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Samstag, den 31. März 2007

IBM: Cell-Prozessoren der nächsten Generation nur für Desktop und Server

Spätestens seit dem Verkaufsstart der Playstation 3 in Europa vergangene Woche und den verhaltenen Absatzzahlen ist zu erkennen, dass das Marktpotenzial der Konsole endlich ist. Selbst in USA und Japan scheinen dia Absatzzahlen bereits rückläufig zu sein. Neben Sony selbst betrifft dies in erster Linie IBM, die als Fertiger der in der Konsole verwendeten Cell-Prozessoren agieren. Denn Halbleiterfertigungsstrassen kosten jeden Tag viele Millionen Dollar, egal, wie hoch der Ausstoß an verkauften Chips ist. Dabei legte IBM große Hoffnungen in das Design der Cell-Architektur, erwartete man von den großen Verkaufszahlen der Konsole doch einen hohen Imagegewinn für das auf für Serverprozessoren verwendbare und gemeinsam mit Sony und Toshiba entwickelte Design. Die Architektur basiert auf einem PowerPC-basierten Steuerkern (das sog. PPE - Power Processor Element) und mehreren Synergistic Processing Elements (SPE) - in der Playstation-Variante deren sieben aktive, was für hohe Parallelisierung mit einfach aufgebauten Einzelkernen sorgen soll.

Dachte man, dass seit Apples Abschied von der PowerPC-Architektur und dem Wechsel auf die x86-CPUs von Intel die Zeit von PowerPC in Personal Computern vorbei sei, wird man nun eines besseren belehrt. Auf der CeBIT hielten wir das Thema in Rahmen der Diskussionen unter Journalisten-Kollegen noch für eines von vielen Gerüchten der Messe, doch inzwischen liegen uns konkrete Erkenntnisse vor: IBM gedenkt den kommenden Die-Shrink der Cell-Prozessoren auf den 65 nm-Prozess entgegen früherer Aussagen nicht an Sony für die Playstation zu liefern! Wegen der enttäuschenden Absatzzahlen soll hier weiterhin mit den 90 nm-Varianten agiert werden, die heute schon darin verbaut werden, und das auf nicht absehbare Zeit.

Für die 65 nm-Cells hat IBM andere Pläne. Unter dem Codenamen "Convergence" will IBM die Lizenzen und Möglichkeiten aus der Technologie- und Forschungspartnerschaft mit AMD nutzen. Hinter "Convergence" verbirgt sich eine Technologie, die das PPE sowie die SPEs in eine x86-kompatible Befehlsstruktur verwandelt. Darin enthalten sind AMDs Befehlserweiterungen, inkl. AMD64 und AMDs kommende SSE-Implementierung in Form von aSSE4. IBM spricht hierbei vom "ersten x86 Eight-Core Prozessor der Welt" und will die Mitbewerber, die sich heute mit nativen und zusammengebondeten Quad-Cores um die höchste Kernigkeit balgen, hinter sich lassen. Aus Erfahrungen mit dem auf den PS3s installierten fold@home-Projekt weiß man, dass die Cells dabei mit ihrer Parallelisierung durchaus das Potenzial haben, sich die Performancekrone der Prozessorwelt auch bei den x86ern zu erkämpfen.

Dabei soll es zwei Varianten des Cell für den Markt geben. Die Servervariante wird in den Sockel F passen und im Gegenastz zur Desktop-Variante für den Sockel AM2 512 statt 256 kB SRAM je SPE integriert haben, das PPE 2 MB gegenüber 512 kB L2-Cache. Dabei kommt IBM zugute, dass die Cell-Prozessoren ohnehn einen integrierten Speichercontroller haben. Für die Nutzung der AMD-Plattform wurde der Dual Rambus XDR-Controller-Block im Design einfach durch einen Dual-Channel DDR2-Controller ersetzt. Ob IBM dabei im Desktop-Segment auf DDR2-800 oder DDR2-1066 setzt, ist aber noch unklar, ebenso die Taktraten zum Start. Es ist aber zu erwarten, dass diese kaum unter den 3,2 GHz der PS3 liegen werden. Ebensowenig konnten wir Details zur Preisgestaltung oder die konkreten Modellbezeichnungen in Erfahrung zu bringen. So oder so dürfen sich die etablierten Platzhirsche warm anziehen, wenn sich ein IBM mit seiner Marketingmaschinerie in diesen Markt begibt. Wir sind gespannt auf das Comeback des PowerPC, wenn auch in einer Form, die die früheren Schöpfer dieser Architektur erschaudern lassen wird, und wo er sich im Vergleich zu den Intel- und AMD-CPUs einsortieren wird.
[tm]

NeoOffice 2.1 für Mac OS X fertig

Die ohne Unterstützung seitens SUN entwickelte Mac-OS-X-Version von OpenOffice erschien vor wenigen Tagen als NeoOffice 2.1. Zwar gibt es auch eine offizielle OpenOffice-Version für Mac OS X, diese nutzt zur Darstellung aber den mitgelieferten X-Server und nicht die native Aqua-Oberfläche. Das NeoOffice-Projekt behebt dieses Manko durch die Verwendung von Java- und Cocoa-Code, liegt durch die fehlende Unterstützung zeitlich allerdings immer etwas hinter dem offiziellen OpenOffice zurück. Hauptneuerungen der aktuellen Version ist die Unterstützung von Microsofts neuem Office-2007-Dateiformat OpenXML und VBA-Macros. Die Oberfläche wurde noch näher an die Aqua-GUI von Mac OS X angenähert. Zum Download steht - durch die Größe bedingt - jeweils eine PowerPC- und eine Intel-Version bereit.
[ch]

OpenOffice in der Version 2.2 auf Deutsch verfügbar

OpenOffice.org gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass die freie Officesuite nun in der Version 2.2 auf Deutsch verfügbar ist. Mit der neuen Version verbessert sich der PDF-Export als auch die Unterstützung von Microsoft Excel Files. So sollen nun auch Pivot-Tabellen importierbar sein und auch Windows Vista besser unterstützt werden. Neben der Erweiterung der Features ist das Update für Anwender eigentlich ein muss, weil diverse Sicherheitslücken geschlossen wurden.

Unter dem "Quickdownload" kann die OfficeSuite für diverse Betriebssysteme direkt oder als Torrent heruntergeladen werden.
[as]

Ominöser Kopierbug unter Windows Vista

Derzeit stolpert der User immer wieder über das „Wow“, mit welchem Microsoft Vista wirbt. Sogar im Fernseher wird vermehrt zwischen Sendungen vom „Wow“ gesprochen – seit Windows 95 die grösste Werbekampagne seitens Microsoft. Ebenfalls ein „Wow“ erleben vereinzelt User von Windows Vista, aber auf eine etwas andere Art. So kann das System plötzlich beim Kopieren von Dateien stundenlang hängen bleiben und reagiert auf keine Intervention seitens des Users.

Bis jetzt konnte noch keine Muster festgestellt werden, in welchem Fall der Fehler auftritt. Klar ist bisher nur, dass es die 32Bit sowie auch die 64Bit Version des neusten Spross von Microsoft betrifft. Microsoft beschreibt den Fehler in der Knowledge Base unter der Nummer 931770 – beschreibt den Fehler jedoch im Zusammenhang mit Kopien über das Netzwerk. Gemäss Golem sollen die Probleme aber auch bei lokalen Kopiervorgängen auftreten. Microsoft hat bereits reagiert und ein Hotfix bereitgestellt, welcher aber nur auf Anfrage herausgegeben wird. Gleichzeitig warnt der Hersteller davor, auf Systemen welche vom Problem nicht betroffen sind, den Hotfix einzuspielen und verweist darauf, auf das erste Servicepack zu warten. Zu den Details des Fehlers gab Microsoft keine weiteren Auskünfte.
[as]

Freitag, den 30. März 2007

AMD senkt Preise erneut um knapp 50 Prozent

Für die übernächste Woche plant AMD nach einer Meldung von Au-Ja! eine erneute massive Preissenkung um bis zu 49 Prozent bei nahezu allen Desktop-Modellen, angefangen von der High-End-Serie der Athlon 64 FX Prozessoren bis hinunter zu den Low-Cost-Semprons. Erst im Februar senkte der Prozessorhersteller aus Sunnyvale die Großhandelspreise bei Abnahme von 1000 Stück der Athlon 64 X2 CPUs um bis zu 45 Prozent. Ob die Preisanpassung eine Reaktion auf die für den 22. April angekündigte Senkung seitens Intel darstellt oder aufgrund der neuerlichen Umsatzwarnung für dieses Quartal beschlossen wurde, ist derzeit nicht klar.

Zwar kurbelt AMD den Verkauf durch niedrigere Preise, die teilweise unter denen der sich im Abverkauf befindlichen Pentium-D-Restposten von Intel liegen, an - aber doch nur zu Lasten der Gewinnmarge. Da die derzeitigen CPUs nicht mit Intels Core-2-Familie bei der Performance konkurrieren können, sieht sich AMD anscheinend nun dazu gezwungen über den Preis zu verkaufen. Sollte die neue Chipgeneration mit Codenamen "Barcelona" nicht bald erscheinen und zumindest zu den Intel Prozessoren aufschließen, so könnte dies - vor allem aus finanzieller Sicht - für AMD ein sehr dunkles Jahr werden.

AMD Athlon 64 FX (Sockel 1207) - Doppelpack Alter Preis Preis 9.4.07 Änderung
2x Athlon 64 FX-74 US-$ 510 US-$ 410 -20 %
2x Athlon 64 FX-72 US-$ 408 US-$ 307 -25 %
2x Athlon 64 FX-70 US-$ 306 - -
AMD Athlon 64 X2 / FX Alter Preis Preis 9.4.07 Änderung
Athlon 64 FX-62 US-$ 713 - -
Athlon 64 X2 6000+ US-$ 465 US-$ 235 -49 %
Athlon 64 X2 5600+ US-$ 326 US-$ 184 -44 %
Athlon 64 X2 5400+ US-$ 267 - -
Athlon 64 X2 5200+ US-$ 232 US-$ 174 -25 %
Athlon 64 X2 5000+ EE US-$ 222 US-$ 163 -27 %
Athlon 64 X2 5000+ US-$ 222 US-$ 163 -27 %
Athlon 64 X2 4800+ EE US-$ 217 US-$ 133 -39 %
Athlon 64 X2 4600+ EE US-$ 195 US-$ 119 -39 %
Athlon 64 X2 4600+ US-$ 195 US-$ 119 -39 %
Athlon 64 X2 4400+ EE US-$ 170 US-$ 118 -31 %
Athlon 64 X2 4200+ EE US-$ 159 US-$ 103 -35 %
Athlon 64 X2 4200+ US-$ 159 US-$ 103 -35 %
Athlon 64 X2 4000+ EE US-$ 144 US-$ 102 -29 %
Athlon 64 X2 3800+ EE US-$ 113 US-$ 81 -28 %
Athlon 64 X2 3800+ US-$ 113 US-$ 81 -28 %
Athlon 64 X2 3600+ EE US-$ 102 US-$ 71 -30 %
AMD Athlon 64 Alter Preis Preis 9.4.07 Änderung
Athlon 64 4000+ - US-$ 92 -
Athlon 64 3800+ US-$ 93 US-$ 77 -17 %
Athlon 64 3500+ US-$ 88 US-$ 67 -24 %
Athlon 64 3200+ US-$ 78 - -
AMD Sempron Alter Preis Preis 9.4.07 Änderung
Sempron 3800+ US-$ 108 US-$ 67 -38 %
Sempron 3600+ US-$ 101 US-$ 52 -49 %
Sempron 3500+ US-$ 91 - -
Sempron 3400+ US-$ 71 US-$ 41 -42 %
Sempron 3200+ US-$ 51 US-$ 36 -29 %
Sempron 3000+ US-$ 41 - -
[ch]

SiS lizenziert Intels FSB1333 für zukünftige Prozessoren

Der taiwanische Chipsatz-Experte SiS hat Intels FSB1333 lizenziert und sieht sich damit in der Lage, auch in Zukunft die neuesten CPUs des Prozessorgiganten unterstützen zu können. Damit seien neue Chipsätze bereit für die nächste Generation wie den Core 2 Quad oder neuere Xeon-Prozessoren, wobei bisher noch nicht klar ist, welche Modelle von SiS konkret FSB1333 unterstützen werden. Mögliche Kandidaten für FSB1333 könnten der SiS673FX mit intergrierter DX10-Grafik und DDR3-Speicherunterstützung sein, sowie der SiS665, welcher ebenfalls mit DDR3-Support für den Server-Markt vorgesehen ist. Details zu den Vertragsbedingungen zwischen Intel und SiS sind nicht offiziell bekannt, doch kann man üblicherweise davon ausgehen, dass neben Einmalzahlungen auch eine volumenabhängige Zahlung an den verkauften Chipsätzen fällig wird.
[rl]

Testläufe von NVIDIA bei TSMC für 55-nm-Chips

Der taiwanische Halbleiterhersteller Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) verkündete unlängst die Verfügbarkeit von Produktionstechniken für Strukturgrößen von 55 Nanometern. Informationen der DigiTimes zufolge könnte NVIDIA nun der erste Hersteller sein, welcher Chips auf Basis dieses Fertigungsprozesses herstellen lässt. So sei das Unternehmen bereits seit Anfang des Jahres damit beschäftigt, erste Prototypen zu produzieren, um im zweiten Halbjahr erste Testmuster anbieten zu können. Die Serienfertigung könne dann 2008 beginnen. Auch AMD soll laut chinesischer Commercial Times bereits erste Schritte mit dieser Technologie unternommen haben und ebenfalls für 2008 erste Produkte geplant haben.

Der Schritt von 65 Nanometern auf 55 Nanometer sei vergleichsweise einfach durchzuführen, sodass auch bestehende Chips von der kleineren Technologie profitieren könnten. Erste Schätzungen sprechen hier von einer möglichen Energieersparnis von zehn bis zwanzig Prozent, von der wohl insbesondere Grafikprozessoren profitieren könnten, die bisher vergleichsweise hohe Energieanforderungen gestellt haben. Die Produktion von Prozessoren geht hingegehen in gewohnter weise gleich einen Schritt weiter und soll schon in Bälde mit ersten Kernen auf Basis der Fertigung in Strukturgrößen von 45 Nanometern aufwarten.
[rl]

Unbegrenzt Speicherplatz für E-Mail-Postfach von Yahoo

Zum zehnten Geburtstag von Yahoo Mail lässt der Suchmaschinenbetreiber Yahoo die Limitierung des Speicherplatzes fallen und bietet ab April allen Kunden unbegrenzten Speicherplatz. Bisher stellte der Dienst für kostenlosen Nutzer lediglich 1 GB zur Verfügung, während zahlende Kunden 2 GB erhielten. Yahoo blickt nach eigenen Angaben auf rund 250 Millionen Nutzer zurück, die bedingt durch die zunehmende Digitalisierung und wachsenden Speicherbedarf ständig mit größeren Daten arbeiten. Das Postfach müsse diesem Trend folgen und selbstverständlich entsprechend mitwachsen. Vor zehn Jahren war der Dienst mit 4 MB gestartet.

Um sich gegen Missbrauch zu schützen, sieht Yahoo entsprechende Maßnahmen vor. So gilt das Angebot vorerst nur für Privatkunden. Auch China und Japan sind von dem Angebot bisher ausgeschlossen. Dort wolle Yahoo erst in den kommenden Monaten Pläne für eine Erweiterung der Kapazitäten vorlegen.

Gespannt sein darf man, wie bei weit dem wachsenden Speicherbedarf auch die Sicherheit mitwächst. So ist Gang und Gäbe bei großen Unternehme, regelmäßig Sicherheitskopien zu sichern, um einen Datenverlust bei den Nutzern auszuschließen. Gerade, wer Yahoo Mail etwa auch für die Organisation seiner Termine nutzt und seine kompletten Adressbücher dort hinterlegt hat, dürfte über drohenden Datenausfall nicht begeistert sein. Es empfiehlt sich daher zumindest, wichtige Daten noch einmal lokal auf dem eigenen PC zu sichern.

Weiterhin steht die Frage des Datenschutzes weiterhin im Raum. Nutzer sollten weiterhin bedenken, dass auch große Mailprovider hin und wieder mit Sicherheitslücken zu kämpfen haben. Streng vertrauliche Unterlagen wie Kontozugangsdaten sollten daher auf keinen Fall dort archiviert werden, oder ansonsten zumindest auf gängie Verschlüsselungsverfahren wie PGP zurückgreifen.
[rl]

Donnerstag, den 29. März 2007

HTC kündigt innovativen UMPC an

Der Hersteller HTC, welcher sich auf mobile Kommunikation spezialisiert hat und bereits in der Vergangenheit manchen mit Produkten, ähnlich dem „I-Phone“ von Apple, verblüfft hat, kündigt nun einen UMPC mit ansprechendem Design an, welcher als Betriebssystem Windows Vista verwendet.

Das „Shift“ getaufte Gerät verfügt dabei über eine komplette QWERTY-Tastatur, welche sich durch Aufstellen des 7 Zoll großen widescreen Touch-Displays, mit einer Auflösung von 800*400, offen legen lässt. Zur drahtlosen Kommunikation stehen alle nur erdenklichen Schnittstellen zur Verfügung (TriBand UMTS, HSDPA, QuadBand GSM, GPRS, EDGE, Bluetooth 2.0, WirelessLAN) und auch sonst lassen die weiteren Ausstattungsmerkmale keine Wünsche offen: Fingerprint-Sensor, 1,3 MP Webcam, USB, 30 GB Festplatte, 1 GB Arbeitsspeicher, VIA CPU mit 1,2 GHz.

Da Vistas Aero-Glass-Oberfläche auf dem UMPC lauffähig ist, wird vermutlich eine DirectX 9 Grafiklösung integriert sein, was im Vergleich zu Konkurrenzprodukten durchaus beachtlich ist. Laut HTC soll das Gerät im dritten Quartal 2007 verfügbar sein, einen Preis gab der taiwanesische Hersteller allerdings nicht an. Engadget schätzt den Preis jedoch auf rund 2000 US-Dollar.

Ein durchaus interessantes Produkt, welches bei einer akzeptablen Akku-Laufleistung und einem nicht allzu hohen Preis durchaus eine sinnvolle Alternative zu Notebooks und/oder Smartphones darstellen könnte.
Autor: Michael
[pg]

Angebot an 4 GB DDR2 Kits wächst

Nachdem schon OCZ vor mehreren Wochen 4 GB DualChannel-Kits angekündigt hat - im übrigen immer noch nicht erhältlich – und mittlerweile auch Kingston und G.Skill die Speicher-Giganten im Angebot haben, kündigt nun auch SuperTalent ein 4 GB DualChannel-Kit für Gamer an.

Konkret handelt es sich um das „T800UX4GC5“ genannte Kit, welches zwei 2048 MB große DDR2-800 Riegel enthält und mit moderaten Latenzen von 5-5-5-15 aufwarten kann. Die sechzehn 128Mbitx8 Chips müssen mit 2.1V betrieben werden (nicht Jedec-konform) und sind mit einem blauen Heatspreader verziert. Das Kit soll mit einem saftigen Preis von 339 € zu Buche schlagen und noch diese Woche erhältlich werden. Händlerlistungen gibt es bisher keine.

Maßgeblich verantwortlich an diesem Trend des wachsenden Speicherbedarfs, dürfte wohl der Start von Windows Vista und die immer größer werdenden Spielwelten wie beispielsweise in S.T.A.L.K.E.R. sein. In beiden Fällen muss man allerdings etwas Skepsis walten lassen. Einerseits profitieren lediglich die 64-bit Betriebssystem-Versionen - wenn überhaupt - von einem 4 GB Hauptspeicher, zum anderen muss die Speicherhungrigkeit in Spielen oftmals auf eine nicht optimale Programmierung der Software zurück geführt werden.
Autor: Michael
[pg]

LG GSA-E40N: Externer 18x DVD-Brenner

Mit dem GSA-E40N stellt LG nun einen externen 18x SuperMulti-DVD-Brenner mit USB 2.0 - Anschluss vor.

Mit maximal 10facher Geschwindigkeit auf DVD±R DL und 12facher Geschwindigkeit auf DVD-RAM ebenso wie 8x DVD+RW und 6x DVD-RW zeigt er die üblichen Schreibgeschwindigkeiten. CD-R und CD-RW werden mit 48x bzw. 32x unterstützt. Die Verfügbarkeit von 12x DVD-RAM-Medien ist allerdings nicht besser geworden, hier muss sich der Anwender mit 5x begnügen, solange keine Medien erhältlich sind, die ein höheres Tempo zulassen.

Die Lesegeschwindigkeit von 16x für einschichtige DVDs, 13x für DVD±RW und 12x für zweischichtige DVDs rundet das Gerät für etwa 69 Euro ab.
[an]

Krise von Medion ungebrochen

Der Computerhersteller Medion, der besonders durch seine System bei Aldi an Bekanntheit gewonnen hat, konnte seine Krise auch im letzten Geschäftsjahr nicht abwenden und setzte seine Talfahrt sinkender Gewinne und wachsender Verluste fort. Nachdem das Unternehmen seit der Jahrtausendwende konstant an Wert verloren hat und regelmäßig mit rückläufigen Gewinnen und nicht erreichten Prognosen schockierte, erreicht Medion nun die kritische Grenze und schrieb im Geschäftsjahr 2006 erstmals wieder rote Zahlen.

Mit einem Verlust von 65 Millionen Euro liegt der Konzern sogar noch deutlich unter seiner Gewinnwarnung von November, in der man rund 60 Millionen Euro angekündigt hatte. Gleichzeitig halbierte sich der Umsatz von 2,5 Milliarden Euro auf nunmehr 1,6 Milliarden Euro. Auch für 2007 und 2008 rechnet das Unternehmen mit vergleichbar niedrigen Umsätzen.zwischen 1,3 und 1,5 Milliarden Euro, jedoch dann wieder bei einem erwarteten Gewinn von circa 22 Millionen Euro.

Damit scheint sich schwarz auf weiß zu zeigen, wie schwer das Geschäft mit Computern mittlerweile geworden ist. Als das Unternehmen 1999 im New-Economy-Boom startete, hatten sich noch schlangen vor Aldi gebildet, um die Computer zu ergattern. Heute macht Medion hauptsächlich durch niedrige Qualität und schlechten Support auf sich aufmerksam. Gründe, die immer mehr Anwender umdenken lassen.
[rl]

Acer bringt Opteron-Server, wird von HP verklagt

Acer plant die Einführung neuer Server auf Basis von AMD Opteron Prozessoren der Revision F, um seinen Marktanteil zu stabilisieren und den weltweiten achten Platz weiterhin zu verteidigen. Die CPUs bieten im Vergleich zu älteren Versionen erstmals DDR2-Unterstützung und bringen die Virtualisierungstechnologie "Pacifica". Damit will das taiwanische Unternehmen den Druck gegen die chinesische Konkurrenz wie Lenovo im asiatischen Raum verstärken.

Gleichzeitig strengt Hewlett-Packard in den USA Bemühungen an, Acer mit der Auslieferungen von Computern zu blockieren. So kritisiert HP die unerlaubte Verwendung von patentrechtlich geschützten Technologien zum Stromsparen, für den Einsatz mehrerer Prozessoren und zur DVD-Bearbeitung. Ziel der Klage ist nach Berichten von Heise Online eine Schadenersatzforderung in derzeit noch unbekannter Höhe, sowie ein Verkaufsstopp von betroffenen PCs, MediaCentern und Notebooks.

Analysten spekulieren, HP verklage den taiwanischen Konzern allerdings auch, um seinen eigenen Markt zu schützen, auf dem Acer bisher nur einen geringen Anteil pflegt. Man hatte jedoch in der Vergangenheit vermehrt angekündigt, in den USA stärker auftreten zu wollen.
[rl]

Mittwoch, den 28. März 2007

Zurück in die Zukunft - Intel Nehalem mit "HyperThreading", aber auch integrierter Grafikeinheit

Im kommenden Jahr geht dann der Nachfolger des Penryns, die gänzliche neue Architektur des Nehalem-Kerns - ebenfalls in 45 nm gefertigt - an den Start. Intel kündigt dabei eine Vielzahl von fundamentalen Änderungen an, was mit den Änderungen beim Wechsel von der Netburst- zur Core-Architektur im letztem Jahr vergleichbar ist. Als erster Punkt wäre da die Rückkehr des "Simultaneous Multithreading" (SMT) zu verkünden, dass bei den Netburst-Prozessoren als HyperThreading vermarktet wurde. Pro physikalischen Kern sollen dann wie gehabt zwei Threads ausgeführt werden können. Bei den für den Nehalem geplanten 8-Kern-Chips können dann insgesamt bis zu 16 Threads parallel ablaufen.


Die Bombe - vor allem für AMD - dürfte aber sein, dass Intel eine Grafikeinheit in den Prozessor integrieren wird. Solche Spekulationen waren bisher unter dem Codenamen Larrabee bekannt geworden. Dass Intel diesen bereits mehr als ein Jahr vor AMDs Fusion-Chip auf den Markt bringen wird, dürfte in Sunnyvale für einige aufgeregte Diskussionen sorgen. Hauptsächlicher Anwendungszweck dafür ist natürlich das Mobil- und Low-End-Desktop-Segment. Aber damit noch nicht genug. Für eine schnelle Anbindung an den Speicher integriert Intel den Speichercontroller in die CPU, wie es bei AMD bereits seit den ersten Opterons der Fall ist. Unterstützt werden sollen sowohl gepufferte als auch ungepufferte Module, was die bisherige Strategie, einen Kern für alle drei Segmente - Server, Desktop & Mobil - zu verwenden, bestätigt. Die Anbindung des Prozessors an die restlichen Mainboard-Komponenten erfolgt mittels eines properitären seriellen Protokolls (CSI).


Weitere Details zum Nehalem behielt Intel aufgrund des frühen Entwicklungsstadiums noch für sich. So ist noch unklar, ob der integrierte Speichercontroller nur DDR3 unterstützt oder auch noch Support für DDR2-Speicher enthalten wird. AMDs Barcelona wird vermutlich nur mit den derzeitigen Core 2 Duo Prozessoren gleichziehen können und sich bereits ein halbes Jahr später mit Intels 45-Nanometer-Chips auseinandersetzen müssen. Die Einführung der Nehalem-Architektur mit einem komplett überholten Interface zum Speicher und den restlichen Komponenten, aber vor allem die Integration einer Grafikeinheit dürfte für AMD einiges Kopfzerbrechen bereiten. Vor allem im Wachstumsmarkt der mobilen Geräte dürfte Intel damit weiterhin seinen hohen Marktanteil sichern.
[ch]

Intel Penryn mit verbesserter Leistung und verringerter Leistungsaufnahme

Intel gab im Rahmen einer Telefonkonferenz interessante Details zu den beiden kommenden Prozessorgenerationen bekannt. Bereits bekannt ist, dass der noch für dieses Jahr geplante Penryn-Kern als erster Vertreter in 45 nm Strukturgröße im High-K- und Metal-Gate-Prozess mit Taktraten von über 3 GHz erscheinen wird. Doch es wird sich nicht nur um einem einfachen Die-Shrink der bisherigen Core 2 Duo Prozessoren handeln, sondern es werden auch einige architektonische Verbesserungen mit einfließen. Zuallererst ist die Einführung der Multimedia-Befehlserweiterung SSE4 geplant, die 50 neue Befehle enthält, welche die Leistung bei Medien-Daten und bei Spielen verbessern soll. Neu ist darin eine Super-Shuffle-Einheit, die auch Anwendungen bisheriger SSE-Versionen beschleunigt. Damit lassen sich in einem Zyklus 128-Bit breite Shuffle-Operationen durchführen, die beispielsweise bei Pack- und Extraktionsvorgängen zu einer Verdopplung der Performance führen soll. Weiterhin eingeführt wird ein Radix-16-Divisons-Einheit eingeführt, die statt bisher zwei 4 Bit verarbeiten kann und damit unter anderem das Wurzelziehen beschleunigt.


Aber nicht nur am eigentlichen Rechenwerk wurden Verbesserungen des bisher schon performancestarken Core 2 Duo Designs durchgeführt. Für eine bessere Cache-Performance sorgt beim Penryn das „Split Load“ genannte Laden von zusammenhängenden Daten über mehrere Cache-Lines, was die Zugriffszeiten weiter verringert. Aber nicht nur der Zugriff wurde optimiert sondern auch die Größe des Level-2-Caches steigt um 50 Prozent auf sechs Megabyte bei Dual-Core-Prozessoren und 12 Megabyte bei Quad-Core-CPUs. Für eine größere Speicherperformance und Kommunikation mit anderen Systemkomponenten wird der Frontsidebus bei den Xeon-Modellen auf 1600 MHz beschleunigt. Wichtig für dieses Segment wurde auch die Virtualisierung überarbeitet, die bei Wechselvorgängen zwischen zwei virtuellen Maschinen um 25 bis 75 Prozent schneller agieren soll.


Der Mobilbereich wurde ebenfalls nicht ausgespart. Mit der „Deep Power Down Technology“ kommt ein neuer Schlafzustand (C6) hinzu, bei dem nicht nur die Prozessorspannung auf das absolute Minimum reduziert wird, sondern auch alle Caches deaktiviert werden, was zu einem noch geringeren Stromverbrauch führt. Für eine optimale Ausnutzung der Mobilprozessoren soll eine „Dynamic Acceleration Technology" genannte Technik zu Einsatz kommen. Benötigt eine Single-Thread-Anwendung volle Leistung auf einem Kern, so dass der zweite Kern sich im Idle-Zustand befindet, so kann die Versorgungsspannung und der Takt des belasteten Kern über den Standard-Wert angehoben werden und somit eine höhere Performance zur Verfügung steht. Die Leistungsaufnahme liegt dabei unter dem Wert, der bei voller Auslastung beider Kerne erreicht werden würde, damit eine ausreichende Kühlung gewährleistet ist.

[ch]

Sony: Streit um DVD-Nachfolger endet noch 2007

Ein weiteres Mal prophezeit ein Hersteller eines DVD-Nachfolger-Formates den Sieg des eigenen Formates. Die Anbieter der Inhalte seien diejenigen, die die Entscheidung treffen. Sobald genügend Blu-Ray-Titel verfügbar seien, stünde der Sieger fest. Mit sieben von acht großen Hollywood-Studios auf der Blu-Ray-Seite sei der Ausgang klar. Die HD-DVD hat zwar eine geringere Kapazität (etwa 30 GB) als Blu-Ray (50 GB), ist jedoch leichter zu produzieren. Allerdings, so Sony, sei die höhere Kapazität für hochauflösende Filme auch nötig.

Nachvollziehbar ist diese Aussage so nicht, denn mit der Datenrate, die für DVDs verwendet wird, ist mit dem AVC-Kodierverfahren schon sehr hohe Qualität erreichbar und moderne CPUs sind ohne zusätzliche Hardwarebeschleunigung in der Lage, solche Datenströme zu dekodieren. Der blaue Laser eines Abspielgerätes liegt im Preis sehr deutlich über dem einer solchen CPU.

Dennoch hat Toshiba reagiert und bereits eine 51 GB HD-DVD mit drei Datenschichten vorgestellt - leider ist dieses Medium nicht abwärtskompatibel. Die Blu-Ray-Fraktion hält dagegen, dass heute bereits BDs mit 100 GB herstellbar seien.

Da die Playstation 3 mit Blu-Ray-Laufwerk ausgeliefert wird, die XBox 360 aber mit einem externen HD-DVD-Laufwerk ausgestattet werden kann, existiert für beide Laufwerkstypen ein gewisser Absatz. Nicht alle Experten sehen das so wie Sony - einige sagen eine ähnliche Entwicklung wie für DVD+ und DVD- voraus, nämlich die Koexistenz beider Formate.
[an]

Trennung zwischen ASUS und Gigabyte noch nicht ganz vom Tisch?

Der Versuch einer Kooperation zwischen ASUS und Gigabyte scheint noch nicht vollständig vom Tisch zu sein. Nachdem beide Unternehmen nach nur zwei Monaten bekannt gegeben haben, dass man vorerst keine weitere Zusammenarbeit in Form von Gigabyte Union pflegen wolle, scheint man hinter den Kulissen durchaus noch über eine mögliche Übereinkunft nachzudenken. Zumindest will Fudzilla erfahren haben, dass die Trennung vielmehr auf eine unklare Markenführung von ASUS, ASRock und Gigabyte Union zurückzuführen sei.

Während bisher klar ASRock im niedrigen Preissegment angsiedelt war und ASUS die obere Preisklasse abgedeckte, ließ sich wohl für Gigabyte Union kein entsprechender Platz im Produktportfolio finden. Scheinbar hätte das Joint Venture an die Stelle der Hauptmarke von ASUS treten sollen, was insbesondere im Hinblick auf die Bekanntheit der Marke unter PC-Enthusiasten nicht unbedingt sinnvoll erscheint.

Im Endeffekt bleibt jedoch der wirkliche Grund für die schnelle Trennung immer noch ein Rätsel. Ob es mangelnde Planung, äußere Einflüsse, Druck von Konkurrenten oder persönliche Existenzängste waren, lässt sich wohl so einfach nicht heraus finden. Für den Endkunden sind zumindest vorerst keine spürbaren Änderungen zu erwarten.
[rl]

Mitac International übernimmt langjährigen Partner Tyan

TyanDer Mainboard-Experte Tyan, der sich besonders unter professionellen Nutzern im Server-Bereich und bei Workstations einen Namen gemacht hat, wird nun vollständig vom langjährigen Partner Mitac International Computers übernommen. Obgleich derzeit noch unklar ist, was mit der Marke Tyan passieren wird, steht im geschäftlichen Betrieb eine komplette Vereinigung inklusive aller vorhandenen Ressourcen auf dem Programm. Wie Mitac-Chef Billy Ho mitteilte, ergänze sich das Geschäft beider Unternehmen hervorragend aufeinander abgestimmt. Die Unternehmen arbeiten bereits seit 2001 eng zusammen. Mitac erweitert so seine Stärken bei Entwicklung, Fertigung und Support mit Tyans Erfahrungen im High Performance Computing.
[rl]

Dienstag, den 27. März 2007

Windows Vista überrascht mit scheinbar schneller Verbreitung?

Wie Microsoft bekannt gibt, hat Windows Vista im ersten offiziellen Verkaufsmonat die Marke von 20 Millionen Verkaufen Lizenzen durchbrochen, während von Windows XP sogar im Zeitraum von zwei Monaten nur 17 Millionen Stück verkauft wurden. Microsoft sieht an den Zahlen das enorme Interesse an dem neuen Betriebssystem bestätigt, das sowohl sicherer als auch benutzerfreundlicher geworden sein soll. Wie weit die Zahlen allerdings tatsächlich der Praxis entsprechen, ist fraglich.

So hat Microsoft-Watch die Verkaufszahlen noch einmal kritischer hinterfragt und findet erstaunliche Erklärungen für die scheinbar so große Beliebtheit von Windows Vista, an die vor Verkaufsstart niemand so recht glauben wollte. Größter Kritikpunkt ist der Vergleichszeitraum. So wurde Windows Vista nach Ansicht der Kritiker deutlich länger als nur über einen Monat verkauft. Vielmehr habe Microsoft die verkauften Lizenzen, die schon vorab seit November an Hersteller verteilt wurden, mit hinzuaddiert — ebenso wie die Rabatt-Gutscheine für Anwender, die sich noch im alten Jahr ein Notebook mit Windows XP gekauft haben und gegen einen geringeren Preis auf Vista umrüsten dürfen.

Ebenso lässt sich kritisieren, dass eine verkaufte Lizenz an einem Computer-Hersteller, die ebenfalls mit eingerechnet wurde, noch keine im Einsatz befindliche Version darstellt, die etwa der Endkunde auf seinem PC vorfindet. Zudem ließe sich die von Microsoft angegebene Zahl in keiner Weise mit der Zahl der verkaufen Computer in Einklang bringen.

Kernaussage der Kritik ist jedenfalls, dass Microsoft mit Windows Vista deutlich weniger Erfolg hat, als damals mit Windows XP. Die Zahl der Nutzer, die bereit sind umzusteigen, wäre demnach sogar eher gesunken, was sich durchaus aus dem Sinn eines Umstieges ableiten ließe. Wer bisher mit Windows XP lediglich nur Office-Anwendungen und ab und zu ein Spiel genutzt hat, wird kaum einen Grund sehen, Geld für ein neues Betriebssystem auszugeben. Vista dürfte also vorrangig beim Verkauf neuer Computer an die Kunden gebracht werden. Man darf zudem gespannt sein, wie die Verbreitung von Vista in einem Jahr aussieht.
[rl]

NVIDIA weitet Konzept von Einheitsgrafikkarten auf Mainboards aus

Der Grafikchip-Experte NVIDIA plant scheinbar, sein Konzept der Referenzlayouts für Platinen auf die Mainboard-Produktion auszudehnen. Bisher hatte das Unternehmen dieses Prinzip vorrangig für Grafikkarten angewendet, mit dem die Grafikkarten-Hersteller eigene Produkte auf Basis von NVIDIA-Chips ohne größere Entwicklungskosten für Platinen auf den Markt bringen konnten. Unter dem Label "Designed by NVIDIA" sollen dann die Hersteller Motherboards fertigen und sich speziell um den Vertrieb kümmern. Das Ergebnis wäre ein technisch fertig entwickeltes Produkt, für das NVIDIA auch Treiber und BIOS-Software bereitstellen will, sodass sich Kosten und Risiko für die zahlreichen Hersteller beschränken würde.

Nachteilig könnte sich dieses Konzept allerdings wieder einmal bei der Produktvielfalt auswirken. So konnte man bei Grafikkarten in der Vergangenheit schon öfter beobachten, dass sie sich außer in der Farbe des aufgedruckten Logos auf dem Kühler kaum noch voneinander unterscheiden. Individuell entwickelte Varianten von größeren Herstellern kamen meist erst deutlich nach offiziellem Release und schlugen in Form von Sonder-Spezial-Luxus-Modellen häufig auch preislich in andere Kerben. Zwischen den Referenzplatinen der Herstellern ließen sich Performance-Unterschiede zudem häufig nur durch unterschiedliche Taktraten begründen.

Ob bei Mainboards ein ähnliche Entwicklung bevor steht, ist derzeit offen. Insbesondere bei der Ausstattung mit Anschlüssen und Erweiterungsmöglichkeiten sind den Herstellern durchaus noch mehr Möglichkeiten an die Hand gegeben. Zugewinne könnte man allerdings bei der Qualität erwarten, die in jüngster Vergangenheit häufig auch durch schlecht entwickelte BIOS-Software zu leiden hatte. Gibt NVIDIA hier getestete Software vor, können eventuell auch Hersteller mit weniger guten BIOS-Programmierern in Zukunft wieder mit der ersten Produktreihe stabile Boards anbieten, ohne den Kunden als Beta-Tester übermäßig mit hastig nachgeworfenen Updates zu belasten.
[rl]

Montag, den 26. März 2007

Victorinox ging hart gegen „Produktpiraten“ auf der CeBIT vor

Der Schweizer Taschenmesser Hersteller Victorinox führte auf der diesjährigen CeBIT eine umfangreiche Aktion gegen Anbieter von Plagiaten durch. Dabei erreichte der Hersteller, unter Mithilfe der Behörden, dass Produkte bei verschiedenen Ausstellern beschlagnahmt wurden. Betroffen von Fälschungen, war ausschließlich das Taschenmesser „Classic“ mit integriertem USB-Memorystick gewesen sein.

Insgesamt wurden sieben Aussteller der Fälschungen belangt, welche allesamt aus dem asiatischen Raum stammten. Zwei Ausstellungsstände seien sogar durch einen Gerichtsvollzieher und Unterstützung der Polizei geräumt worden. In den restlichen Fällen wurden die betroffenen Produkte und Werbematerial eingezogen. Victorinox wurde laut eigener Aussage in letzter Zeit vermehrt Opfer solcher Produktpiraten, die durch die Verbreitung der qualitativ minderwertigen Plagiate, das Image des Traditionsunternehmens schädigen. Auf der Frankfurter Messe „Ambiente“ in Frankfurt wurden bei der ersten Aktion dieser Art vier Produktpiraten aufgespürt.

Solch ein Vorgehen ist nicht zum ersten Mal auf Messen zu beobachten gewesen. Besonders die deutschen Behörden gehen schnell und strikt gegen solche Verstöße vor. In vielen Bereichen stellen „Produktpiraten“ schon seit langem ein großes Problem dar und nur allzu oft sind die Wurzeln im asiatischen Raum zu finden. Auf der Webseite des deutschen Zolls lassen sich dazu interessante Statistiken finden, die den starken Zuwachs solcher Kopien verdeutlichen, die den betroffenen Unternehmen teils schon stark zu schaffen machen.

In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Beschlagnahmungen um mehr als 100 Prozent gestiegen, wobei es im Jahr 2004 mit 8,5 Millionen einen Höhepunkt gab. Mit über 35 Prozent stammen mit Abstand die meisten Plagiate aus China, was auf die niedrigen Produktionskosten und die lückenhafte staatliche Kontrolle zurück zu führen ist. Nach wie vor nehmen Bekleidung, Accessoires (z.B. Taschen) und Uhren und Schmuck mit über 70 Prozent den Löwenteil der betroffenen Produkt-Bereiche ein.

Der für die meisten Leser interessante Bereich rund um Soft- und Hardware, sowie Ton- und Datenträger, zeigt dabei keine lineare Entwicklung. Wurden in Europa im Jahr 2000 knapp 19 Millionen Plagiate aus diesem Bereich beschlagnahmt, sind es im Jahr 2005 ca. 29 Millionen gewesen. Das entspräche einem, in Relation zu anderen Bereichen, geringen Zuwachs um etwas über 30 Prozent. Die Statistik zeigt für das Jahr 2003 jedoch eine Gesamtzahl von über 51 Millionen Beschlagnahmungen. Nimmt man den Zeitraum bis einschließlich 2004 als Höhepunkt der Entwicklung und Verbreitung von Raubkopien lässt sich eine deutliche Besserung erkennen, wobei sicherlich Kopierschutz-Mechanismen hier ihren Teil beigetragen haben. Da hat eben jener Bereich durchaus seine Möglichkeiten, die in manch anderen Zweigen der Branche nicht gegeben sind.
Autor:Byron
[pg]

ASUS plant 2007 Absatz von 500.000 Xonar-Soundkarten

Die auf der CeBIT vorgestellten Xonar-Soundkarten von ASUS scheinen ein positives Echo hinterlassen zu haben. Nach Informationen der DigiTimes plant ASUS in diesem Jahr 500.000 Stück zu verkaufen, was auch dem Hersteller des verwendeten CMI8788-Soundchips C-Media bei einem angenommenen Stückpreis von 10 bis 20 US-Dollar eine Summe von 5 bis 10 Millionen US-Dollar einbringen dürfte. In der Folge wird sich das finanzielle Ergebnis pro C-Media-Aktie um 0,5 bis 1 Taiwan-Dollar (1 bis 2 Eurocent) verbessern. Sollten die angepeilten Stückzahlen erreicht werden, so dürfte dies Creative im Gaming-Soundkarten-Markt deutlich unter Druck setzen.
[ch]

Qimonda erklärt GDDR4 Absage - GDDR5 wird sich durchsetzen

Der aus dem Infineon-Konzern abgespaltene Speicherhersteller Qimonda will nach einem Bericht der EETimes sein Engagement im High-End-Grafikmarkt weiter ausweiten und plant deshalb den Speicherstandard GDDR4 zu überspringen und gleich auf GDDR5 zu setzen. Im Grafikspeichermarkt steht Qimonda derzeit an 2. Stelle hinter Samsung und konnte in den letzten zwei Jahren seinen Marktanteil von 10 auf 30 Prozent steigern. Der Zuwachs ging vor allem auf Kosten des Anteils von Hynix und teilweise zu Lasten Samsungs.

Während derzeit 90% der High-End-Grafikkarten mit GDDR3 ausgestattet sind, prognostiziert Qimonda für das Jahr 2011, dass die vorherrschende Speichertechnologie GDDR5 und nicht GDDR4 von den Konkurrenten Samsung und Hynix sein wird. Die meisten Kunden werden direkt von GDDR3 nach GDDR5 migrieren, so die Aussage des Qimonda-Sprechers. Dies wird auch in einer Studie von Mercury Research bestätigt, die für 2011 vorhersagt, dass 9 von 10 Grafikkarten im High-End-Segment mit GDDR5 ausgestattet sein werden.

Als Hauptgrund für das Scheitern von GDDR4-Speicher wird bei zwar gestiegener Performance eine aber nur mäßig verringerte Leistungsaufnahme gesehen, die deutlich hinter den Erwartungen der Abnehmer liegt. GDDR5 soll hier den gewünschten Spareffekt bringen, bei der Performance aber dreimal schneller als derzeit üblicher GDDR3-Speicher mit 800 MHz Takt sein.

Aber nicht nur im PC-Bereich sieht Qimonda Absatzchancen. Auch im nicht unerheblichen Konsolenmarkt gibt es Martkchancen für GDDR5. Dort stehe durch die längeren Produktzyklen nicht so sehr der Geschwindigkeitszuwachs wie bei PC-Grafikkarten im Vordergrund sondern die Kostensenkung. Dass Qimonda in diesem Bereich gute Absatzchancen hat, beweisen Lieferabkommen mit Microsoft (Xbox 360), Sony (Playstation 3) und nach Informationen der EETimes auch mit Nintendo (Wii).

Am bereits bekannten Zeitplan, mit ersten Samples Ende 2007 und der geplanten Aufnahme der Produktion für das erste Quartal 2008 hat sich nichts geändert.
[ch]

Finanzielles Nachsehen für sächsischen Halbleiter-Standort

Der Bau des neuen AMD-Werkes in New York ist bereits besiegelt. Maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidung soll die Höhe der Subventionen von rund einer Milliarde US-Dollar gehabt haben. Wie Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt nun gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verriet, sei diese Höhe für den Wirtschaftsstandort Dresden faktisch nicht aufzubringen und hätte höchstens bei einem Drittel gelegen. In Zukunft sei eher mit noch weniger Fördergeldern zu rechnen, was das CDU-Parteimitglied befürchten lässt, dass man das "Silicon Saxony" langfristig nicht ausreichend fördern könne. Doch gerade im modernen Technologie-Zweig liegt für Sachsen die Chance, sich einen Platz auf dem Weltmarkt zu sichern.

AMD sei mit Investitionsvolumen von insgesamt acht Milliarden US-Dollar bis 2008 der wichtigste private Investor in den neuen Bundesländern. Gleichzeitig seien rund 13 Milliarden US-Dollar an öffentlichen Geldern in den Standort geflossen, der mit rund 22.000 Mitarbeitern rund vier Milliarden US-Dollar jährlich umsetzt. Die Industrie wurde sich also ohne Frage teuer erkauft, sodass sich zwangsläufig die Frage stellt, wie weit sich die staatlichen ausgaben auch auf der Haben-Seite widerspiegeln.

Derzeit ist Sachsen — nicht nur wegen Dresden — eins der wirtschaftlich stärksten Bundesländer Deutschlands. Ob dies auch in Zukunft so bleibt, hängt fraglos auch von der Investitionspolitik ab. Gleichzeitig muss man aber auch nach weiteren Entscheidungskriterien der Unternehmen schauen. Neben Betriebskosten und Investitionskosten sind Qualität der Mitarbeiter und Bildungsfaktor ausschlaggebende Komponenten, wobei es in der aktuellen Situation nahezu kein Problem mehr darstellen dürfte, notwendige Fachkräfte vom gesamten Globus zusammenzusuchen.

Gleichzeitig ist man derzeit scheinbar in Sachsen noch nicht so weit, dass der Standort ähnlich wie dem Silicon Valley in den USA zu einem Selbstläufer geworden ist, der allein aufgrund der ansässigen Unternehmen genug Gewicht hat, um weitere Unternehmen zur Ansiedlung zu bewegen. Gerade durch vergleichsweise geringe logistische Kosten sind die Möglichkeiten für Zulieferer und Vertrieb hier deutlich variantenreicher geworden. Zudem liegt es nahe in den Ländern zu produzieren, wo man auch in Zukunft ausreichend Wachstum erwartet. Aus diesem Grund baut Intel ein Werk in China, während AMD auf chinesische Fertigungspartner wie Chartered Semiconductor vertraut.
[rl]

Intel baut neues Werk in China

2010 soll Intels erste Halbleiterfabrik in China in Betrieb gehen. Den Grundstein für die 2,5 Milliarden US-Dollar teure Fab 68 will man noch dieses Jahr legen. Produzieren will der Prozessorgigant in der Fabrik auf 300-Millimeter-Wafern dann allerdings nicht Prozessoren, sondern Chipsätze, die mit Hilfe des 90-Nanometer-Prozesses gefertigt werden.

Technologisch zeigt sich das Werk damit nicht von der modernsten Seite, sondern dürfte insbesondere speziell auf den chinesischen Massenmarkt ausgerichtet sein. Denn schon zu dieser Zeit setzt Intel bei vielen Chipsätzen die 90-nm-Technologie ein und plant noch für 2008 die Umstellung auf noch kleinere Fertigungsprozesse. Bei Prozessoren ist Intel traditionell schon einen Schritt weiter und fertigt mit Strukturgrößen von 65 Nanometern; die nächst kleinere Stufe mit 45 Nanometern steht aber auch hier schon kurz bevor. Derzeit investiert das Unternehmen kräftig in den Ausbau seiner Werke für diese neue Technologie.
[rl]

Sonntag, den 25. März 2007

Der Blog als weitere Ergänzung zur Service-Hotline?

Der Computerhersteller Dell will in China verstärkt auf die Kommunikation zwischen Kunde und Unternehmen wert legen. Dafür hat man nun den Unternehmensblog Direct 2 Dell um eine chinesische Version erweitert, mit der es den Lesern möglich werden soll, Wünsche und Eindrücke direkt an das Unternehmen heranzutragen. Dell selbst stellt fest, dass jeder Fünfte chinesische als Muttersprache spricht, und erhofft sich damit einen direkteren Draht auf den fernöstlichen Kundenkreis. China ist das Land, in dem Dell derzeit am schnellsten wächst. Während man in den USA den ersten Platz an Hewlett-Packard abtreten musste, sichert sich Dell dort derzeit Rang Drei.

Damit zeichnet sich nach dem allgemeinen Blog-Boom privater Haushalte nun auch im Unternehmen ein wachsendes Interesse für diese recht einfache Möglichkeit ab, Kontakt zur eigenen Zielgruppe herzustellen. Während besonders die Telefon-Hotline bei konkreten Fragen häufig erste Anlaufstelle ist, setzten Hersteller meist auf dem Produkt beigelegte Bewertungskärtchen, um Rückmeldungen zu erhalten. Probleme mit Produkten erreichten dadurch — wenn überhaupt — erst sehr spät die entsprechenden Stellen.

Neben dem persönlichen E-Mail-Verkehr mit dem Support könnte damit der Blog langfristig eine ernstzunehmende Alternative für Unternehmen darstellen, um den Kunden ein offenes Ohr und Einblicke ins Unternehmen zu bieten. Ähnliche Wege beschreiten hier bereits seit geraumer Zeit der Lebensmittelhersteller Frosta im eigenen Blog mit Einblicken hinter die Kulissen oder der Service-Provider QSC in einem QDSL-Support-Forum, das derzeit allerdings noch freiwillig von Mitarbeitern betrieben wird.
[rl]

Webweites

Hardware

Das 3DCenter bietet einen ausführlichen Überblick über die aktuellen Grafikkarten der Generation Direct3D 10 aus dem Hause NVIDIA und ATI und fasst die Informationen zu den Highend-, Mainstream und Entry-Level-Modellen in übersichtlichen Tabellen zusammen. Inhalt sind die wesentlichen Unterschiede sowohl aus Hardware-Sicht, aber auch preislich und in Sachen Stromverbrauch. Wann man mit ersten Karten rechnen darf, wird dort ebenfalls mit angegeben und nach aktuellen Informationen regelmäßig aktualisiert.

Zum Thema CeBIT 2007 hat Au-Ja! noch einmal allerhand Informationen und Eindrücke im entsprechenden Artikel zusammen getragen. Weiterhin findet sich dort ein Artikel zum Aerocool ZeroDegree ATX-Gehäuse, welches mit hübschem Design und viel Platz für zusätzliche Laufwerke aufwarten kann.

Mit der Sapphire X1950 GT Grafikkarte prüfen die Lost Circuits die Performance der Crossfire-tauglichen Karte mit 256 MB Grafikspeicher. Als am langsamsten getaktetes Modell im Vergleich zur X1950 XT und Pro kann sie dennoch mit reichlich Performance und einem sehenswerten Preis-Leistungsverhältnis auf sich aufmerksam machen.

Hartware hat sich auf die Seite der LAN-Party-Gänger geschlagen und mit dem Thermaltake Lanbox Lite ein Gehäuse auf den Prüfstand geholt, welches besonders für die semi-mobilen PC-Spieler interessant sein dürfte. Bei einem Leergewicht von reichlich sechs Kilo konnte es sich gegenüber seinem Vorgänger deutlich verbessern und verströmt mit seiner Klavierlack-Optik einen Hauch von Luxus. Dass man sich etwas von den Netzwerk-Parties verabschiedet hat, zeigt sich auch im weggefallenen Tragegriff, der das Gehäuse wohl doch eher für den stationären Einsatz prädestiniert. Für den passenden Klang könnte vielleicht das Skullcandy SC-ComTi Headset zum Einsatz kommen, welches mit gutem Klang auch Musiktauglichkeit bescheinigt bekommt und durch den hohen Tragekomfort auch bei längeren Telefongesprächen nicht belastet.

Für einen Speichereindruck hat sich derweil der Planet 3DNow mit dem OCZ PC2-8000 Titanium Alpha VX2 DDR2-Speicher an die Arbeit gemacht und die Module auf Herz und Nieren unter die Lupe genommen. Das 2-GB-Dual-Channel-Paar preist sich mit einer effektiven Taktrate von 1000 MHz bei beachtlichen Timings und kann sich auch beim Übertakten von seiner besten Seite zeigen. Ob diese Vorteile gegenüber handelsüblichen Normal-Modulen einen Aufpreis von fast 100 Prozent rechtfertigen, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

Software

Für die aktuellen Spiele-Reports zeichnet sich das 3DCenter wieder einmal verantwortlich und vermittelt Eindrücke aus der Praxis zu Test Drive Unlimited -- selbstverständlich mit ausführlicher Benchmark-Übersicht unter verschiedenen Hardware-Konstellationen. So lässt sich ein Eindruck gewinnen, welches System nötig ist, um in jeder Situation spielbare Performance bei der gewünschten Grafikqualität zu erreichen.

Dem lang erwarteten 3D-Action-Spiel Stalker - Shadows of Chernobyl hat sich die Spieleflut in einem eigenen Artikel gewidmet, der die Hintergrundgeschichte näher erläutert und anhand der verfügbaren Demo-Version erste Schlüsse zur Technik und den Hardware-Ansprüchen zieht. Beeindrucken konnte das Spiel ebenfalls wieder einmal mit dem interessanten grafischen Effekten, die gemeinsam mit einem recht gelungenen Multiplayer vielleicht den ersten Kassenschlager für 2007 versprechen? In einem weiteren Spielebericht kommt das Addon World of WarCraft: The Burning Crusade zum Zuge, welches beim Artikelschreiber fröhlich-jauchzende Freudengesänge hervorgerufen hat und scheinbar in jedem Fall ein Pflichtkauf für alle WoW-Freunde darstellt. ;-)
[rl]

Samstag, den 24. März 2007

CeBIT: MSI mit neuen Grafikkarten für Enthusiasten (Update)

Nach BFG stellt nun auch MSI übertaktete Modelle der NVIDIA GeForce 8800GTX vor. Konkret handelt es sich dabei zum einen um das Flüssigkeits-gekühlte Modell "NX8800GTX-T2D768E-HD Overclocked Liquid Edition", zum anderen um das luftgekühlte Modell "NX8800GTX-T2D786E-HD Overclocked". Beide Karten treten mit 630 MHz GPU-, 1350 MHz Shader- und 2000 MHz effektiven Speichertakt an, was jedoch deutlich niedriger ist als bei den BFG Modellen (650 MHz, 1500 MHz, 2000 MHz).

Eine Besonderheit scheint dabei das veränderte Taktverhältnis zwischen GPU-Takt und Shader-Takt zu sein. Während bei den üblichen GeForce 8800GTX Modellen sowie auch bei den übertakteten BFG-Modellen ein Taktverhältnis von 2,3 zu 1 eingehalten wird, wurde bei den MSI Karten das Verhältnis auf ca. 2,1 zu 1 verändert. Ein Zeichen dafür, dass es wohl den Herstellern möglich ist, dieses Verhältnis selbst zu bestimmen um somit flexibler zu sein.


Flüssiggekühlte 8800GTX von MSI auf der CeBIT


Eine weitere Besonderheit ist die Flüssigkeit, mit der die „Liquid Edition“ gekühlt wird. Laut MSI handelt es sich dabei um ein Mittel aus der Kältetechnik. Wir vermuten, dass es sich um eine Wasser-Glykol-Mischung handelt, welche auch bei Fahrzeugen zum Einsatz kommt und den Gefrierpunkt, je nach Mischung, auf -38 °C senkt - allerdings schweigt sich der Hersteller zurzeit über Details aus. Unklar ist, was MSI mit dieser Produktgestaltung erreichen möchte. Eine verbesserte Wärmeleitung wird diesem Gemisch nicht nachgesagt und das Herabsenken des Gefrierpunktes dürfte - sofern man nicht am Nordpol wohnt - dem Nutzer keinen Vorteil bringen. Zudem attestiert MSI mit dieser Kühlung den Karten etwas weniger GPU-Takt, als andere Mitbewerber aus dem OC-Bereich mit Luftkühlung. Ein schwerer Start also für die MSI flüssig-gekühlten Modelle.

Beide Karten sollen ab April verfügbar sein und mit 799 € für das flüssiggekühlte Modell bzw. 699 € für das luftgekühlte Modell zu Buche schlagen. Beide Karten sind jedoch für deutlich niedrigere Preise auch jetzt schon gelistet. Die flüssiggekühlte MSI-Version kostet dabei gerade einmal wenige Euro mehr.

Update 26.03.07:
Wie MSI uns heute in Kenntnis setzte, handelt es sich bei ihrer Flüssigkeitskühlung um eine "On-Die-Umsetzung". Interne Tests mit den Vorserien-Modellen haben gar stabile 700 MHz GPU-Takt bei ca. 100°C Kern-Temperatur gezeigt.
(Autor: Michael)
[ch]

Freitag, den 23. März 2007

Spekulationen um Erscheinungsdatum von Leopard

Über das Erscheinungsdatum von Mac OS X 10.5 "Leopard", der nächsten Betriebssystemversion von Apple, gibt es derzeit verschiedene Meinungen. Während die DigiTimes erfahren haben will, dass der Release von 10.5 auf Oktober verschoben wurde, um die Dual-Boot-Fähigkeit Boot Camp tauglich für Windows Vista zu machen, spricht Ars Technica lediglich von einer Verschiebung auf Juni zur WWDC.

Dass der ursprüngliche Termin von Frühjahr 2007 nicht zu halten sein wird, ist inzwischen klar. Nach Angaben von Entwicklern bringt Apple in der Endphase, kurz vor Erscheinen, bis zu zwei neue Builds pro Wocher heraus. Derzeit liegt die Output-Rate aber deutlich darunter, so dass in den nächsten 6 bis 8 Wochen definitiv nicht mit einer Veröffentlichung zu rechnen ist. Allerdings ist eine Verschiebung auf Oktober nur wenig wahrscheinlich. Apple wird den Termin nicht nach der Boot-Camp-Kompatibilität mit Vista ausrichten. Die in den letzten Monaten stark ansteigenden Marktanteile von Macintosh-Systemen könnten durch eine solche Verschiebung durchaus ins Stocken geraten.

Derzeit halten sich noch viele professionelle Grafiknutzer mit dem Kauf zurück, die die für April geplante Veröffentlichung von Adobe Photoshop CS3 abwarten, welches dann auch nativ die im letzten Jahr eingeführten Intel-Prozessoren unterstützen wird. Diese Kunden wollen dann das Rundumpaket aus Mac Pro, Mac OS X 10.5 und CS3 kaufen und werden wohl nicht noch einmal weitere 3 Monate auf die Fertigstellung des neuen Betriebssystem warten wollen.
[ch]

Gigabyte Union vorerst auf Eis

Das Joint Venture zwischen ASUS und Gigabyte steht vorerst vor dem Aus. Nachdem man erst im Dezember 2006 seinen Geschäftsbetrieb regulär aufgenommen hatte, verkündet die DigiTimes nun, dass sich Gigabyte vorerst wieder aus dem Zusammenschluss verabschiedet hat. Der Grund sei bei Gigabyte die Angst der Hersteller, Zulieferer und Kunden vor einer drohenden Abhängigkeit von ASUS, sodass man es für das Beste gehalten habe, diese Form der Zusammenarbeit bis auf weiteres zu beenden.

Wie weit die Gründe den tatsächlichen Ausschlag für die Kurze Partnerschaft darstellen, lässt sich aus der Ferne bisher nur schwer beurteilen. So ist es doch eher ungewöhnlich, dass ein solch tiefgreifender Schritt sich innerhalb weniger Monate bereits ausreichend auf seine Nachhaltigkeit bewerten lässt. Eher konnten hier sogar positive Signale gesetzt werden, weil ein Absatzanstieg bei den Grafikkarten zwischen Januar und Februar um rund 24 Prozent verzeichnet werden konnte, während die Stückzahlen bei den Mainboards für Gigabyte und Gigabyte Union auf konstanten Niveau verblieben.

Freuen könnte sich über diese Nachricht der Hersteller Foxconn, der von dem Zusammenschluss laut Stimmen auf der CeBIT deutliche Nachteile erlitten haben soll. So hatte Gigabyte bisher einen Teil der Platinen bei dem Unternehmen produzieren lassen, der nun bei ASUS in Auftrag gegeben wurde. Damit könnte Foxconn ein wichtiger Kunde wegbrechen um die Kapazitäten der eigenen Werke angemessen auszulasten. Ob man hier allerdings versucht hat, Gigabyte in seiner Entscheidung zu beeinflussen, lässt sich an dieser Stelle kaum fundiert beurteilen.

Ob allerdings die Ansicht der Kundschaft und Zulieferer alleinige Ursache für diesen Schritt war, darf ebenfalls bezweifelt werden. Denn dann könnte man auch vermuten, dass Gigabyte diesen Schritt, der ja eigentlich Wachstum und überwiegend Vorteile für das Unternehmen bedeutet hätte, nicht ausreichend gegenüber seiner Partner kommuniziert hat.
[rl]

Dell ergattert Milliarden-Auftrag von US-Armee

Der US-amerikanische Computerhersteller hat einen großen Auftrag der US-Armee für die nächsten drei Jahre für sich gewinnen können, den er gemeinsam mit fünf weiteren Beteiligten ausführen wird. Konkret ist Dell für die Auslieferung von Server-Systemen und Hardware-Komponenten für den Netzwerkbetrieb und für Speicherlösungen zuständig. In einem weiteren Vertrag soll das Unternehmen außerdem Desktop-Systeme wie Laptops, Personal-Computer oder Drucker bereitstellen. Das Unternehmen arbeitet seit rund 15 Jahren mit dem Militär zusammen an IT-Lösungen. Die USA ist insbesondere daran bedacht, die Aufträge an Unternehmen im eigenen Land zu verteilen, sowohl, um die eigenen Wirtschaft zu stützen, aber auch, um sich vor möglichen Sicherheitsrisiken aus dem Ausland zu schützen.
[rl]

CeBIT 2008 ohne AsusTek und Gigabyte?

Das positive Fazit, dass die CeBIT-Leitung für die diesjährige Messe zog, scheint nicht mit der Auffassung der taiwanischen Aussteller übereinzustimmen. Die DigiTimes berichtet, dass die beiden Branchengrößen AsusTek und Gigabyte derzeit überlegen, ob sie im nächsten Jahr auf der (noch) größten Computermesse der Welt vertreten sein werden. Die Gründe für diese Überlegungen sind, dass der Großteil der Besucher deutsche End-Kunden sind, so dass sich ein Engagement von weltweit vertretenen OEM- und Computerteile-Herstellern nur wenig lohnt. Anscheinend kommt man auf der CeBIT nur in geringen Kontakt mit potentiellen Firmenkunden, was die hohen Kosten für die Anbieter aus Taiwan nicht rechtfertigt.

In einem zweiten Artikel erläutert die DigiTimes diese Probleme auch noch einmal ausführlicher. Darin wird auch noch einmal darauf hingewiesen, dass auf der CeBIT nur geringer Kontakt zu den Kaufentscheidern besteht und das Return-on-Investment geringer als die verursachten Kosten, wie Standgebühren, Standaufbau, Unterbringung und Transport der Komponenten, ist. Selbst für Anbieter, die im europäischen Markt relativ stark vertreten sind, wie zum Beispiel Shuttle, HTC oder Acer rechnet sich die Messe nicht mehr, so dass sie bereits in diesem Jahr fernblieben.

Ein weiterer Grund ist, dass neue Produkte nicht mehr im Rahmen der CeBIT vorgestellt werden, sondern entweder bereits vorher oder zu späteren Einzel-Events, wie NVIDIAs DirectX10-Mainstream-Karten oder AMDs R600-Familie. Das führte dann zu der von uns bereits angesprochenen Situation, dass die Hersteller keine neuen Produkte zeigen konnten, sondern gute Miene zum bösen Spiel machen mussten und uns die "Vorzüge" von 6 bis 12 Monate alter Hardware präsentieren durften.

Selbst bei Mainboards, wo mit dem AMD690 und einer Auswahl von Intel-3-Chipsätzen neue Produkte gezeigt wurden, ist man unzufrieden. So plant MSI im nächsten Jahr ihr Engagement zu verkleinern, so wie es ECS Elitegroup bereits in diesem Jahr getan hat und dies auch für die kommende CeBIT vor hat. Aber auch andere Messen setzen die CeBIT unter Druck, der 3GSM World Congress vor einem Monat in Barcelona bietet für Mobiltelefonhersteller ein wesentlich branchenspezifischeres Umfeld, als es die Messe in Hannover mit ihrem Mix der gesamten IT-Branche darstellt.

Es ist also durchaus möglich, dass im nächsten Jahr weitere etablierte Namen aus Fernost der CeBIT fernbleiben beziehungsweise ihr Ausstellungsangebot deutlich verkleinern. Da dürfte dann auch das erneute "Verschenken" von zehntausenden Eintrittskarten nicht mehr viel helfen.
[ch]

Donnerstag, den 22. März 2007

AMD RV6xx wird zur Soundkarte

Für den Einsatz in HTPCs (Home Theatre PC) hat sich AMD für die Mainstream- und Low-cost-Varianten der R600-Familie etwas besonderes einfallen lassen. Auf den Karten wird ein HD-Audio-tauglicher Soundchip verbaut werden, so dass über den HDMI-Anschluss auch gleich die Audio-Signale übertragen werden können. Bei derzeit üblichen Lösungen mit getrennter Sound- und Grafikkarte müssen die digitalen Ton-Daten über ein Adapterkabel in das HDMI-Kabel eingespeist werden, was z.B. für Anbieter von HTPCs einen Mehraufwand darstellt.

Auf der AMD-Pressekonferenz auf der CeBIT zeigte nun AMD eine Folie, dass sich bei den Grafikkarten mit RV6xx-GPUs ein Soundchip bereits auf der Platine befindet. Inwiefern dieser bereits in den Grafikchip selber integriert ist oder ob es sich dabei um einen wahlweise vom Kartenhersteller zu verbauenden Audiochip handelt, ist noch unklar. Auffällig ist auch, dass ausdrücklich von den RV6xx und nicht vom R600 die Rede ist. AMD geht anscheinend nicht davon aus, dass jemand die High-End-Variante in HTPCs nutzen wird. Bei den bisher bekannten Leistungsaufnahmen und dem damit verbundenen Geräuschpegel ist das aber auch nicht wirklich verwunderlich.

Letztmalig war 1995 auf PC-Grafikkarten eine Soundlösung integriert. Der erste 3D-Grafikchip NV1 von NVIDIA, der auch für den späteren Einsatz in einer SEGA-Spielekonsole gedacht war, besaß ein im Grafikchip integriertes Sound-Blaster-kompatibles Soundsystem und einen Joypad-Anschluss für SEGAs Saturn System. Allerdings war die NV1 nicht sonderlich erfolgreich, da sowohl der Deal mit SEGA platzte, als auch die verwendete 3D-Technologie mit NURBS (Kurven und Flächen) inkompatibel zu den Polygonen von Microsofts DirectX war.


Quelle: Beyond3D
[ch]

Virtualisierung reduziert Nachfrage nach neuen Prozessoren

Die zunehmende Zahl an Highend-Systemen im Servermarkt könnte langfristig die Nachfrage nach Server-Prozessoren überdurchschnittlich senken. So erwartet man laut IDC, dass bis 2010 rund 4,5 Millionen Serversysteme weniger verkauft werden. Gleichzeitig steige aber die Nachfrage nach stärkeren Servern, die mittelfristig genügend Reservern für einen weiteren Ausbau beinhalten. Folglich dürften die Stückzahlen ausgelieferter Prozessoren eher abnehmen, während die Nachfrage nach leistungsfähigeren Chips gleichzeitig zunimmt. Die Serverbetreiber setzen mit diesen Systemen durch die Möglichkeiten der Virtualisierung darauf, durch virtuelle Server den Ansprüchen der Kunden zu genügen und die Anschaffungskosten für zusätzliche Hardware gering zu halten. Der Einsatz von Multi-Core-Technologien fördert diesen Trend; so soll bis 2010 die Zahl effektiver CPUs um rund 25 Prozent steigen. Gleichzeitig erwartet man, dass bis 2010 nur noch 1,7 Millionen Server ausgeliefert werden, die real rund 7,9 Millionen virtuelle Server betreiben.

Damit vereinfacht sich insbesondere der Betrieb großer Rechenzentren, die mehrere platzaufwändige Systeme in einem leistungsfähigeren Server zusammenfassen können. Durch den Trend zur geringeren Leistungsaufnahme dürfte zudem der Aufwand zur Versorgung mit Strom und kühler Luft abnehmen, was insgesamt erst einmal für sinkende Betreiberkosten spricht.

Gleichzeitig dürften in dieser Zeit aber gerade die Entwicklungskosten für die Datensicherheit enorm explodieren und den gewonnenen Vorteil beim gesparten Hardware-Betrieb wieder wettmachen. Konkret könnte man daraus ableiten, dass besonders Software-Entwickler speziell im Bereich Datensicherheit und Verschlüsselung in den nächsten Jahren verstärkt Zuwachs verzeichnen dürften, während die Hersteller von X86-Hardware eventuell ein ähnliches Schicksal erleiden könnten, wie die großen Produzenten von Mainframes und Großrechnern in den letzten Jahrzehnten.
[rl]

CeBIT 2007 wieder mit Besucherwachstum

Die Elektronikfachmesse CeBIT, die bis gestern in Hannover stattfand, konnte während der Ausstellungszeit wieder einen Besucherzuwachs verzeichnen. Nachdem 2006 lediglich 450.000 Interessierte auf die Messe pilgerten, fanden sich dieses Jahr nach offiziellen Angaben der Messeleitung rund 480.000 Besucher auf dem Gelände ein. Damit entspricht die Zahl der Besucher wieder dem Stand von 2005 und kann aus dem rückläufigen Trend vorerst ausbrechen. Zurückgegangen ist hingegen die Zahl der Aussteller von rund 6300 auf 6100, wobei jedoch der Auslandsanteil mit 3344 Ausstellern im Vergleich zu 3305 Austellern im vergangenen Jahr leicht zugenommen hat. Die Zahl der teilnehmenden Länder ist mit 76 (77 im Jahr 2006) etwa konstant geblieben, wohingegen sich die Menge der Fachbesucher um 14.000 auf nunmehr 379.000 erhöhte.

Damit konnte die CeBIT trotz vermehrt negativer Meldungen im Vorfeld recht gut abschneiden, was sich auch im Stimmungsbild der Aussteller zeigte. Abermals äußerte sich die Mehrheit überaus zufrieden und wird wahrscheinlich auch im nächsten Jahr wieder auf der Messe vertreten sein.

Gespannt sein darf man, wie das Konzept der CeBIT dann auf die Teilnehmer auf Aussteller- und Besucherseite wirken wird. Durch die zunehmenden Konkurrenz setzt die Messe eine um einen Tag kürzere Ausstellungszeit von Dienstag bis Sonntag an und will noch stärker in den Fachbesucherbereich vordringen, um sich von de Publikumsmesse IFA in Berlin und der Games Convention in Leipzig abzugrenzen. Ob das gelingt und die gewünschten Effekte mit sich bringt, bleibt vorerst abzuwarten.
[rl]

Mittwoch, den 21. März 2007

Neue Artikel online: CeBIT 2007 Nachlese

Nach kontinuierlichen Verlusten bei Ausstellern und Besuchern seit dem Platzen der Dotcom-Blase 2000 klingt die letzte CeBIT, wie wir sie kannten — zumindest nach den Vorstellungen der Messeleitung — langsam aus. Wie jedes Jahr wollen wir mit diesem Artikel auch heuer wieder die wichtigsten Dinge zusammenfassen — dieses Jahr in Form einer großen Bilderstrecke aus der Welt der Hardware. Auf den folgenden Seiten stellen wir die Impressionen, von Intels 3Series-Chipsätzen über aktuelle Grafiklösungen bis hin zu Zubehör im Artikel vor.



[rl]

iMac-Redesign in Arbeit?

Nach einem Bericht von AppleInsider soll das Design der iMac-Serie demnächst deutlich überarbeitet werden. Das derzeitige Erscheinungsbild stammt noch aus dem Jahr 2004, bei dem noch PowerPC-Prozessoren im Inneren verbaut waren. Das neue Aussehen, entwickelt vom Apple eigenen Design-Team unter dem mehrfach ausgezeichneten Jonathan Ive, soll deutlich schlanker und glatter als das bisherige sein. Weitere Details sind noch nicht bekannt.

Überarbeitet werden aber nur die 20"- und 24"-Widescreen-Modelle. Der momentane Einsteiger-iMac mit 17 Zoll Bildschirmdiagonale wird wahrscheinlich nach einiger Zeit als Education-Produkt eingestellt werden. Bereits im Februar berichteten wir über die geplanten Mobilcomputer von Apple, die Gerüchtküche spekuliert dabei über ein 15"-Macbook und ein ultraportables Gerät mit Flash-Speicher anstatt einer herkömmlichen Festplatte.
[ch]

Neue Wege zum Verbraucherschutz in Europa?

Nicht jeder kann sich derzeit über die Diskussion innerhalb der EU zum Thema Verbraucherschutz freuen. So sieht die Wirtschaft derzeit eher die Alarmglocken aufleuchten, wenn es darum geht, den Endkunden zu schützen. Im speziellen Falle handelt es sich um den Gerichtsstand beim Abschluss eines internationalen Geschäftes zwischen Anbieter und Kunde. Galt hier bisher das nationale Recht aus dem Land des Unternehmen, will die Europäische Union diesen Punkt in Zukunft gern kippen und stattdessen als Rechtsgrundlage die geltenden Gesetze im Land des Kunden für den Handel zugrunde legen.

Vorteile für den Kunden liegen auf der Hand: Er kann sorgenlos international einkaufen und sich dabei auf das Recht im eigenen Land verlassen, ohne das Risiko eingehen zu müssen, in etwaige Fallstricke fremder Rechtsgrundlagen zu tappen. Nachteile zeigen sich in diesem Zusammenhang allerdings schon für die Unternehmen, die in Zukunft nicht nur das Recht im eigenen Land beherrschen müssen, sondern außerdem die Rechtssysteme zahlreicher anderer Länder wie etwa China oder Russland. Allerdings stellt sich hier die Frage, wie weit dieser Punkt tatsächlich ein Nachteil darstellen würde, wenn man davon ausgehen, dass Unternehmen, die international handeln im allgemeinen sowieso mit dem Rechtssystem des betroffenen Landes vertraut sind.

Zudem ist für den Verbraucher nicht immer direkt ersichtlich, welches Land tatsächlich als Gerichtsstand gilt, sodass er vielleicht sogar unbewusst schon Geschäfte im Ausland getätigt hat. Besonders beim wachsenden Online-Versand dürfte dieser Punkt in Zukunft verstärkt auftreten.

Es stellt sich in diesem Zusammenhang aber direkt eine interessante Frage, welchen Hintergrund diese "Rechteumkehr" sonst haben könnte. So erregte in den letzten Jahren zum Beispiel der Handel mit digitaler Musik in russischen Onlineshops großes aufsehen, weil diese MP3-Dateien ohne Kopierschutz zu unschlagbar günstigen Konditionen in Europa vertreiben konnten, weil dort die Musikindustrie ihren Zwang zum Einsatz von Kopierschutzverfahren und Lizenzgebühren nicht rechtlich durchsetzen konnte. Würde als Rechtsgrundlage nun aber etwa das deutsche Recht des Kunden gelten, könnte man vielleicht über diesen Weg das Problem unerwünschter ausländischer Produkte lösen. Der Kunde würde sich beim Kauf faktisch strafbar machen.

Derzeit ist die Diskussion aber noch nicht vom Tisch. Ebenso sind noch nicht alle Details abschließend besprochen, sodass es verfrüht wäre, hier weiteren Spekulationen zu verfallen. In jedem Fall dürfte dieser Punkt aber von großem Interesse sein und muss weiter verfolgt werden.
[rl]

Kingston kündigt USB-Stick mit integriertem Memory Card-Reader an

Kingston Technology kombiniert mit dem DataTraveler Reader, erstmals einen USB-Stick mit einem Memory Card-Reader. Realisiert wird diese Idee durch einen USB-Stick mit Erweiterungsslot, in welchen die Memory Card eingelegt werden kann. Beim Anschluss an einen USB-Port werden dem DataTraveler zwei Laufwerksbuchstaben zugewiesen, einer für den internen Speicher, der andere für den Erweiterungsslot. Dadurch ist es auch möglich Daten direkt von der Memory Card auf den integrierten Speicher zu übertragen, und umgekehrt. Kompatibel ist der DataTraveler zu Windows 2000, XP und Vista sowie zu der Mac Plattform ab OS 10.x.

Das USB-Laufwerk erscheint in zwei möglichen Kapazitäten von 1 GByte und 2 GByte. Unterstützt werden Memory Cards im SD und MMC Format. Mittels eines optional erhältlichen Adapters können auch weitere Formate wie miniSD, microSD oder ähnliche eingelesen werden. Auf langen Reisen ohne PC auf welchem die Urlaubsfotos von der Kamera gespeichert werden können, ist der neue Kombi-Stick durchaus hilfreich. Nicht immer findet man, auf Anhieb Internet Cafés in welchen die Computer mit den nötigen Card-Readern ausgestattet sind.

Die Version mit 1GByte und der Artikelnummer DTCR/1GB soll für 20 Euro und die Version mit 2GByte, DTCR/2GB, für 34 Euro erhältlich sein. Zur Verfügbarkeit gab Kingston noch keine Auskünfte, jedoch finden sich schon erste Listungen, jedoch ist das Produkt bei noch keinem Anbieter lieferbar.


Autor:Byron
[pg]

Optimus Maximus ab Ende 2007 erhältlich

Nach längerer Zeit gibt es wieder Informationen von Art.Lebedev zur geplanten OLED-Tastatur. Demnach soll die finale Version nun über 114 2 x 2 cm große Tasten verfügen, die jeweils mit einem 32 x 32 Pixel großen farbigen OLED-Display ausgestattet sind. Neben den üblichen Tasten wird die Optimus Maximus auch 10 frei belegbare Funktionstasten besitzen. Programmiert wird die als USB-Mass-Storage-Gerät erscheinende Tastatur über eine mitgelieferte Software, so dass die Bilddaten in der Tastatur selber gespeichert sind. Als Erscheinungszeitraum wird nun November/Dezember 2007 angegeben, Vorbestellungen sind ab Ende diesen Monats für 1490 US-Dollar möglich.


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Musicload fordert Abschaffung von DRM

Im CeBIT-Rummel der vergangenen Tage etwas untergangen ist eine Meldung bei Heise online, dass die T-Online-Tochter Musicload zukünftig ebenfalls auf das DRM-freie Musikformat MP3 setzen will, wie es bereits Apple-Geschäftsführer Steve Jobs vor einigen Wochen gefordert hat. Nach Aussagen von Musicload erschwert das digitale Rechtemanagement (DRM) die legale Nutzung von Musik, da die Titel nicht auf jedem beliebigen Abspielgerät wiedergegeben werden können. Die weitere Entwicklung des Online-Musikvertriebs zum Massenmarkt könne nur mit offenen Standards erreicht werden.

Als Beispiel wurde seitens Musicload genannt, dass sich 3 von 4 Support Anfragen auf Probleme mit dem DRM zurückführen ließen. Im Endeffekt besteht die Front der DRM-Verfechter nur noch aus den vier großen Major-Labels, die meisten unabhängigen Labels setzen bereits seit geraumer Zeit auf die verbraucherfreundlicheren Formate wie z.B. MP3. So bietet die Plattenfirma der Fantastischen Vier "Four Music" seit Dezember sämtliche Titel der unter dort Vertrag stehenden Künstler als MP3-Dateien an, was in der kurzen Zeit zu einem Umsatz-Zuwachs von 40% führte. Das Argument, dass ungeschützte Musik zu einem Verkaufsrückgang führen würde, ist damit eindrucksvoll wiederlegt.

Dass man das Ganze bereits vor sechs Jahren hätte haben können, dürfte eigentlich allen außer den Musikbossen klar sein. Der große Erfolg der P2P-Tauschbörse Napster demonstrierte, dass es einen Markt für den Vertrieb von ungeschützter Online-Musik gab. Anstatt ein brauchbares Portal zu entwickeln, investierte die Musik-Industrie ihr Geld lieber in aufwändige Prozesse gegen Napster, Kazaa & Co, ließ teure DRM-Systeme entwickeln, die über kurz oder lang meist umgangen werden konnten und vergraulten die potentielle Kundschaft durch defekte Un-CDs und kriminalisierende Kino-Spots. Erst branchenfremde Unternehmen wie Apple führten zu einem langsamen Umdenken. Für den Verbraucher wäre ein Verzicht auf DRM-Technologien die beste Lösung. Und wenn die Kundschaft zufrieden ist, dann macht sich das auch in den Kassen der Unternehmen positiv bemerkbar.
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Dienstag, den 20. März 2007

CeBIT: AMD Better by Design

Noch vor einigen Tagen hörten wir von AMDs Jochen Polster, dass es bei AMD keine "Centrino-like"-Plattform geben wird, weil AMD an der Open-Platform-Strategie festhalte und Partnern damit alle Möglichkeiten geben möchte. Ein AMD Thema der CeBIT war dann das Projekt "Better by Design", ein ins Leben gerufenes Programm, welches Computersysteme - sei es Notebooks oder Desktop - mit Stickern ausstatten wird, um dem Käufer es zu erleichtern PCs im Markt zu identifizieren, welche "den besseren Erfahrungswert" besitzen.

Im Notebook-Bereich, wie auch im Desktop-Bereich wird es hierzu verschiedene Bundle-Lösungen geben, welche dann durch ein entsprechendes Logo geziert werden. Im mobilen Bereich gibt es z.B. die grundlegende Wahlmöglichkeit zwischen integrierter ATI oder NVIDIA Grafik. Dazu kann der Anwender dann noch entscheiden, ob er eine Wireless-Lösung von Atheros, Airgo oder Broadcom wünscht - zumindest sind diese Kombinationslogos möglich.

Im Desktop-Bereich gibt es entsprechende Sticker auf den Gehäusen dann Prozessor- und Grafikabhängig. Einmal hätte man ein Logo für FX-Prozessoren im Dual-Sockel, kombinierbar mit ATI-Crossfire oder NVIDIA-SLI, dann X2-Prozessoren kombiniert mit vorgenannten Dual-Grafikmöglichkeiten und schließlich X2-Prozessoren mit einer ATI- oder NVIDIA-Grafikkarte.

In beiden Fällen leuchtet es nun nicht wirklich ein, was bei diesen Kombinationen dem Anwender die Auswahl erleichtern könnte. Insbesondere die drei Wahloptionen im Notebook-Bereich unter den Wireless-Möglichkeiten dürften für den Interessenten eher verwirrend als Aufschlussreich sein und der nette "Fachberater" des nächstgelegenen Blödmarktes dürfte mit Fragen vielleicht auch schon ein wenig überfordert werden.

Zudem preist AMD derzeit die Atheros-Lösung gegenüber der Presse auf der Messe an, die sich anschicke deutlich schneller als Intel-Centrino-Lösungen zu arbeiten. Bei genauerem Betrachten der Details darf man dann allerdings erkennen, dass Intels Umsetzung auf 802.11g-Standard, die angepriesene Atheros-Lösung aber auf 802.11n-Standard setzt. Stellt sich mir als Kaufinteressenten doch die Frage, ob ich die versprochene, schnelle Performance auch bekomme, wenn ich ein Better by Design Logo mit Broadcom oder airgo Zusatz wähle - oder mache ich dann die "schlechtere Erfahrung"?

Die uns gezeigten Präsentationen eines Better by Design Systems waren - zumindest nach unserem Dafürhalten - für die Fachpresse nicht geeignet. Man stellte eine Systemkonfiguration mit X2 5200+ und AMD 690G-Chipsatz einem Intel Core2 Duo 6400 mit integrierter Grafik gegenüber. Man wollte uns schon freudig einen FarCry-Benchmark präsentieren und zeigte sich überrascht, als wir einen solchen Vergleich nicht wirklich spannend fanden, kannten wir das Ergebnis doch schon zuvor. Auch die dann durchgeführte Gegenüberstellung der optischen Bildvergleiche zwischen ATI- und Intel-Grafik empfanden wir nicht als spannend. ATI besitzt gegenüber Intel die bessere 3D-Grafikumsetzung. Das ist bestens bekannt, doch warum diese Darbietungen?

AMD sützt sich auf Marktzahlen von Mercury Research aus dem Jahr 2006, welche sich mit dem Absatz von integrierten und diskreten Grafiklösungen in Notebooks und Desktoprechnern befasst. Demnach wurden im Desktop-Bereich ca. 60% aller verkauften Systeme mit integrierter Lösung und im Notebook-Segment ca. 75% aller verkauften Systeme mit onboard-Grafik verkauft. AMD zieht daraus den Schluss, dass 75% der Notebook-Besitzer und 60% der Desktop-Eigentümer mit integrierter Grafik spielen.

Wir glauben, dass AMD hier einem Trugschluss unterliegt, was wir auch zum Ausdruck brachten. Es dürfte vielmehr umgekehrt sein, dass die Spieler, sieht man von Solitär, Mahjongg oder Tetris einmal ab, sich irgendwo im 40%-Segment beim Desktop und im 25%-Segment bei Notebooks tummeln werden - High-End-Vertreter ohnehin deutlich darunter. Die versprochenen schönen und besseren Grafiken werden bei entsprechenden Spielen auf der aktuellen, integrierten 690G-Lösung letztlich nur dazu führen, dass das Spiel nicht spielbar wird.

Wie dem auch sei - in Bälde wird der Käufer von AMD-basierenden Notebooks nun auch ausreichend Klebesticker vorfinden - ebenso bei Desktop-Computern. Abseits von all dem Marketing setzt AMD damit ein Stück weit Zeichen für den Käufer, dass er aufeinander abgestimmte Komponenten im System mit diesen Stickern vorfindet. Das darf man als lobenswert hervorheben, solange es dann den Tatsachen entspricht. Spätere Kundenzufriedenheit beginnt nämlich meist schon bei der eigenen Validierung und dem eigenen Qualitätsgedanken und da kann man es häufig nicht allen Partnern Recht machen und eben an solchen Punkten kann eine Open-Platform-Strategie scheitern.
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CeBIT: OCZ zeigt das "Eingabegerät" der anderen Art

NIA ist OCZs Geheimwaffe, mit welcher man den PC-Bereich - insbesondere den Gaming-Bereich - attackieren möchte. NIA steht für Neural Impulse Actuator, was frei Übersetzt einer Nervenimpulswandler entspricht. Ursprüngliche Ausrichtung dieser Entwicklung war es laut OCZ, behinderten Menschen PC-Eingaben ohne Tastatur oder Maus zu ermöglichen. OCZ sieht hier allerdings auch ganz andere Einsatzmöglichkeiten und zeigte, dass es möglich ist Unreal Tournament ohne Maus oder Tastatur zu spielen.

Eine Box, ein Kabel zum Rechner und ein Kabel zu einem Stirnband - das ist die vorhandene Peripherie, mittels welcher der OCZ Mitarbeiter ein UT-Deathmatch präsentierte und in seiner späteren Pause, entspannt ein Spielchen Pong verrichtete.



Über das Stirnband sollen elektrische Nerven- und Muskelsignale aufgezeichnet werden, welche in drei verschiedene Gruppen - Augen, Gehirn und Gesichtsmuskeln - unterteilt werden. Diesen ermittelten Signalen stellt die Software dann letztlich PC-Reaktion gegenüber. In diesen groben Zügen erklärte man uns das Funktionsprinzip. Die Abstimmung der Software auf die jeweilige Person bedarf nur wenige Minuten. Dr. Michael Schuette meinte flachsend, dass er noch nie so gut in diesem Unreal Spiel gewesen sei.

Noch innerhalb der nächsten 12 Monate, die Rede war evtl. noch vor Ende diesen Jahres, möchte OCZ dieses Projekt in den Markt bringen. Die Hardware sei hierbei die geringste Sorge des Herstellers. Man stehe momentan noch in Lizenzverhandlungen. Sobald diese abgeschlossen seien, will man das Gerät für einen Endkundenpreis zwischen 250 und 300 US-Dollar in den Markt bringen, dann sogar in einer Wireless-Version, mit kleinerer Box.

Man darf natürlich gespannt sein, wie ein solches "Eingabegerät" bei der Gaming-Gemeinde ankommt. Fest steht, dass es im absoluten Gegensatz zu Nintendos Wii Fitnessgedanken steht ;).
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Gerüchte um 65-nm-Fertigungsprozess beim R600