg von der Nulllinie. Im fetten ersten Quartal im Vorjahr mit 63,7 Mio. US-Dollar bedeutet der ausgewiesene Gewinn einen Rückgang um 91,6 Prozent.

Im geographischen Vergleich büsste ATI vor allem in Europa und USA ein. In Europa erreichte der Umsatz die Marke von 15,2 Mio. US-Dollar (-17,8 Prozent), während in den USA gar 18,8 Prozent des Umsatzes eingebüsst wurde (64,8 Mio. US-Dollar). Die Kanadier halten nach wie vor zu "ihrem" Grafikkartenhersteller und kauften im gleichen Umfang ein, auch der asiatisch, pazifische Raum blieb auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr.

Die Aussichten sehen vor, dass der Umsatz um 8 – 12 Prozent gesteigert werden kann. Die X1000 Familie und die Xpress Chipsätze sollen hier die nötigen Dollars in die Kassen spülen. Die Bruttomarge soll noch einmal um einen Prozentpunkt sinken.
[as]

Thunderbird 1.5 Release Candidate 2 veröffentlicht

Mozilla Thunderbird-LogoNachdem vor knapp zwei Wochen eine aktualisierte Roadmap veröffentlicht worden war, in der das Releasedatum des neuen Thunderbird 1.5 auf den Januar 2006 verlegt worden war, haben die Entwickler jetzt wie geplant den zweiten Release Candidate veröffentlicht (Release Notes). Die Änderungen im Gegensatz zum ersten Release Candidate belaufen sich, wie zu erwarten war, lediglich auf die Verbesserung einer Reihe von Fehlern, sämtliche für die finale Version geplanten Features enthielt dagegen schon der erste Release Candidate. Obwohl die neue Version keine großen Fehler mehr enthalten dürfte, sollte man wie bei jeder nicht-finalen Software mit dem Einsatz in produktiven Umgebungen allerdings noch warten. Sollten keine schwer wiegenden Fehler auftreten, steht dem finalen Release im Januar ja auch nichts mehr im Weg.

Wer bereits den Release Candidate 1 benutzt, kann die neue Version bequem über die neue Update-Funktion beziehen, für alle Anderen bleibt der Weg über folgende Download-Links:

Mozilla Thunderbird 1.5 RC2:

  • Windows, deutsch
  • Andere Betriebssysteme und Sprachen

  • [ll]

    Mittwoch, den 21. Dezember 2005

    Diverse Norton-Produkte von einem Sicherheitsleck betroffen

    Wieder einmal hat es einen Hersteller von Sicherheitssoftware gleich selber erwischt. Symantec, Hersteller des populären Norton AntiVirus und Norton Internet Security muss ein Sicherheitsbulletin von Secunia zu Kenntnis nehmen.

    Secunia berichtet von einem möglichen Pufferüberlauf beim scannen von manipulierten RAR-Archiven. Dabei sind diverse Versionen verschiedener Sicherheitssoftwarefamilien von Symantec betroffen. Die genaue Auflistung der betroffenen Softwareversionen ist im Sicherheitsbulletin von Secunia nachzulesen. Durch den Pufferüberlauf soll es einem Angreifer möglich sein, eigenen, bösartigen Code auszuführen. Daher rät Secunia den betroffenen Anwender bis zu erscheinen eines Patches das Scannen von RAR-Archiven zu deaktivieren, was aber wiederum ein Sicherheitsrisiko darstellt.
    [as]

    Seagate will Maxtor übernehmen

    Seagate, die Nummer Eins im Geschäft mit Harddisks will den Konkurrenten und Nummer Drei Maxtor übernehmen. Wie Seagate berichtet, soll der Deal im ersten Halbjahr 2006 abgeschlossen sein.

    Eine Übernahme der Nummer Drei durch den Marktführer ist aber nicht unproblematisch, daher müssen neben den Aktionären auch die US-Kartelbehörden zustimmen, denn auf einen Schlag würde Seagate rund 43 Prozent des Marktes beherrschen. Die Übername kostet den Marktführer rund 1,9 Milliarden Dollar, dabei sieht das Geschäft einen Tausch der Aktien von 3:1 vor. Pro Maxtoraktie bekommt der Aktionär 0,37 Aktien des Marktführers.

    Maxtor ist traditionell im Retailmarkt stark, während Seagate vor allem im OEM und zuletzt im Consumerbereich seine Umsätze generiert. Mit der Übername kann sich so Seagate einen Bereich elegant erweitern.
    [as]

    Google Zeitgeist 2005

    Wie auch in den Vorjahren hat Suchmaschinenprimus Google wieder eine Zusammenstellung der beliebtesten Suchbegriffen des Jahres 2005 zusammengestellt. Die Top-10-Suchbegriffe, die den größten Zuwachs zu verzeichnen haben, sind recht bunt gemischt. So befindet sich darunter auf Platz 4 die Online-Enzyklopädie Wikipedia, das MMORPG World of Warcraft auf Platz 8 und die Musikplattform iTunes auf Platz 6.

    Bei den meistgesuchten Begriffen unter den Nachrichten dominieren US-amerikanische Stars und Sternchen, die dieses Jahr in der Boulevard-Presse den meisten Platz eingenommen haben. Platz 2 und 3 belegen die Naturkatastrophen des Tsunamis von Südostasiens und des Hurrikans Katrina, die ebenfalls wochenlang die Berichterstattung dominiert haben.

    Bei der neu eingeführten Produktsuche Froogle ist die Dominanz von Apples MP3-Player iPod zu spüren. Dieser ist mit jeder Produktvariante vertreten und belegt dadurch gleich einmal 4 Positionen in den Top 10. Weiterhin häufig gesucht wurde nach Digitalkameras, der Xbox von Microsoft und der Playstation Portable von Sony.

    Daneben gibt es bei Google Zeitgeist noch aus verschiedenen Bereichen grafische Übersichten über die zeitliche Verteilung von bestimmten Suchbegriffen. Die Terroranschläge von London oder die Papstwahl im Frühjahr lassen sich genau herauslesen. Ebenfalls interessant, "weapons of mass destruction" (Massenvernichtungswaffen) scheint es nur während der Präsidentschaftswahl in den USA gegeben zu haben, außerhalb des Zeitraums waren die Suchanfragen deutlich geringer.

    Im Bereich Natur dominierten Anfragen nach dem Tsunami und der diesjährigen extremen Hurrikan-Saison. Man erkennt deutlich, dass das verheerende Erdbeben in Pakistan deutlich weniger im öffentlichen Blickpunkt stand als die Wirbelstürme in den USA.

    In der Rubrik Phänomenen kann man den Anstieg der Online-Enzyklopädie Wikipedia nachvollziehen. Anscheinend gilt hier auch der Leitspruch "any publicity is good publicity", nach den Kritiken der letzten Wochen und Monate hat sie noch einmal deutlich an Bekanntheit gewonnen. Die Suchhäufigkeit folgt dabei auch wesentlich ausgeprägter als bei den anderen gezeigten Graphen einem Wochenrhythmus mit Minima an den Wochenenden. Anscheinend wird sie inzwischen recht häufig für Bildungszwecke eingesetzt.
    [ch]

    Dienstag, den 20. Dezember 2005

    Klingetonversender Jamba bietet neu eine Kindersicherung

    Der durch seine Abopolitik umstrittene Klingeltonanbieter Jamba hat auf die aufkommende, teilweise geschäftsschädigende aber nicht unberechtigte Kritik reagiert und bietet neu die Möglichkeit Handynummern für die eigenen Dienste zu sperren.

    Bekannt zum Beispiel durch Crazy Frog ist Jamba mit seinen Klingeltonwerbungen wohl jedem bestens in Erinnerung. Die einen lieben die Klingeltöne und Dienste von Jamba, die anderen hingegen hassen den Klingeltonspezialist. Unabhängig von persönlichen Vorlieben geriet Jamba aber immer mal wieder in Kritik, weil bei der Bestellung eines Klingeltones automatisch ein Abo gelöst wurde, welche jeden Monat eine Anzahl an Handymediendateien frei gibt. Während in den Fernsehwerbungen kann gross die Bestellnummer gelesen werden, das Kleingedruckte betreffend dem gleichzeitigen Abschluss eines Abos, wird dabei oft übersehen. Das böse Erwachen kommt dabei bei der nächsten Handyabrechnung.

    Da vor allem Kinder von den Werbungen angezogen werden und diese so ungewollt Kosten verursacht, hat Jamba nun eine Kindersicherung bereitgestellt. Eltern können die Handynummer auf der Webseite eingeben um danach mit dem zugesandten Code die Nummer für die Jamba-Dienste zu sperren. Ein aufheben der Sperre geht nur über den Kundendienst. Schon fast logisch ist der Link zur Kindersicherung nicht zuoberst auf der Webseite zu finden sondern ganz unten bei den zwanzig anderen Links.
    [as]

    Diverse Firmen und Behörden lancieren Sicherheitsseite für Kinder

    Diverse Schweizer Firmen, Verbände und Behörden haben die Webseite security4kids.ch aufgeschaltet, welche Kinder über die Computersicherheit aufklären soll. Gleichzeitig können Eltern und Lehrkräfte ihr Wissen ebenfalls auf den aktuellen Stand bringen und mögliche Fragen klären.

    Die Seite bietet zwei Geschichten um die Kinder in die Computersicherheit einzuführen. Dabei Lernen die 7 – 10 Jahre alten Surfer mit Nick die Details des unendlichen Waldes kennen während Jugendliche zwischen 11 – 15 Jahre von einer Schauspielergruppe in die Computersicherheit eingeführt werden. Bei beiden Geschichten wird der Leser auch mal zu einer Antwort gezwungen z.B. Wird gefragt, was mit unbekannten Mails mit Anhängen passieren soll. Am Schluss gibt es eine sinnvolle Checkliste.

    Eltern sowie Lehrkräfte können sich über Würmer, Viren und sonstigen Schädlingen informieren. Auch werden Fragen geklärt, welche Eltern ins Grübeln bringen können: warum Spitznamen verwenden, wie soll das Kind das Internet nutzen und vieles mehr. Lehrer hingegen finden Informationen, wie sie den Informatikunterricht gestalten sollen. Insgesamt einfache, sicher nicht umfassende aber gut strukturierte Informationen.

    Die Webseite wird von namhaften Firmen wie Symantec, Microsoft oder Credit Suisse sowie Behörden wie das KOBIK oder Melami getragen. Auch Verbände wie der Dachverband für Lehrkräfte stehen hinter der Webseite und sorgen für den in den jeweiligen Rubriken korrekten Inhalt.
    [as]

    Firefox nun auf Dell Computer vorinstalliert

    Wie es scheint, kann Mozilla einen weiteren Erfolg mit seinem Webbrowser Firefox verbuchen. Der weltgrösste Computerhersteller Dell soll vorerst in Grossbritannien neben dem mit Windows immer vorhandenen Internet Explorer auch den populären Webbrowser Firefox vorinstallieren.

    Dell hat diese Meldung offiziell nicht bestätigt, doch warum nicht? Dell kann es sich ebenso wenig wie andere Hersteller leisten grundsätzliche Kundenbedürfnisse zu missachten. Wenn es dann noch ein einfach zu erfüllendes Bedürfnis ist, macht es Sinn, hier dem Käufer entgegen zu kommen. Die Frage stellt sich nun, bleibt diese Aktion nur für die Kunden in Grossbritannien beschränkt oder nutzt Dell diesen Flecken der Erde als Feldversuch um den Browser später auf allen seinen Produkten einzusetzen. Ebenso wenig ist bekannt, welcher Browser als Standard eingesetzt wird.
    [as]

    Targus stellt den Ergo D-Pro Notebook-Stand vor

    Für all jene, welche mit ihrem Notebook intensiv arbeiten müssen, bietet Hersteller Targus ab sofort den Ergo D-Pro an, welcher das TFT des Laptops auf eine ergonomische Höhe einstellen lässt. Dabei ist dieser Ständer natürlich höhenverstellbar, um auf den individuellen Blickwinkel des Nutzers angepasst zu werden.

    Der Nachteil des Ergo D-Pro liegt allerdings auch auf der Hand: dadurch, dass die Notebook-Tastatur in den Ständer hineingesteckt wird, kann diese nicht genutzt werden - separate Maus und Tastatur werden erforderlich.

    Dementsprechend bietet Ergo D-Pro einen entsprechenden Platzhalter, in welchen die optionale USB-Docking Station integriert werden kann, damit auch ein Kabelgebundener Arbeitsplatz dauerhaft ermöglicht wird.

    Targus bietet den Ergo D-Pro Notebook Stand ab sofort zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 120 Euro an. Die erwähnte USB-Docking Station schlägt separat noch einmal mit 175 Euro (UVP) zu Buche.
    [pg]

    Werbung in Spielen bald an der Tagesordnung?

    So scheint es zumindest, verfolgt man die Absichten der Spieleschmiede THQ Inc. und dem Werbevermarkter Massive Inc.. Das Wall Street Journal berichtet von einer Übereinkunft beider Firmen, in kommenden Spielen, die auf Konsolen oder Computern mit Internet-Verbindung ausgeführt werden, Werbung einzubinden, welche Massive unmittelbar aus dem Internet zur Verfügung stellt.

    Nach dieser Übereinkunft könnten 2006 bereits 10% der Spieletitel, welche von THQ angeboten werden, als solche Werbeplattform dienen. Das erste Spiel, welches mit dieser Form der Werbung antreten wird, wurde das Racing-Game Juiced genannt. Die Werbeindustrie sieht in dieser Form der Werbung großes Potential, ist man durch die Internet-Anbindung doch flexibel bei der Aktualisierung der Werbung.

    Laut Dave Miller von THQ, biete man der Werbeindustrie nun ein Modell, mit welchem man die Altersgruppe zwischen 18 und 34 wieder erreichen könne, welche dem Fernsehn den Rücken gekehrt habe.

    Man sei sich auf Seiten der Spiele-Publisher allerdings wohl bewusst, dass dieses Vorhaben von Gamern boykottiert werden könnte, insbesondere wenn zuviele Werbeeinbindungen die Handlung des Spiels beeinträchtigen.

    Über die näheren Details der Übereinkunft ist bislang nichts bekannt - insbesondere die finanziellen Aspekte. Hier stellt sich natürlich auch die Frage, in wiefern letztlich der zahlende Spieler überhaupt von dieser "Idee" profitiert, denn es mag etwas absurd erscheinen, dass der Anwender den vollen Preis eines Spiels zahlen soll und zudem dann mit Werbung während des Spiels konfrontiert wird.
    [pg]

    Montag, den 19. Dezember 2005

    Händlerlistungen für Intel Pentium D 9xx Prozessoren

    Intels neue Prozessorplattform, der i975X wurde bereits stillschweigend vorgestellt und bietet damit unter anderem die Basis für die kommenden Prozessoren in 65nm Fertigung. Dazu zählen auch die Pentium D 9xx Modelle auf Basis des Pressler-Kern, welche angeblich noch in diesem Monat offiziell vorgestellt werden sollen.

    Wie so oft im Vorfeld eines neuen Produkt-Starts, sollen sich nun auch bereits erste Listungen dieser Dual-Core CPUs auf Basis des Pressler-Kern bei manchen Händlern eingefunden haben. Allerdings lassen sich momentan bei den einschlägigen Anbietern bzw. Online-Händlern keine Listungen mehr finden.

    Nach der Meldung von heise sind Preislistungen wie folgt erschienen:

  • Intel Pentium D 920 mit 2,8 GHz Takt: 275 Euro
  • Intel Pentium D 930 mit 3,0 GHz Takt: 335 Euro
  • Intel Pentium D 940 mit 3,2 GHz Takt: 470 Euro
  • Intel Pentium D 950 mit 3,4 GHz Takt: 700 Euro

    Der Online-Händler Mindfactory gehörte wohl zu jenen, welche erste Listungen angeboten haben - zwischenzeitlich sind diese Angebote allerdings auf den Webseiten verschwunden. Auch in der Preissuchmaschine Geizhals waren Listungen nicht mehr auszumachen. Ein untrügliches Anzeichen dafür, dass Intel etwas gegen solche "überhasteten Aktionen" einzuwenden hat, gleichzeitig aber auch dafür, dass die 65nm-Technologie bei Prozessoren tatsächlich vor der Türe steht.
    [pg]

    Macweites

    Die Taipei Times gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen von Apple Notebooks. Nach Angaben des Topology Research Institutes (TRI) wird für 2006 ein Anstieg um 42 Prozent bei den verkauften Apple Laptop Computern prognostiziert. Die Steigerung von 2,29 auf 3,27 Millionen Einheiten erhöht damit auch den Marktanteil von 3,9 auf 4,7 Prozent. Weiterhin sagen die Analysten des TRI deutlich leichtere neue Modelle vor. So soll es 12" Notebooks mit 1,5 kg und 14" Notebooks unter 2 kg Masse geben. Nach bisherigen Meldungen geht man allerdings davon aus, dass es zukünftig keine 14" Modelle bei Apple geben wird und dafür ein 13,3" Widescreen iBook geplant ist. Die geringere Masse korreliert aber mit den Spekulationen über 20 bis 25 Prozent flachere Gehäuse.

    In einem aktualisierten Artikel von IBM über die Geschichte der POWER und PowerPC Prozessoren findet sich ein interessanter Hinweis, dass Freescale eventuell im nächsten Jahr der Produktname PowerPC ändern will. PowerPC steht als Abkürzung für Power Performance Computing. Nachdem Ausstieg von Apple besteht die Produktlinie größtenteils nur noch aus Embedded Produkten oder dient als Basis für Spielekonsolen-Prozessoren, wie der Cell Broadband Engine (Sony Playstation 3), der Xenon CPU (Microsoft Xbox 360) oder der Broadway CPU (Nintendo Revolution), und hat somit nur noch wenig mit der ursprünglichen Ausrichtung als Alternative zu Desktop x86 Prozessoren gemein. Von daher sind solche Überlegungen nachvollziehbar.

    Microsoft kündigt auf der Downloadseite des Internet Explorers 5 für Macintosh die Einstellung des Supports für diesen Browser zum 31.12.2005 an. Einen Monat später wird auch der Download von der Mactopia-Seite entfernt werden. Microsoft hat die Entwicklung des IE 5 für Mac bereits 2003 nach dem Erscheinen von Apple's Safari eingestellt. Der Internet Explorer war von 1997 bis 2002 Standard-Browser auf Macintosh-Systemen, dies wurde in einem fünfjährigen Abkommen zwischen Apple und Microsoft vereinbart, da der Netscape Browser zu dieser Zeit aus technischer Sicht hinter dem IE zurücklag. Nach Ablauf des Vertrags entwickelte Apple aus dem Quellcode der Browser Engine KHTML des KDE-Browsers Konqueror den Safari.

    Auf Mac Geekery gibt es einen Blog-Eintrag über das Traffic Shaping in Mac OS X. Seit Mac OS X 10.4 wurde "dummynet" in den Kernel integriert, was eine Paket-Priorisierung wie bei BSD-Unices ermöglicht. Dadurch kann man IP-Pakete für Latenz-kritische Anwendungen wie VoIP oder SSH-Verbindungen gegenüber unwichtigeren IP-Paketen von Download-Verbindungen bevorzugen. Ähnliche Umsetzungen gibt es auch unter Linux und Hardware-Routern, die eine auf Linux basierende Firmware einsetzen (z.B. Linksys WRT54G). Unter Windows hat beispielsweise der cFos PPPOE-Treiber eine vergleichbare Funktionalität.
    [ch]

    Linksys bietet Updateprogramm auf Cisco-Produkte nun auch in Europa an

    Die benötigen Netzwerkressourcen sind von der Grösse des Netzwerkes abhängig. Wächst das Unternehmen werden plötzlich leistungsfähigere Geräte nötig und ein teuerer Umstieg ist vorprogrammiert. Solange das Unternehmen aber noch klein ist, reichen oft die Geräte aus dem Consumermarkt, welche zudem zu einem günstigen Preis eingekauft werden können. Linksys eine Tochtergesellschaft von Cisco, welche Netzwerkprodukte für den Consumermarkt entwickelt und anbietet, bietet sein Rabattprogramm nun auch für Europa an.

    Wer vom 7. November 2005 an ein Produkt von Linksys erworben hat, kann sich bei Cisco für das „"Trade-Up"-Programm registrieren und bekommt beim Tausch auf leistungsfähigere Produkte des Netzwerkmarktführers Rabatt. Die zum Rabattprogramm zugelassenen Geräte müssen mindestens 90 Tage im Besitz des Käufers sein, damit während drei Jahre vom Rabatt gebrauch gemacht werden kann. Die Höhe des gewährten Rabattes hängt einerseits vom bestehenden Produkt von Linksys und zum anderen vom gewählten Cisco-Produktes ab.
    [as]

    Neuer Kurzartikel online: Intel D975XBX [Intel 975X Chipsatz]

    Heimlich still und leise gab Intel seine neue Sperspitze im High-End Desktopmarkt, den 975X Express Chipsatz, Mitte November für den Markt frei. Eigentlich ist ein solches Vorgehen – schließlich handelt es sich um den neuesten Desktop-Chipsatz – ungewöhnlich. Gerade einmal 18 Monate ist es her, dass der große Schritt hin zur neuen PCI-Express Architektur gemacht wurde. Seither bekamen wir bereits zwei weitere Generationen (925XE und 945/955) serviert, wobei man aber keinen wirklichen Performancefortschritt erkennen konnte, die Änderungen beschränkten sich auf die Ergänzung neuer Features und Prozessoren.

    Dabei konnte man den Eindruck bekommen, dass es sich bei Intels Chipsatzneuerungen mehr um kontinuierliche Produktpflege als um echte Neuheiten handelte. Worauf sich dieser Eindruck begründet, erfahrt ihr in unserem Artikel.

    Intel D975XBX [Intel 975X Chipsatz]

    [bf]

    Sonntag, den 18. Dezember 2005

    Webweites

    Hardware

    Mit einem auf den ersten Blick recht überraschenden Artikel kann das 3DCenter diese Woche aufwarten, das sich intensiv mit der Performance aktueller Forceware- und vergangener Detonator-Treiber auf der fast schon etwas betagten GeForce4-Grafikkartenfamilie befasst hat. Ziel war es, für die noch immer recht beschauliche Masse an GF4-Nutzern einen Überblick über die Änderungen im Vergleich von vor rund eineinhalb Jahren zu bieten und herauszufinden, wie weit die Generation auch in aktuellen Spielegenerationen den Ansprüchen noch gerecht werden kann. Überraschend ist im GeForce 4 TI Treibervergleich dabei auch das Ergebnis mit Performance-Gewinnen von bis zu 50 Prozent, der sich in praxisnahen Benchmarks aktueller Spieletitel abzeichnete.

    Au-Ja! rückte mit dem A8N-VM CSN von ASUS erstmals in das Feld der Micro-ATX Mainboards vor und ließ sich dort vom Charme des nForce-430-Chipsatzes mit integrierter GeForce-6150-Grafik verzaubern. Obgleich das Board klar nicht im Highend-Markt mithalten kann, hat es durch den geringen Preis, der einhergeht mit der guten Ausstattung durchaus seine Daseinsberechtigung und dürfte für den einen oder anderen sicherlich einen Blick wert sein.

    Mit einem Netzteil-Roundup hat der sich Planet3DNow in die Vorweihnachtszeit gestürzt und den Vergleich der Produkte mit einem interessanten Blick hinter die Kulissen gewürzt. So nehmen Interviews mit Enermax und BeQuiet einen wesentlichen Teil des Artikels ein. Herausgekommen ist ein umfangreicher Test der unterschiedlichsten Modelle zahlreicher Hersteller, der einen recht detaillierten Überblick über die Branche vermittelt. Natürlich dürfen kommen auch die Messungen unter verschiedenen praxisnahen Bedingungen nicht zu kurz und sollen die Vergleichbarkeit untereinander sicherstellen. Gleichzeitig lässt sich auch nur so die Einhaltung der Spezifikationen überprüfen, die letztendlich ausschlaggebend für einen stabilen Betrieb ist.

    Bei Hartware schickte man die derzeitige Grafikkartengeneration von ATI und NVIDIA in Form der GeForce 7800 GT und der Radeon X1800 XL von ASUS beziehungsweise Connect3D durch einen intensiven Benchmark-Parcours um zum Schluss herauszufinden, welche der beiden Karten mehr fürs Geld bietet. Wer letztendlich die Nase vorn hatte, zeigt ein Blick in den Artikel.

    Software

    Mit dem Simon Tools XP Tuner 2006 für Windows XP beschäftigte sich diese Woche WinTotal und prüfte, wie weit sich ein Kauf der Software gegenüber den zahlreichen Freeware-Tools rechtfertigen lässt. Hauptaugenmerk richtete man dabei auf den Leistungsumfang, der speziell die Konfiguration des Betriebssystems in Hinblick auf Sicherheit, Geschwindigkeit und Aussehen beinhaltet.

    Den Ego-Shooter Vietkong 2 für den PC hat sich die Spieleflut einmal installiert und ist dabei nicht nur auf einen "horrend Schwierigkeitsgrad" gestoßen. Obgleich Grafik und Story nicht recht überzeugen wollten, leuchtet für ambitionierte Multiplayer-Spieler ein kleines Lichtlein im Spielehimmel und kann durchaus mit einem bewährtem System über die langen Weihnachtsfeiertage und -nächte verhelfen.
    [rl]

    Samstag, den 17. Dezember 2005

    OLG München erklärt Urheberrechtsabgabe auf PCs für rechtmäßig

    Das Oberlandesgericht München bestätigt ein vorinstanzliches Urteil, was die VG Wort ermächtigt pro verkauftem Personal Computer 12 Euro Urheberrechtsabgabe zu verlangen. Ursprünglich forderte die Verwertungsgesellschaft Wort sogar 30 Euro pro PC, dieser Forderung wurde aber nicht stattgegeben. Der verklagte Hersteller Fujitsu-Siemens und der Bundesverband der Informationswirtschaft (BITKOM) kritisierten das Urteil, da es eine solche Abgabe in Europa nur in Deutschland gibt. Dadurch würde man gegenüber ausländische Anbietern benachteiligt werden. Die hier verhandelte Urheberrechtsabgabe bezieht sich nur auf das "privaten Kopieren von Text- und Bildwerken, also Zeitungsartikeln oder einzelnen Kapiteln aus Büchern und Fotos". Zusätzlich gibt es zum Beispiel noch Abgaben für urheberrechtlich geschützte Werke auf Scanner (10,21 €), auf DVD-Brenner (9,21 €) und die entsprechenden Medien (0,17 €).

    Die Verwertungsgesellschaften verteidigen ihre Forderungen damit, dass durch die Pauschalabgaben die Kosten für das Kopieren im Privatbereich abgedeckt werden. Allerdings ist erstens nicht jeder PC ohne Scanner fähig aus Büchern oder Zeitungen zu kopieren, dazu benötigt man zusätzlich einen Scanner, auf den ja sowieso schon eine Abgabe fällig ist. Zudem ist nach der Urheberrechtsnovelle von 2003 das Kopieren im Privatbereich extrem eingeschränkt worden, da man kopiergeschützte Werke nicht mehr vervielfältigen darf. Elektronische Bücher, Musikstücke und Videos aus Online-Angeboten sind fast ausschließlich mit einem digitalen Rechtemanagement (DRM) versehen, die ein Kopieren meist völlig ausschließen.

    Von daher sind die folgenden Zeilen auf der Webseite der VG Wort der blanke Hohn für den Nutzer: "Doch weder dieses Verfahren noch die in Entwicklung befindlichen Wasserzeichen - Technologien sind dafür ausgelegt oder in der Lage, das Kopieren von urheberrechtlich geschützten Werken für den privaten Gebrauch zu unterbinden. Dies ist auch weder von der Endgeräteindustrie noch von den Verwertungsgesellschaften oder den Rechteinhabern gewünscht. Das Kopieren von urheberrechtlich geschützten Werken für die private Nutzung soll auch weiterhin möglich sein, aber wie bisher den gesetzlichen Vergütungsansprüchen gemäß §54 ff des Urheberrechtsgesetzes unterliegen."

    Das genaue Gegenteil ist der Fall, die Rechteinhaber wollen die bisher geduldete Privatkopie komplett durch DRM-geschützte Produkte ersetzen und üben massiven Druck auf Gesetzgeber und Gerätehersteller aus um die gesetzlichen und technischen Grundlagen dafür zu schaffen. Es scheint, als drehe sich jeder die Fakten so wie er es braucht um das größte Stück vom Kuchen - also das Geld des Kunden - zu bekommen. Die Politik lässt den Verbraucher mit ihren unklaren Gesetzesformulierungen im Regen stehen und bezieht keinen klaren Standpunkt in der Frage ob Pauschalvergütung oder Einzelabrechnung mittels DRM die Lösung in der Urheberrechtsfrage sein soll.
    [ch]

    Japanische Wettbewerbskommission muss die Beweise gegen Intel offen legen

    Im April 2004 durchsuchte die japanische Wettbewerbsbehörde JFTC die Büros von Intel Japan sowie die der OEM Herstellern und Kunden von Intel. Der Verdacht lautete einmal mehr, dass der Marktführer seine Marktmacht dazu ausnutze, die OEM Hersteller auf den Verzicht von Konkurrenzprodukten zu zwingen. Am 30. Juni reichte AMD in Japan eine Klage gegen Intel ein, mit dem Vorwurf dass der Halbleiterhersteller gegen das Kartellrecht verstossen habe. Das Tokio Destrict Court hat nun verfügt, dass die JFTC seine gesammelten Beweise, welche zu einer Verwarnung für Intel führte, offen legen muss.

    Für AMD ist dies ein grosser Erfolg, denn der härteste Verfolger von Intel hofft die von den Behörden gefundenen Beweise helfen der eigenen Klage weiter Auftrieb zu verschaffen.

    "Die heutige Entscheidung des Gerichts ist wegweisend, indem die Wahrheit über Intels gesetzeswidriges Handeln kurz vor der Offenlegung steht," sagt Thomas M. McCoy, AMD Executive Vice President, Legal Affairs and Chief Administrative Officer. "Wir wissen diese vernünftige Entscheidung des Gerichts sehr zu schätzen. Wir glauben, dass von dieser Entscheidung, weltweit eine eindeutige Botschaft ausgeht, wonach Intel nicht hoffen darf, die Wahrheit über seine wettbewerbswidrigen Geschäftspraktiken weiterhin verbergen zu können; weder vor dem Gesetz noch vor jedem einzelnen PC-Anwender, der ein Recht auf Aufklärung hat. Wir sind sicher, dass die Beweise der JFTC verdeutlichen werden, was die Fachleute bereits wissen - Intel missbraucht seine Monopolstellung, um OEMs mit Drohungen und Einschüchterungen davon abzuhalten, Geschäftsbeziehungen zu AMD aufzunehmen."

    McCoy weiter: "Die Zukunft der Computernutzung in einer Weltwirtschaft, die mehr und mehr von der Prozessortechnologie abhängig ist, steht auf dem Spiel. PC-Anwender in der ganzen Welt sind durch Intels illegaler Ausnutzung seiner Markposition beeinträchtigt, in dem höhere Preise, ein verminderter Zugang zu Innovationen sowie eine eingeschränkte Wahlfreiheit in Kauf genommen werden müssen."


    Gemäss Pressemeldung von AMD hat die JFTC in seinen Untersuchungen festgestellt, dass der Marktführer fünf japanischen Hersteller - welche zusammen 77 Prozent des Markts beherrschen - Bedingungen aufdiktiert hat, welche gegen das Anti-Monopolgesetz verstossen:


    • Ein Hersteller gezwungen wurde, 100 Prozent seiner Mikroprozessoren von Intel zu kaufen; ein anderer Hersteller war gezwungen, den Anteil seiner Nicht-Intel Käufe auf 10 Prozent oder weniger zu reduzieren;
    • Intel PC-Herstellern besondere Rabatte anbot, wenn diese in einer Computerserie, die unter einer Marke vertrieben werden, ausschließlich Intel Prozessoren einsetzen. Damit sollte der Einsatz von AMD CPUs verhindert werden;
    • Zu den Geschäftspraktiken, mit denen Intel seine Ziele erreichen wollte, Rabatte und Marketingpraktiken wie das "Intel Inside" Programm gehörten sowie finanzielle Mittel zur Marktentwicklung, die von Intels Muttergesellschaft in USA bereitgestellt wurden.


    Die Wettbewerbsbehörden verwarnten Intel darauf und erteilten mehrere Auflagen, zu welchen sich Intel dann auch beugte. Eine Strafe wurde nicht ausgesprochen, jedoch kann solch eine fällig werden, wenn der Marktführer seine Praktiken nicht den Auflagen entsprechend anpasst.
    [as]

    Freitag, den 16. Dezember 2005

    Asustek expandiert in taiwanischen LCD-TV-Markt

    ASUSDas hauptsächlich als Mainboard-Hersteller bekannte taiwanische Unternehmen Asustek wagt sich nun mit einem weiteren Schritt auf zusätzliche Märkte und liefert erstmals für den Oberklasse-Markt LCD-Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 32 Zoll aus. Die Modelle sind mit einem Display von Sharp mit einer Auflösung von 1366x768 Pixeln ausgestattet, die einen Kontrast von 1200:1 bei maximaler Helligkeit von 500 cd/qm und 6 Millisekunden Reaktionszeit bieten. Der LCD-TV soll zunächst lediglich in Taiwan mit 800 Einheiten pro Monat ausgeliefert werden und rund 1900 US-Dollar kosten. Anfang 2006 soll ein weiteres Modell mit 42 Zoll Bilddiagonale hinzu kommen.

    Marktbeobachter schätzen die Chancen von Asustek jedoch durchaus als riskant ein, zumal die Preise sich im Vergleich zur Konkurrenz auf sehr hohem Niveau bewegen. So verlangt Sony in der Preisklasse rund 1800 US-Dollar, während weitere Hersteller wie Panasonic oder LG Electronics mit 1500 US-Dollar nochmals deutlich darunter liegen.

    Asustek erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2005 laut DigiTimes knapp über die Hälfte seines Umsatzes im Notebook- und Mainboard-Geschäft, während Desktop-Computer rund ein Fünftel des Umsatzes ausmachten. Der Rest verteilte sich auf weitere Produkte wie Mobiltelefone oder Netzwerktechnik. Mit den Flachbildfernsehern scheint Asustek ein weiteres Standbein abseits vom PC-Geschäft zu suchen, um von den dortigen Schwankungen unabhängiger zu sein und weiteres Wachstumspotenzial nutzen zu können. Im Mainboard-Geschäft kann man sich zum Beispiel bereits seit geraumer Zeit an erster Position behaupten.

    Ob das Unternehmen die Fernseher zukünftig auch international ausliefern wird, bleibt vorerst noch ungewiss. Dies dürfte wohl entscheidend vom Erfolg im eigenen Land abhängen.
    [rl]

    Notebook-Plattform "Yamato" von AMD in Japan vorgestellt

    AMD-LogoDie Advanced Micro Devices haben in Japan nun erstmals die zukünftige Plattform mit dem Codenamen Yamato präsentiert, welche 2006 für zahlreiche Hersteller die Grundlage für die nächste Notebook-Generation darstellen wird. Wesentlich bei Yamato ist dabei eine Art Design-Richtlinie, die vor allem Kompatibilität zwischen den eingesetzten Komponenten wie Chipsatz, Netzwerk und Grafikkarte sicherstellen soll. Ein ähnliches Konzept hatte Intel bereits 2004 mit der Centrino-Plattform eingeführt, nur dass AMD gezwungendermaßen noch einen Schritt weiter geht und die Richtlinien nicht auf spzielle Hersteller beschränkt. So konnte Intel aufgrund der Tatsache, dass das Unternehmen alle Komponenten selbst anbietet, die Centrino-Plattform auf die eigenen Produkte beschränken, während AMD auf mitarbeitende Unternehmen angewiesen ist.

    Yamato legt nach Angaben der japanaischen PC Watch eine Konvention fest, die den Einsatz von AMD-Turion-64-Prozessoren mit zwei Kernen und DDR2-Speicherinterface vorsieht. Weiterhin stehen WLAN und Chipsätze mit optional integrierter Grafikeinheit von unterschiedlichen Herstellern wie VIA, SiS und ATI zur Auswahl, obgleich der Prozessorexperte seinen Prototyp zunächst mit einem Chipsatz von NVIDIA ausgestattet hatte. Für die Grafikausgabe kommt die UMA Platform Architecture zum Einsatz, die in drei unterschiedlichen Konfigurationen den Speicher für die Grafikeinheit wahlweise direkt im Systemarbeitsspeicher, extern verbunden mit dem Chipsatz oder direkt integriert auf dem Chipsatz zulässt. Ziel der Plattform ist weiterhin eine möglichst lange Akkulaufzeit von fünf Stunden und mehr, die durch zahlreiche Stromspartechniken realisiert werden soll.

    Einführen will man die Plattform im kommenden Jahr, doch wann genau, steht bisher noch in den Sternen. Erste Dual-Core Turion-64-Prozessoren erwartet man bereits im zweien Quartal. Planungen für 2007 sehen jedoch schon weitere Schritte wie die Umstellung auf DDR3-Speicher sowie HyperTransport 3 und die zweite PCI-Express-Generation setzen. Was die Ausstattung der Chipsätze angeht, bleibt die Entwicklung weiterhin abängig von den Chipsatzexperten. Zulegen kann AMD vor allem noch bei der Fertigungstechnologie mit der Migration von 90 nm auf 65 nm, die Intel schon auf den Weg gebracht hat und in Kürze abschließen will.

    Ein Vorteil der offenen Plattform von AMD gegenüber dem abgeschlossenen Intel-System dürfte vor allem der Preis sein, der allein durch die Auswahl verschiedener Fremdhersteller wahrscheinlich spürbar niedriger ausfällt und AMD-Notebooks vor allem für Entry-Level und Mainstream interessant machen dürfte. Intel hingegen könnte sich theoretisch aufgrund einer besser abgestimmten und höherwertigen Lösung im hochpreisigen Marktbereich durchsetzen, während der Entry-Level-Bereich durch "Noname"-Plattformen mit Celeron-M und günstigen Chipsätzen von Fremdherstellern abgedeckt wird. So kann man zunächst also zumindest im Highend-Bereich für Intel eher wenig Konkurrenz durch AMD erwarten, während in den anderen Bereichen der Kampf um die Marktanteile durchaus spannend werden dürfte. AMD selbst sieht die Aussichten optimistisch und rechnet nach einem erfolgreichen Jahr 2005 auch 2006 mit steigenden Absatzzahlen.