Das Intel D850EMV2 Desktop Motherboard
Erst kürzlich stellten wir euch mit dem Intel D845BG ein Mainboard aus dem Hause Intel vor. Hauptaugenmerk bei den Motherboards von Intel liegt schlicht und ergreifend in einer Kombination von praxisnahen Features, Anwenderfreundlichkeit und höchstmöglicher Stabilität. Darum finden sich Optionen wie ein deutsches BIOS oder Intels "Rapid BIOS boot" auf solchen Platinen wieder, jedoch im Umkehrschluss auch keinerlei Overclocking Funktionen.

Das allgemeine Layout des Boards lässt darauf schließen, dass man unter Umständen noch einen größeren Bruder ins Rennen schicken wird. Darauf deutet der freigelassene Platz des sechsten PCI-Slots hin. Schade eigentlich, denn in Anbetracht der nur bei Intel Chipsätzen vorherrschende Üppigkeit an Int-Leitungen wäre es durchaus möglich, jedem PCI-Slot einen eigenen, nicht gesharten IRQ zuzuweisen.
Optional ist die Platine mit onboard LAN (Intel 82562ET) erhältlich. Der Chip genießt übrigens ein hervorragendes Ansehen unter Anwendern, welche mit Netzwerken viele Berührungspunkte haben. Um die lediglich 4 USB Ports des ICH2 zu kompensieren, geht Intel bei diesem Mainboard nicht den Schritt einer USB 1.1 Erweiterung wie beim Vorgänger, sondern setzt gleich einen USB 2.0 Chip von NEC ein, welcher weitere 4 USB Ports liefert.

Vollbestückt ist das Intel Board selbstverständlich bei den maximal 4 möglichen Speicherbänken und großes Lob sprechen wir auch für die Anordnung der IDE-Ports und des Floppy Ports, wie auch der Lage des ATX Steckers aus. Der ATX12V Stecker liegt nicht ganz so gut platziert, links unterhalb der Sockel 478 Arretierung.
Apropos Arretierung: Intel hatte bei ihren bisherigen Boards häufig eine AGP-Arretierung aus Plastik mitgeliefert, welche dann noch manuell auf den AGP-Port aufgesetzt werden musste. Die D850EMV2 kommt ab Werk bereits mit einer entsprechenden Plastikarretierung daher, welche für korrekten Sitz der Grafikkarte sorgt.