Intro
|
Heute präsentieren wir nach unserem erst kürzlich veröffentlichten Review des AOpen HQ08 wieder den nächsten Gehäusebericht, der unsere bisher bereits recht ansehnliche Gehäusetestserie um ein weiteres vielversprechendes Exemplar erweitert. Das dieses Gehäuse etwas besonderes sein muß, fällt einem direkt beim ersten Betrachten auf. Es handelt sich hierbei nämlich um den Midi Tower PC 60 aus LianLi´s Aluminium Gehäuseserie, der durch die fast ausschließliche Verwendung von gebürstetem Aluminium direkt zu gefallen vermag.
Ob neben der sehr ansehnlichen äußeren Erscheinung auch die inneren Werte stimmen, und ob der zugegeben sehr hohe Verkaufspreis gerechtfertigt ist, werden wir in unserem Review klären können.
An dieser Stelle möchten wir uns wieder einmal ganz herzlich bei Maik Schöphörster von Com-Tra.de bedanken, der uns schnell und unproblematisch ein Testmuster dieses außergewöhnlichen Luxus Towers zur Verfügung gestellt hat.
|
|
 zum vergrössern klicken |

Technische Daten / Besonderheiten
- Midi Tower ATX
- 485 x 440 x 210 ( Länge x Breite x Höhe in mm )
- 4 x 5.25 Schächte ( extern )
- 3 x 3.5 Schächte ( extern )
- 3 x 3.5 Schächte ( intern )
- Nettogewicht ( ohne Netzteil ) 5.9 Kg
- Bruttogewicht ( inkl. z.B. Enermax 330W ) 8.4 Kg
|
- Seitenteile abnehmbar
- Komplett aus Aluminium gefertigt
- Integrierte Lüftersteuerung
- Vorinstallierte 80mm Lüfter ( 2 Front / 1 Rückseite )
- Durch Thumbscrews komplett ohne Werkzeug zu öffnen
- Ausziehbarer Mainboardschlitten
- Zwei herausnehmbare Festplattenkäfige
- Integrierter Staubfilter
|
Auffälliges
Nun, wie ihr sicherlich schon an der vorangegangenen kurzen Aufzählung der wichtigsten Features erkennen könnt, ist dieses Gehäuse alles andere als normal. Üblicherweise käme an diesem Punkt unseres Gehäusreviews immer der Abschnitt Besonderheiten/Auffälliges. Da dieser Tower aber praktisch zu 100 Prozent aus Besonderheiten und Auffälligkeiten besteht wird dieser Punkt wohl in Etappen das gesamte Review zieren =).
Als der Tower geliefert wurde, und mein guter Freund und alter Bekannter, der Postbote, mir das Paket überreichte, war ich erst einmal sehr positiv überrascht. So wog das Paket mit dem LianLi Tower inkl. dem Enermax Netzteil nur einen Bruchteil des bisher gewohnten CS 601, das sonst bei mir zum Einsatz kommt. Wenn man bedenkt, daß das CS 601, in dem praktisch exakt genau so viel Platz für Laufwerke ist wie hier, stolze 5.6 Kilogramm mehr wiegt und somit fast doppelt so schwer ist, stelle ich mir doch ernsthaft die Frage, warum ich die ganze Zeit einen dermaßen großen Schinken mit mir herumgeschleppt habe.
Kaum war der erste positive Schock vorüber, so wurde ich direkt vom nächsten geplagt. Ich öffnete das Paket, befreite den Reisenden von seiner Plastikplane, und war regelrecht baff darüber wie gut dieses Aluminium Finish doch aussah. Ich behaupte an dieser Stelle, das dies mit Sicherheit der coolste für Geld zu kaufende Tower ist, denn er sieht einfach nur verdammt gut aus. Somit also optisch ein eindeutiges Schmankerl, aber wie sieht es denn mit den inneren Werte aus ???
Kaum ausgepackt, so wollte ich natürlich wissen, was unter der Haube dieses Midi Towers steckte. So mußte ich wieder feststellen, daß LianLi hier ganze Arbeit geleistet hatte, und sich der Tower beidseitig durch abnehmbare Seitenteile öffnen lies. Diese sind darüber hinaus aber sogar noch mit sehr praktischen Thumbscrews festgeschraubt.
Für alle unter Euch, denen nicht geläufig ist was Thumbscrews sind - hier die Erklärung: Thumbscrews dienen als Ersatz für Standardgehäuseschrauben. Sie besitzen einen verchromten, gerändelten und stark vergrößerten Schraubenkopf, durch den es möglich wird, die Schrauben per Hand fest zu drehen oder auch zu lösen. Hierdurch spart man sich das häufig sehr lästige Suchen nach einem passenden Schraubendreher und ist darüber hinaus unterwegs ( LANparty ) nicht auf Werkzeug angewiesen. Auf dem Markt sind zwei Typen von Thumbscrews erhältlich. Einmal mit noch vorhandener Möglichkeit den Kreuzschlitz zu nutzen und einmal ganz ohne Kreuzschlitz. Hier wurden die qualitativ besseren Schrauben mit weiterhin vorhandenem Kreuzschlitzansatz verwendet, womit man dann auch bei Bedarf mittels Schraubendreher mal etwas mehr Kraft auf die Schrauben ausüben kann, um so z.B. Erweiterungskarten einen 100%igen Sitz zu geben. Insgesamt wurden zwanzig Thumbscrews verwendet. Davon zwei für den Netzteilrahmen, vier für den Mainbordschlitten, sieben für die Erweiterungskarten, drei für den externen 3.5 Schacht und last but not least zwei pro abnehmbare Seitenwand. Somit sind alle direkt zugänglichen Bereiche leicht, schnell und ohne Werkzeug zu öffnen.
Wie bei HT4U üblich, haben wir uns nach dem Öffnen ersteinmal nach scharfen Kanten umgesehen, da deren Vorhandensein ein eindeutiger Mangel eines Towers ist. Jedoch wurden wir erfreulicherweise nicht fündig, was die bisher gezeigte sehr hohe Qualität des Towers weiter unterstreicht.