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Mittwoch, den 31. März 2004

Alles Gute zur Hochzeit

Das ganze Hard Tecs 4U Team möchte am heutigen Tage Hans T., Marketing Manager von Cooler Master Deutschland, herzlichst zur Hochzeit gratulieren. Wir wünschen Euch beiden alles Gute in dieser neuen Lebenslage!


[ck]

Dienstag, den 30. März 2004

Sockel T Prozessoren von Intel doch pünktlich?

Recht häufig treffen wir in der Vergangenheit auf Spekulationen in Bezug zu verschiedenen Launch-Terminen ausgewählter, häufig schon lang vorher angekündigter Produkte. Ähnliches scheint nun auch wieder beim demnächst erwarteten und auf der CeBIT bereits weitläufig vorgestellten Sockel T mit LGA 775 zu passieren, für den sich die passenden Prozessoren nach ersten frühen Informationen eigentlich noch verzögern sollten.

Im Gegenzug trat nun jedoch, laut TheInquirer, Intel auf den Plan und dementierte öffentlich diese Vermutungen, sodass vorerst Aussage gegen Aussage stehen. Möglich bleibt natürlich, dass man die Lieferungen zwar planmäßig ausführt, aber die Stückzahlen für den Anfang dennoch deutlich beschränkt, um im Endeffekt vielleicht die gleiche Wirkung wie bei einer Verzögerung zu erreichen. Wie man allerdings tatsächlich die nächste Zeit vorgehen will, wird wohl erst der Markt zeigen.
[rl]

AMD sieht die Zukunft auch weiterhin bei DDR-I Speicher

Während bei Intel in diesem Jahr alle Sterne auf DDR-II stehen, scheint die Konkurrenz auch weiterhin auf den Technologievorteil von DDR-I zu schwören, welcher im Moment schon Datenraten jenseits der 500 MHz erreichen kann. Weitläufig verbreitet ist die Meinung, dass deren Prozessoren hauptsächlich von den kurzen Latenzen profitieren und im Gegenzug eher minimal mit steigender Bandbreite skalieren. Beides Punkte, die DDR2 derzeit auszeichnen: Vergleichsweise hohe Latenzen bei großen Bandbreiten.

Den Umstieg wolle man laut einem Bericht der X-bit labs erst vollziehen, wenn die DDR2-Chips schnell genug sind, dass sie die hohen Latenzen durch ihre Geschwindigkeit ausgleichen können. Eine weitere entscheidende Rolle spiele der Preis. Beide Bedingungen dürften vermutlich erst mit der weitreichenden Einführung von DDR2-667 erfüllt sein, welcher wahrscheinlich noch bis Mitte 2005 auf sich warten lassen wird. In dieser Zeit schließlich plant man auch neue Prozessoren mit dem sogenannten Toledo-Kern (Nachfolger des noch in diesem Jahr erwarteten San Diego), der neben zahlreichen anderen Technologien wohl auch Support für DDR-II mitbringen dürfte. Gerüchten zufolge soll AMD wohl derzeit an einem Speichercontroller arbeiten, welcher DDR500 unterstützt.

Obgleich für den Endanwender der Gebrauch von herkömmlichen DDR-Modulen schon aus Gründen der Aufrüstung interessanter sein dürfte, bleibt die Frage, ob DDR-II nicht zumindest für den Opteron oder den Athlon 64 FX eine sinnvolle Option darstellen könnte. Vor allem bei Systemen mit mehr als einem Prozessor steigen die Bandbreiten deutlich an, sodass DDR-II hier eventuell gemeinsam mit dem 1000 MHz Hypertransport Protokoll seinen Vorteil ausspielen könnte. Werden erst einmal für beide Seiten genügend Plattformen erhältlich sein, wird sich sicher schnell zeigen, welcher Entwickler den besseren Riecher gehabt hat. ;-)
[rl]

Neue Server-Platinen für P4 und Xeon von ASUS

Gleich zwei neue Server-Mainboards auf Basis des E7210 Canterwood Chipsatzes stellte der Mainboard-Hersteller ASUS nun vor. Vor allem an den professionellen Bereich der Server und Workstation Systeme richten sich diese beiden Motherboards, auf welchem sowohl Intels Pentium 4 Prozessor mit FSB800 und HyperThreading als auch Intels Xeon CPU mit FSB533 zum Einsatz kommen kann.

Durch ihr ungewöhnliches Layout fallen das PSCHR-SR und das PCH-DR sofort aus dem Rahmen. Während erstgenanntes jedoch mit einem einfachen Sockel 478 ausgestattet ist und neben zahlreichen Onboard-Features wie Ultra320 SCSI, Serial-ATA oder 64bit PCI-X Steckplätzen ausgerüstet ist, bietet letzteres zwei Sockel für Intels Xeon CPUs. Es ist ebenfalls mit Intels 6300ESB Southbridge bestückt. Zudem vereinfachen Gigabit-Ethernet und 64Bit PCI-X mit 66 MHz den Einsatz. Um die Darstellung wichtiger Informationen am Monitor kümmert sich die integriert ATI RateXL.


Wann die Mainboards ausgeliefert werden sollen, und zu welchem Preis sie letztendlich im Handel erscheinen sollen, ist uns momentan noch nicht bekannt.
[rl]

Intel Model Rating beim Pentium 4 Extreme Edition

Nachdem wir bereits hier und hier über Intels Pläne bezüglich einer neuen CPU Kennzeichnung gesprochen haben, bietet AnandTech weitere Informationen zum Thema an. Bislang tauchten im Netz nur Informationen zum Celeron, Pentium 4 und zum Pentium M auf. Details zum Pentium 4 Extreme Edition fehlten bisweilen. Nach den neusten Informationen von AnandTech wird der Prozessor mit 3.2 GHz den Zusatz 730 bekommen, das 3.4 GHz Modell 760.

ModellFSBL2-CacheKernstrukturModell Zusatz
Pentium 4 EE 3.4 GHzFSB800512KB0,13µm760
Pentium 4 EE 3.2 GHzFSB800512KB0,13µm730

Damit wird der Pentium M ab 1.7 GHz eine höhere Nummer bekommen als der Pentium 4 Extreme Edition mit 3.2 GHz, obgleich dieser trotz der schlechteren Pro/MHz Leistung natürlich schneller ist. Das 200 MHz schnellere Pentium 4 Extreme Edition Modell setzt sich mit 760 dagegen an die Spitze, obwohl der Geschwindigkeitszuwachs zum 3.2 GHz Modell eigentlich nur messbar sein sollte und nicht spürbar. Ob damit dem Kunden durch die neuen Nummern wirklich geholfen wird, kann man anhand der Bezeichnungen für den Pentium 4 Extreme Edition eher bezweifeln.
[mg]

Preis des Athlon 64 2800+ aufgetaucht

Der Athlon 64 2800+ mit 512KB L2-Cache hatte sich bereits letzten Monat angekündigt. Seit gestern findet man den Prozessor bei AMD in der offiziellen Preisliste. Der neue CPU Typ wird von AMD in 1000er Stückzahlen für 178 US-Dollar verkauft. Damit verlangt man 40 US-Dollar weniger als für den Athlon 64 3000+, welcher beim damaligen Test ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis bot.

Auf dem deutschen Markt ist der Athlon 2800+ bisweilen noch nicht erhältlich. Das Folgemodell 3000+ kann man ab ca. 190 Euro beziehen.
[mg]

Neue LowCost DirectX9 Grafikkarte von ATI

Die X-bit labs berichten unter Berufung auf die chinesische Website Hardspell.com von einer neuen ATI LowCost Grafikkarte. Die Radeon 9550 getitelte Karte hat allerdings nur wenig mit dem "Nachbarn" Radeon 9500 gemeinsam. Vielmehr basiert sie auf dem gleichen Kern wie die Radeon 9600 Modelle, sprich RV350. Der Chiptakt mit 250 MHz und ein Speichertakt von 200 MHz ordnen die Karte klar im untersten LowCost Segment ein und dürfte damit vor allem für große PC-Händler von Interesse sein. Die Karte soll mit einem 64 Bit und einem 128 Bit Speicherinterface auf den Markt kommen, wobei wir davon ausgehen, dass man das 64 Bit Speicherinterface aus Kostengründen häufiger antreffen wird.

Mit der Radeon 9550 schickt ATI damit eine weitere Grafikkarte ins Feld, um der NVIDIA LowCost Grafikkarte GeForceFX 5200 Konkurrenz machen zu können. Da man allerdings immer noch keinen wirklichen DirectX9 LowCost Chip auf dem Markt hat (die bisherigen Modelle basieren auf dem recht teuren Mainstreamchip RV350), sollte die Produktion für ATI ein wenig teurer werden als für den Konkurrenten NVIDIA, welche mit der GeForceFX 5200 einen "richtigen" LowCost DirectX9 Beschleuniger mit geringer Transistorzahl auf dem Markt haben.
[mg]

Montag, den 29. März 2004

Intel verschiebt den Sockel 775 um einen Monat

Einer Meldung der DigiTimes zufolge werden die Prescott-Prozessoren im LGA775-Format nun nicht mehr im Mai, sondern erst im Juni 2004 gelauncht werden, somit wäre mit einem Verkaufsstart nicht vor Juli zu rechnen, was natürlich auch die neuen Mainboards mit Grantsdale- und Alderwood-Chipsatz betreffen würde.

Begründet wird dieser Schritt u.a. damit, dass der Abverkauf der 130nm-Prozessoren mit Northwood-Core sowie der dazugehörigen Sockel 478-Plattformen um ebendiesen einen Monat verlängert werden solle und der LGA775-Prescott darüber hinaus von Anfang an mit den neuen Modell-Bezeichnungen am Markt eingeführt werden könne. Ob die jüngst anläßlich der CeBIT von verschiedener Seite geäußerte Befürchtung, dass sich der Sockel 775 möglicherweise als mechanisch nicht ausreichend belastbar erweisen könnte, etwas mit dieser Zeitverzögerung zu tun haben könnte, muß natürlich dahingestellt bleiben, da Intel eine entsprechende Problematik offiziell verneint hat.
[vw]

Webweites

Der bisher wenig verbreitete Chipsatz SiS 755 stellt eine interessante Alternative zum VIA K8T800 und nForce3 für die Athlon 64-Prozessoren dar. Verbaut wird er u.a. von der Asus-Tochter ASRock, deren K8S8X sich den kritischen Augen der Kollegen des Planet 3DNow! stellen mußte. Bei den Benchmarks immer ganz vorne mit dabei, überzeugte das Board per PCI-Fix auch beim Overclocking, obwohl keinerlei Spannungsanhebungen per BIOS oder Jumper geboten werden. Zusammen mit dem unkomplizierten Betrieb, den Onboard-Komponenten sowie dem für ein Sockel 754-Mainboard sehr günstigen Preis reichte es sogar für den Editor's Choice. Zusätzlich hat der umfangreiche nForce2 Config-Guide des Planet 3DNow! ein wesentliches, aber gleichwohl auch sein letztes Update erfahren. Änderungen gab es insbesondere bei den Empfehlungen für den APIC-Mode.

Die ComputerBase hat einen Blick auf vier aktuelle S-ATA-Festplatten geworfen. Dabei stellte sich u.a. heraus, dass Samsung den besten Gesamteindruck hinterlassen konnte und natives Serial-ATA nicht unbedingt höchste Performance bedeuten muß. Weiterhin haben die Kollegen ihre Testreihe von 8x DVD-Brennern durch Geräte von MSI und TEAC ergänzt.

TweakPC hat dieser Tage ausnahmsweise mal keine Hardware, sondern den Ego-Shooter Far Cry angetestet. Dessen Grafikengine überzeugte mit Schatten- und Lichteffekten, die man z.B. eher beim kommenden Doom 3 vermutet hätte, jedoch auch für recht hohe Ansprüche an die verwendete Hardware sorgen. Ebenso verfügt die KI der Computergegner über bisher nur allzu oft vermisste Eigenschaften, sodass Far Cry zumindest für den Shooterfan einer der Toptitel des Jahres werden könnte.
[vw]

Sonntag, den 28. März 2004

Neuer Artikel online: Glosse zur CeBIT 2004

Die diesjährige CeBIT ist nun zu Ende gegangen und nach Worten der Messeleitung wohl für Veranstalter wie Aussteller sehr zufriedenstellend verlaufen. Auch wir können aus eigener Erfahrung davon berichten, daß relativ viel "los" war auf der CeBIT 2004. Sicherlich gab es dabei viel sinn- und nutzvolles zu sehen, aber eben auch manches eher zweifelhaftes. Und so soll unser CeBIT-Rückblick, welcher vielmehr eher eine Glosse zur CeBIT ist, eher von den "Verrücktheiten" der Messe handeln, von dem, was wohl laut dem Willen der Hersteller "passen" sollte, aber offensichtlich noch einiges davon entfernt erscheint ...

zum Artikel
[rg]

Freitag, den 26. März 2004

Sockel 775 übermäßig empfindlich?

Eigentlich würde man erwarten, dass das neue Sockel 775-Format der nächsten Prescott-Generation sowie seines Nachfolgers "Tejas" etwas robuster sein sollte als der aktuelle Sockel 478, da letzterer aufgrund des PGA-Designs (Pin Grid Array) über potentiell verletzliche Pins am Prozessor verfügt, die bei ersterem durch das LGA (Land Grid Array) mit deutlich unempfindlicheren Kontaktflächen ersetzt werden sollen. Doch gab es auf der aktuellen CeBIT einige Ausstellungsstücke der kommenden Sockel 775-Mainboards mit Grantsdale- und Alderwood-Chipsatz zu sehen, die zur Sorge Anlass geben, dass die "Füßchen" der jetzigen Pentium 4-Prozessoren in der Realität deutlich belastbarer sein könnten als die Sockelkontakte auf besagten neuen Mainboards.

Auf einigen der Schaustücke waren nämlich Beschädigungen (Verbiegungen) der feinen Federkontakte zu sehen und so mehren sich die Gerüchte, dass auf einem solchen Mainboard der Prozessor im schlimmsten Falle nur etwa 10mal gewechselt werden könnte, bevor es zu irreparablen Schäden am Mainboardsockel und sekundär (Kurzschlüsse) sogar am Prozessor selbst kommen könnte. Mitverantwortlich dafür soll auch der sehr hohe Anpressdruck des Retentionsmechanismus sein, der den Prozessor vor dem Einrasten über die Sockelkontakte zieht.

Es gibt Berichte, dass mehrere Mainboardhersteller auf der CeBIT gegenüber Journalisten diese Problematik bestätigt hätten. Auch von Intel selbst gibt es bereits eine Äußerung zu dem Thema. So wird Firmensprecher Hans-Jürgen Werner mit den Worten zitiert, dass minderwertige Sockel oder schlechte Lötstellen nach einigen CPU-Wechseln zu Problemen führen könnten, was jedoch mit den Kontakten zwischen Sockel und Prozessor an sich nichts zu tun habe. Damit wandert der Schwarze Peter also erst einmal zu den Mainboardherstellern, denen auf diesem Wege eine möglichst gute Material- und Verarbeitungsqualität anempfohlen wird.

Ob das Sockel 775-Format also wirklich einen Rückruf erfahren oder zumindest überarbeitet werden wird, wie manche kritische Stimmen vermerken, wird sich möglicherweise in den nächsten Wochen und Monaten zwischen Intel und den Mainboardproduzenten entscheiden. Zur Erinnerung: Der Start des Sockel 775 am Endkundenmarkt ist etwa für den Mai 2004 zu erwarten.
[vw]

Infineon trennt sich von Vorstandschef Schumacher

Völlig überraschend ist der Vorstandvorsitzende des Müchener Halbleiterkonzerns Infineon, Ulrich Schumacher, von seinem Amt entbunden worden. Nachdem es anfangs geheißen hatte, dass Schumacher gestern aus persönlichen Gründen zurückgetreten sei, ist inzwischen klar, dass die erheblichen Differenzen bezüglich der Unternehmensstrategie zwischen Restvorstand und Aufsichtsrat auf der einen und Schumacher auf der anderen Seite zu diesem abrupten Ende geführt haben. Schumachers autoritärer Führungsstil wird als zusätzliche Ursache für seinen Rückzug genannt, der ihm gestern vom Aufsichtsrat einstimmig nahegelegt worden sei. Kommissarischer Nachfolger an der Spitze von Infineon ist der bisherige Aufsichtsratvorsitzende Max Dietrich Kley, die Suche nach einem externen Nachfolger habe begonnen.

Schumacher war seit der Ausgliederung des ehemaligen Siemens-Halbleiterbereichs im April 1999 Vorstandsvorsitzender bei Infineon und hatte das Unternehmen im März 2000 an die Börse geführt. Nach zwei Geschäftsjahren mit Milliardenverlusten war der Wert der Aktie jedoch unter ein Drittel ihres damaligen Emissionspreises gefallen. Für dieses Jahr rechnet Infineon jedoch wieder mit Gewinnen.

Mit dem Ende der Ära Schumacher sind nach Angaben von Infineon auch sämtliche Spekulationen über eine Verlagerung des Unternehmenssitzes in die Schweiz endgültig vom Tisch. Die Verlagerung einzelner Konzernteile in ausländische Standorte werde jedoch weiterhin geprüft, sofern dies sinnvoll erscheine. Mit ein Grund dafür sei der Sparkurs des Unternehmens, der unverändert weitergeführt werden solle.
[vw]

Donnerstag, den 25. März 2004

Neuer Artikel online: EPoX Bluetooth Barton Series Set

Nachdem wir es in unserem Tastatur-Roundup insgesamt mit 13 Testkandidaten zu tun hatten, wollen wir heute eine kleine Erweiterung in Form des EPoX Bluetooth Barton Series Sets nachreichen. Dieses Set setzt wie das Logitech Cordless Desktop MX Bluetooth ebenfalls auf die neue Funktechnologie Bluetooth und besteht aus einem USB-Bluetooth-Dongle, einer Tastatur und der dazu passenden Maus. Welchen Eindruck das Set auf uns machte, lest Ihr im Artikel.

zum Artikel
[rg]

Intel verkauft 2003 am meisten Mikroprozessoren

SiliconStrategies.com berichtet von einer Studie seitens IC Insights über den Verkauf von Mikroprozessoren (MPUs) weltweit im Jahre 2003. Dabei liegt Intel mit einer Summe von 21.850 Millionen US-Dollar auf Platz eins und konnte sich im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent verbessern. Der Marktanteil an verkauften Prozessoren 2003 beträgt 80 Prozent, womit Intel den Markt klar dominiert. Konkurrent AMD landet mit einem Marktanteil an verkauften Prozessoren von 7 Prozent auf Platz 2, obgleich man 2003 die Verkäufe ebenfalls um 15 Prozent steigern konnte.

Auf den Plätzen 3 und 4 folgen Motorola mit 3 Prozent Marktanteil und IBM mit 2 Prozent Marktanteil. IBM kann auf dem vierten Platz eine Steigerung der Prozessorumsätze im Vergleich zu 2002 von 160 Prozent verbuchen. Allerdings liegt die Verkaussumme auch nur bei "mickrigen" 520 Millionen US-Dollar.

RangHerstellerMPU Umsatz 2002 [Mill. $]MPU Umsatz 2003 [Mill. $]WachstumsrateMarktanteil
1Intel19.00021.85015 %80 %
2AMD1.7051.96015 %7 %
3Motorola8098404 %3 %
4IBM200520160 %2 %

[mg]

DDR1 - Konkurrenz zu DDR2?

Im aktuellen CeBit Report 2004 von den Kollegen des 3DCenters kommt man unter anderem auch auf das Thema DDR1 und DDR2 zu sprechen. Während es wie z.B. Intel anscheinend nicht schnell genug mit der Einführung von DDR2 Speicher gehen kann, scheinen andere Hersteller DDR2 gerne überspringen zu wollen. OCZ ist einer dieser Hersteller. Die Kollegen konnten auf der CeBit bei OCZ in Erfahrung bringen, dass man sich zunächst komplett aus DDR2 heraushalten wolle und stattdessen DDR1 weiter voran treiben werde. Am Stand auf der CeBit konnte man DDR600 Speicher begutachten. Angeblich sei man zudem schon bereit, DDR650 Speicher liefern zu können, wenn man nur wolle. Bis Ende des Jahres könne man bei OCZ sogar DDR700 erreichen.

DDR2 soll dieses Jahr zunächst mit DDR2/400 und DDR2/533 starten. Allerdings kann man schon jetzt vorhersagen, dass diese Speichertypen zwei ganz klare Nachteile gegenüber ihren DDR1 Genossen haben werden. Zunächst einmal sind DDR2 Speichermodule teurer als DDR1 Module. Zusätzlich sind sie auch langsamer bei gleichem Takt, da mit deutlich höheren Timings bei DDR2 gearbeitet wird. Zwar ist bei DDR1 laut JEDEC Spezifikation bei DDR400 Ende, doch mittlerweile findet man auch schon DDR1/533 Module auf dem Markt, welche durch niedrigere Latenzen schneller als ihre Kollegen sein sollten.

Für DDR2 steht das Ende derweilen bei DDR2/800, was kaum schneller sein sollte als DDR700 Speicher, wenn er denn produzierbar ist. Dennoch kann man erwarten, dass sich DDR2, alleine schon durch den optischen Vorteil gegenüber DDR1, marketingtechnisch besser verkaufen lassen wird. Zudem sitzt Intel als großer Drücker hinter dem DDR2 Zug (Alderwood, Grantsdale Chipsätze) und wird sicherlich alles daran geben, DDR2 durchzusetzen. Dabei soll AMD angeblich gänzlich auf DDR2 verzichten können...
[mg]

GNOME 2.6 am 31. März

Der bekannte Unix/Linux Desktop GNOME soll am 31. März in der Version 2.6 veröffentlicht werden. Eigentlich plante man mit einer früheren Veröffentlichung. Doch durch einen unbekannten Eindringling auf dem GNOME FTP Server sah man sich nun gezwungen, den Veröffentlichungstermin ein paar Tage nach hinten zu ziehen. Der unbekannte Eindringling soll allerdings keinen Schaden an der 2.6er Build hinterlassen haben, so dass man weitere Verzögerungen ausschließen will. In den folgenden Tagen arbeitet man noch daran, die Festigkeit des Servers sicher zu stellen und alle benötigten Dienste ordnungsgemäß zum Laufen zu bringen.
[mg]

GlobalWin stellt neue Wasserkühlung vor

GlobalWin stellt mit der Jefi eine weitere Wasserkühlung neben der bereits von uns getesten SilentStream vor. Die Jefi soll Prozessorabwärmen von über 200 Watt abführen können und ist als universelle Kühlung für alle aktuellen Prozessorsysteme (Pentium 4, Pentium4C, Athlon 64 und Athlon XP) gedacht.

Zum Lieferumfang gehören neben einem Aluminiumkühlkörper mit Kupferkern, zwei Wasserschläuche von jeweils 1,50m Länge, ein Ausgleichsbehälter, eine Pumpe mit 180 l/h Förderleistung sowie ein neuartiger Radiator, der über einen 4-stufigen Wärmeabführungsmechanismus verfügen soll. Optional ist eine Erweiterung für die Kühlung der Grafikkarte erhältlich.

Das Set richtet sich durch seine einfache Installation an Einsteiger und soll mit jedem Gehäuse kompatibel sein. Über den Preis sind noch keine Informationen bekannt, Jefi soll in Kürze im Fachhandel erhältlich sein.

[ch]

Mittwoch, den 24. März 2004

VIA KT880 verzögert sich erneut und Gerüchte zu Athlon XP "Extreme Edition"

Die CeBIT 2004 ist vorüber und stand vollends, zumindest im Chipsatz und Mainboardsektor, unter dem Stern von Intels Alderwood und Grantsdale Chipsätzen und natürlich auch von AMD Athlon 64 Motherboards, dort insbesondere im kommenden Sockel 939 Gewand. Mehr oder minder keine Silbe über VIAs, bereits jetzt viel zu späten KT880 Chipsatz mit Dual Channel Speicherinterface wurde verloren.

Und obgleich die CeBIT 2004 zu Ende ist, so erreichen uns natürlich weiterhin interessante Informationen, teils Fakten, teils Gerüchte, teils blanke Spekulationen. VIAs KT800 konnte erst kürzlich auf einigen, wenigen Referenzboards in Augenschein genommen werden. Im Ergebnis hing man dennoch hinter dem direkten Kontrahenten NVIDIA mit nForce2 zurück. Nun erreichten uns Informationen, dass es offenbar doch noch bis mindestens Mitte April 2004 andauern wird, bis sich dieser Chipsatz auf Serienmainboards im Markt einfinden wird.

Da drängt sich doch die Frage auf, warum VIA, wenn das Jahr 2004 doch ganz unter dem Stern der Athlon 64 Prozessoren stehen wird, weiterhin immense Arbeit in einen auslaufenden Sockel A Chipsatz steckt. Bis Ende des Jahres, so wird vermutet, sollte die AMD Produktion praktisch überwiegend nur noch Athlon 64 Prozessoren liefern und der derzeitige "OEM Prozessor" Athlon XP im Sockel A Layout sollte in Rente gehen.

So wurde uns nun aber von Absichten, sicherlich unbestätigt seitens AMD, berichtet, nach welchen noch bis zum Oktober 2005 die Produktion der Sockel A CPUs mit 462 Pins weiterlaufen soll. Einsteiger-Prozessoren also, auf Einsteiger Plattformen die ausschließlich im OEM-Segment Absatz finden werden. Dies soll der Grund sein, warum VIA weiterhin am KT880 Chipsatz festhält.

Darüber hinaus wurde gemunkelt, dass AMD sogar beabsichtige mittels einer Art Athlon XP "Extreme Edition" den Sockel A Absatz weiterhin anzukurbeln. Dabei solle es sich um einen XP 3200+ handeln, welcher statt mit 512KB L2 Cache, mit satten 1 MB antreten solle. Wirklich Sinn macht dieses Gerücht erst einmal nicht. AMD würde zum einen natürlich niemals eine Bezeichnung in Richtung "Extreme Edition" wählen und zum anderen darf man nicht vergessen, dass es sich bei der Bezeichnung 3200+ um eine Modell-Bezeichnung handelt, die gerade mit den Athlon XP Prozessoren stark in die Kritik geriet.

So hielten wir mit AMD Rücksprache und man zeigte sich amüsiert über die Bezeichnung Athlon XP "Extreme Edition" sowie über das Gerücht überhaupt. Natürlich, letztlich kann man wirklich niemals nie sagen, und sollte sich die Chefetage eines Konzerns zu solch einem Schritt entschließen würde es eine solche CPU dann auch geben. Bislang sind solche Schritte allerdings nicht beabsichtigt.

Und so harren wir letztlich der Dinge die da kommen, doch gerade das Endkundengeschäft wird in den kommenden Monaten sicherlich durch Sockel754 und 939 Plattformen bei AMD bestimmt werden.
[pg]

EU-Kommission Entscheidung: 497 Millionen Euro Strafe für Microsoft

Nach nunmehr fünf Jahren Ermittlungen gegen den Softwareriesen Microsoft, gab die EU-Kommission heute ihre Entscheidung bekannt. Microsoft habe durch seine Quasi-Monopolstellung Mitbewerber benachteiligt und gegen EG-Wettbewerbsrichtilinien verstossen. Eine Geldstrafe von runden 497 Millionen Euro wurde ausgesprochen, doch damit nicht genug. Weit wichtiger, so die EU-Kommission, sind die Auflagen, welche man erteilte:

  • Binnen 90 Tagen soll Microsoft dafür Sorge tragen, dass Windows auch ohne den bislang integrierten Media Player erworben werden kann.
  • Binnen 120 Tagen soll Microsoft alle Schnittstellen der Betriebssysteme offenlegen, die es Mitbewerber-Produkten ermöglichen mit Windows-Betriebssystemen zu kommunizieren.

Gerade zu letzterem Punkt mögen böse Zungen behaupten, dass dies wenig hilfreich sein wird, wenn es selbst Microsoft Betriebssysteme untereinander nicht immer schaffen reibungslos zu kommunizieren. Doch wie dem auch sei, man sollte sich im Klaren sein, dass binnen der erwähnten Fristen erst einmal überhaupt nichts geschieht. Schon im Verlauf der vergangenen Wochen tat der Redmonder Konzern seine Verwunderung kund, denn letztlich habe es im Heimatland USA bereits entsprechende Verhandlungen, Auflagen und Strafen gegeben und man zeigte sich natürlich verwundert über die sich nun zuspitzenden Ereignisse bei der EU-Kommission, trotz Kooperationsversuchen.

Und so war es letztlich auch nicht wenig verwunderlich, dass Microsoft heute bereits ankündigte gegen die Entscheidung der EU-Kommission Einspruch einzulegen. Und die Mühlen der Justiz mahlen in aller Regel langsam. Bis es zu einer endgültigen Entscheidung käme, könnten mehrere Jahre vergehen. Es zeichnet sich schon heute ab, dass alles letztlich auf eine Einigung mittels Vergleich hinauslaufen wird, an welchem, wie Microsoft deutlich machte, man schon eine ganze Weile interessiert sei.
[pg]

Webweites

Das 3DCenter hat die aktuellen Highend-Grafikchips von ATi und nVidia, Radeon 9800XT und GeForceFX 5950 Ultra, durch einen umfangreichen Benchmarkparcours geschickt. Zwar konnte nVidia's Flaggschiff bei niedriger Bildqualität einige Durchläufe für sich entscheiden und das leicht bessere AF vorweisen, bei den relevanten Praxistests in hoher Auflösung und kombiniertem AA und AF setzte sich hingegen ATi angesichts der ausgewogeneren AA-Modi und der deutlich überlegenen Shader-Performance eindeutig durch. Der CeBIT 2004 Report des 3DCenter beschäftigt sich ebenfalls hauptsächlich mit dem Thema Grafikkarten, Schwerpunkte sind hier u.a. PCI-Express und DDR2 bzw. GDDR3.

Die aktuelle Computermesse ist ebenfalls das Hauptthema von Au-Ja! in dieser Woche, insgesamt sieben Kapitel sind in der CeBIT-Report 2004: Übersicht verlinkt. Der dieser Tage gelaunchte Athlon 64 FX-53 mit 2,4 GHz Taktrate ist bei den LostCircuits und der ComputerBase unter die Lupe genommen worden. Die gleichen Themen, Athlon 64 FX-53 und CeBIT-Impressionen 2004, sind nicht überraschend auch beim Planet 3DNow! zu finden.

Das Rollenspiel Baldur's Gate: Dark Alliance 2 für die XBox hat einen überwiegend positiven Eindruck bei den Kollegen der Spieleflut hinterlassen. Gegenüber der ersten Version wurden zusätzliche Spielcharaktere, Funktionen und Fantasy-Elemente hinzugefügt, was eine deutliche Verlängerung der Spieldauer und mehr Abwechslung mit sich bringt. Ebenso wurde die Spielsteuerung in einigen Punkten verbessert.

Das kürzlich veröffentlichte SP3 für MS Office XP haben unsere Partner von WinTotal zum Anlass genommen, in ihrem aktuellen Artikel zu zeigen, wie dieses SP3 direkt auf die Office XP CD integriert und anschließend gebrannt werden kann. Bei einer etwaigen Neuinstallation liegt dann gleich die aktuelle Version vor. Allerdings funktioniert die Integration nicht mit allen Programmvarianten, so z.B. nicht mit der OEM-Version.
[vw]

Neue 64-bit Treiber von NVIDIA

NVIDIA hat für die derzeitige Beta Windows XP 64-Bit Edition (und Windows Server 2003 SP1 64-bit) neue Treiber veröffentlicht. Auf der Grafikkartenseite steht der ForceWare Treiber 57.30 zur Verfügung. Für ihre Mainboardchipsätze der nForce Reihe steht für Windows XP 64-Bit Edition Systeme der nForce Treiber 4.34a Beta bereit. Dieser besteht aus folgenden Treiberkomponenten:

  • Audio driver 4.34
  • Audio utilities 4.34
  • Ethernet driver 4.33
  • GART driver 4.34
  • IDE (RAID) driver 4.33
  • Network Management application 4.33
  • SMBus driver 4.33
  • Installer 4.34
Die ForceWare 57.30 Grafiktreiber können hier heruntergeladen werden. Die Dateigröße beträgt für die englische Version 15.6 MB. Die Internationale Version mit weiteren Sprachpaketen ist 21.4 MB schwer. Interessenten für den nForce Treiber können diesen hier herunterladen. Der Treiber ist nur als Internationale Version erhältlich und 20.8 MB schwer.
[mg]

Dienstag, den 23. März 2004

Grafiktreibereien auf der CeBit 2004

Bezüglich des Grafikmarktes steht die diesjährige CeBit vor allem unter einem Motto: PCI-Express. Viele Hersteller haben Grafikkarten mit PCI-Express Schnittstelle im Angebot und stellen diese offenkundig aus. Seitens NVIDIA wurde bereits die GeForce PCX Grafikfamilie vorgestellt. Diese basiert allerdings nicht auf Grafikchips mit nativer PCI-Express Schnittstelle, sondern verwenden einen sogenannten Bridge Chip, der auf AGP ausgelegte Chips PCI-Express tauglich macht. Dies ist zwar nicht die eleganteste Methode, spart aber vornehmlich Kosten, da kein Redesign der älteren Chips von Nöten ist. Entgegen der ursprünglichen Erwartung, dass solche Karten mit Bridge Chip nicht schneller als AGP 8x arbeiten können, werden sie dennoch die volle Bandbreite von PCI-Express x16 ausnutzen können.

Die NVIDIA GeForce PCX Famile setzt sich aus den Karten GeForce PCX 5300 (basierend auf NV34), GeForce PCX 5750 (basierend auf NV36) und GeForce PCX 5900 (basierend auf NV35) zusammen, wobei im unteren Preissegment noch die GeForce PCX 4300 dazu kommt. Laut den Kollegen von Beyond3D, welche auch Fotos der PCX Grafikkarten anzubieten haben, werden die Karten allesamt ein wenig langsamer als ihre AGP Vertreter auf den Markt kommen. Die PCX 5300 soll mit 250 MHz takten, die PCX 5750 mit 425 MHz und die PCX 5900 mit 350 MHz. Dies scheint allerdings noch nicht gesichert zu sein, so dass die Karten auch wie ursprünglich erwartet mit den gleichen Taktspezifikationen wie ihre AGP Kollegen daherkommen könnten.

Selbstverständlich konnte man auch von ATI PCI-Express Grafikkarten bewundern. Bei sehr vielen Partnern war eine RV380 Grafikkarte mit nativem PCI-Express x16 Interface zu finden. Die technischen Daten hierzu werden zwar nicht geliefert, man kann aber davon ausgehen, dass es sich um einen leicht höher getakteten RV360 Chip handelt. Die Kollegen von within games konnten weiterhin in Erfahrung bringen, dass der Half-Life 2 Gutschein auch weiterhin den Radeon XT-Karten beiliegen soll.

Bei S3 kündigte man im Zuge von PCI-Express auf der CeBit eine neue Grafikkartenserie names GammaChrome an. Die Namensnähe zum bereits bestehenden DeltaChrome Chip ist dabei beabsichtigt. Der GammaChrome soll auf dem DeltaChrome aufbauen und im Vergleich zum Vorgänger verbessert worden sein, so dass man vom GammaChrome eine leicht höhere Leistung erwarten darf, obgleich der Chip von der Grundarchitektur wohl kaum umgestrickt worden ist. Vielmehr haben wohl kleine Verbesserungen Platz im GammaChrome gefunden. Der GammaChrome wird als nativer PCI-Express Chip auf den Markt kommen. Für 2005 darf man dann eine gänzlich neue Architektur erwarten. Dieses Jahr soll noch der DeltaChrome F1 auf den Markt kommen, welcher nach bisherigem Plan im Mai sein Tape-Out haben wird.

Schlußendlich bleibt noch XGI über, welche es sich natürlich ebenfalls nicht nehmen lassen, auf den PCI-Express Zug mit aufzuspringen. Man wird allerdings keine nativen PCI-Express Chips zur Verfügung stellen, sondern vorerst auf einen Bridge Chip setzen. Zudem stellt man den Volari V3XT vor, ein Low-Cost DirectX 9 Beschleuniger.

Zu den Herstellern lässt sich bezüglich PCI-Express sagen, dass alle offenkundig auf PCI-Express setzen werden. NVIDIA und XGI setzen dabei vorerst auf Bridge Chips, wohingegen ATI und S3 (VIA) auf native PCI-Express Grafikchips bauen. Der Vorteil letzterer ist, dass sie bidirektional mit voller Geschwindigkeit Daten übertragen können, wohingegen sich eine Grafikkarte mit Bridge Chip die Bandbreite für Upstream und Downstream teilen muss. Der Bandbreitenvorteil der nativen Lösung dürfte sich allerdings vorerst nur in wenigen Szenarien bemerkbar machen, in Spielen wird PCI-Express vorerst wohl keinen Performanceschub bringen. In beiden Fällen darf jedoch davon ausgegangen werden, dass Grafikkarten, ob nun mit nativem oder per Bridge Chip realisiertem PCI-Express Interface, zunächst zu etwas höheren Preisen als ihre AGP Kollegen auf den Markt kommen werden.

Kommen wir nun zu den interessanteren Neuigkeiten und lassen PCI-Express mal außen vor. Mittlerweile ist es offiziell, dass der NV40 von NVIDIA am 13. April in den USA gelauncht wird, hierzulande wird es offiziell bis zum 14. April dauern. Der NV40 wird weiterhin in einem 0,13µm Prozess hergestellt und soll seitens IBM für NVIDIA produziert werden. Hiermit hören die Fakten zu dem Chip auch schon auf, alles nachfolgende kann nicht wirklich als gesichert angesehen werden.

Was man bisher annimmt, ist, dass der neue Chip von NVIDIA wirklich groß wird. Man munkelt diesbezüglich von 175 bis 210 Millionen Transistoren, was sich schließlich auch in einem großen Kern und einer hohen Verlustleistung wiederspiegelt. Hierzu gibt es auch passende NV40 Fotos (Digit-Life.com) bei den Kollegen, welche einen großen Kern und 2 Stromanschlüsse zeigen. Die Kollegen von Heise konnten sich sogar selber ein Bild von einem NV40 Grafikboard machen und berichten des weiteren, dass es vom NV40 wohl wieder eine normale und eine Ultra Version geben wird, welche sich im Takt unterscheiden werden. Der verbaute GDDR3 Speicher stammte von Samsung und war bei dem dortigen Board mit 500 MHz spezifiziert. Für die Ultra Version geht man allerdings von 600-700 MHz GDDR3 Speicher aus. Der Chiptakt dürfte sich zwischen 450 und 500 MHz bewegen.

Bezüglich der Architektur scheiden sich nun die Geister. Man kann von einem 8x1 Design über ein 8x2 Design bis hin zu einem 16x1 Design alles im Netz finden, wobei letzterem teilweise auch noch 32x0 zugesprochem wird. Gleiches ist beim 8x2 Design der Fall, welches den Gerüchten nach wie ein 16x1 Aufbau arbeiten kann (je nach Situation). Versuchen wir ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Zunächst einmal darf man sich nicht mehr stur am alten Aufbau Rendering-Pipelines x TMUs festhalten, um die Leistung eines Grafikchips beurteilen zu können. NVIDIA hatte bereits mit dem NV3x Design gezeigt, dass dieses je nach Erfordernissen wie ein 8x1 Design arbeiten kann, obwohl im Grunde nur ein 4x2 Design vorliegt (vereinfacht gesagt). Dem NV40 wird nun zugesprochen, dass es sich um ein 8x2 Design handelt, welches in bestimmten Fällen auch wie ein 16x1 Design arbeiten kann. Weiterhin wird ihm zugesprochen, dass er ein reines 16x1 Design vorweist. Zusätzlich wird ihm noch nachgesagt, dass das 16x1 Design in bestimmten Fällen wie ein 32x0 Design arbeiten soll, sprich 32 Z-Pixel pro Takt (ohne Texturen oder Farbwerte). Man erkennt, dass es diesbezüglich absolout keine Klarheit gibt, die Gerüchteküche TheInquirer gibt ihr übriges dazu. ;-)

Wie dem auch sei, man wird sich bezüglich der Spezifikationen noch ein wenig gedulden müssen, oder man unterschreibt ein NDA, darf dann aber nicht darüber berichten. Es scheint bezüglich des NV40 aber festzustehen, dass dieser nun auch 4xRGMSAA bieten wird, so wie ATI mit dem R300 vorgemacht hat. Ob auch 16x anisotroper Filter hinzukommen wird, ist noch nicht bekannt, man überlege aber, wie die Kollegen von within games berichten, volle trilineare Filterung mit einer Coolbits ähnlichen Methode freischalten zu können, was wir natürlich nur begrüßen würden. Zudem will man auch auf eine Single-Slot Kühllösung setzen, welche weniger Lärm verursachen soll wie die bisherige Konstruktion der GeForceFX 5950 Ultra. Als Name für NV40 Grafikkarten könnte folgemäßig GeForceFX 6800 in Frage kommen.

Schwenken wir nun von den vielen NVIDIA NV40 Gerüchten zum ATI R420 um. Dabei fallen wir regelrecht in ein tiefes Loch, da ATI angeblich eine NDA-Nachrichtensperre über den R420 gehängt hat. Neu zum R420 ist lediglich das Gerücht, dass dieser mit 12 Rendering-Pipelines ausgestattet sein könnte, anstatt mit ursprünglich angenommen 8 "extreme" Rendering-Pipelines. Dem R423 wird bei within games sogar nachgesagt, dass er mit 16 Rendering-Pipelines auf den Markt kommen könnte. Ansonsten lassen sich keine wirklich neuen Informationen zum R420 finden. Weiterhin kann man nur festhalten, dass es sich um einen 0,13µm Chip handelt, produziert von TSMC. Dazu sollen sich Shader 2.X gesellen und ein größerer Vertex-Shader.

Leistungsprognosen über die beiden Chips von ATI und NVIDIA sind anhand der teils recht verwirrenden Informationen schwierig. Um ein klareres Bild zu bekommen, muss man wohl noch ein wenig warten und mehr Informationen sammeln. Nachfolgend noch ein paar Links zu Grafiktreibereien auf der CeBit.

NV40 Fotos (Digit-Life.com)
CeBit 2004 "Day One" (within games)
CeBit 2004 "Day Two" (within games)
CeBit 2004 "Day Three" (within games)
CeBit 2004 "Day Four" (within games)
CeBit Graphics Report (Beyond3D)
NV40 Benchmarks (Beyond3D Forum)
[mg]

CeBIT: U.S. Robotics steigert WLAN Datenraten auf 125Mb/s

U.S. Robotics, der Hersteller von Netzwerkgeräten gab im Rahmen der diesjährigen CeBIT in einer Pressemitteilung bekannt, dass man ab Juni für alle WLAN-Devices der 100 Mbps WLAN Turbo Produktfamilie ein Firmwareupgrade zur Verfügung stellt, mit dem die maximale Datenübertragungsrate auf 125Mb/s angehoben wird. Wie bereits zur Einführung der 100 Mbps Wireless Turbo Produktreihe mit Accelerator Technology, so gewährleistet U.S. Robotics auch mit dem Firmware-Upgrade und der nachfolgenden 125 Mbps WLAN Produktreihe die vollständige Abwärtskompatibilität zu allen firmeneigenen 54 Mbps 802.11g, 22 Mbps 802.11b und 11 Mbps 802.11b Geräten, aber auch zu Wireless LAN Produkten anderer Hersteller. Im Vergleich zu anderen WLAN Technologien benötigt und transportiert die von U.S. Robotics exklusiv entwickelte Accelerator Technologie alle Datentransfers über nur einen Kanal, was eine noch schnellere Datenübertragung zwischen verschiedenen Netzwerken und Netzwerk-Anwendern ermöglichen soll.

Das kostenlose Upgrade kann, sobald es verfügbar ist, hier für die Modelle 802.11g Wireless Turbo Access Point & Router (USR8054), 802.11g Wireless Turbo Multi-Function Access Point (USR5054), 802.11g Wireless Turbo PCI Adapter (USR5416) und 802.11g Wireless Turbo PC Card (USR5410) bezogen werden. Bereits im Laufe des 2. Quartals werden neu ausgelieferte Geräte der Serie mit der neuen Technologie ausgestattet sein.
[tm]

Montag, den 22. März 2004

Neuer Artikel online: BTX unter der Lupe

Neben den neuen Sockeln von AMD und Intel scheinen es sich die Hersteller dieses Jahr auf die Fahnen geschrieben zu haben, auch in anderen Bereichen auszumisten und vermeintlich überholte Technik durch zeitgemäßere zu ersetzen. So wird nicht nur der altgediente AGP Sockel gegen Ende des Jahres für PCI-Express das Feld räumen müssen, sondern auch der bereits seit etlichen Jahren existente und nie wesentlich veränderte ATX Formfaktor soll, wenn es nach dem Willen von Intel geht, ab Ende diesen Jahres der Vergangenheit angehören.

Und so hätte man auf der diesjährigen CeBIT eigentlich erwarten dürfen, an allen Ecken diesen kommenden Standard anzutreffen. Mit neuen Eindrücken und Bildern von der diesjährigen CeBIT (auf der BTX vor allen Dingen dadurch auffiel, dass es praktisch nirgends zu sehen war) versehen, wollen wir uns in unserem Artikel nun etwas genauer mit BTX und den damit einhergehenden Neuerungen beschäftigen und versuchen, diese zu beurteilen.

zum Artikel
[rg]

Neues Nano-ITX Mainboard von VIA

Mit einer erstaunlich geringen Größe von 12 x 12 cm demonstrierte VIA im Rahmen der CeBIT das neue Nano-ITX Motherboard der Epia N-Serie. Es verfügt entweder über einen aufgelöteten 1 GHz oder 800 MHz Eden-N Prozessor. Dieser arbeitet mit dem CN400 Chipsatz zusammen, welcher mit Hilfe der integrierten S3 UniChrome Grafik auch einfachen Grafikansprüchen im Office-Betrieb oder als Multimedia-Plattform im Wohnzimmer genügen dürfte. Als leise Spieleplattform stellt das System jedoch keine ideale Basis dar.

Der Eden Prozessor soll nach Angaben von VIA nur 2,5 Watt bei 533 MHz beanspruchen und ermögliche auch bei höheren Taktraten von bis zu einem Gigahertz noch den passiven und folglich geräuschlosen Betrieb. Weiterhin unterstützt die Platine bis zu 1 GB DDR400 Speicher in Notebook-üblichen SODIMMs und erlaubt in Zusammenarbeit mit der VT8237 Southbridge den Anschluss von Geräten am Backpanel für VGA, USB 2.0, 10/100 Mbit/s Ethernet sowie Audio, S-Video und S/PDIF. Zum Anschluss diverser Speicherkomponenten steht sowohl ein Serial-ATA als auch Parallel-ATA Controller bereit. Wer später eventuell noch mit Erweiterungen liebäugelt, dürfte jedoch enttäuscht werden, außer einem Mini-PCI Steckplatz und dem besagten SODIMM gibt es keine Ausbaumöglichkeiten.

Ausliefern will man das Mainboard im Laufe des zweiten Quartals.
[rl]

Sonntag, den 21. März 2004

Neuer Artikel online: Intel Pentium 4 3.4E GHz

Nachdem beim seinerzeitigen Prescott-Start das 3.4 GHz Prescott-Modell von Intel nur angekündigt wurde, ist nun heute der offizielle Launch dieses Prozessors. Da außer der reinen Takterhöhung um 200 MHz nichts besonderes am neuen Prozessor ist, geht unser Artikel in erster Linie der Frage nach, wo sich der 3.4 GHz Prescott gegenüber den Athlon 64 3200+/3400+, Athlon 64 FX-51/53, Pentium 4 Northwood 3.2/3.4 GHz, Pentium 4 Extreme Edition 3.2/3.4 GHz Prozessoren sowie letztendlich dem Pentium 4 Prescott 3.2 GHz Prozessor einordnen kann, zusätzlich gewürzt mit teils sehr interessanten Skalierungs-Benchmarks des Prescott- gegenüber dem Northwoood-Core.

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[rg]

Samstag, den 20. März 2004

Windows XP Service Pack 2 RC 1 erschienen

Das fertige und fehlerfreie Service Pack 2 für Windows XP, welches schon seit einer ganzen Weile auf sich warten lässt, soll zwar erst im Juni auf den Servern zum Herunterladen bereit stehen, doch bis dahin hat Microsoft der wartenden User-Gemeinde schon einmal vorab eine Entwicklerversion zum Testen zur Verfügung gestellt. Verfügbar seit gestern enthält das Service Pack 2 RC1 einige Updates, die bestehende Sicherheitslöcher im Microsoft'schen Windows Betriebssystem beheben sollen. Nicht zuletzt versucht man die häufig in den Schlagzeilen zu findenden Lücken durch eine neues Feature zu beheben – vielversprechend Security Center genannt. Gespickt mit Funktionen für noch einfachere System-Updates, Virenschutz und Tools zur Konfiguration der Firewall soll es zunächst dem schwierigsten Feind "Internet" zu Leibe rücken, aus dessen Kluft immer wieder tiefgreifende Eingriffe in die Privatsphäre des Anwenders möglich werden.

Auf diesen Weg will der Software-Riese unterstützt mit automatisierten Updates seine Geißlein noch besser vor dem bösen Wolf schützen, welcher sich insbesondere, seit dem er den Bauplan des vermeindlich sicheren Heimes kennt, immer häufiger zu Attacken verleiten lässt. Ob das Service Pack 2, wenn es denn im Juni endlich erscheint, tatsächlich komplett aus einsturzsicherem Stein gebaut sein wird oder die Hintertür weiterhin aus Stroh besteht, bleibt vorerst noch abzuwarten. Zumindest scheinen anschließend einige Bewohner einen neuen Schlüssel für das ausgewechselte Schloss zu benötigen, von dem zum derzeitigen Zeitpunkt wohl noch keiner sicher sagen kann, ob er überhaupt passend geschliffen werden kann.

Obgleich Microsoft mit dem längst überfälligen zweiten Service Pack einen wichtigen Schritt zur Besserung geht, sind Teile der Umsetzung durchaus noch fraglich. Was nützt schließlich eine Firewall, die von außen nichts mehr hinein lässt, wenn nebenan am Fenster ein Browser steht, der voller Genugtuung jedem Eintritt gewährt, der nur mal lieb fragt? Auch dürfte die tägliche Suche nach Betriebssystem-Updates kaum einen Sinn haben, wenn der Software-Konzern selbst nur einmal im Monat neue Patches bereit stellt. Vielleicht sollte man doch nebenbei an der Informationspolitik arbeiten und dem Anwender bewusster machen, dass er sich vorher überlegen sollte, welche Anwendungen er ausführt und welche IchLiebeDich.txt.exe Briefe er wirklich lesen will.

Doch bis Juni ist noch Zeit. Zeit, letzte Fehler zu bereinigen und Zeit, auch sonst noch so einiges zu ändern. Bis dahin seien dem interessierten Anwender nachfolgend aufgeführte, meist jedoch englische Seiten empfohlen, um sich selbst über das Service Pack ein Bild zu machen, ohne es erst auf dem eigenen System installieren zu müssen.

    * Offizielle Microsoft Seite zum XP Service Pack 2 RC1
    * Screenshots bei Paul Thurrott's SuperSite for Windows
    * Artikel bei Microsoft Watch
    * Windows XP SP2 RC1 Review bei IamNotAGeek
[rl]

Weitere Details über Intels zukünftige CPU-Bezeichnungen

Zu Intels Plänen, die eigenen Prozessoren in Zukunft ähnlich wie beim Konkurrenten AMD mit bestimmten Bezeichnungen zu versehen (wir berichteten), sind nun genauere Informationen bekannt geworden. Konkret wird es also nach Angaben der X-bit labs darauf hinaus laufen, dass der bisher als Pentium 4 mit 3,2 GHz erhältliche Prozessor schließlich als Pentium 4 540 im Handel gelistet sein wird. Das 3,0 GHz Modell wird entsprechend als Pentium 4 530 bezeichnet werden.

Das neue Bezeichnungsschema bietet zunächst einmal einen guten Überblick über die Performance der einzelnen Prozessoren im Vergleich zu den anderen Modellen und scheint für den Anfang auch im Verhältnis zur Geschwindigkeit angebracht zu sein. Während sich die Modell-Nummern beim Pentium 4 pro 200 MHz um 10 Zähler erhöhen, steigen die Angaben des Celeron nur in fünfer Schritten, was aufgrund der niedrigeren Performance bedingt zum Beispiel durch den kleineren Cache durchaus gerechtfertigt ist.

300 500 700
Desktop Celeron Pentium 4 Pentium 4 Extreme Edition
3,8 GHz - 570 -
3,6 GHz - 560 -
3,4 GHZ - 550 -
3,2 GHz - 540 -
3,0 GHz - 530 -
2,93 GHz 340 - -
2,8 GHz 335 520 -
2,66 GHz 330 - -
2,53 GHz 325 - -

Auffällig ist auch das Rating des Pentium-M, der jetzt noch deutlicher in der Gruppe der Highend-Prozessoren positioniert ist. Über seine derzeitige Position in der 700er Reihe, direkt auf gleicher Höhe mit dem Pentium 4 Extreme Edition, darf jedoch diskutiert werden.

Eingeführt werden soll das neue Rating-System mit dem Release der neuen Pentium-M Prozessoren auf Dothan-Basis im Mai. Obgleich die bisher üblichen Angaben über die echte Frequenz nicht entfallen sollen, bleibt abzuwarten, wie gut die Umstellung auf dem Markt akzeptiert wird. Zudem kann man gespannt sein, ob sich Intel mit den Modell-Bezeichnungen nur auf den Desktop- und Mobile-Sektor beschränkt, oder später eventuell auch seine Serverprozessoren wie den Xeon mit einbeziehen wird.

300 500 700
Mobile Celeron-M Pentium 4-M Pentium-M
2 GHz - - 755
1,8 GHz - - 745
1,7 GHz - - 735
1,6 GHz - - 725
1,5 GHz 340 - 715
1,4 GHz 330 - -
1,3 GHz 320 - -

Interessant könnte der neue Weg auch für den langjährigen Gegenspieler AMD sein, der schon seit einiger Zeit seine Prozessoren mit speziellen Bezeichnungen versieht. Hier lag allerdings zunächst bei den Athlon XP und Athlon 64 CPUs die Vergleichbarkeit zu Intel im Vordergrund, die insbesondere im Heimbereich durch ihre deutlich höheren Frequenzen einige Vorteile einstreichen konnten. Demnächst dürfte sich die Vergleichbarkeit zwischen beiden Herstellern nochmals deutlich schwieriger gestalten, denn wer weiß schon auf den ersten Blick, ob nun ein Athlon 64 FX-53 ein Athlon 64 3400+ oder ein Pentium 4 550 der schnellere ist?
[rl]

Freitag, den 19. März 2004

Neue SiS Chipsätze für Athlon 64 und Pentium 4

SiS präsentierte im Rahmen der CeBIT nun offiziell die zwei neue Chipsätze für Pentium 4 und Athlon 64. Die SiS 656 Northbridge für Intels P4 unterstützt nun DDR2-SDRAM mit einer Datenrate von bis zu 667 MHz, sowie die neue PCI Express Schnittstelle als Nachfolger von AGP 8X. Für AMDs 64 Bit-Veteranen stellt der taiwanische Chipentwickler den neuen SiS 756 Chipsatz bereit, welcher Support für das Hypertransport-Protokoll mit bis zu 1000 MHz Bustakt sowie ebenfalls PCI Express mitbringt. Er arbeitet mit DDR400 SDRAM zusammen, dessen Interface-Controller sich jedoch direkt im Prozessor befindet.

Sowohl der 656 als auch der 756 sollen mit der SiS 965 Southbridge kombiniert werden, welche bis zu acht USB 2.0 Ports, Gigabit Ethernet und vier Serial- beziehungsweise Parallel-ATA Geräte ansteuern kann. Während sich erstgenannter bereits in der Produktion befindet und noch im Mai ausgeliefert werden soll, befindet sich der 756 noch in der Testphase.
[rl]

Kingston präsentiert DDR2 Module auf der CeBIT

Auf der gestern eröffneten Computer und Elektronik Messe CeBIT in Hannover präsentiert Kingston eine Auswahl erster DDR2-Speichermodule mit Datenraten von 400 und 533 MHz. Das Unternehmen sieht die die Vorteile der Nachfolgetechnologie des traditionellen und weit verbreiteten DDR-I SDRAMs insbesondere in seiner geringeren Stromaufnahme, die laut Kingston teilweise nur noch halb so groß sei, und in der daraus folgenden geringeren Wärmeentwicklung. Zudem hebt man die höhere Geschwindigkeit hervor, die jedoch tatsächlich erst ab deutlich höheren Frequenzen von zum Beispiel 667 MHz DDR zum tragen kommen dürfte. Deren Markteinführung dürfte allerdings noch eine Weile auf sich warten lassen.

DDR-II Speicher ist nicht kompatibel zu herkömmlichen DDR-I DIMMs und kann daher nur auf Mainboards eingesetzt werden, welche diese neue Technologie auch unterstützen. Die Module benötigen statt 2,5 – 2,8 Volt nur noch 1,8 V und besitzen im deutlich mehr Pins.

Kingston bietet zukünftig DDR2-400 und DDR2-533 Registered DIMMs, Unbuffered DIMMs sowie SODIMMs an, welche über Kapazitäten von 256/ 512 und 1024 MB verfügen werden. In Zukunft will das Unternehmen DDR-II Speicher in allen etablierten Formfaktoren ausliefern. Mit einer marktbeherrschenden Verbreitung der neuen Technologie rechnet man allerdings erst ab 2005. Bis dahin dürften auch weiterhin DDR-I Module das Bild im Handel dominieren.
[rl]

Mozilla 1.7 Beta freigegeben

Von der Open-Source Mozilla Suite wurde nun die Version 1.7 Beta zum Testen freigegeben. Die Mozilla Organisation führ hier mehrere neue Features und Fixes auf, welche in der Version 1.7b enthalten sind. Zum Beispiel hat man jetzt die Möglichkeit, auf Webseiten, die per JavaScript das Kontextmenü unterdrücken, diese Funktion zu umgehen.

Auch "unter der Haube" wurde die Suite verbessert. So will man die Größe des Pakets um 5 Prozent veringert haben, wohingegen sich der Seitenaufbau um 9 Prozent beschleunigt haben soll. Auch der Start soll im Vergleich zu Mozilla 1.6 um 7 Prozent schneller ablaufen und Fenster sollen sich um 8 Prozent schneller öffnen.

Wer Interesse hat, kann sich den Browser für Windows, Mac OS X und Linux hier direkt bei Mozilla.org herunterladen. Die Release Notes kann man hier einsehen.
[mg]

NV40 am 13/14. April

Nach ExtremeTech und den Kollegen der ComputerBase soll der NV40 von NVIDIA am 13. bzw. 14 April vorgestellt werden. ExtremeTech berufen sich hier auf NVIDIA nahe Quellen, wohingegen die Kollegen der ComputerBase diese Informationen aus Herstellerkreisen erhalten haben.

Allerdings gibt es bezüglich des NV40 Starttermins auch gleichzeitig die Einschränkung, dass vorerst wohl nur Grafikkarten der Quadro-Reihe auf den Markt kommen werden und sich Grafikkarten für den Massenmarkt wohl noch ein wenig verzögern dürften.
[mg]

Donnerstag, den 18. März 2004

Neuer Artikel online: Athlon 64 FX-53

Nachdem Intel bei der Prescott-Vorstellung auch einen neuen (Northwood-basierenden) Pentium 4 Extreme Edition mit immerhin 3.4 GHz Taktrate präsentiert hat, welcher in einigen Disziplinen neue Leistungsrekorde errang, war nunmehr wieder AMD an der Reihe, entsprechend nachzulegen. Am heutigen 18. März tut dies AMD in Form des Athlon 64 FX-53 mit 2.4 GHz Taktrate. Dieser Prozessor ist zudem der erste, welcher im vieldiskutierten CG-Stepping antritt. Ob dies dem neuen AMD-Prozessor helfen kann und wie der Vergleich zu Pentium 4 Extreme Edition, regulärem Pentium 4 und Athlon 64 ausgeht, ergibt sich aus den umfangreichen Benchmarks unseres Launch-Artikels.

zum Artikel
[rg]

AMD führt neue Athlon 64/ FX und Mobil Prozessoren ein

Ohne großen Rummel hat der Prozessor- und Chipentwickler Advanced Micro Devices neue CPUs aus dem Desktop Bereich und dem mobilen Sektor in sein Sortiment aufgenommen. Schon vor einiger Zeit gab es Diskussionen um die unterschiedlichen Bezeichnungen der Prozessor-Kerne, als AMD weitere Modelle mit halbiertem L2-Cache hervorbrachte. Eigentlich sollte laut Roadmap erst der Newcastle mit dieser Cachegröße erscheinen. Später bestätigte sich, dass es sich lediglich um einen handelsüblichen Clawhammer-Kern mit teilweise deaktiviertem L2-Cache handelte.

Letztendlich erblickte nun doch der Newcastle das Licht der Welt und wird noch im zweiten Quartal den Handel erreichen. Sie sollen als 2800+, sowie als 3000+ und 3200+ eingeführt werden, sodass folglich letztere beiden Modelle zunächst in doppelten Ausführungen erhältlich sein werden. Der Unterschied besteht im Wesentlichen nun darin, dass die älteren Varianten zwar den zweifachen Zwischenspeicher besitzen, dafür aber mit 200 MHz weniger arbeiten. (Der Athlon 64 3200+ dann zum Beispiel mit 2,0 GHz bei 1 MB Cache und 2,2 GHz bei 512 KB.) Vom 2800+ sind bisher als Einzigsten bei AMD noch keine Information zu finden.

Ob dem Newcastle aufgrund der verbesserten Fertigung spürbar bessere Overclocking-Eigenschaften zugesprochen werden können, bleibt noch abzuwarten. Auch längerfristig sollte der Prozessor-Core kaum deutlich Taktraten zulassen, als sein Vorgänger. Denn bereits zum Ende des Jahres soll im Athlon 64 4000+ ein weiterer Kern namens Winchester verbaut werden, welcher schließlich in 90 Nanometer Strukturen gefertigt werden soll. Da dieser wohl mit 2,6 GHz arbeiten wird, dürften vorerst kaum Ansprüche des Herstellers bei der Skalierbarkeit entstehen.

Es lässt sich vermuten, dass der Athlon 64 Newcastle durch seine schnellere Frequenz einen leichten Vorteil gegenüber seinem Namens-Vetter mit gleicher Bezeichnung, größerem Cache, aber geringerem Takt besitzen müsste. Gerade unser letzter Artikel mit dem Athlon 64 3000+ und 3200+ im Vergleich belegte, dass der Cache durchaus eine wichtige Rolle einnimmt, wohl aber bei vielen Anwendungen kaum 200 MHz Taktrückstand ausgleichen kann.

Weiterhin hat AMD heute die Preisliste um den Athlon 64 FX-53 ergänzt, welcher zum Preis von 733 US-Dollar ausgeliefert werden soll. Er arbeitet mit 2,4 GHz und besitzt 1 MB L2-Cache. Im mobilen Bereich führte das Unternehmen zudem den Athlon XP-M 2100+ Prozessor ein, welcher im Low-Power Segment die Spitze vor dem bisherigen XP-M 2000+ einnimmt und mit 97 US-Dollar als Großhandelspreis zu Buche schlägt.
[rl]

Mittwoch, den 17. März 2004

Neue Grantsdale und Alderwood Mainboards von Albatron

Der Mainboard-Hersteller Albatron wird diese Woche neue Mainboards für den Pentium 4 präsentieren, welche auf dem i915G Grantsdale Chipsatz sowie dem neuen i925P Alderwood Chipsatz von Intel basieren. Beide Chipsätze sollen nach letzten Informationen in Bälde offiziell freigegeben werden. Für den Mainstream plant Albatron die Grantsdale Reihe mit FSB800, DDR400 sowie PCI Express Grafikschnittstelle und Serial-ATA Unterstützung. Weiterhin besitzt der 915G eine integrierte Grafikeinheit, die Funktionen zur Ansteuerung zweier Monitore bietet. Alternativ will man aber auch Modelle mit 915P Chipsatz anbieten, welche im Wesentlichen auf die Grafikeinheit verzichten.

Dagegen spezialisierte sich das Unternehmen mit den Alderwood Modellen vor allem auf den Highend-Markt und setzt hier schon auf die neue DDR-II Speichertechnologie mit effektiven 533 MHz. Zusätzlich finden sich natürlich auch die obligatorische Unterstützung für Intels aktuellste Prozessor-Familie mit FSB800 sowie PCI Express anstelle des traditionellen AGP 8X Steckplatzes. Auch USB 2.0, Ethernet, Serial-ATA und die Azalia Audio Funktionalität fanden auf den Motherboards ihren Platz.

An den Handel will Albatron die Platinen, welche bereits den neuen LGA775 Sockel besitzen, im zweiten Quartal liefern, einen empfohlenen Endkundenpreis wollte man allerdings noch nicht nennen.
[rl]

Dienstag, den 16. März 2004

Tragbarer 17 Zoll TFT Monitor und Komplett-Barebones von Shuttle zur CeBIT

Im Rahmen der deutschen Elektronikmesse CeBIT in Hannover wird der taiwanische Hersteller Shuttle zahlreiche Neuerungen vorstellen, welche das bisherige Produktsortiment um einige Gebiete erweitern. So will man zukünftig neben Mainboards und Mini-Barebone Systemen auch vollausgestattete Kompett-Multimedia-Systeme auf Basis der eigenen Kleinstsysteme vertreiben. Sie sollen alle Bereiche von Einsteigern bis Profis sowohl im Spielesektor als auch im Business und Homebereich abdecken.

Zusätzlich kündigte das Unternehmen sein eigens entwickeltes 17 Zoll großes TFT Display an, zu dessen detaillierten Angaben man sich allerdings noch zurück hält. Das XP17 soll jedenfalls durch hohe Bildfrequenzen und kurze Response-Zeiten überzeugen. Des Weiteren unterscheidet es sich durch seinen Aufbau mit integriertem Aluminiumgriff, der es besonders für den mobilen Einsatz interessant machen soll.


Neben den Komplett-Systemen und dem Einstieg ins Monitor-Geschäft wird Shuttle auch neue Modelle der XPC Serie vorstellen, die sowohl mit einem frischeren und in sich schlüssigerem Design in Form des SS56L als auch kleineren Ausmaßen aufwarten, wie zum Beispiel das ZEN XPC ST62K, welches im Hinblick auf die Laufruhe besonders für das Wohnzimmer optimiert wurde. Weiterhin befindet sich die 64-bit Lösung für den Athlon 64 unter dem Namen XPC SK83G mit integrierter Grafik, Ethernet und Serial-ATA im neuen Programm.

Noch ausführlichere Informationen zu den Produkten werden voraussichtlich zu Beginn der CeBIT bekannt gegeben werden.
[rl]

Intel mit Model Rating

Momentan kann man vielerorts im Netz davon lesen, u.a bei den Kollegen vom 3DCenter, dass Intel ein Model Rating für ihre Prozessoren einführen wird, wie es bei AMD schon seit langem zur Leistungseinordnung der Prozessoren genutzt wird. Das ganze soll sich "Processor Number" nennen und soll aus dreiteiligen Zahlen bestehen und sich in 3 Klassen in Form von 3xx, 5xx und 7xx unterteilen. Die 7xx Zahlen sollen für High-End Prozessoren stehen und sich beim Pentium 4 Extreme Edition sowie beim Pentium-M wiederfinden. Die 5xx Zahlen sind für den Mainstreambereich gedacht und für den Pentium 4 Prozessor vorgesehen. Der Celeron soll im Value Segement die Zahlen 3xx abbekommen:

  • 7xx ... HighEnd: Pentium 4 Extreme Edition, Pentium-M
  • 5xx ... Mainstream: Pentium 4
  • 3xx ... Value: Celeron

Von der realen MHz Angabe will Intel allerdings keinen Abstand nehmen, vielmehr sollen die Zahlen einen Zusatz darstellen, mit welchem vor allem Laien die Geschwindigkeit des Prozessors besser einordnen können. Man kann hier vermuten, dass in den dreiteiligen Zahlen Informationen zum FSB, Cache Größen und Hyper-Threading mit einfließen. Auch der Sockeltyp könnte zum Beispiel eine Rolle spielen.

Für den Laien dürften diese Zahlen durchaus fruchten, kann man sich eine dreiteilige Zahl doch deutlich besser merken als die heute gängigen Angaben zu Cache & Co., ganz abgesehen davon, dass auch Vergleiche einfacher werden. Der Grund für die Einführung des Model Ratings liegt angeblich aber nicht darin, dem Kunden eine bessere Übersicht zu gewähren, sondern vielmehr in schlechten Verkaufszahlen des Pentium-M, trotz großer Werbekampanien seitens Intel. Der Pentium-M hat eine ausgezeichnete Pro/MHz Leistung, ist derzeit aber nur mit maximal 1,7 GHz zu haben, wohingegen der stärkste Pentium 4 Prozessor mit doppelt so viel GHz unterwegs ist. Aus diesem Grunde wird Intel vermutlich zum Start des Dothan Pentium-M Prozessors in 0,09µm im 2. Quartal das Rating einführen, um den Kunden so den neuen Prozessor und dessen Leistung schmackhaft machen zu können. Später werden dann vermutlich die anderen Modelle folgen, obgleich die Einführung des Rating noch nicht als sicher angesehen werden darf.
[mg]

Webweites

Die vertikale Bildschirmsynchronisation - zum Benchmarken wird sie abgestellt, doch im normalen Spielbetrieb kann sie einige Vorteile bieten. Was dabei u.a. in Abhängigkeit von der Bildwiederholrate beachtet werden muß, beleuchtet das 3DCenter unter der Fragestellung "Was heißt 'VSync' - und wie wendet man es an?". Für die technisch Versierten gibt es zusätzlich noch den dritten Teil der Abhandlung zum Floating-Point-Format.

DVD-Brennen mit bis zu 4facher Geschwindigkeit ist inzwischen Mainstream, der logische nächste Schritt waren die ersten 8fach-Brenner. Insgesamt vier Testkandidaten dieser neuen Geschwindigkeitsklasse hat Au-Ja! hinsichtlich der tatsächlichen Brenn- und Lesegeschwindigkeiten sowie der Fehlerraten unter die Lupe genommen, wobei drei Geräten nichts Negatives nachgesagt werden konnte.

Des gleichen Themas hat sich die Computerbase angenommen und zwei Vertreter der aktuellen Brennergeneration durchgetestet. Auch hier wurden keine wesentlichen Schwächen gefunden. Allenfalls um die Verfügbarkeit entsprechender Highspeed-Rohlinge sieht es z.Zt. noch schlecht bestellt aus.

Die LostCircuits haben bekanntermaßen ein Faible für die kompakten SFF-XPCs von Shuttle und so verwundert es nicht, dass mit dem Shuttle ST62K nun auch der neueste Vertreter den Weg dorthin gefunden hat. Basierend auf dem integrierten ATi Radeon 9100 IGP (RS300) für den Pentium 4 bleiben in Punkto Multimedia keine Wünsche offen, allerdings sollte sich der Spielefreak nach einer Alternative umsehen, denn ein AGP-Slot findet sich ebenso wenig auf dem kleinen Mainboard wie ein FDD-Port oder Serial-ATA. Dafür setzt der ST62K seine Akzente neben dem überarbeiteten Design eindeutig in der deutlich reduzierten Geräuschkulisse, die bisher nicht bei allen Shuttle XPCs zur Zufriedenheit ausfiel. Doch hier sorgen ein externes, lüfterloses Netzteil und ein entkoppeltes Heatpipesystem für wirklich leises Betriebsverhalten. Eine weitere Besonderheit ist der externe Clear-CMOS-Schalter, der ein Öffnen des Gehäuses im Falle des Falles überflüssig macht.

Beim Planet 3DNow! wurde ein ziemlicher Exot unter den Athlon 64-Boards getestet. Das Soyo K8USA Dragon Ultra basiert nämlich auf dem ALi M1687/M1583 Chipsatz, dessen Northbridge auch als AMD 8151 bezeichnet werden könnte, da diese 1:1 von Acer Labs einlizensiert worden ist. Angesichts der umfangreichen Ausstattung und der guten Performance - Platz zwei zwischen K8T800 und nForce3 150 - ist Soyos neuester Streich auf jeden Fall einen Blick wert, allerdings sollte beim Kauf dringend auf die Revisionen von Southbridge bzw. Serial-ATA-Chip geachtet werden, da ansonsten der Serial-ATA-Betrieb nicht möglich sein dürfte - mehr dazu im Test selbst. Mit dem neuesten BIOS funktionierte aber dann sogar Cool'n'Quiet und statt der "Goldenen Himbeere" gab's dann doch noch einen Award ;-).

Die Kollegen von TweakPC haben ihr Roundup externer Festplattengehäuse um die Icy Box erweitert. Preislich im unteren Bereich des Testfeldes gelegen fand sich insbesondere bei Nutzung des FireWire-Anschlusses eine sehr gute Performance, sodass sich mit der Icy Box ein erster Testsieger in besagtem Roundup abzeichnet.

Ein nettes Strategiespiel scheint Castle Strike zu sein, das sich die Spieleflut angesehen hat. Drei Kampagnen à acht Missionen spielen im Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England. In einem sehr einfach gehaltenen Wirtschafts- und Aufbaupart wird zunächst die eigene Festung erbaut, um dann das zu tun, warum man solche Spiele spielt, nämlich das Belagern und Herumschlagen mit der Gegenseite. Dies wird dann optisch anspruchsvoll und recht abwechslungsreich erledigt.

Unsere Partner von WinTotal haben eines der ganz wenigen maßgeschneiderten Antivirentools für Heimnetzwerke unter die Lupe genommen. Die häufig praktizierte Lösung, ein Produkt mit Einzelplatz-Lizenz einfach auf allen Rechnern des Netzwerks zu installieren, ist weder rechtlich einwandfrei noch sonderlich komfortabel, da z.B. die Updates für jeden Client einzeln durchgeführt werden müßten. Große Netzwerke setzen hier auf den Client/Server-Betrieb. Das GDATA AntiVirenKit 2004 für Heim-Netzwerke stößt in diese Marktlücke vor und bietet ebendiese komfortable Bedienbarkeit zusammen mit Lizenzen für drei Rechner. Im Test konnte die zentrale Verwaltung des Programms ebenso überzeugen wie ein hoher Virenschutz durch zwei Scan-Engines. Die Email-Unterstützung erwies sich hingegen als kompliziert zu konfigurieren.
[vw]

Serial ATA Produktoffensive bei Silicon Image

Silicon Image, Hersteller von Festplatten- und RAID-Controllern plant mit neuen Onboard-Controllern eine große Modelloffensive für das laufende Jahr. Da man bis Ende dieses Jahres einen Anteil von rund 60% der Serial ATA-Technologie an gesamten Fetplattenmarkt erwartet und man neuen Standards wie PCI-Express gerecht werden muss, will sich Silicon Image hiermit einen großen Anteil des Kuchens bei den Mainboardherstellern sichern. Uns wurden diesbezüglich Informationen zugespielt, womit wir in den kommenden Monaten bei neuen Mainboards, z.B. mit dem von Silicon Image explizit angesprochenen Intel Grantsdale ausgestattet, rechnen können.

Zum Einen wird es mit dem Sil3611 einen Controllerchip geben, der es den Mainboardherstellern erlaubt, einige der Serial-ATA Anschlüße des ICH6 als reguläre IDE-Schnittstellen mit Support für UDMA133 auszuführen. Damit werden die Hersteller flexibler, da der ICH6 ja von Haus aus nur noch einen parallelen Festplattenanschluß hat.


Als weitere Produkte werden wir mit dem Sil3512 einen Nachfolger des Sil3112A zu Gesicht bekommen. Die herausragenden Features des zum Vorgänger softwarekompatiblen Modells werden eine aktualisiere PCI-Revision und Native Command Queuing sein. Es bleibt dabei bei zwei Anschlüssen für serielle Massenspeichergeräte. Forciert werden soll damit auch die Einsatzmöglichkeit von SATA zum Anschluß externer Geräte, um PC-Gehäuse kleiner zu machen und eine größere Übertragungsgeschwindigkeit als USB- oder Firewire-Lösungen zu bieten. Da im Grunde alle externen Festplatten im Inneren ATA-Platten seien, käme hierbei die volle Serial-ATA Geschwindigkeit zum Zuge und die heute übliche Übersetzung der Daten ins jeweilige Transportformat entfiele. Silicon Image spricht hierbei von einem Faktor 2-3 bei den Übertragungsraten.

Etwas gehobeneren Ansprüchen folgend bietet das Unternehmen noch im Laufe dieses Jahres Controller für Serial ATA II und PCI Express. Rein für Workstation- und Serversysteme interessant ist dabei das Update des Sil3124-1 auf den Sil3124-2. Der PCI-X Chip wird dabei um das Serial ATA II-Protokoll erweitert, so dass die doppelte Geschwindigkeit ermöglicht wird. Es bleibt aber bei vier Steckpfosten und den gängigen Features wie Hot Plugging und Native Command Queuing. Deutlich interessanter, auch für den Desktopmarkt, könnte der Sil3132 werden. Silicon Images erstes Produkt für PCI-Express wird in einem 1x Host Interface Platz finden und Serial ATA II in den Massenmarkt bringen, lange bevor es in die Chipsätze integriert sein wird. Die beiden Anschlüße des Controllers werden sowohl Festplatten als auch ATAPI-Geräte unterstützen und Native Command Queuing verstehen.

Ein beachtenswertes Feature der PCI-X und PCI-Express Neuheiten wird der mögliche Einsatz eines Port Multipliers sein. Dabei wird es möglich sein, bis zu 15 SATA-Geräte an einen Port des Host Controllers anzuschließen. Die Geräte teilen sich dann die Gesamtbandbreite von 3Gb/s des SATA II Standards. Die Zusammensetzung der angeschlossenen Geräte ist dabei beliebig; es können also sowohl SATA I als auch SATA II-Devices gemischt zum Einsatz kommen.

[tm]

R420 mit 12 Rendering-Pipelines?

Das Gerücht, dass der NexGen Chip R420 von ATI mit 12 Rendering-Pipelines daherkommen wird, tummelt sich schon seit längerer Zeit hier und da im Web. Passend dazu wird uns seitens The Inquirer ein neues Gerücht vorgesetz, wonach der R420 nun mit 12 oder sogar 16 Rendering-Pipelines an den Start gehen wird. Wir wagen die Aussage von 16 Rendering-Pipelines zunächst als nicht beachtenswert abzutun, wohingegen 12 Rendering-Pipelines womöglich im Bereich des Erreichbaren liegen. Nichts desto trotz wollen wir weiterhin von 8 Rendering-Pipelines ausgegehen, wovon auch die Kollegen vom 3DCenter in ihrem Artikel zum R420 sprachen und sich dessen recht sicher waren.

Passend hierzu servieren die Kollegen aus der Gerüchteküche, dass der NV40 mit seinen ursprünglich 175 Millionen Transistoren kurzentschlossen noch verworfen wurde und man nun ein 210 Millionen Transistoren "Monster" als NV40 erwarten könnte. Dieser soll dabei mit 16 "echten" Rendering-Pipelines auf den Markt kommen. Dies soll auch der Grund sein, warum NVIDIA keinen NV40 auf der CeBit vorstellen wird. The Inquirer spricht davon, dass man nicht einmal ein lauffähiges Muster zeigen könnte, als Folge des späten Redesigns des Chips.

Was man hiervon jetzt glauben darf, können wir nicht mit Sicherheit sagen. Sicherlich sollte man solchen Meldungen immer mit einer gewissen Skepsis gegenübertreten. Schlichtweg ignorieren darf man sie allerdings auch nicht. Es ist natürlich Möglich, dass ATI ihrem R420 Chip ein "kleines" Update in Form von 12 Rendering-Pipelines verpasst und NVIDIA daraufhin ebenfalls den NV40 überarbeitet hat. Allerdings könnte man hier auch einfach nur irgendwelche Informationen falsch verwertet haben, so dass alles beim Alten bleibt.
[mg]

Montag, den 15. März 2004

Neuer offizieller NVIDIA ForceWare 55 Treiber

Grafikchip-Entwickler NVIDIA hat gestern den schon seit einigen Tagen erwarteten neuen "ForceWare 55" Treiber veröffentlicht, welcher im genauen auf die Versionsnummer 56.64 hört. Der neue Treiber unterstützt gegenüber dem letzten offiziellen Treiber (53.03) nun auch die GeForceFX 5700 /Ultra sowie den PCI Express Standard. Ansonsten zielt der neue Treiber weniger auf mehr Performance ab, sondern bringt vor allem eine ganze Palette neuer Features, welche NVIDIA folgendermaßen aufzählt:

  • Applikation/Game-Profile: Bildqualität und Performance-Einstellungen können für jede Anwendung definiert und gespeichert werden. Diese Profile werden automatisch gestartet sobald das Programm aufgerufen wird. Änderungen an vorhandenen Profilen sind jederzeit vornehmbar.

  • Die neueste NVIDIA nView 3.5 Software: Ein neuer nView Multi-Display Wizzard beschleunigt das Setup für Mehrschirm-Betrieb. nView 3.5 bietet zahlreiche Erweiterungen für den effizienten Gebrauch eines einzigen Displays inklusive erweiterter Grid-Technologie zur Organisation von Fenstern auf dem Monitor und einen Pop-Up Blocker zur Verhinderung unerwünschter Windows.

  • Einfache Video-Wiedergabe auf TV-Set: Ist ein Video-File zur Wiedergabe ausgewählt, genügt ein einfacher Klick mit der rechten Maustaste, um schnell und einfach die Optionen zur Video-Wiedergabe auszuwählen.

  • Mouse over Pop-Up Hilfe für die Grafik-Control-Panels: Eine integrierte Hilfe-Funktion bietet Pop-Up Erklärungen zu allen grafikbezogenen Einstellungen.

  • Drop-down Menü für NVIDIA Einstellungen: Ein neues mit der rechten Maustaste aufzurufendes Menü führt den Anwender direkt zum Control-Panel der NVIDIA Grafik-Einstellungen

Insbesondere die Profil-Funktion dürfte sich aus äußerst nützlich erweisen, weil man mit dieser für unterschiedliche Spiele jeweils andere Einstellungen für Anti-Aliasing und/oder anisotropen Filter abspeichern kann.

  nVidia Riva TNT - GeForceFX Treiber 56.64 für Windows 95/98/ME
  nVidia Riva TNT2 - GeForceFX Treiber 56.64 WHQL für Windows 2000/XP
  ForceWare 56.64 Release Notes (PDF)
  ForceWare 56.64 User´s Guide (PDF)
  nView 3.5 User´s Guide (PDF)
[rg]

Neuer Artikel online: ASUS A7N8X-E Deluxe "Wireless Edition"

Das A7N8X in seinen vielfältigen Versionen ist sicherlich jetzt schon ein Klassiker auf dem Sockel-A-Markt. Hersteller ASUS bringt das Mainboard nun auch noch in einer neuen Version "-E", auf welcher ein Gigabit Ethernet Chip des Herstellers Marvell anstatt der bisherigen 3Com-Lösung werkelt. Und natürlich liegt von uns getesteten der "Wireless Edition" dann noch das WiFi-Modul samt Antenne bei, um den Rechner drahtlos mit seiner Umwelt verbinden zu können. Ob sich beide Änderungen am originalen A7N8X Deluxe bewährt haben, erfahrt Ihr in unserem Artikel.

zum Artikel
[rg]

Freitag, den 12. März 2004

VIA gibt PM800 und PM880 Chipsätze mit HDTV-Support frei

Der Chipsatzentwickler VIA gab heute offiziell den PM800 und den PM880 Chipsatz für Intels Pentium 4 Prozessoren frei. Ihre Besonderheit besteht in der integrierten S3 UniChrome Pro Grafiklösung, welche in Verbindung mit der sogennanten Chromotion CE Video Display Engine erstmals alle gängigen HDTV-Formate unterstützt. HDTV erlaubt es, im Vergleich zur üblichen DVD-Qualität Videos in deutlich größeren Auflösungen darzustellen und somit noch mehr Details auf den Bildschirm zu bringen. Während dieses Format in fernöstlichen Ländern zum Teil schon Standard ist, lässt der Durchbruch in näheren Gefilden jedoch noch auf sich warten.

Neben HDTV bieten die Chipsätze auch einen integrierten MPEG-2-Decoder zur Wiedergabe von DVDs bei niedriger CPU-Last. Bei 200 MHz GPU-Takt und 128 Bit Speicherbandbreite zur Ansteuerung von bis zu 64 MB des Arbeitsspeichers soll die Grafik auch bei 3D-Anforderungen mithalten können, dürfte jedoch gegen eine handelsübliche externe Grafikkarte kaum vergleichbare Leistung bieten. Für diesen Fall erlauben die Chipsätze die Erweiterung über den AGP 8X Steckplatz.

PM800 und PM880 unterscheiden sich insbesondere in der Art ihres DDR400 Speicher-Interfaces, welches bei letztgenanntem im Zwei-Kanal B