Testumgebung (Fortsetzung)
Darüber hinaus findet sich für Stammleser in diesem Test nur eine einzige wirkliche Neuerung, nämlich der Punkt USB 2.0 Test, bei welchem erstmals das Datafab MD3A-FW11-USB2 zum Einsatz kommt. Eine ganze Weile haben wir uns darüber Gedanken gemacht, welche Möglichkeiten derzeit sinnvoll sind, um die inzwischen sehr häufig anzutreffenden Mainboardfeatures á la USB 2.0 oder Firewire testen zu können. Gerade bei letzterem lag es uns fern uns, eine entsprechende Videokamera zuzulegen, welche fast über eine solche Schnittstelle verfügen würde. Auch externe USB 2.0 Festplatten oder Brenner wollten sich hier nicht so recht anbieten. Schließlich entschieden wir uns für das Datafab MD3A.
![MSI KT3 Ultra2-BR [VIA KT333]](/images/reviews/2002/msi_kt3ultra2-br/datafab.jpg)
Beim Datafab handelt es sich um externes Case, welches über eine Firewire als auch eine USB 2.0 Schnittstelle verfügt und eine 3.5 Zoll Festplatte aufnehmen kann. Wahlweise ist dann der Betrieb als USB 2.0 oder Firewire (IEEE1394) Gerät möglich. Unter Windows 2000 / XP sind dazu keine gesonderten Treiber erforderlich. Das Datafab, einmal mit dem entsprechenden Anschluss des Mainboards verbunden, wird sogleich vom Betriebssystem erkannt und kann verwendet werden.
Der Nachteil liegt aber auch auf der Hand, nämlich die Limitierung der maximalen Datenübertragung durch die zum Einsatz kommende Festplatte. Gehen wir davon aus, dass USB 2.0 verspricht maxiaml 60 MB/s (480 Mbit/s) liefern zu können und auch Firewire mit 50 MB/s (400 Mbit/s) dem nicht weit nachsteht, so sind aktuelle IDE Festplatten in der Theorie zwar in der Lage, z.B. 100 MB/s (ATA100) liefern zu können. Die Praxis zeigt aber, dass Schreib-/Leseleistungen gerade einmal im Bereich zwischen 20 und 40 MB/s die Realität sind. An die gleichen Grenzen wären wir dann aber auch mit einer externen USB 2.0 Festplatte oder einem CD-Brenner gestoßen.
Damit ist es uns durch den Einsatz dieser Lösung derzeit nur möglich, den gesteigerten Standard und die Funktionstüchtigkeit der entsprechenden Schnittstellen zu prüfen, nicht aber die maximal mögliche Burst Speed in der Praxis. Wir bitten dies beim entsprechenden Testkapitel zu beachten.
IDE- & PCI-Performance
Erst in unserem letzten Artikel zu KT333 Mainboards haben wir uns mit diesem Thema auseinandergesetzt und einige Gedanken dazu einmal offen ausgesprochen. Vielfache Prüfungen zeigten, dass die bei VIA Chipsätzen, besser gesagt VIA Southbridges, so oft kritisierte Burst Speed offenbar nicht nur auf den Peripherie Controller an sich zurückzuführen ist, sondern, dass auch die Umsetzung und Einbindung seitens des Mainboardherstellers und BIOS Programmierers eine wesentliche Rolle bezüglich dieser Performance spielt. Ebenso wirkten sich unterschiedliche Treiber von RAID Controllern positiv oder negativ aus.
Ein Mittel zeigte, gleich bei welchem Mainboard, immer wieder Wirkung: Der VIA Raid Performance Patch (RPP) Version 1.02. Dieser wurde in der Vergangenheit unsererseits oft und gerne verschmäht, da wir durch den Einsatz dieses Patches bei manchen Systemkonstellationen mit derben Systeminstabilitäten konfrontiert wurden. Mit den Patches soll nun ein für alle mal Schluss sein. Die neue VIA VT8235 Southbridge ist da und wurde anderenorts seitens VIA schon als Lösung der Probleme angekündigt.
In der Praxis erfolgte der Test wie gewohnt, durch den Einsatz eines Promise Ultra 100 TX2 PCI IDE-Controllers, an welchen wir eine Maxtor D540-X ATA100 Festplatte anschlossen. Mittels HDTach führten wir dann neben der Ermittlung des Lesedurchsatzes, ebenfalls einen Schreibtest durch, um Informationen zur Schreibperformance auf den PCI-Bus zu erhalten.