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DDR333 für den AMD Athlon XP [5 Platinen mit DDR333 Support im Test]

DDR333 - Vorgaben und Realität

Apropos Speicher Spezifikation: Man sollte bitte bedenken, dass die Chipsatzhersteller, welche seit Monaten an PC2700 fähigen Chipsätzen arbeiten und diese umwerben, zwar auch Support Zusagen von verschiedenen Speicherherstellern hatten, jedoch die JEDEC (Joint Electron Devices Engineering Council) Spezifikation für PC2700 Speicher erst Ende März verabschiedet wurde und auch nur jene für unbuffered DIMMs. Jene Spezifikation für DDR333 registered Speichermodule ist bislang noch immer nicht verabschiedet.

DDR333 für den AMD Athlon XP [5 Platinen mit DDR333 Support im Test]

Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass sämtliche bislang im Markt eingeführten und verkauften PC2700 Speichermodule vor dieser nun vorhandenen Spezifikation gebaut wurden und unter Umständen mit den nun verabschiedeten Vorgaben nicht übereinstimmen. Dies mag sicherlich auch mit ein Grund dafür sein, dass sich nur schleppend entsprechende Speicher in den Regalen der Händler eingefunden haben und ist mit ein Grund, warum es auch uns teils nur sehr schwer möglich war, an entsprechende Muster heranzukommen.

Höchst gespannt waren wir aber eben auf jene Spezifikation. Halten wir uns einmal vor Augen, dass die bisherigen PC2100 Speichermodule nach JEDEC1 Spezifikation hier lediglich mit spezifizierten Timings von 2.0 (7.0ns RAM Chips) bzw. 2.5 (7.5ns RAM Chips) -3-3 im PC2100 ausgegeben waren. Im PC1600 Betrieb lieferten diese Speicher dann aber 2-2-2 nach Spezifikation.


DDR333 für den AMD Athlon XP [5 Platinen mit DDR333 Support im Test] DDR333 für den AMD Athlon XP [5 Platinen mit DDR333 Support im Test]


Im Zuge der Veröffentlichung ihrer i845D Chipsätze hatte Intel aber einen Nachtrag zu dieser Spezifikation erarbeitet und danach sollten PC2100 Speichermodule auch mit 2-2-2 Timings hergestellt werden können. Diese Speichermodule haben sich aber nach wie vor nicht im Markt eingefunden. Wir zweifeln auch noch ein wenig daran, ob sich dieser Umstand ändern wird.

Was macht es schon? Die Praxistests mit den meisten erhältlichen Markenspeichern nach JEDEC1 zeigten doch, dass die Module, trotz Verstoß gegen die Spezifikation, im DDR266 Betrieb durchaus mit 2-2-2 Timings stabil zu betreiben sind. Hier und da bedarf es einer kleinen Spannungserhöhung ... und dann funktioniert das schon.

Nein, dies kann natürlich sicher nicht der richtige Weg sein. Man sollte nicht vergessen, dass die meisten PC Anwender sich nicht ansatzweise in die Regionen des Basic Input Output Systems (BIOS) begeben. Es wird zumeist einfach nur ein stabiler, funktionstüchtiger Rechner zum Arbeiten erwartet.

Eben deshalb waren wir auf die neuen Spezifikationen gespannt, denn eigentlich hatten wir gehofft, dass die entsprechenden Speichermodule in ihrer PC2700 Spezifikation dann mit 2.5-3-3 Einstellungen, im PC2100 Betrieb aber mit 2-2-2 Einstellungen zu betreiben sind. Unsere Erwartungen wurden aber nicht erfüllt. Im DDR333 Betrieb sind die Module wie erwartet mit 2.5-3-3 Settings ausgewiesen, jedoch im DDR266 Betrieb gerade einmal mit 2-3-3. Es lies sich aber herausfiltern, dass die Latenzzeiten etwas verkürzt wurden. Was dies in der Praxis bringt, zeigen wir in späteren Kapiteln dieses Tests auf.


DDR333 für den AMD Athlon XP [5 Platinen mit DDR333 Support im Test]


Momentan bedeutet dies für den Anwender, dass er im Falle der Anschaffung eines noch recht teueren PC2700 Speichers nicht mit massiven Geschwindigkeitsvorteilen rechnen kann, schon gar nicht, wenn er bislang einen PC2100 Speicher der Spezifikation 2-3-3 sein eigen nennt. Die geschrumpften Latenzzeiten werden sich nur knapp bemerkbar machen.

Ein weiterer Punkt, auf welchen wir gespannt waren, war die Betriebsspannung. Nach den bisherigen Specs zu DDR-SDRAM Speicher werden die Module mit einer I/O- und einer Core-Spannung von 2,5V betrieben. Die ausgewiesenen Toleranzen betragen +/- 0,2V. Die Praxistests haben uns bislang bewiesen, dass es mit dieser Negativtoleranz durchaus zu Systeminstabilitäten kommen kann. Manche störrische Module lassen sich auf dem einen oder anderen Mainboard selbst mit 2.5V nicht stabil betreiben. Hieraus resultiert wohl auch das Vorgehen der meisten Mainboardhersteller, die DDR-SDRAM Spannung gleich von Hause aus etwas höher anzusetzen, z.B. mit 2.6 oder 2.65V.

Eigentlich wären dies doch deutliche Anzeichen dafür, dass man die Spezifikationen in diesem Punkt hätte etwas nach oben korrigieren sollen, doch auch hier wurden wir enttäuscht. Auch die Module der PC2700 Spezifikation weichen bei den Betriebsspannungsangaben keinen Schritt von den bisherigen Specs ab.

Wesentlich weiter möchten wir in diesem Artikel auf die DDR266 / 333 Specs auch nicht eingehen. Die für unseren Bericht wichtigen und relevanten Punkte mussten wir aber ansprechen.



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