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Mittwoch, den 30. April 2003

Ausblick auf VIAs kommende Southbridges

Derzeit findet sich auf Mainboards mit VIA Chipsätzen in der Regel die aktuelle Southbridge VT8235. Ihr Nachfolger in Form der VT8237 steht jedoch bereits in den Startlöchern und auch über die darauf folgende VT8239 ist schon einiges bekannt.

Die zur Zeit verbaute VT8235 kann mit Hilfe der VIA eigenen 8x V-Link-Technik oder per PCI Bus an die Northbridge angebunden werden. Sie bietet zwei ATA133 Anschlüsse für bis zu 4 Festplatten, 6 USB2.0 Ports, 10/100Mbit LAN und 6-Kanal AC'97 Audio. Der Chip kommt mit 478 Pins und in BGA Bauform daher.

Betrachtet man die neue VT8237 Southbridge, so bietet sie im Vergleich zu ihrer Vorgängerin eine ganze Reihe an Neuerungen. Ihre Bauform ist ebenfalls BGA, ihre Pinzahl beträgt nun allerdings 539. Aus diesem Grunde ist leicht zu erraten, dass sie nicht pinkompatibel zur VT8235 sein kann. Als Anbindung zur Northbridge wird VIAs Ultra V-Link eingesetzt. Vorgesehen ist die VT8237 für Athlon XP Lösungen, den KT600 für Athlon XP CPUs und die Pentium 4 Chipsätze ab PT880. Der Neuling bietet einen ATA133 Anschluss für bis zu zwei HDs, zwei Serial-ATA150 Ports und einen weiteren Kanal, der wahlweise als ATA133 Anschluss oder SATA150 Port genutzt werden kann. Außerdem beherrscht der Chip die RAID-Funktionen 0, 1 und 0+1. Als weitere Anschlussmöglichkeiten stehen 8 USB2.0 Ports zur Verfügung, von denen einer als PC-to-PC Verbindung eingesetzt werden kann (falls das Gegenüber die gleiche Technik besitzt). Die weiteren Features wie Sound und LAN sind identisch zur VT8235.

Die später folgende Southbridge VT8239 wird pinkompatibel zur VT8237 sein, somit ebenfalls über Ultra V-Link angebunden werden. Sie wird bis zu 8 Festplatten unterstützen, bestehend aus zwei ATA133 Anschlüssen für 4 Laufwerke, sowie 4 SATA150 Geräten. Die RAID Funktionen 0, 1 und 0+1 werden ebenfalls vorhanden sein. Die Zahl der USB2.0 Anschlüsse (incl. PC-to-PC) und die Art der LAN-Funktion bleibt unverändert zur VT8237, die größte Veränderung erfolgt im Bereich der Soundeinheit. Hier wird 96K/20bit 6-Kanal Audio und UAA/Azalia Advanced Audio geboten. Mit ersten Samples des Chips sollte im dritten Quartal diesen Jahres gerechnet werden, die Markteinführung sollte dann Anfang 2004 erfolgen. Vorgesehen ist die VT8239 für die Athlon 64 Northbridge K8 PCIE und den P890 für Pentium 4 CPUs.
[cm]

Infineon zieht nach Österreich um und beginnt die 110nm-Fertigung

Der Speicherhersteller Infineon gab bekannt, dass man zunächst den Unternehmensbereich Automotive and Industrial Electronics Group ins österreichische Villach verlegen wird, um so zum Einen der Dezentralisierung einen weiteren Schritt entgegen zu kommen und zum Anderen gleichzeitig die Effizienz des Unternehmens zu erhöhen. Allgemein scheint man sich bei Infineon vielleicht angeregt durch die momentane Wirtschaftslage auf einem "Spar-Trip" zu befinden. So plant man unter anderem laut EETimes das Sparprojekt Impact2, mit dessen Hilfe über 500 Millionen Euro eingespart werden sollen. Im Rahmen des Geschehens sollen gleichzeitig weltweit bis zu 900 Arbeitsplätze gestrichen werden.

Man strebe eine stärkere Präsenz in den USA und Asien an, die zum Beispiel mit dem Bau einer neuen Zentrale in Singapur im Wert von über 1,5 Milliarden Euro und der Beschäftigung von etwa 2000 Mitarbeiten seinen Anfang finden soll. Eine weitere Zweigstelle soll auch an der amerikanischen Ostküste entstehen.

Mit dem Beginn der 110nm-Fertigung auf 300 Millimeter-Wafern setzt man den Sparkurs fort und will so im Laufe des Jahres den Selbstkostenpreis von 256 Mbit-Chips auf bis zu 4,50 US-Dollar senken. Die Serienproduktion sei bereits angelaufen und erste Chips von Intel validiert. Mit dieser neuen Fertigungstechnologie, die eine Produktionssteigerung um bis zu 50 Prozent pro Wafer ermöglicht, erwartet man Ersparnisse von bis zu 30 Prozent im Vergleich zur bisherigen 0,14 Mikron-Technologie.
[rl]

ATI Radeon 9800 Pro Grafikkarten ab Anfang Mai im Handel

Wie wir erfahren konnten, werden in den nächsten Tagen die Radeon 9800 Pro Modelle von Guillemot und Sapphire in den deutschen Handel gelangen.

So wird die Karte von Sapphire zu einem Preis um 499 EUR über den Ladentisch wandern und dafür gleich mit zwei Spielen wie Tony Hawks Scater Pro 3 und Medieval ausgestattet sein. Zusätzlich soll es allerdings auch eine "Lite"-Variante ohne das Spiele-Paket in neutraler weißer Verpackung geben, die den Geldbeutel um etwa 40 EUR weniger erleichtern wird.

Die 3D Prophet 9800 Pro von Guillemot wird sich zwischen beiden Preisen einreihen und schlägt mit circa 479 EUR zu buche. Beide Karten werden mit 128 MB DDR-Speicher ausgestattet sein und sowohl einen VGA bzw. DVI Anschluss und einen TV-Ausgang bieten. Weitere Information zu den Grafikkaten und Benchmarks findet man auch in dieser und dieser News.
[rl]

Großes Grafikkarten-RoundUp @ 3DCenter

Unsere Partner von 3DCenter haben sich in einem sehr umfangreichen RoundUp einmal alle derzeit und demnächst erhältlichen Grafikkarten angeschaut. Von nVidias GeForceFX 5200 bis zu ATIs Radeon 9800 Pro waren so gut wie alle Zwischenstufen vertreten und konnten in den Benchmark-Vergleichen beweisen, was in ihnen steckt. Dabei ging es nicht um die Leistung in synthetischen Benchmarks wie 3DMark2001 sondern um echte Performance in aufwendig erstellten Timedemos und Testbedingungen, die möglichst nah an die Realität heran reichen. Auch die Bildqualität stand im Blickpunkt des Tests und rundet den Artikel erfolgreich ab. Auf jeden Fall ein Muss für alle, die einen unabhängigen Performance und Qualitätsvergleich der aktuellen Errungenschaften aus dem Hause nVidia und ATI suchen.
[rl]

Dienstag, den 29. April 2003

Computex 2003 wird wahrscheinlich verschoben

Aufgrund der SARS Problematik in Teilen des asiatischen Raumes haben sich nun die Teilnehmer entschlossen, lieber um einen späteren Termin als den 2. bis 6. Juni für die Computex 2003 zu bitten. Dies geht einem Bericht der DigiTimes hervor, nach dem über zwanzig Firmen (unter ihnen auch ECS, MSI, Gigabyte und VIA) eine Petition unterzeichnet haben, um die verantwortlichen TCA und CETRA zum Aufschub zu bewegen.

Obwohl die Folgen der Lungenkrankheit in Taiwan wesentlich geringeren Ausmaßes als in den Krankheitszentren in China sind, hätten sich bereits viele Teilnehmer ausdrücklich gegen einen Besuch entschieden. So können die beteiligten Unternehmen nur noch hoffen, dass man möglichst schnell zu einem endgültigen Entschluss kommt, um die finanziellen Verluste möglichst gering zu halten. Entscheidungen sollen noch diese Woche fallen.

Des Weiteren berichten TheInquirer bereits, dass die Absage im Juni schon beschlossene Sache sei. Gründe seien unter anderem die Anweisung der taiwanischen Regierung, die mögliche Gefahr der Verbreitung im derzeit SARS freien Raum möglichst gering zu halten. Ein neuer Termin sei zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht festgelegt, solle jedoch noch im Mai bekannt gegeben werden. Auf der offiziellen Homepage der Computex ist im Moment noch kein Hinweis zum Thema zu finden.

Update: Wie uns verschiedene Quellen bestätigten, ist der Aufschub bereits offiziell bestätigt worden. Die Computex soll nun nach unseren Informationen wahrscheinlich in den Zeitraum September/ November verschoben werden. Wenn wir genaueres erfahren haben, werdet ihr es hier lesen können.
[rl]

Montag, den 28. April 2003

SiS trennt sich wahrscheinlich vom Grafiksektor

Nach einem Bericht der DigiTimes wird Silicon integrated Stategies (SiS) sich Ende Mai oder Anfang Juni wahrscheinlich vom Grafik- und Multimediasegment trennen und ein mit UMC zusammen neu gegründetes Unternehmen Tu Chiang Technology zukünftig mit diesem Geschäftsbereich beauftragen. Vorsitzender wird dem Bericht zufolge Jackson Hu, welcher bis jetzt führende Positionen bei UMC besetzte. Somit wird Tu Chiang die erste taiwanische Grafikschmiede und soll von SiS zunächst mit etwa 500 bis 600 Millionen US-Dollar gestützt werden. Man erwartet jedoch recht schnell Gewinn bringende Umsätze.

UMC hatte vor einiger Zeit bereits aufsehen erregt, als man einen beträchtlichen Anteil am Unternehmen SiS erwarb (siehe hier). Schon damals vermuteten wir eine verstärkte Einflussnahme des taiwanischen Halbleiter-Herstellers auf das Unternehmen, eventuell um gegen die gleichsprachige Konkurrenz aus dem Hause TSMC besser bestehen zu können.
[rl]

ATI präsentiert zwei neue Chipsätze für den Pentium 4 zur Computex

Der kanadische Chipsatz-Hersteller ATI wird nach berichten der X-bit labs wahrscheinlich Anfang Juni zur Computex 2003 den RS300 Chipsatz für Intels Pentium 4 Northwood und Prescott Prozessoren vorstellen. Er soll FSB800 und HyperThreading unterstützen und kommt mit einem DDR400 Dual-Channel Interface. Weiterhin bietet man neben AGP 8X Support für externe Grafikkarten den integrierten DirectX 8.1 Chip RV250 bzw. Radeon 9000 und dürfte so eine durchaus leistungsfähige Grafik gleich von Haus aus mitliefern.

Zusätzlich zum RS300 wird es wohl auch eine "Light"-Variante, genannt RS300VE, geben, die nur ein einfaches Singel-Channel DDR-Interface bieten wird. Im Gegensatz zum nForce2 400 beim Sockel A, der ja auch nur mit einem Speicherkanal ausgestattet sein wird, dürfte sich für den Pentium 4 die fehlende Bandbreite jedoch weitaus schwerwiegender auf die Performance auswirken.

Nach aktuellen Informationen scheinen insbesondere MSI und FIC an Mainboards auf Basis der neuen Chipsätze interessiert zu sein. Genauere Details sind derzeit jedoch noch nicht verfügbar.
[rl]

Epox bringt KT400A Mainboards kommende Woche

In Ergänzung zu unserer Nachricht von letzter Woche erfuhren wir nun von Epox den offiziellen Erscheinungstermin der kommenden Mainboards auf Basis des KT400A und des KT600. So wird unter der Bezeichnung 8K9A9I schon nächste Woche das erste KT400A Mainboard für AMDs Sockel A erscheinen. Es wird mit FSB333, DDR400 und VIAs VT8235 Southbridge kommen, welche wohlgemerkt noch kein Serial-ATA unterstützen wird. Eine Version 8K9A9I+ mit Serial-ATA wird voraussichtlich Ende Mai folgen. Der empfohlene Verkaufspreis des 8K9A9I beläuft sich auf etwa 99 EUR.

Ebenfalls schon ab Ende Mai oder Anfang Juni sollen schließlich das 8KRAI und 8KRA2+ auf Basis des KT600 Chipsatzes erscheinen, die schließlich auch offiziell FSB400 unterstützen werden. Diese Boards werden vermutlich mit der VT8237 Southbridge ausgestattet sein und sollen bereits von Anfang an Serial-ATA Anschlüsse bieten. Zugleich werden sie wohl die letzte Generation für den Athlon XP repräsentieren, bis schließlich im September der Athlon 64 folgen wird. Zu geplanten Preisen war diesbezüglich derzeit leider noch nichts zu erfahren.
[rl]

NV30 und die Mär vom "Bildschirmschoner-Bug"

Wir hatten seinerzeits schon ein Paar Tests zum "Bug" im Detonator Treiber 43.45 getätigt und kamen zu dem Ergebnis, dass um den angeblichen "Bug" viel zu viel Wirbel gemacht wurde. Doch um was geht es eigentlich?

Die GeForceFX 5800 Ultra Karten mit dem NV30 Chip von nVIDIA arbeiten in zwei verschiedenen Geschwindigkeitsmodi. Es gibt einen 2D-Betrieb, bei welchem mit langsamen Takten gearbeitet wird und der Lüfter gänzlich abschaltet. Darüber hinaus gibt es dann einen 3D-Betrieb, in welchem die Karte mit maximalem Takt betrieben (und sehr heiß) wird und der Lüfter läuft, um die Karte zu kühlen. Diese Technik führte nVIDIA mit der GeForceFX Serie ein, wobei die Unterscheidung zwischen 2D und 3D Modus von der Software, sprich vom Treiber her gesteuert wird.

Mit dem Aufkommen des 43.45 Treibers wurde im Web über einen gefährlichen Bug berichtet, welcher die teure Karte beim Einsatz eines 3D Bildschirmschoners angeblich durch Überhitzung beschädigen und schrottreif machen kann. Grund für die hohen Temperaturen ist das Aussetzen des Lüfters, obwohl die Karte im 3D Betrieb und damit auch mit maximalem Takt läuft.

Zu der Zeit testeten wir selbst nach und kamen zu dem Ergebnis, dass der angeblich so gefährliche Bug in Wirklichkeit mehr eine kleine Fliege ist, als ein lausiger Käfer. Denn die Karte kühlte sich beim Erreichen von einer Temperatur von 105°C durch das Einschalten des Lüfters wieder herunter. Auch von den berichteten Bildfehlern bekamen wir beim Bildschirmschoner nichts zu sehen.

Einige Anwender sehen aber diese 105°C schon als sehr kritisch an und meinen, dass dies auf Dauer die Karte dennoch schädigen wird. Wir kontaktierten hierzu Hersteller nVIDIA und machten uns ein wenig über Temperaturwerte zum NV30 schlau. Dabei erfuhren wir, dass der Chip 140°C ohne Schaden zu nehmen aushalten kann. Darüber hinaus ist eine Beschädigung möglich, wobei das Erreichen solcher Temperaturen sehr schwirig sein dürfte, da sich der Chip bei so hohen Temperaturen automatisch heruntertaktet. Der Chip kann im 2D Betrieb nicht überhitzen, da ein Mechanismus eingebaut ist, welcher den Lüfter bei zu hohen Temperaturen auch im 2D Betrieb anlaufen lässt. Im 3D Betrieb läuft der Lüfter in der Regel immer, wobei nach den nVIDIA Angeben die "maximum performance" eine Temperatur von unter 100°C benötigt.

Letztendlich hat sich durch unsrige Tests und die Antwort von nVIDIA gezeigt, dass der Kühlmechanismus des NV30 Chips durch die integrierte Temperaturdiode sehr gut funktioniert und es so zu keinem Computerschrott kommen sollte, egal welchen Treiber man verwendet. Und auch die von uns erreichten 105°C sehen wir als unkritisch an, auch wenn ein 3D Bildschirmschoner dauerhaft laufen sollte und diese Temperatur für eine gewisse Zeitspanne am Chip anliegt.

Update: Wie uns nVIDIA soeben mitteilte, arbeitet man schon an einem neuen Treiber, welcher neben Bugfixes (eben auch zu diesem Problem) auch deutliche Geschwindigkeitsverbesserungen mit sich bringen soll. Allerdings dürften sich die Leistungssteigerungen wohl nur auf die GeForceFX Karten beziehen, weswegen der Treiber möglicherweise auch Detonator FX betitelt werden wird.
[mg]

Sonntag, den 27. April 2003

nVidia nForce2 400 und nForce2 400 Ultra

Bei den X-bit labs ist seit kurzem eine Meldung zu nVidias "kommenden" Chipsätzen zu lesen, laut der man anscheinend plant, zwei neue Versionen des nForce2 herauszubringen. Diese würden dann wohl die Namen nForce2 400 Ultra und nForce2 400 tragen, von denen letzterer angeblich nur ein DDR400 Single-Channel Interface beinhalten wird, wenngleich nVidia bislang noch keinerlei Erfahrungen auf dem Sektor "Single-Channel DDR-Chipsatz" vorzuweisen hat.

Ursächlich für den Plan, einen Chipsatz mit Single-Channel DDR-Interface einzuführen, soll die Kostensituation sein. Anscheinend sieht man den Hauptkostenfaktor in den zwei Speicherkanälen, wodurch die Kosten für die Produktion wegen der aufwändigen Verlegung der Leiterbahnen ungünstig beeinflusst werden. So soll der nForce2 400 in seiner Performance wohl in etwa vergleichbar zu aktuellen Chipsätzen von VIA sein und sich so seinen Platz im "Low-Cost" Segment erkämpfen, wenngleich VIA diese Bezeichnung hier gar missfallen möchte.

Es darf definitiv davon ausgegangen werden, dass der demnächst präsentierte nForce2 400 Ultra mit FSB400 Support sich bereits in aktuellen Mainboards wieder findet, welche bereits offiziell mit DDR400 FSB werben und meist als Revision 2.0 angepriesen werden. Zu diesem Punkt werden wir in unserem in Bälde erscheinenden Review des ASUS A7N8X Rev. 2.0 eingehen. Aussagen der Mainboard-Hersteller, ältere Revisionen durch BIOS-Updates FSB400 fähig zu machen, sind aus unserer Sicht zwar möglich, aber dann aus technischer Sicht wohl nur auf Kosten der Performance mit deutlich reduzierten Chipsatz Latenzen.

Und obwohl derzeit also auch nForce2 Chipsätze im Markt sind, welche bereits "offiziell" einen DDR400 FSB unterstüzen, so mag sich als Grund für die neue Namensgebung das Erscheinen der Single-Channel DDR-SDRAM Lösung finden, um beide Northbridges deutlich voneinander zu unterscheiden.

Allerdings könnte ein möglicher Grund für die "Umbenennung" auch eine Kombination dieses Chipsatzes mit der neuen Southbridge sein. Eventuell nutzt nVidia die Einführung der nForce2 400 (Ultra) Chipsätze als Anlass für den Start der neuen Southbridge MCP2-S, die dann auch mit Serial-ATA und Gigabit Netzwerk kommen soll und damit alle derzeit erdenklichen Möglichkeiten eines aktuellen Peripherie-Controllers bietet.
[rl]

Webweites

Unsere Partner von Au-Ja! haben neben dem bereits unten erwähnten Review des Asus A7N8X auch noch einen Bericht über die MSI Ti4800SE 8X-Grafikkarte mit GeForce4 Ti4800SE-Chip anzubieten. Der Ti4800SE ist nichts anderes als die AGP 8x-Variante des Ti4400 und so verwundert es nicht, dass sich die Karte exakt in dessen Leistungsregionen bewegt. Bekanntermaßen sind die Unterschiede zwischen AGP 4x und 8x oft genug nicht einmal meßbar. Die Pluspunkte verglichen zur Ti4400 findet man in einem deutlich leiseren Lüfter sowie dem reichhaltigen Lieferumfang. Angesichts des Preis-Leistungs-Verhältnisses vergaben die Kollegen ihren "Editor's Choice".

Die LostCircuits haben sich den neuesten CPU-Kühler aus dem Hause Zalman angesehen. Der CNPS7000-AlCu ist, wie der Name schon nahelegt, ein Kupfer-Aluminium-Hybrid-Kühler, was neben dem geringeren Gewicht verglichen zu einem Vollkupferkühler evtl. noch weitere Vorteile mit sich bringt, da Kupfer die Wärme der CPU schneller aufnehmen und das Aluminium diese Wärme schneller wieder an die Luft abgeben kann als das jeweils andere Metall. Und tatsächlich konnte der CNPS7000-AlCu im direkten Vergleich zum sonst identischen Vollkupfermodell leicht bessere Werte erzielen. Nebenbei passt der CNPS7000-AlCu nicht nur auf die Sockel 478-Prozessoren von Intel, sondern ist auch ein ganz heißer Tip für die bald kommenden Athlon 64-CPUs von AMD.

Bei der Spielflut finden wir Einzelheiten zum Egoshooter Devastation. Basierend auf der aktuellen Unreal-Engine werden ein Action-, ein Simulations- und ein Multiplayermodus geboten. Zweiterer ist realitätsnäher als Ersterer, bei dem man sich trotz zahlreicher aufgesammelter Waffen und Munition ungehindert bewegen und zielen kann, weiterhin muss auf Friendly Fire geachtet werden. Der Multiplayermodus wiederum bietet die auch von anderen Titeln bekannten Varianten "Deathmatch", "Teamdeathmatch" und "Capture the Flag". Zusätzlich gibt es hier noch "Territories", bei dem mit Hilfe eines "Brüters" Personen aus dem eigenen Team wieder ins Leben zurückgeholt werden können. Ziel dieser Variante ist es nun, den Brüter der Gegenseite zu zerstören. Dazu muss zuerst ein Sicherheitscode aus einem Computer beschafft werden, mit dem man wiederum dann einen Laserzaun ausschalten kann, der die Basis des Gegners verbarrikadiert etc. - für reichlich Abwechslung ist also gesorgt. Lediglich die nicht voll umgesetzten Möglichkeiten der Unreal-Engine sowie der eher eintönige Soundtrack trübten den Eindruck des Testers ein wenig, der Devastation ansonsten überwiegend Positives abgewinnen konnte.
[vw]

Asus A7N8X Deluxe Review @ Au-Ja.org

Unsere Partner bei Au-Ja! haben sich das Asus A7N8X nForce2 Mainboard in einem ausführlichen Review einmal unter kritischem Blick angeschaut und auf Herz und Nieren geprüft. Dabei widmete man sich unter anderem ausführlich dem Layout und schaute auf die bisher bemängelten Probleme des nForce2 und deren (erfolgreiche) Lösungen. Hier ein kleiner Auszug aus dem Review:

Wir wollten einfach keine Jubel-Tiraden ob der erstaunlichen Performance des Dual-Renners vom Zaun brechen, ohne uns über die Standfestigkeit wirklich sicher zu sein. Insbesondere auf die vermeintlichen Probleme beim Brennen von CDs und die damit im Zusammenhang stehende PCI-Auslastung von über 50 Prozent gehen wir in unserem Asus A7N8X Deluxe-Review ein.


[rl]

Computex 2003 wird von SARS bedroht?

Eine der größten IT-Fachmessen der Welt, die vom 2. bis 6. Juni in Taipei stattfinden sollte, scheint nach einem Bericht der DigiTimes in Gefahr zu sein. Zum allgemeinen Besucherrückgang scheint nun auch noch SARS hinzu zukommen, um den Sponsoren wie der Taipei Computer Association (TCA) das Leben schwer zu machen. Nach deren Aussagen überlege man, die Messe eventuell auf September zu verschieben oder vielleicht sogar gänzlich ausfallen zu lassen, da viele Teilnehmer wohl bedenken wegen der Lungenkrankheit äußerten und deshalb wahrscheinlich nicht erscheinen würden. Offiziell war Taiwan nach unseren Informationen von der Krankheit nur im geringen Maße betroffen, so dass ein Ausfall des Events nach diesem Gesichtspunkt eventuell nicht gerechtfertigt wäre.

Eine endgültige Entscheidung ist nach kommendem Dienstag zu erwarten. Bis dahin läuft eine Umfrage unter den Teilnehmern zur Problematik, nach deren Ausgang sich wohl der weitere Verlauf richten wird. Fakt scheint jedoch, dass, egal wie man sich entscheidet, die Computex dieses Jahr nur schwer an die vorangegangen Erfolge anknüpfen können wird. Man berichtete bereits von einem Rückgang um über 60 Prozent.
[rl]

Sony bringt neue MemorySticks mit 1 GB im Mai

Bereits vor einiger Zeit stellte Sony neue MemorySticks vor, deren Verfügbarkeit jedoch noch unbekannt war. So soll der MemoryStick PRO, der inzwischen im Handel zu finden ist, mit Kapazitäten von 256 MB, 512 MB und 1 GB kommen und inkompatibel zu den älteren Modellen sein. Die empfohlenen Verkaufspreise liegen um 180 EUR für 256 MB bzw. 360 EUR für 512 MB bzw. 720 EUR bei 1 GB Speicherkapazität. Wirklich verfügbar scheint im Moment jedoch nur die 256MB-Variante zu sein.

Zusätzlich werden zwei weitere Varianten MemoryStick SELECT und MemoryStick DUO erscheinen, die ab 5. Mai offiziell erhältlich sein sollen. Der Speicher des MemoryStick SELECT eine maximale Kapazität von 256 MB haben, die allerdings nur per Wahlschalter als zwei getrennte 128 MB Bereiche angesprochen werden können. Gründe hierfür sind wohl die begrenzten Möglichkeiten der Speicheradressierung. Er wird zu einem empfohlenen Verkaufspreis von etwa 170 EUR in den Handel kommen.

Der MemoryStick DUO, welcher bereits im September letzten Jahres vorgestellt wurde und eigentlich auch schon eher erscheinen sollte, kommt in besonders kleiner Bauform und besitzt 64 MB Speicher. Er wird gemeinsam mit einem Adapter ausgeliefert, um ihn auch in die sonst für MemorySticks üblichen Slots stecken zu können. Der Verkaufspreis soll bei etwa 75 EUR liegen.
[rl]

Samstag, den 26. April 2003

AMD bringt einen Duron-Nachfolger namens Thorton?

Nachdem es für den ursprünglichen Low-Cost Prozessor AMD Duron seit über einem Jahr keine Neuigkeiten mehr gibt und wohl auch nicht geben wird, tauchte der Verdacht auf, dass man eventuell einen abgespeckten Barton Prozessor zukünftig als Kandidat für das preiswertere Marktsegment anbieten könnte. Dazumal zeigte man bei PC Watch eine inoffizielle Roadmap, die diesen neuen Prozessor enthielt und ein erscheinen für Mitte diesen Jahres vorhersagte.

Die X-bit labs haben das Thema aufgegriffen und nun festgestellt, dass das BIOS das Abit NF7-S wohl bereits den Thorton unterstützt. "Fixes incorrectly detect Thorton 2600+(166x12.5)CPU in Softmenu" ist auf deren Homepage zu lesen. Demnach erkenne es sogar die korrekte Modell Nummer Thorton 2600+ bei einem CPU-Takt von 2075 MHz und FSB333 aus, was einem Thoroughbred 2600+ entsprechen würde. Den Vermutungen nach, käme der Thorton basierend auf dem aktuellen Prozessor-Kern Barton wie der T-Bred mit 256 KB L2-Cache. Gegenüber den X-bit labs habe AMD sogar bestätigt, dass man in der Lage sei, einen Teil des Caches zu deaktiveren, was die Wahrscheinlichkeit für die zukünftige Verfügbarkeit einer solchen CPU unter Umständen etwas erhöhen würde. Man sollte aber auch nicht ausschließen, dass es sich schlicht und einfach um einen Druckfehler auf Seiten Abits handeln könnte.

Fraglich ist allerdings, ob sich AMD die Einführung so hoch getakteter Prozessoren auf dem Preisniveau eines Durons, die selten über 60 EUR gekostet haben, überhaupt leisten möchte. Man vermutet jedoch, dass AMD noch auf die nächsten Celeron Prozessoren mit Taktraten um 2,6 GHz wartet, um dann einen günstigen Konkurrenten für den Low-Cost Markt entgegensetzen zu können. Derzeit müssen wir diese Auslagen allerdings noch als Gerüchte werten, da weder in der offiziellen Roadmap von AMD etwas von einem solchen Prozessor zu lesen ist, noch offizielle Pläne in dieser Richtung bekannt gegeben wurden.
[rl]

MemorySolutioN präsentiert PC3200 Module

Nachdem Intel mit dem i875P Canterwood einen DDR400 Dual-Channel Chipsatz eingeführt hat und durch deren Mitwirken DDR400 standardisiert wurde, kommen nun nach und nach auch die ersten Speicher-Hersteller und bringen Module, die sowohl diesem Standard offiziell entsprechen als auch von Intel für den Einsatz mit diesen Chipsätzen zertifiziert wurde.

MemorySolutioN folgte mit den neuen takeMS PC3200 Modulen damit Kingston, die vor einiger Zeit bereits Produkte nach diesen Richtlininen vorstellten. Sie sind unbuffered und werden mit Kapzitäten von 256 und 512 MB und CL2,5 Timings im DDR400 Betrieb (2,5-3-3) erscheinen. Des Weiteren seien sie für den Dual-Channel Betrieb geprüft und nach hohen Qualitätsforderungen gefertigt. Das Unternehmen gewährt auf diese Produkte eine Garantie von 10 Jahren.

Die Speicher-Module sollen ab sofort verfügbar sein und dürften zwischen 50 EUR (256 MB) und 100 EUR (512 MB) kosten.
[rl]

GlobalWin stellt CAK4-88T in Europa vor

Die neueste Generation von GlobalWin Luftkühlern konnte man bereits auf einer Vielzahl von Messen sehen, mit der Verfügbarkeit in hiesigen Läden sah es allerdings schlecht aus. Dies soll sich nun mit dem CAK4-88T ändern. Hierbei handelt es sich um einen Vollkupferkühler mit einem 80 mm Lüfter und zahlreichen Verbesserungen im Vergleich zu früheren Modellen.

Die dünnen 40 mm hohen Kupferlamellen wurden direkt aus einem massiven Kupferblock herausgeschnitten um eine optimalen Wärmetransport von der Grundplatte in die oberen Regionen des Kühlers zu gewährleisten. Auf dem eigentlichen 70 x 66 mm Kühlkörper wurde ein von GlobalWin patentierter Lüfteradapter - der I-Storm Adapter - platziert, der eine optimalere Wärmeabfuhr aus dem Zentrum des Kühlkörpers ermöglichen soll. Als weiterer Vorteil resultiert daraus die Verwendung eines 80 mm Lüfters, der geräuschärmer als kleinere vergleichbare Modelle arbeitet. Am Bodenkörper befindet sich zudem ein Temperatursensor, an den die Drehzahl des Lüfters gekoppelt ist. Ab einer Temperatur von 38°C wird die Umdrehungszahl von 2800 auf 4000 U/min erhöht, wobei ebenfalls der Geräuschpegel von 25 auf 38 dBA ansteigt.

An die Optik wurde ebenfalls gedacht, da der Lüfter transparent ist. GlobalWin spezifiziert den CAK4-88T für alle Sockel 462 Prozessoren bis einschliesslich Athlon XP3000+, sämtliche Sockel 370 CPUs und interessanterweise auch für den Sockel 478 bis 3,06GHz. Damit ist kein Lüfterneukauf beim Wechsel des Systems notwendig. Laut Pressemitteilung ist der Kühler ab sofort verfügbar, allerdings ist er momentan noch nicht in den Preislisten der Onlineshops zu finden. Über den Preis sind uns bis zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls noch keine Informationen bekannt.

[ch]

Freitag, den 25. April 2003

33 Prozent Zoll auf Hynix Speicher-Chips in Europa

Gestern hat die EU Kommission beschlossen, auf den Speicher des koreanischen Halbleiter-Herstellers Zollgebühren von 33 Prozent zu erheben. In den USA plant man bereits seit Beginn des Monats Gebühren von 57 Prozent auf diesen Speicher, wozu allerdings noch konkrete Festlegungen ausstehen. In Taiwan und Japan diskutiert man derzeit über ähnliche Regelungen. Gründe sind im unfairen Verhalten des Unternehmens zu sehen, welches sich durch staatliche Subventionen Preise erlauben kann, die angeblich sogar unter den Produktionskosten liegen (siehe hier).

Es scheint jedoch so, als wolle sich Hynix nicht unterkriegen lassen. Diesen Eindruck vermittelt jedenfalls SiliconStategies, die berichten, Hynix fände auch zukünftig Wege, um ihren Speicher zu den europäischen OEMs und Firmen zu liefern. So könne man die Chips zu anderen Herstellern außerhalb der EU liefern, die nicht von dieser neuen Regelung betroffen seien. Eventuell käme hierzu sogar die firmeneigene Fab in den USA in Betracht, die wohl nicht unter den Beschluss fallen würde.

Betrachtet man die Homepage des Herstellers, wird jedenfalls schnell klar, dass man sich zumindest offiziell nicht einfach so geschlagen geben will und versucht den Weg um jeden Preis weiter zu gehen.
[rl]

nVidia bringt neue 3D Grafik-Treiber für GNU/Linux

Nachdem erst vor wenigen Wochen neue Treiber für GNU/Linux online gestellt wurden, bringt nVidia nun ein weiteres offizielles Update, dass insbesondere einige Fehler der Vorgängerversion beheben soll. Die Version 43.63 unterstützt nun das Komplette Sortiment an nVidia Chips bis zur Quadro FX und weitere Distributionen wie Mandrake 9.1, RedHat 9 und SuSE 8.2. Sie können über ein einfaches Setup installiert werden. Benutzer von SuSE Linux Versionen vor 8.2 sollen laut nVidia auf die vom Distributor bereit gestellten RPM-Pakete zurückgreifen. Der Treiber kann vom FTP-Server des Unternehmens kostenlos heruntergeladen werden.

    * nVidia Linux 43.63 Treiber (circa 6,3 MB)
[rl]

VIA KT400A Mainboards werden Mangelware?

VIAs neuer Apollo KT400A Chipsatz ist bereits angekündigt und befindet sich in der Serienproduktion, doch an Mainboards scheint es zur Zeit noch zu mangeln. So haben zur Zeit nur MSI und Gigabyte überhaupt solche Motherboards auf den Homepages gelistet. Von anderen Herstellern wissen wir zum Teil, dass KT400A Mainboards kommen werden. Sie haben bis jetzt jedoch weder offizielle Ankündigungen noch konkrete Termine zur Verfügbarkeit bekannt gegeben.

Alle Motherboards werden mit dem KT400A Chipsatz den FSB333 (166 MHz Frontsidebus) und DDR400 sowie AGP 8X unterstützen und entweder mit VIAs VT8235 oder VT8237 Southbridge ausgestattet sein. Im Speziellen wird MSI mit dem KT4A Ultra (MS-6590) sowohl Parallel-ATA als auch optional Serial-ATA (RAID) Support mitbringen und mit 6-Kanal Audio ausgestattet sein. Wahlweise bietet man zusätzlich noch Bluetooth und Gigabit-Netzwerk onboard.

Gigabyte kündigte am 22. April das GA-7VAXP-A an, welches in der umfangreicher Ausstattung mit FireWire und LAN onboard laut Informationen der X-Bit Labs zu einem Preis von 114 bis 133 US-Dollar erscheinen wird. Die X-Bit Labs wissen außerdem von einem eher günstigen Mainboard von Soltek, dass sich im Preisbereich um die 90 US-Dollar bewegen wird.

Im Gegensatz zu anderen Herstellern kündigte Legend QDI für Mai das KD7X/400A mit VT8235 Southbridge bereits an, welches mit Parallel-ATA, AGP 8X und sechs USB 2.0 Ports kommen wird. Zu Preisen liegen uns derzeit noch keine Informationen vor. Bei Epox kann man annehmen, dass neue Boards mit VT8235 und später VT8237 erscheinen werden, da sie bereits zur CeBIT angekündigt wurden. Wir haben aber bis jetzt leider noch keine weiteren Details zur Verfügbarkeit und Preisen vorliegen.

So scheint es, dass alle Hersteller bisher Mainboards mit dem KT400A Chipsatz geplant haben, jedoch bis jetzt nur wenige Konkrete Daten in Bezug auf Verfügbarkeit und Preise bekannt sind. Man kann allerdings annehmen, dass sich im Mai hierzu noch einiges ändern dürfte, zumal ja dann auch endlich erste Mainboards verfügbar sein sollen, bevor im Juli schließlich erste KT600 Mainboards auftauchen dürften. Es könnte aber auch möglich sein, dass diejenigen, die bis jetzt noch keine offiziellen Ankündigungen gemacht haben, eine Generation bei VIA überspringen und sich gleich auf den KT600 gepaart mit VT8237 konzentrieren, um so schließlich mit FSB400 aufzufahren.
[rl]

Neue Intel Pentium 4 und Celeron Prozessor Preise

Der Prozessor-Riese Intel wird demnächst die Preise für seine Desktop Prozessoren sowohl im Highend als auch im Lowcost Bereich reduzieren. So werden mit der Einführung der FSB800 tauglichen Pentium 4 Prozessoren mit HyperThreading die Preise für die bisherigen Modelle am 21. Mai angeglichen werden. Der Preis für das bisherige Flaggschiff mit einer Taktrate 3,06 GHz bei FSB533 wurde schon vor einigen Tagen wesentlich reduziert und machte so die Pole-Position frei für den neuen Pentium 4 3,0C, der zur Zeit 417 US-Dollar kostet. Deutlich wird, dass Intels teuerster Platz bei 637 US-Dollar für die schnellsten Prozesoren im Moment nicht mehr belegt ist und wahrscheinlich erst mit dem Launch des 3,2C wieder gefüllt wird.

Modellalter PreisPreis ab 11. MaiNachlass
P4 3,2C GHz (FSB800)-$637*-
P4 3,0C GHz (FSB800)$417$417-
P4 3,06 GHz $401$401-
P4 2,8C GHz (FSB800)-$278-
P4 2,8 GHz $375$26243 %
P4 2,6C GHz (FSB800)-$218-
P4 2,66 GHz $241$19324 %
P4 2,4C GHz (FSB800)-$178-
P4 2,4 GHz $163$163-
* Preis zum Launch, Datum zur Zeit noch unbekannt


Des Weiteren sollen bereits in wenigen Tagen am Sonntag, den 27. April die Preise für die aktuellen Intel Celeron Prozessoren reduziert werden. Der Celeron 2,3 GHz erfährt damit eine Vergünstigung um 31 Prozent, während der Preis für das derzeit schnellste Modell um 22 Prozent auf 103 US-Dollar gesenkt wird. Im dritten Quartal kann man dann mit schnelleren CPUs bei 2,6 GHz rechnen, die bis 2004 wahrscheinlich bis auf etwa 2,8 GHz beschleunigt werden. Auch sie werden noch auf dem Northwood-Kern basieren und wahrscheinlich weiterhin mit einem Frontsidebus von 100 Mhz betrieben werden.

Modellalter PreisPreis ab 27. AprilNachlass
Celeron 2,4 GHz$127$10322 %
Celeron 2,3 GHz$117$8931 %
Celeron 2,2 GHz$103$8127 %
Celeron 2,1 GHz$89$7912 %
Celeron 2,0 GHz$83$6920 %
Celeron 1,8 GHz$69$647 %

[rl]

nVidia präsentiert NV35 Grafikkarten auf der E3

Nach einem Bericht der DigiTimes wird nVidia den Nachfolger des NV30 Grafikchips der GeForceFX 5800, den NV35 wahrscheinlich auf der Electronic Entertainment Expo in Los Angeles vom 14. bis 16. Mai vorstellen. Aufgrund von SARS wird in Taiwan kein Launch-Event stattfinden.

Der NV35 wird hauptsächlich von TSMC im 130nm-Prozess gefertigt werden und wird statt mit DDR2-Speicher wie bei der GeForceFX mit den stärker verbreiteten DDR-Chips ausgestattet sein. Eventuell hat man auch festgestellt, dass DDR2 zur Zeit noch nicht die ideale Lösung hinsichtlich maximaler Performance darstellt. Sonst spricht man ihr insbesondere eine wesentlich verbesserte Performance gegenüber der NV30 zu. Mehr Details zu den wahrscheinlichen Spezifikationen des Chips findet man auch in dieser News bei uns.

Wann erste Karten in den Handel kommen sollen, ist derzeit noch nicht bekannt. Es wäre allerdings durchaus von Vorteil für nVidia, wenn die Lieferungen recht bald Erfolgen, um so die gestiegene Nachfrage nach neuen Highend-Grafikkarten zu befriedigen.
[rl]

Wichtiges Update zum "Asetek WaterChill" Artikel

Ein wichtiges Update zu unserem Asetek WaterChill Wasserkühlungs-Test: Asetek teilte uns mit, dass die Kontrolleinheit nach CE-Norm geprüft ist und in Zukunft auch mit dem CE Zeichen versehen sein wird. Von daher sind unsere Sicherheitsbedenken nicht mehr gerechtfertigt. Ebenso werden zukünftig die offenen Lötpunkte auf der Rückseite der Kontrolleinheit abgedeckt werden. Dies verringert die Gefahr von Kurzschlüssen und erhöht somit die Sicherheit.
[rg]

Donnerstag, den 24. April 2003

VIA KT400-Mainboard-Roundup @ TweakPC

Zwar spricht alle Welt zur Zeit vom nForce2, aber VIAs aktuelle Chipsätze für AMD-Prozessoren haben natürlich weiterhin einen großen Marktanteil. Unter diesem Aspekt sowie der Annahme, dass der KT400 mit Features wie AGP8x und Support der 166 MHz FSB-Athlons dabei ist, den KT266A als Low-Cost-Chipsatz abzulösen, haben die Kollegen von TweakPC fünf Mainboards von Abit, Asus, Chaintech sowie Soyo zu einem KT400-Roundup gebündelt. Verglichen zum im Testfeld mitgeführten nForce2-Referenzmainboard waren die Performanceunterschiede in vielen Benchmarks eher zu vernachlässigen, sodass der preisbewusste Endanwender im KT400 sicherlich eine interessante Plattform finden wird.
[vw]

AMD senkt die CPU Preise

Mit dem Start des Serverprozessors Opteron am 22. April hat AMD gleichzeitig auch die Preise ihrer aktuellen Desktop CPUs gesenkt, wobei nun auch erstmals der AMD Athlon XP 2500+ auf FSB333 Barton Basis mit von der Partie ist. Wir berichteten zwar schon vor ein paar Tagen von möglichen Preissenkungen bei AMD am 22. April, was die x-bit labs ausgegraben hatten, doch waren diese Daten nicht ganz richtig, so dass wir hier jetzt die offiziellen Zahlen nachliefern. Die Preise gelten bei einer Abnahme von 1000 Stück.

ModellTaktalter Preisneuer PreisNachlass
Athlon XP 3000+2,17 GHz, FSB333$588$32545%
Athlon XP 2800+2,08 GHz, FSB333$375$22540%
Athlon XP 2700+2,17 GHz, FSB333$267$18033%
Athlon XP 2600+2,13 GHz, FSB266$241$15137%
Athlon XP 2500+1,80 GHz, FSB333-$124-
Athlon XP 2400+2,00 GHz, FSB266$141$10327%
Athlon XP 2200+1,80 GHz, FSB266$107$8124%
Athlon XP 2100+1,73 GHz, FSB266$92$7914%
Athlon XP 2000+1,67 GHz, FSB266$81$6619%

Auch die Athlon MP Prozessoren sind nun günstiger zu haben. Auch hier gilt der Preis bei einer Abnahme von 1000 Stück.

ModellTaktalter Preisneuer PreisNachlass
Athlon MP 2600+2,13 GHz, FSB266$273$20126%
Athlon MP 2400+2,00 GHz, FSB266$200$15323%
Athlon MP 2200+1,80 GHz, FSB266$174$13125%
Athlon MP 2000+1,67 GHz, FSB266$133$11613%

Neben diesen Preisnachlässen hat es auch noch weitere Änderungen bei den Mobile CPUs gegeben. Die Preise der Athlon XP-M Prozessoren lassen sich hier einsehen.
[mg]

Mittwoch, den 23. April 2003

TSMC berichtet von der 65nm-Technologie

Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) berichtete auf der TSMC 2003 Technology Symposium über weitere Details zur 90nm und 65nm NexSys Technologie. Berichten der SiliconStrategies zufolge, wird man bei beiden sowohl auf die strained silicon als auch auf die Silicon on Insulator Technologie setzen, um so Leckströme zu verhindern und die Leistungsaufnahme der komplexen Chips wesentlich zu verringern. Intel plant die Verwendung von strained silicon seit längerem zusammen mit der 90nm-Technologie und IBM wird diese ebenfalls mit dem 65nm-Fertigungsprozess einsetzen.

Zur Zeit befindet man sich mit den 65 Nanometern noch im Entwicklungsstadium, wird allerdings voraussichtlich im vierten Quartal diesen Jahres noch erste Prototypen entwickeln. Gegen Ende 2005 will man schließlich erste fertige Chip-Samples präsentieren. Zur Zeit widmet man sich fast vollständig der 130nm-Fertigungstechnik, wird jedoch bereits dieses Jahr einen geringen Teil an 90nm-Chips fertigen. Laut Aussagen von TSMC wird man erst 2004 mit der Serienproduktion im 90nm-Prozess beginnen (siehe hier).

Gerade in dieser Zeit sind Erfolgsmeldungen zu zukünftigen Technologien wie NexSys für den taiwanischen Halbleiter-Hersteller besonders wichtig. Man wird sich vor seinen Partnern beweisen müssen, um nicht wichtige Kundschaft an die Konkurrenz zum Beispiel aus dem Hause IBM zu verlieren. Denn diese scheinen im Moment eine wesentlich größere Vitalität auszustrahlen, als es TSMC bis jetzt möglich war. Ob man seine Stärke weiterhin untermauern wird, welche man auch durch die enorme Zahl an bereits ausgelieferten 130nm-Wafern durchaus belegen kann und ob man die Kundschaft mit den aktuellen Leistungen überzeugen konnte, wird sich in naher Zukunft zeigen. Denn sicher ist, dass IBM dem bisherigen Nummer-Eins Hersteller an den Kragen will und mit allen Mitteln versuchen wird, seine 300mm-Wafer Fab in New York mit Aufträgen zu füllen.
[rl]

Neuer Artikel online: Asetek WaterChill

Der dänische Hersteller Asetek war bisher vor allem durch seine Kompressions-Kühllösung "VapoChill" bekannt, welche allerdings eher etwas für extreme Übertakter und zudem auch entsprechend teuer ist. Nun will man aber auch im Bereich der "normalen" Wasserkühlungen mitmischen und präsentiert dazu mit dem heutigen Tag das brandneue Wasserkühlungs-Set "WaterChill". Was Asetek für Komponenten bei diesem mitliefert, welche Detail-Lösungen man sich einfallen lassen hat und wie sich die WaterChill-Kühlung im Vergleich zu den bisher von uns getesteten Wasserkühlungen schlägt, erfahrt Ihr im Artikel.

zum Artikel
[rg]

Dienstag, den 22. April 2003

VIA kündigt K8T400M für den AMD Opteron an

Der Chipsatz Hersteller VIA kündigte heute gleichzeitig mit der Vorstellung des Opteron Prozessors von AMD seinen Apollo K8T400M Chipsatz an. Er unterstützt maximal zwei Opteron Prozessoren und AGP 8X. Da der Memory-Controller in den Opteron CPUs integriert wurde, stellt die Northbridge nur noch eine Verbindung zwischen Prozessor, Southbridge und Grafikkarte über das HyperTransport Protokoll dar. Alle weiteren Features sollen von der VT8237 Southbridge zur Verfügung gestellt werden (siehe hier). Die Northbridge, mit der man sich besonders an den Server und Workstation Sektor richtet, befindet sich nach unseren Informationen bereits in der Serienproduktion und wird so wahrscheinlich im Sommer gemeinsam mit der VT8237 Southbridge verfügbar sein.

Im dritten Quartal soll schließlich die Massenproduktion des K8M400 beginnen, welcher Pin-kompatibel zum K8T400M sein wird und zusätzlich zu AGP 8X eine integrierte 128bit UniChrome2 Grafik bieten wird. Sie ist mit zwei Pixel-Pipelines und zwei Textur-Units ausgestattet und kommt sowohl mit DuoView Support und integriertem MPEG2 Decoder. Der K8M400 ist auf den Mainstream Markt ausgerichtet und wird wohl letztendlich auch einen möglichen Unterbau für den im September geplanten Athlon 64 darstellen.
[rl]

nVidia und ATI weiterhin mit Lieferschwierigkeiten bei den Highend-Grafikchips

Obwohl sich das Bild in den Benchmarks vieler Reviews gewandelt hat und ATI sich mit seinen aktuellen Chips der Radeon 9700 und 9800 Grafikchips des öfteren auf den ersten Plätzen positionieren konnte, scheint es weiterhin schwer zu bleiben, sich Marktanteile zu erkämpfen. Gründe sind noch immer in der anhaltenden Lieferflaute beider Grafikriesen zu sehen.

Nach einem aktuellen Bericht der DigiTimes hinken sowohl nVidia als auch ATI der Nachfrage auf dem Markt deutlich hinterher. Trotzdem bevorzugt man weiterhin hauptsächlich die OEM's wie IBM, Dell oder HP und erfüllt Lieferaufträge der Grafikkarten-Hersteller nur unbefriedigend. Man will erfahren haben, dass zum Teil nur die Hälfte der bestellten Ware geliefert werden kann.

Aufgrund der schlechten Verfügbarkeitsrate bei nVidias GeForceFX 5600 und 5800 Chips und der guten Performance der Radeon Chips stieg die Nachfrage nach ATI Karten deutlich an. Wie es zur Zeit scheint, wird daraus jedoch kein Vorteil für ATI werden, da sie die große Nachfrage ebenfalls nicht stillen können und somit den von nVidia nicht bedienten Markt nicht mit ihren Produkten sättigen können. So wird sich die Aufteilung des Marktes wohl letztendlich danach richten, wer zuerst wieder "flüssig" wird und die wartenden Kunden beliefert. ;-)
[rl]

nVidia führt nForce3 Pro 150 Chipsatz für Opteron Prozessoren ein

Der Grafikkarten-Gigant nVidia, der sich zur Zeit auch im Chipsatz-Segment recht erfolgreich schlägt, präsentierte nun den nForce3 Pro 150 Chipsatz für die gestern präsentierten AMD Opteron Prozessoren (siehe hier). Allerdings hält man sich hinsichtlich Features und Ausstattung noch bedeckt. Bis jetzt war aus der Pressemitteilung nur zu erfahren war, dass man anscheinend auf eine Single-Chip Lösung ohne Southbridge setzt, die sowohl 10/100Mbit-Netzwerk, USB 2.0 und AC97 Audio unterstützen wird, als auch ein Parallel-ATA133 Interface mit Support für Raid 0, 1 und 0+1.

Im Herbst wird schließlich der nForce3 Pro 250 vorgestellt werden, der schließlich auch neben Parallal-ATA auch Serial-ATA150 Support mitbringen wird und zwei Gigabit-Netzwerk Ports integriert haben wird. Zur einfachen Umstellung für die Mainboard-Hersteller, werden beide nForce3 Chips Pin-kompatibel sein. Weiterhin unterstützen beide AGP 8X.

Der nForce3 Pro 150 wird bereits ausgeliefert und dürfte demnächst verfügbar sein. Eine Liste der Distributoren, welche Workstations mit diesem Chipsatz vertreiben werden, findet sich bei nVidia.
[rl]

ALi erhält Lizenz für Intels FSB800 Technologie

Vor wenigen Tagen konnten wir berichteten, dass SiS nun offiziell eine Lizenz für den FSB800 besitzt und damit nun auch Motherboards fertigen darf, die diese Technologie verwenden (siehe hier und hier). Nun berichtet die DigiTimes, auch ALi habe letztendlich solch eine Lizenz erworben. Damit wird man auch von diesem Hersteller in Zukunft wieder mehr in Bezug auf den neuen Pentium 4 hören. Im zweiten Quartal diesen Jahres werden bereits erste Samples des M1683 Chipsatzes mit DDR400 Single-Channel Interface und FSB800 Support erwartet. Genauere Details liegen uns zur Zeit noch nicht vor.

Gleichzeitg will ALi den eigenen Chipsatz-Bereich ab Juni/ Juli wahrscheinlich separat als ULi Electronics weiterführen, wobei man sich über den genauen Namen noch nicht im Klaren ist. Für dieses Halbjahr erwartet man mehr als 40 Prozent des Umsatzes aus dem Chipsatz-Markt. Im zweiten Halbjahr wird schließlich der Anteil an Multimedia-Produkten deutlichen steigen und im gesamten Jahr 2003 circa 65 Prozent des Umsatzes ausmachen. Zukünftig wolle man sich wesentlich mehr auf die Entwicklung von Chips für Multimedia und PC Peripherie Geräte konzentrieren.
[rl]

AMD stellt heute seine Opteron Server Prozessoren vor

Nachdem viel Zeit vergangen ist, in der viel über AMDs neue x86-64 Architektur diskutiert wurde und viel über die zu erwartende Performance gemutmaßt wurde, die der 64Bit-Prozesser wohl bringen würde, ist es heute endlich so weit. Advanced Micro Devices wird heute um 15:30 Uhr in New York nach langem Warten endlich den AMD Opteron Prozessor vorstellen. Wer live dabei sein möchte, der kann sich hier kostenlos anmelden und den Event über einen Livestream mitverfolgen. Ein Video zum herunterladen soll ab morgen verfügbar sein.

Mittlerweile sind auch die ersten Reviews zur CPU erschienen, die sowohl die Performance in einem 32Bit-System als auch in einem 64Bit-System darlegen. Als Benchmark-Betriebssysteme wurden sowohl Windows 2000 Server bzw. Windows XP und das erst kürzlich vorgestellte SuSE Linux Enterprise Server 8 für AMD64 verwendet.

    * AMD: AMD Opteron Processor Competitive Server Benchmarks
    * TecChannel: Test: Opteron 244 mit 1,8 GHz
    * Toms Hardware: Duel of the Titans: Opteron vs. Xeon
    * Ace's Hardware: Opteron: Pushing x86 to the Limit

In der Gesamtbetrachtung der Benchmarks AMD Opteron 244 mit 1,80 GHz gegen Intel Xeon 3,04 GHz hat es der Opteron allerdings nicht leicht. Unter Windows gelingt es, den Abstand zum Server-Konkurrenten aus dem Hause Intel zu verkürzen. Von einem deutlichen Performance-Vorsprung darf man hier jedoch nicht reden. Ähnlich sieht es im Vergleich zum Desktop Pentium 4 3,0C aus, für den der Opteron aufgrund der niedrigen Taktrate noch keine Gefahr darstellt. Hier wird sicherlich der im September geplante AMD Athlon 64 mit höheren Frequenzen wesentlich ausbessern können.

Die Stärke des Opteron macht sich jedoch schnell unter Linux bemerkbar. Gerade in Hinsicht auf Datenbanken und Fileserver kann man dem Xeon deutlich in die Schranken verweisen und sich auch zum Teil vor dem Desktop-Prozessor positionieren. Damit wird auch klar, für wen der Opteron eigentlich bestimmt ist: für den Profi-Sektor in Servern, wo er auch deutlich überzeugen kann. Der ungeduldige Heimanwender, der nicht auf den Athlon 64 warten möchte, wird mit dem Opteron nur zum Teil seine Freude haben, da er dem Pentium 4 nicht gewachsen ist. Auch heben sich die 64 Bit im Desktop-Betrieb noch nicht so deutlich hervor, wie man erhoffen würde. Hier wird und soll der Athlon 64 wohl eher seinen Platz finden (siehe hier).

Preislich soll der AMD Opteron 240 bei einer Abnahme von 1000 Stück 283 US-Dollar kosten. Der Opteron 242 wird mit 690 US-Dollar zu Buche schlagen und der Opteron 244 sogar mit 794 US-Dollar. Mehr zu den Modell-Bezeichnungen findet man hier.
[rl]

Details zur Auslieferungsverzögerung des Pentium 4 3.0C

Wir berichteten bereits über die Wiederaufnahme der Auslieferungen des Pentium 4 3.0C Prozessors von Intel, welcher vor ca. einer Woche auf Grund von nicht genannten Problemen beim FSB800 Betrieb wieder vom Markt genommen wurde. Wie wir von Intel erfahren haben, führte Intel nach dem Auftreten der Probleme vielerlei Validierungstests mit den Prozessoren durch. Hierbei kam es unter gewissen Lastkonstelationen bei einer gewissen Marge an CPUs (welche nicht näher spezifiziert wurde) zu Fehlern, so dass vom Prozessor falsche Signale ausgegeben wurden.

Intel hat das Problem den Mainboardherstellern geschildert und wird durch BIOS Updates eine Lösung bereit stellen. Die neuen BIOSe sollen die Leistung aber nicht beeinträchtigen, wie man es uns versicherte. Durch die Wiederaufnahme der Auslieferungen dürften die ersten angepassten BIOS Versionen in den nächsten Tagen folgen.
[mg]

GeForceFX 5200/ 5600 Grafikkarten kommen Ende April

Neue Grafikkarten mit nVidias GeForceFX 5200 Chip sowie mit GeForce FX5600 Chip werden noch diesen Monat in den europäischen Handel gelangen. So bringt Aopen die Aoelos FX5200 zum Preis von 89 EUR bei 64 MB Speicher und 99 EUR bei 128 MB Speicher und stattet sie mit TV-Out und DVI aus. Die Aoelus FX5600 wird es sowohl mit 128 MB als auch mit 256 MB Speicher geben.

Weiterhin wird es FX5200 Karten von Leadtek geben. Die Winfast A340 Serie wird sich wie bei Aopen hauptsächlich vom Speicher unterscheiden und auch zu ähnlichen Preisen auf dem Markt kommen. Zusätzlich bietet man jedoch noch eine GeForceFX 5200 Ultra mit ViVo Anschlüssen und 128 MB Speicher zum Preis von etwa 179 EUR. Ihr hat man anscheinend etwas besseren Speicher spendiert und kann nun statt der 6,4 GB/s der normalen 5200er Varianten eine maximale Bandbreite von 10,4 GB/s erreichen. Damit liegt sie fast auf dem Niveau einer GeForceFX 5600. Desweiteren beschreibt man auf den Produktseiten bereits verschiedene Versionen mit FX5600 und FX5800 Grafik-Chip. So wird die Winfast A310 bzw. FX5600 in drei Varianten erscheinen, die sich im Speicher (64/128 MB), aber auch wieder in der Taktrate und Ausstattung unterscheiden. Die Preise für die FX5600 befinden sich zwischen 189 EUR und etwa 209 EUR.

Auch Creative wird GeForceFX 5200 Modelle auf den Markt bringen, die nach unseren Informationen im günstigsten Fall bei 64 MB Arbeitsspeicher und TV-Out um die 90 EUR kosten werden. Wann sie jedoch erscheinen werden, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unbekannt.
[rl]

Montag, den 21. April 2003

Neue VIA Chipsätze mit integrierter Grafik für Athlon XP und Pentium 4

Während wir am Sonntag bereits von den PT8xx Chipsätzen berichtet haben, gibt es auch eine Reihe an Neuigkeiten zu VIAs Chipätzen mit integrierter Grafik zu erfahren.

Dem bereits zu Beginn des Monats vorgestellten VIA KM400 für den Athlon XP, welcher im zweiten Quartal in Serie produziert werden soll, werden voraussichtlich bis Mitte des Jahres erste Samples des KM400A folgen, der sich bis auf DDR400 Unterstützung sowie FSB400 Support für die neuen Athlon XP Barton Prozessoren nicht wesentlich von seinem Vorgänger unterscheiden wird. Die Massenproduktion soll im dritten Quartal 2003 anlaufen.

Für den Pentium 4 wird Ende des Jahres der PM800 erscheinen, der mit seiner integrierten 128-bit UniChrome2 Grafik sowohl AGP 8X als auch DuoView unterstützen wird. Weiterhin gestattet er den Betrieb mit FSB800 und DDR400 Speicher im Single-Channel Betrieb. Die Serienproduktion für den PM880 soll laut VIA im ersten Quartal nächsten Jahres starten. Unterschied zum PM800 ist das hinzugekommene DDR400 Dual-Channel Interface bzw. der Support für QBM533 (Quad Band Memory). Erst im dritten Quartal 2004 plant man die Produktion des PM890, der wie sein "großer" Bruder PT890 bereits DDR2 Unterstützen und statt auf AGP auf PCI Express setzen wird. Mit diesem Chip plant man schließlich auch erstmals integrierten DirectX 9 Support.
[rl]

Auslieferung der Intel Pentium 4 3,0C Prozessoren

Nach einer kurzen Woche in Aufregung startet Intel nun die Auslieferungen seiner neuen Highend-Prozessoren mit 3,0 GHz und FSB800. Letzen Montag hatte man den Prozessor gemeinsam mit dem i875P Canterwood Chipsatz präsentiert, musste die Auslieferung der CPUs jedoch kurzfristig verschieben, da sich bei einigen Validierungstests Anomalien zeigten. Dabei konnte der Hersteller eingrenzen, dass die festgestellten Probleme auf den neuen Prozessor, nicht aber auf den Chipsatz zurückzuführen sind.

Wie man nun bei der DigiTimes berichtet, liefert Intel die Prozessoren ab sofort aus, gemeinsam mit einem Bios-Patch für die Motherboard-Hersteller, der den Fehler beheben soll. Über genauere Informationen zum Bug ist leider noch nichts bekannt. Wir werden erneut berichten, sobald uns nähere Informationen vorliegen.
[rl]

Sonntag, den 20. April 2003

Neuer Artikel online: AMD Athlon XP Barton 3000+

Mit dem Barton-Core hat AMD die letzte geplante Veränderung am ursprünglichen K7-Core vorgenommen, danach steht im 3. Quartal der Athlon 64 als gänzlich neuer HighEnd-Prozessor an. Doch momentan muß sich der Athlon XP 3000+ auf Barton-Basis noch gegen die Pentium 4 Prozessoren behaupten, welche kürzlich mit FSB800 und entsprechenden Plattformen abermals an Leistung zulegen konnten. An dieser Stelle bietet sich nun eine Überprüfung an, ob AMDs derzeit schnellster Prozessor auch gegen die neuen Angebote von Intel bestehen kann.

Gleichzeitig wollen wir aber auch einen Blick in die (nahe) Zukunft waagen und haben dazu den regulär auf FSB333 antretenden 3000+ Prozessor auch auf FSB400 in den Vergleich aufgenommen, einmal als 3000+ mit 2.1 GHz Takt und einmal als 3200+ mit 2.2 GHz. Ob sich diese demnächst von AMD vorzustellenden Prozessoren gegen Intels FSB800-Prozessor Pentium 4 3.0C behaupten können und ob sich AMDs Model Rating noch rechtfertigen läßt, ist im Artikel nachzuschlagen.

zum Artikel
[rg]

Neuigkeiten zu VIAs Pentium 4 Chipsätzen

Nachdem man bereits im Dezember letzten Jahres die Bezeichnungen der kommenden Pentium4 Chipsätze aufgrund diverser Änderungen auf Seiten Intels geändert hatte (siehe hier), erfuhren wir nun, dass auch diese Namen noch nicht endgültig waren.

So wird nun nach unseren Informationen der PT400 zukünftig PT800 heißen und voraussichtlich im Mai mit FSB800 und DDR400 Unterstützung erscheinen. Der PT600 ändert seinen Namen in PT880 und verschiebt sich wahrscheinlich bis ins dritte Quartal hinein. Erste Testsamples sind für Mai geplant. Er bietet ein DDR400 Dual-Channel Interface und setzt auf die neue Ultra V-Link Verbindung zwischen North- und Southbridge.

Im ersten Quartal 2004 soll letztendlich die Serienproduktion des PT890 (ursprünglich PT800) starten, von dem erste Samples im Q3 diesen Jahres geplant sind. Er wird voraussichtlich ebenfalls mit einem DDR400 Dual-Channel Interface und zusätzlich mit DDR2-400/533/667 Support erscheinen und somit die DDR2-Ära bei VIA einläuten. Diese Northbridge wird erstmals ohne AGP8X sondern statt dessen mit PCI Express für die zukünftige Grafikkarten-Generation erscheinen und stellt damit auch eine entscheidende Wende im Grafikbereich dar.

Der PT800 befindet sich zur Zeit in der Serienproduktion und wird mit der bereits bekannten VIA VT8235 Southbridge kombiniert werden. Die neue VT8237 Southbridge mit Serial-ATA150 und acht USB 2.0 Ports befindet sich zur Zeit noch im Sample-Status und soll im zweiten Quartal diesen Jahres in Serie produziert werden. Zusätzlich zum integrierten P-ATA und S-ATA Support soll ein weiteres Serial-ATA Interface entweder zwei zusätzliche P-ATA133 oder S-ATA150 Geräte bereitgestellt werden. Weiterhin wird Raid 0, 1 und 0+1 integriert sein.

Im dritten Quartal sind dann die ersten Samples für die VT8239 Southbridge geplant, welche bis zu acht Festplatten unterstützt und erstmal einen Serial-ATA Controller mit Command-Queue beinhalten wird. Auch im Bereich Sound sind hier einige Neuigkeiten wie 96K/20bit 6-Kanal Audio und UAA/ Azalia Advanced Audio geplant. Über den Termin der Serienproduktion ist man sich zur Zeit noch nicht im klaren.
[rl]

Soltek zeigte übertaktete Mainboards mit FSB1200 QDR

Vor einigen Tagen zeigte der Mainboard Hersteller Soltek ein System mit einem Frontsidebus von 1200 QDR, was einem realen Takt von 300 MHz entspricht. Verwendet wurden dazu Soltek SL-86SPE(-L) / SL-86MP(-L) Mainboard mit Intels 865 Chipsatz und ICH5 Southbridge. Damit demonstrierte der Hersteller recht eindrucksvoll, was bei idealen Bedingungen auch mit Chipsätzen möglich ist, die offiziell nur FSB800 QDR bzw. einen Frontsidebus von 200 MHz unterstützen. Mit diesem Übertaktungserfolg von 150 Prozent versuchte man besonders bei Tuning-Freaks aufsehen zu erregen und fordert geradezu dazu auf, diese Motherboards zum overclocken zu verwenden.

Man muss nicht extra erwähnen, dass es für normale Anwender nur schwer möglich sein wird, ebenfalls solche traumhaften Werte zu erreichen, da man mit Sicherheit davon ausgehen kann, das Soltek für ideale Bedingungen gesorgt hat. Interessant wären allerdings durchaus noch Angaben zur verwendeten CPU und Speicher, sowie ein paar Benchmark-Ergebnisse gewesen.

Außerdem berichtete Soltek, sei es möglich die SL-85DR3-R / SL-85DR3-(L) / SL-85DR3-C(L) Mainboards basierend auf Intels 845PE Chipsatz stabil mit FSB800 QDR zu betreiben, was sie auch für zukünftige Prozessoren interessant macht.

Erst vor kurzem zeigte man Mainboards mit offiziellem FSB400 QDR, die man erfolgreich mit FSB533 QDR betrieben hatte (siehe hier). So kann man gespannt sein, wie hoch man die zukünftigen Motherboards mit offiziellem FSB1200 QDR takten wird. ;-)
[rl]

Samstag, den 19. April 2003

Intel meldet stabile Zahlen für das 1. Quartal 2003

Auch der Prozessor und Chipsatz Gigant Intel veröffentlichte seinen Umsatzbericht für das erste Quartal diesen Jahres und konnte damit stabile Werte belegen, auch wenn im Vergleich zum vierten Quartal 02 der Umsatz um circa 6 Prozent gefallen ist und im Vergleich zum Vorjahr der Gewinn um fast 13 Prozent niedriger liegt. Betrachtet man den Gewinn des ersten Quartals 2002 von etwa 936 Mio. US-Dollar so hält sich Intel konstant mit 915 Mio. US-Dollar auf ähnlichen Niveau und fällt nur um 3 Prozent zurück.

Intel selbst stellt fest, dass man im Bereich der Computer-Hardware durchaus gute Ergebnisse erreicht hat, aber im Flash-Speicher Segment etwas unter den ursprünglich angesetzten Erwartungen zurück liege. Im Hinblick auf zukünftiges Wachstum schaut man durchaus optimistisch, hat man schließlich die Intel Centrino Technologie und die zukünftig eingeführte 90nm Technologie im Rücken.

Insgesamt erwirtschaftete Intel im asiatischen Raum mit 39 Prozent den größten Umsatz, der auch seit einiger Zeit konstant anhält. Im amerikanischen Raum viel der Umsatz von 35 Prozent im zweiten Quartal 02 auf 29 Prozent im ersten Quartal diesen Jahres zurück. An dritter und vierter Stelle folgen Europa (24 Prozent) und Asien (8 Prozent) mit einem leichtem Umsatz-Anstieg.

Dieses Jahr beanschlagt Intel rund vier Milliarden US-Dollar für die Entwicklung neuer Technologien und etwa 3,9 Millionen US-Dollar für den Ausbau und Neubau der Anlagen.
[rl]

Immer mehr Länder planen Zölle auf Hynix-Produkte

Die bereits in den USA und Europa geplanten Steuern auf den von Hynix produzierten Speicher scheinen sich nun auch auf andere Länder zu übertragen. So berichtet man bei den DigiTimes von einer Petition in Taiwan gemeinsam mit der taiwanischen Regierung, der viele Unternehmen wie Nanya, Powerchip Semiconductor Cor., Winbond Electronics und Mosel Vitelic zustimmen. Den genauen Inhalt wird man demnächst ausarbeiten, wenn die vollständige Liste der Teilnehmer fertig gestellt ist.

Wie man berichtet, wird in Europa voraussichtlich noch diesen Monat eine Entscheidung diesbezüglich gefällt, die wahrscheinlich Zollgebühren von über 35 Prozent auf importierten Hynix-Speicher beinhalten wird. In den USA wird man wahrscheinlich sogar über 50 Prozent auf den Süd-Koreanischen Speicher erheben. Angaben zur geplanten Höhe der Hynix-Zölle in Taiwan sind zu Zeit noch nicht bekannt.

Gründe für diese Import-Steuern liegen in der unfairen Markt-Strategie von Hynix, die sich aufgrund von Krediten staatlicher Banken den Verkauf von Speicher-Chips unterhalb der Produktionskosten erlauben können und diesen zu Dumping-Preisen auf den Markt werfen.

Sollten sich diese Gesetze weiträumig durchsetzen, erwartet man besonders in Asien, wohin Hynix über 36 Prozent der gesamten Produktion liefert, einen stabileren Speicher-Preis. Nach Taiwan liefert Hynix rund 10 Prozent seiner Produkte.
[rl]

Athlon 64 Test @ x-bit Labs

Richtig Glück bei der Osterei-Suche scheinen die x-bit Labs gehabt zu haben, denn diese konnten einen Athlon 64 auftreiben und gründlich durchtesten, allerdings ist die Webseite dafür im Gegenzug derzeit nur äußert schwer zu erreichen :-). Im genauen testete man einen Athlon 64 mit 1.6 GHz und 1 MB Level2 Cache, welcher sich im übrigen bei dem VIA K8T400M Chipsatz basierenden Mainboard als Athlon 64 2800+ meldete. Daraus kann man schlußfolgern, daß die Athlon 64 Taktfrequenzen 1.7, 1.8, 1.9 und 2.0 GHz wohl die Model Ratings 3000+, 3200+, 3400+ und 3600+ ergeben werden, sprich 200 Model Rating Punkte mehr pro 100 MHz Taktfrequenz (alle andere Rechnungen ergeben nur unglatte Zahlen und sind damit eigentlich unwahrscheinlich).

Die Benchmarks gegen einen Athlon XP 2800+ (Barton auf 2.083 GHz und FSB333) und Pentium 4 2.8C (Northwood mit HyperThreading auf FSB800) zeigen dann unter Auslassung der reinen Theorie-Zahlen zwei Dinge: Erstens ist der Athlon 64 2800+ ungefähr genauso schnell wie der Athlon XP 2800+, was natürlich bei dem gleichen Model Rating auch so sein sollte. Und zweitens liegt der neue FSB800-Prozessor von Intel aber vor den beiden AMD-Prozessoren, was sicherlich nicht so sein sollte. Ob AMD hier durch bessere Treiberanpassung noch zulegen wird können, muß bis zum offiziellen Start der Plattform im September abgewartet werden.

 Athlon XP 2800+Athlon 64 2800+Pentium 4 2.8C
Business Winstone35,5 Pts.32,7 Pts.31,4 Pts.
Sysmark 2002246 Pts.239300 Pts.
WinRAR 3.0142 sec.111 sec.129 sec.
3DMark2001SE 1024x76815517 Pts.16309 Pts.16385 Pts.
RtCW 640x480186,7 fps202,3 fps217,0 fps
UT2003 640x48067,96 fps70,62 fps61,59 fps

Zumindestens treibt AMD mit dem Athlon 64 die Pro-MHz-Leistung noch einmal ein gewaltiges Stück nach oben, immerhin kann es der Athlon 64 mit 1.6 GHz wohl problemlos mit einem auf 2.6 GHz taktendem Pentium 4 mit FSB800 aufnehmen, was dann schon ein immenser Unterschied in der Pro-MHz-Leistung beider Prozessor-Architekturen ist. Entgültige Leistungswerte kann dieser Artikel natürlich noch nicht liefern, vor allem auch deshalb nicht, weil vieles davon abhängt, wie schnell AMD seine Athlon 64 Prozessoren im September wird takten können: Mit Prozessoren über 2 GHz kann man Intel gut unter Druck setzen und braucht sich auch vor dem Prescott-Core nicht zu fürchten, unterhalb von 2 GHz wird die Sache allerdings deutlich schwieriger werden.
[rg]

Freitag, den 18. April 2003

TSMC startet bereits im 3. Quartal mit 90nm-Produktion

Nachdem es noch vor wenigen Wochen den Anschein hatte, die taiwanischen Halbleiter-Hersteller könnten eventuell Probleme mit der zukünftigen Produktion der 90nm-Technologie haben, gab TSMC nun in einer Pressemitteilung offiziell Entwarnung. Man wolle noch im dritten Quartal mit der Produktion auf Basis der NextsysSM 90nm-Technologie beginnen, die man vor kurzem erst auf Anfang 2004 verschieben wollte. Bereits Ende 2001 präsentierte man erste voll funktionsfähige 90nm-Chips und wolle nun mit günstigeren 300mm-Wafern die Serienproduktion der mehr als zwanzig Projekte starten.

Auch die 130nm-Technologie befindet sich bei TSMC laut eigenen Angaben im Aufwind. Letztes Jahr lieferte man über 100.000 200mm-Wafer aus, in diesem Jahr wolle man sich auf über 400.000 Wafer steigern. Die Fab 12 soll dabei mit 300mm-Wafern etwa die Hälfte der monatlich installierten Kapazitäten der 130nm-Technologie übernehmen. Man erwartet mindestens 20 Prozent der Einkünfte von der 130nm-Technologie für dieses Jahr, was eventuell auch mit der Umstellung der Grafikkarten-Hersteller ATI und nVidia auf diese Strukturgröße zu begründen sind.

Man kann die erneute Terminänderung im 90nm-Fertigungsprozess insbesondere auf IBM zurückführen, die TSMC erst einen Teil der Aufträge von nVidia abgewinnen konnten und auch weiterhin durch sein Treiben in Taiwan erheblichen Druck auf den Halbleiter-Hersteller ausüben. Auch ATI will seine 130nm-Chips sowohl bei TSMC, aber auch vermehrt beim Konkurrenten UMC fertigen lassen, der bis jetzt nur einen kleinen Teil der 0,15µm-Chip Produktion übernommen hatte.

TSMC wird am 22. April in San Jose auf der Technologie Symposia, die auch in Asien und Europa stattfindet, sowohl die 130nm als auch die 90nm NexsysSM Technologie präsentieren.
[rl]

Bug im 43.45 Detonator Treiber

Im aktuellen offiziellen nVIDIA Detonator Treiber 43.45 hat sich ein Fehler eingeschlichen, über welchen momentan auf mehreren Webseiten im Netz berichtet wird. Der Bug betrifft GeForceFX 5800 (Ultra) Kartenbesitzer in Kombination mit 3D Bildschirmschonern. Normalerweise arbeiten die NV30 Karten in zwei verschiedenen Modi: in einem 2D Betrieb, wo der Lüfter deaktiviert ist, und in einem 3D Betrieb, wo der Lüfter den Chip entsprechend Kühlen soll. Startet man auf einer GeForceFX 5800 (Ultra) einen 3D Bildschirmschoner, läuft der Lüfter zwar an, setzt aber nach ca. 10 Sekunden schon wieder aus. Die Karte arbeitet aber weiterhin im 3D Betrieb.

Daraufhin berichteten mehrere Websites über Schreckensszenarien für GeForceFX Besitzer, bei welchem dann der Grafikchip auf Grund zu hoher Temperaturen durchschmoren könnte. Genaueres hat man aus Respekt vor der Hardware aber wohl nicht getestet. Wir wollten dem Problem auf den Zahn fühlen, da wir es einfach nicht richtig nachvollziehen konnten, dass der Kern einfach durschmort, da wir in unserem GeForceFX Review schon stattliche 107°C erreichten, dies aber gänzlich ohne Probleme.

Ein Dauertest mit einem 3D Bildschirmschoner zeigte uns dann folgendes: Zunächst lief die Karte passiv für eine Weile weiter, bis dann nach einer bestimmten Zeit der Lüfter der Karte wieder ansprang. Ein sofortiger Blick ins Temperaturpanel des Treiber bescherrte uns dann einen Wert von 105°C. Auch ein zweiter und dritter Durchlauf brachen wir mit einem Einsetzen des Lüfters bei ca. 105°C ab. Demzufolge scheint dieser Bug gar nicht so schlimm zu sein (auch wenn wir hier keine Garantien aussprechen wollen) und wird unserer Meinung nach ein wenig sehr gehyped. Und wer trotzdem noch Angst um seine Hardware hat, der möge den Bildschirmschoner einfach deaktivieren.
[mg]

WineX 3.0 für GNU/Linux erschienen

Das von der kanadischen Firma TransGaming betreute Projekte WineX veröffentliche nun die Version 3.0 für das OpenSource-Betriebssystem und bringt damit auch eine Reihe von Neuerungen und Verbesserungen besonders im Hinblick auf die aktuelle Windows-Spiele-Unterstützung. So bietet man zum ersten Mal Unterstützung für VertexShader und CubeMaps sowie für den Kopierschutz SaveDisk. Zusätzlich wurden natürlich viele Probleme mit dem Installer behoben und sollten nun eine noch einfachere Installation der Spiele ermöglichen. Auch die parallele Nutzung verschiedene Versionen dürfte nun noch weniger Probleme machen. Mehr Informationen findet man auf der Homepage von TransGaming.

Immer wieder viel Diskutiert ist allerdings der Nutzen dieses Projektes, dass sich vor einiger Zeit vom ursprünglichen Wine-Projekt abgespalten hatte. So ist bei beiden das Ziel ähnlich: Über die Portierung der Windows-API will man Applikationen, die eigentlich für Windows entwickelt wurden, unter Linux lauffähig machen. So richtet sich WineX im Gegensatz zu Wine noch etwas mehr an die Spiele.

Das Problem stellt nun für viele nur das Prinzip dar. Da die Projekte es erlauben, Windows-Programme auszuführen, wird es mit jeder Verbesserung der Software unnötiger, Programme nativ für Linux zu entwickeln. Das ist ein klarer Vorteil für Software-Entwickler, die weiterhin nur für Windows programmieren müssen, aber auch ein klarer Nachteil für die Linux-Gemeinde, da die Programme unter Linux zum Teil einiges an ihrer Performance einbüßen. Wer entwickelt schon Software für Linux, wenn man auch die Windows-Version verwenden kann? Auf Basis dieser Gedanken hat sich in einigen Kreisen bereits eine Art Abneigung gegen Wine(X) entwickelt, da sie im Prinzip die Weiterentwicklung der Software für das alternative Betriebssystem unnötig machen.

Welcher Meinung man sich anschließt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Klar ist letztendlich, dass diese Projekte eine durchaus interessante Richtung angenommen haben und man durchaus gespannt auf den weiteren Verlauf sein darf.
[rl]

Donnerstag, den 17. April 2003

Neuer Artikel online: Leadtek & MSI GeForceFX 5800 Ultra vs. TYAN Radeon 9700 Pro

Lange hat es gedauert, nun sind sie endlich da: Die ersten GeForceFX 5800 Ultra Grafikkarten. Wir konnten gleich zwei Exemplare mit nVIDIAs neuem HighEnd-Chip bei uns zum Test begrüßen: Zum einen die MSI FX5800 Ultra TD8X im bekannten Referenzdesign und zum anderen die Leadtek A300 Ultra TD Ultra MyViVo mit ihrer stark abweichenden Kühlkonstruktion mit zugleich sehr stylischem Äußeren. Für den Vergleich zur ATi-Seite sorgte hingegen ein weiterer Radeon 9700 Pro Vertreter in Form der TYAN Tachyon G9700 Pro. Wie sich diese Karten im Test geschlagen haben, wie sich die Lösungen von ATi und nVDIA bezüglich anisotropen Filter und Anti-Aliasing präsentieren konnten und wie wir den Vergleich GeForceFX 5800 Ultra vs. Radeon 9700 Pro bewerten, lest Ihr im Artikel.

zum Artikel
[rg]

Eheim 1046 mit 12V Anschluß

Wir berichteten bereits im März über die gemeinsame Entwicklung des Wasserkühlungsherstellers Innovatek und des Aquarienpumpenherstellers Eheim. Inzwischen gibt es weitere Informationen über die 12 Volt Variante der Eheim 1046 Pumpe. Die Leistungsdaten werden mit 300 Litern pro Stunde Förderleistung und 1,2 Meter Förderhöhe identisch zur 230 Volt Variante sein, ebenso die Leistungsaufnahme von 5 Watt. Als hauptsächlicher Unterschied ist der 4-Pin-HDD/CD-Stromanschluss zu verzeichnen. Weiterhin ist die Eheim 1046-12V bereits bei Auslieferung mit 8mm Einschraubanschlüssen aus Metall ausgestattet. Zusätzliche Informationen gibt es auf der entsprechenden Produktseite von Innovatek. Laut Innovatek ist die Pumpe ab sofort für den Preis von etwa 75 Euro verfügbar. Höchstwahrscheinlich werden die Innovatek Komplettsets ebenfalls mit der 12V Variante ausgerüstet werden.

Ob die Mehrkosten von etwa 30 Euro gerechtfertigt sind, damit eine 230V Steckdose weniger belegt wird und man einen geringeren Einbauaufwand hat, muß der potentielle Käufer selbst entscheiden. Jedenfalls ist uns derzeit keine andere so leistungsstarke und hochqualitative 12V Pumpe bekannt.

[ch]

Intel präsentiert neue Mobile-Prozessoren

Der Prozessor-Riese Intel präsentierte weitere Prozessoren für den mobilen Bereich. So folgen nun der Pentium4-M mit einer Taktrate von 2,50 GHz sowie neue Celeron-M Prozessoren mit Frequenzen von 2,20 GHz und 1,26 GHz.

Laut Pressemitteilung wird der Pentium4-M, der im Vergleich zu Desktop-PCs eine Recht hohe Leistung erbringt, bei einer Abnahme von 1000 Stück 562 US-Dollar kosten. Die langsameren Celeron-M Varianten werden für 149 US-Dollar bei 2,20 GHz bzw. 107 US-Dollar bei 1,26 GHz in den Handel kommen.

Die Pentium 4 Mobile Prozessoren, die vermutlich noch auf dem Northwood-Kern basieren, zeichnen sich besonders durch einen niedrigen Strombedarf trotz hoher Leistung aus und finden sich deshalb hauptsächlich in High-End Notebooks wieder, wo viel Rechenleistung benötigt wird, während die Celeron Prozessoren durch ihren kleineren L2-Cache weniger Performance bieten und auf energiesparende Features wie zum Beispiel Speed-Step verzichten und finden ihren Einsatz hauptsächlich im günstigen Einsteiger-Bereich.

Fraglich bleibt jedoch, inwiefern Intel sich mit dem Pentium4-M selbst Steine in den Weg gelegt hat. Nach unseren Informationen wird die 2,50 GHz Variante definitiv eine höhere Performance bieten, als der zur Zeit schnellste Centrino-Prozessor mit 1,60 GHz. So könnte man vermuten, dass sich durch die Konkurrenz aus den eigenen Reihen Intels Centrino-Serie schlechter verkaufen könnte. Auf der anderen Seite fällt jedoch immer mehr auf, dass Performance bei aktuellen Systemen die Performance eine weniger wichtige Rolle neben anderen Faktoren wie Leistungsaufnahme und Lautstärke eingenommen hat. Vielleicht erhofft man sich dadurch den entscheidenden Vorteil.
[rl]

Neue Matrox Grafikkarten am 23. April

Laut der niederländischen Website TechView wird Matrox in der kommenden Woche am 23. April zwei neue Grafikkarten auf Parhelia Basis vorstellen. Allerdings spricht man nicht mehr vom Parhelia-512 Grafikchip, sondern vom Parhelia-LX, über dessen Änderungen noch keine Informationen vorliegen. Bislang weiß man nur, dass die Karten mit dem Chip nur über ein 128 Bit breites Speicherinterface verfügen werden (Parhelia-512: 256 Bit).

Die Karten selber sollen Matrox Millennium P650 und Millennium P750 getauft werden. Beide sind AGP 8x Karten, DirectX 8.1 konform und sollen über 64 MB Speicher verfügen. Der bislang einzige bekannte Unterschied ist, dass die P650 Karte nur Dual-Monitor Support bietet, wogegen das P750 Modell über Triple-Head Support verfügt. Preislich dürften die Karten, sofern der Preis in etwa stimmt, mit 169 Euro (P650) und 235 Euro (P750) deutlich attraktiver sein als die normale Parhelia. Aber da diese schon keine Leistungsrekorde für den Spieler aufstellte, sollte die neue Karte vorwiegend in Office-Umgebungen Verwendung finden.
[mg]

AMD weiter in den roten Zahlen

Nun schon zum siebten mal in Folge schreibt der amerikanische Halbleiterhersteller AMD rote Zahlen und muss sogar einen deutlichen Umsatzrückgang für das 1. Quartal 2003 hinnehmen. Im Vorjahresquartal erwirtschaftete man noch 902 Millionen US-Dollar, wogegen man im 1. Quartal 2003 nur eine Summe von 714,6 Millionen US-Dollar vorweisen kann. Auch der Verlust stieg von 9,2 Millionen US-Dollar auf nunmehr 146,4 Millionen US-Dollar deutlich an.

Im Vergleich zum vorangeganenen Quartal kann man allerdings durchaus Erfolge verzeichnen. Der Umsatz stieg von 686,4 Millionen US-Dollar um 4 Prozent an und der Verlust sank von 853,7 Millionen US-Dollar um knapp 82 Prozent, was allerdings auf fehlende Sonderausgaben zurückzuführen ist.

"Wie geplant haben wir unsere operativen Ausgaben im Vergleich zum 4. Quartal 2002 deutlich reduziert. Als Ergebnis unserer verbesserten Kostenstruktur erzielten wir in Verbindung mit unserer Umsatzsteigerung ein positives EBITDA von $ 84.000.000 (1). Unser operativer Verlust verringerte sich um mehr als $ 90.000.000 (1) im Vergleich zu unseren pro forma Ergebnissen des 4. Quartals 2002."

Somit blickt AMD zuversichtlich auf den weiteren Verlauf des Jahres 2003, wobei man hier erst einmal durch die Server-Prozessoren Opteron das Geschäft weiter ankurbeln will.

[mg]

Shuttle SN41G2 Review @ Planet 3DNow

Unsere Kollegen von Planet 3DNow haben sich einmal das SN41G2 aus Shuttles Mini Barebone-System Serie näher angesehen und berichten ausführlich von ihren Eindrücken. Es basiert auf auf nVidias nForce2 Chipsatz und legt besonderen Wert auf gutes Design und umfangreiche Multimedia-Eigenschaften. Wie das System hinsichtlich Ausstattung und Features letztendlich abgeschnitten hat und ob die Leistung für einen Wohnzimmer-PC im Vergleich zu normalen Desktop-Systemen ausreicht, erfährt man bei Planet 3DNow im Review.
[rl]

Mittwoch, den 16. April 2003

SiS kündigt offiziell Chipsätze mit 800 MHz FSB an

Kurz nachdem Silicon integrated Strategies den offiziellen Erwerb der begehrten FSB800 Lizenz von Intel bekannt gab, präsentiert man in einer Pressemitteilung nun auch offiziell erste Chipsätze, die diesen Frontsidebus unterstützen werden.

So plant man noch Ende April den SiS 648FX Chipsatz mit DDR400 Unterstützung beim Betrieb mit 800 MHz QPB. Dieser Chipsatz wird allerdings noch kein Dual-Channel Interface besitzen und die Module einzeln ansprechen. Chipsätze mit Dual-DDR400 Speicher Support wie der SiS 655FX werden wohl erst im dritten Qu