Intro
Die Produktzyklen bei Mainboardchipsätzen werden offensichtlich immer kürzer. Es vergeht zwischenzeitlich kaum noch ein Monat, in welchem nicht ein neuer Chipsatz vorgestellt wird. VIAs aktuellster Chipsatz, der Apollo KT333, befindet sich nun seit 4 Monaten auf dem Markt und es kursieren schon ausreichend Gerüchte darüber, dass in Kürze dessen Nachfolger mit Namen KT400 erscheinen wird.
In zwei Roundups hatten wir euch bislang Mainboards namhafter Hersteller mit dem VIA KT333 Chipsatz vorgestellt. Einen eigentlich letzten Schlag im Bereich KT333 Platinen hatten wir noch geplant und wollten dann, neben den noch neu vorzustellenden Platinen, eine Gesamtübersicht präsentieren und damit auf Hard Tecs 4U dem KT333 die letzte Ehre erweisen, bevor wir von den neuesten Chipsatzinnovationen überrollt werden.
Soweit unsere Planung in der Theorie, die Hersteller MSI ganz schnell zunichte machte, denn es flatterte plötzlich ein Motherboard mit der Bezeichnung KT3 Ultra2-BR in unser Testlabor und dieser Nachfolger zum MSI KT3 Ultra war mit keiner geringeren Southbridge als der VIA VT8235 bestückt - eben jener, welche eigentlich erst dem VIA KT400 Chipsatz zur Seite stehen sollte. Wir wollten es uns daher nicht nehmen lassen, Euch diese Platine in einem separaten Artikel vorzustellen, denn wie sich zeigte, hat dieses Board das absolut verdient.
![MSI KT3 Ultra2-BR [VIA KT333]](/images/reviews/2002/msi_kt3ultra2-br/intro.jpg)
Eventuell weniger belesene Anwender mögen sich nun die Frage stellen, was denn an einem neuen Peripherie Controller so besonderes sein kann, dass die HT4U-Redaktion alles stehen und fallen lässt, um sich um dieses Testmuster zu kümmern. Dazu muss man zum einen erkennen, dass sich heutige Motherboards gleichen Chipsatzes in ihrer Leistung kaum noch unterscheiden lassen. Unterscheidungsmerkmale finden sich dort lediglich noch im Hardware- und Softwarelieferumfang und natürlich im Preis.
Der Trend bei neuen Chipsätzen, insbesondere deren Southbridges, geht deutlich in die erweiterte Integration neuer Features á la USB 2.0 oder Firewire usw. und macht damit das Mainboard selbst zum Dreh- und Angelpunkt der Multimediafähigkeiten. Bei VIAs neuer Southbridge gesellt sich noch ein wesentlich weiterer Punkt hinzu, nämlich jener, dass man den bisherigen Chips immer wieder Ressourcenknappheit und schlechte PCI-Performance nachsagte. Alles das sollte sich laut VIA mit dem neuen Peripherie Controller aber ändern und um so gespannter waren wir darum auch auf den Praxiseinsatz.
Unser Dank gilt an dieser Stelle MSI Deutschland, welche uns mit einem der ersten Muster dieser Platine versorgten und damit auch den ersten deutschsprachigen Test zum KT3 Ultra2 ermöglichten. Danken möchten wir ebenfalls OC-Wear, welche uns mit PC2700 Speichermodulen für die Kompatibilitätstests ausgestattet haben.
