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nVIDIA nForce2 Preview

nForce2 Northbridge: IGP und SPP

Anhand einer kleinen Gegenüberstellung wollen wir die Unterschiede des neuen IGP / SPP aufzeigen. Bei dieser Betrachtungsweise haben wir den seitens VIA noch nicht vorgestellten, wohl aber bald erscheinenden VIA Apollo KT400 Chipsatz noch außen vor gelassen.


Northbridge Features nForce2 nForce VIA KT333
Unterstützte Prozessoren AMD Duron / Athlon AMD Duron / Athlon AMD Duron / Athlon
FrontSideBus (FSB) 200 / 266 MHz 200 / 266 MHz 200 / 266 MHz
DDR-SDRAM Speicher PC1600 / PC2100 / PC2700 / (PC3200) PC1600 / PC2100 PC1600 / PC2100 / PC2700
Maximale DIMM Bänke 3 (6 Bänke) 3 (6 Bänke) 3 (6 Bänke)
Maximaler Speicherausbau 3 GB 3 GB 4 GB
Asynchrone Speicheransteuerung Ja Ja Ja
Speicheranbindung 64 / 128 bit 64 / 128 bit 64 bit
Maximale Speicherbandbreite 5,4 GB/s (6,4 GB/s) 4,2 GB/s 2,7 GB/s
Integrierte Grafik GeForce4 MX (IGP) GeForce2 MX (IGP) Nein
AGP Karten Support
1x / 2x / 4x / 8x (nur 1.5V AGP Karten)
1x / 2x / 4x (nur 1.5V AGP Karten)
1x / 2x / 4x
Anbindung Southbridge zur Northbridge
Hyper Transport 800 MB/sec
Hyper Transport 800 MB/sec
V-Link 266 MB/s


Eine zu erwartende Neuerung beim nForce2 war natürlich die Überarbeitung des Speichercontrollers, so dass dieser nun in der Lage ist, auch DDR-SDRAM Speicher der PC2700 Spezifikation asynchron zum FSB der Prozessoren anzusprechen - denn der bisherige nForce konnte hier lediglich Module der PC2100 Spezifikation ansprechen. Der nForce2 wäre zudem in der Lage, auch DDR-SDRAM Module der PC3200 Gattung anzusprechen, allerdings gibt es dazu noch keine Spezifikation seitens der Speicher-Standardisierungsorganisation JEDEC und wird es vermutlich auch erst mit DDR II Speicher geben, welche dann wiederum nicht im nForce2 zu betreiben sind.

Wie wir allerdings erst gestern in unserem Speicherroundup aufgezeigt haben, gibt es inzwischen einige Speichermodul-Hersteller, welche handverlesene DDR-SDRAM Chips verbauen und den Betrieb auf 200 MHz DDR Taktfrequenz garantieren, um das Ganze dann PC3200 bzw. DDR400 zu nennen. Jene Speichermodule könnten also sehr wohl im nForce2 mit 200 MHz DDR Takt betrieben werden. Im gleichen Bericht haben wir aber auch aufgezeigt, dass die allgemeine Systemperformance daraus nicht profitiert. Der neue Flaschenhals in AMD Prozessor basierenden Plattformen ist der FrontSideBus der Prozessoren, welcher mit maximal 133 MHz DDR Takt dem Prozessor lediglich eine Bandbreite von 2,1 GB/s erlaubt.

Durch den Einsatz von PC2700 Modulen lässt sich auf entsprechenden Plattformen noch einmal bis zu maximal 5 % erarbeiten, eben jene 5%, die den PC2100 Modulen durch Seitenlimitierung verloren gehen, so dass PC2100 DDR-SDRAM Module rein in der Praxis maximal 2000 MB/s Bandbreite liefern können. Der Einsatz von PC3200 Modulen sollte dann aber - bei weiterhin gleichem FrontSideBus - keinerlei Performance-Gewinne mehr erzielen können. Dies gilt im übrigen nicht nur für den nForce2, sondern auch für VIAs kommenden KT400-Chipsatz. Nur der Pentium 4 Prozessor kann aus der hohen Bandbreite von PC3200 / DDR400 Speichermodulen profitieren, nicht jedoch die aktuellen Athlon-Prozessoren.

Und dennoch, in den uns vorgelegten Papieren weist der Hersteller nVIDIA ganz deutlich darauf hin, dass man auch deutlich im Bereich der Latenzzeiten des Speicher-Controllers gearbeitet habe und verspricht daraus auch eine deutliche Steigerung der Speicher-Performance. Diesbezüglich werden wir uns von der Praxis überraschen lassen müssen, wenn die ersten nForce2-Mainboards bei uns eintreffen.

Beibehalten wurde selbstverständlich die TwinBank Speicherarchitektur, welche beim Einsatz von zwei DDR-SDRAM Modulen die Speicheranbindung auf 128 Bit erhöht und die Speicherbandbreite somit verdoppelt. Setzt man also zwei Speichermodule nach PC2700 Spezifikation ein, erreicht man in der Theorie eine Bandbreite von 5,4 GB/s, beim Einsatz von sogenannten PC3200 Speichern errechnet sich sogar ein Maximum von 6,4 GB/s. Auch hier sei wieder angemerkt, daß dies im normalen Betrieb, d.h. ohne Nutzung der integrierten Grafikeinheit des nForce2 herzlich wenig bringt, da der Athlon-Prozessor davon nur 2,1 GB/sec verarbeiten kann.


nVIDIA nForce2 Preview
(von Hard Tecs 4U nachgearbeitetes / aktualisiertes nVidia-Diagramm)




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