Intro
Am 6. Februar diesen Jahres war bei nVIDIA Stichtag für den Launch der neuen GeForce4 GPU, welche die Leistung seiner Vorgänger und Konkurrenten in den Schatten stellen sollte. Allerdings waren die beiden ersten GeForce4 Ti Modelle Ti4400 und Ti4600 nicht gerade die günstigsten Vertreter auf dem Grafikmarkt, so dass man keine allzu große Kundenschicht erreichen konnte. Zwar wurde die Ti4200, welche im unteren Preissegment mitspielen sollte, schon offiziell in ein paar Dokumenten erwähnt, war allerdings käuflich noch nicht erwerbbar und wurde zum GeForce4-Launch auch nicht beworben.
Der Grund hierfür lag bei den noch zu hohen Lageranteilen an GeForce3 Karten, welche man noch zu einem akzeptablen Preis unter´s Volk bringen wollte. Hätte man die GeForce4 Ti4200, um welche es in diesem Artikel geht, schon gleich zusammen mit den teureren Modellen Ti4400 und Ti4600 auf den Markt gebracht, wäre nVIDIA und auch deren Händler auf den GeForce3 Karten sitzen geblieben, was aus ökonomischer Sicht natürlich keineswegs gut zu heißen wäre.

Doch seit Mitte des Jahres ist nun auch die GeForce4 Ti4200 auf dem Markt vertreten und zielt eben auf die Käuferschicht ab, welcher eine GeForce4 MX zu langsam bzw. nicht sinnvoll erscheint (kein DirectX8 Chip) oder einfach nicht so viel Geld für eine aktuelle Grafikkarte ausgeben möchten. Hinzu kommt natürlich, dass nVIDIAs Konkurrent ATi bisweilen eigentlich immer günstiger war und man so aus der preislichen Sicht betrachtet kein Konkurrenzprodukt zur aktuellen Radeon 8500 zu bieten hatte.
Wir haben uns für einen Leistungsvergleich die MSI GeForce4 Ti4200 ins Haus geholt und unter die Lupe genommen. Ein Vergleich zum Spitzenmodell Ti4600 und zur ATi Radeon 8500 sollte dann einen guten Eindruck vermitteln können, wo sich die Ti4200 im Grafikkartenmarkt platziert. Vorab möchten wir natürlich MSI Deutschland für die Stellung des Testsamples danken.
