Installation und Alltagsbetrieb (Fortsetzung)
Interessante fanden wir den Umstand im Hardware Monitoring, dass
die Prozessortemperatur sehr moderat angezeigt wurde. Gerade dies ist bei ASUS Platinen nicht unbedingt üblich,
setzt ASUS hier gerne noch ein paar °C nach oben hinzu, um den Anwender zum
besonnenen Anheben der Prozessorspannung zu bewegen.
![ASUS A7A266-E [ALi MAGiK1 C1-Stepping]](/images/reviews/2001/asus_a7a266-e/bios_hm.jpg)
Wir zeigten uns unbesonnen
und setzten diese gleich auf 1.85V hoch, mussten dann aber im gleichen Monitoring
Bildschirm erkennen, dass uns die zweite Stelle hinter dem Komma nicht angezeigt
wurde. Die gewünschte Spannung wurde allerdings geliefert. Der kleine Fehler
in der Anzeige ist sicherlich ohne größere Schwierigkeiten zu beseitigen.
Eine Anzeige der DDR-SDRAM Spannung fehlt allerdings völlig.
Die A7A266-E wirbt auch mit ACPI (Advanced Configuration Power
Interface). Ohne ACPI-Implementierung im Betriebssystem ist beispielsweise kein
STR (Suspend to RAM) Mode möglich. Diese Option, im BIOS in der Regel im
entsprechenden Menü mit "S3" anwählbar, fehlt im BIOS der
A7A266-E. Es war uns also in der Testphase unter Windows 98 SE nicht möglich,
den Rechner in diesen Ruhezustand zu versetzten. Dass die Platine dies dennoch
könnte, bewies uns ein Gegentest unter Windows XP, denn dort klappte der
S3-Mode hervorragend. Ohne Murren lies sich das Board in mehrfachen
Versuchen in den Ruhezustand versetzen und auch wachte das System völlig
unbeschadet wieder daraus auf. Wir vermuten, das ASUS hier bei Windows 98 / ME Usern etwas vorbeugen wollte,
denn gerade dort zeigt sich der STR-Mode sehr häufig problematisch.
Das gerne gesehene Feature "Keyboard Power on" lässt sich auch bei diesem
Board aktivieren und absolvierte die Funktionstests erfolgreich. Lediglich an
einer zusätzlichen Steckerleiste mit Stromschalter versagt die A7A266-E, wie aber
auch die meisten anderen getesteten Platinen.
Unsere späteren Funktionstests absolvierte der Testkandidat
ohne Probleme. Die angeschlossenen USB Geräte wurden korrekt erkannt und
arbeiteten ohne Probleme, der Funktionstest mittels einer TV-Karte machte dem
System ebenfalls keine Schwierigkeiten und unsere SBLive! Soundkarte wurde ohnehin
vom ALi MAGiK1 nur belächelt. Etwas verwundert erblickten wir, dass einer
der USB-Ports mit dem IRQ9 shared, welcher durch ACPI belegt ist. Eigentlich
das erste mal, dass wir diesen Umstand gesehen haben, denn normalerweise belegt
ACPI immer alleine IRQ9. Allerdings zeigte sich auch dieser Umstand in den Tests
in keinster Weise problematisch. Ansonsten haben wir das Board auch im Hinblick
auf seine Athlon XP Tauglichkeit geprüft und bescheinigen danach auch hier
volle Kompatibilität, ganz so wie von ASUS beworben.
![ASUS A7A266-E [ALi MAGiK1 C1-Stepping]](/images/reviews/2001/asus_a7a266-e/installmenue.jpg)
Selten haben wir ein derart unkompliziertes Board angetroffen.
Es schien fast so, als sei es mit den an es gestellten Forderungen unterfordert.
Entsprechend unkompliziert verhielt sich die Platine also auch bei den Windows
Installationen. Man sollte lediglich dabei bedenken, auch hier nach der beendeten
Installation des Betriebssystems, die Chipsatztreiber einzubinden, welche ASUS
auf seiner Treiber-CD mitliefert. Dies ist aber ein übliches Verfahren
und bei allen Platinen, gleich welches Herstellers, regelmäßig zu
beachten.