Der Grund des Updates
Wir versuchten mit unserem jüngst veröffentlichten Artikel zu diesem Thema
eine absolut sichere Möglichkeit an Hand zu geben, wie man 3.3V AGP2x Karten
von 1.5V AGP2x/4x Karten definitiv unterscheiden kann, um Hardwareschäden
beim Einsatz in i845/i850-basierenden Mainboards vermeiden zu
können.
Auf den unsererseits am 7. Oktober veröffentlichten Artikel gab es hinreichend
Feedback unserer Leser, leider jedoch wenig Rückmeldungen durch die Grafikkartenhersteller.
Lediglich Hercules, welche leider auch als betroffen im Artikel miteingestuft
wurden, befassten sich mit der Problematik und mussten uns nun aufzeigen, dass
ein Fehler in unserer dargelegten Prüfmethode steckt!

Zusammenfassung des Problems
1. Zur Zeit befinden sich auf dem Grafikkartenmarkt diverse Kartenmodelle.
Einige der aktuelleren Modelle sind reine AGP2x Karten, einige davon beherrschen
den AGP2x und AGP4x-Mode. Intel hat bezüglich dieser Modi exakte Spezifikationen
aufgestellt und in der AGP2.0
Spezifikation hierzu technische Voraussetzungen festgeschrieben.
Unter anderem schreiben diese Voraussetzungen AGP4x Grafikkarten eine Spannung von
1.5V vor, wohingegen AGP2x Karten durchaus als 1.5V oder aber 3.3V Karten gefertigt
werden können.
| Signaling
Level |
AGP
1x Mode |
AGP
2x Mode |
AGP
4x Mode |
| 3.3 Volt |
Ja |
Ja |
Nein |
| 1.5 Volt |
Ja |
Ja |
Ja |
2. Wie es verschiedene AGP-Grafikkarten gibt, gibt es auch verschiedene AGP-Sockel-Ausführungen.
Während man den AGP4x Slot, aber auch den AGP2x Slot höchstselten antrifft,
werden bei den derzeit gängigen Hauptplatinen überwiegend AGP-Universal
Slots eingesetzt. Dieser Slot erlaubt die problemlose Aufnahme von AGP 1x bis
4x Grafikkarten. Die hier
gezeigten Abbildungen sollen die Unterschiede in der Bauform nochmals aufzeigen.
3. Unterstützen derzeit am Markt gängige Chipsätze auf Basis
z.B. von Intel i815, VIA KT133(A), KT266(A), AMD 760(MP) usw. beide Grafikkarten-Spannungen (1.5 und 3.3 Volt),
sind Mainboards mit Intels i845 oder i850 Chipsatz und des kommenden
nVIDIA nForce nicht in der Lage, mit 3.3V Grafikkarten umzugehen. Dort
ist es zwingend erforderlich, eine 1.5V AGP-Karte einzusetzen, da eine 3.3V Karte
zu Schäden am Mainboard, der Karte oder beidem führt. Zwingend ist
es dadurch aber auch, dass auf den zuletzt genannten Boards keine Universal
AGP-Slot zum Einsatz kommt, sondern ein AGP4x Slot. Dies trifft auch auf die
uns bekannten i845-, i845- und nForce-Mainboards zu.
Leider sind einige Hersteller dazu übergegangen, und haben AGP2x Grafikkarten
in der Bauform der AGP4x Modelle auf den Markt gebracht, was somit auch den
Einsatz in AGP4x codierten Slots erlaubt. Dies sollte kein Problem darstellen,
solange diese Karten entweder einen Signalpegel von 1.5V darstellen, oder aber
in Mainboards mit den beidseits kompatiblen Chipsätzen eingesetzt werden.
Gerade dies scheint aber nicht immer gewährleistet zu sein, denn es gab
Rückmeldungen seitens Mainboardherstellern und Anwendern, welche darüber
informierten, dass es beim Einsatz der Grafikkarte auf einem Intel i845 Chipsatz
basierenden Mainboard zu Hardwareschäden kam. Damit war im übrigen auch die
Grundlage für unseren ursprünglichen Artikel gegeben.