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Nachdem Ihr auf Hard Tecs 4U nun schon ein Motherboard-Roundup zu Tualatin-Prozessoren und auch zu Plattformen für AMD-Prozessoren lesen konntet, wollen wir Euch heute ein Motherboard-Roundup für den Pentium 4 vorstellen. In diesem treten drei Boards verschiedener, bereits namhafter Hersteller und auch ein Board vom bisher noch relativ unbeschriebenen Blatt VIA VSPD gegeneinander an.
Die Chipsatzvielfalt für alle Prozessoren wurde in den vergangenen Monaten immer größer und aufgrund verschiedenster Speichertechnologien auch leider unübersichtlicher. In diesem Review werden wir uns auf Boards für DDR-RAM beschränken, doch wird auch der recht neue, bereits hier besprochene PC2700 RAM zum Einsatz kommen. Auf den vier getesteten Boards kommen drei verschiedene Chipsätze zum Einsatz, so dass für jeden Pentium-4-Interessierten was dabei sein sollte.

Zum einen haben wir da den nach wie vor sehr umstrittenen P4X266A von VIA, dessen Existenz zwar nicht zu leugnen ist, aber von den meisten Motherboardherstellern ignoriert wird, da die Patent- und Lizenzlage zu diesem Chipsatz zwischen VIA und Intel noch immer nicht geklärt ist. Nichts desto trotz gibt es Boards mit dem P4X266A auf dem Markt und deshalb testen wir hier das VIA VSPD P4XB-RA. VSPD (VIA Platform Solution Devision) ist eine Tochterfirma von VIA, die nun bei der Herstellung von Motherboards mitmischen will. Da VIA VSPD also den verbauten Chipsatz sehr gut kennen sollte, setzen wir hier hohe Ansprüche an das Board.
Mit demselben Chipsatz tritt das Soltek SL-85DRV3 gegen die Konkurrenz an. Die Firma Soltek konnte in den letzten Reviews zeigen, dass sie einiges an guter Hardware zu bieten hat, so dass einem stärkeren Fußfassen im deutschsprachigen Raum eigentlich nichts mehr im Wege steht. Im Prinzip ist es Soltek auch hoch anzurechnen, dass ein derartig umstrittener Chipsatz verbaut wird - ein Schritt, zu dem längst nicht jeder Hersteller in der Vergangenheit bereit war.
Die direkte Konkurrenz zum P4X266A dürfte wohl der Intel i845D sein, der ebenfalls auf DDR-RAM setzt und auf der hier getesteten MSI 845 Ultra verbaut ist, während Epox mit der EP-4SDA+ auf die überarbeitete Version des SIS 645 und damit auch auf PC2700 DDR-RAM mit 166 MHz physikalischem Takt setzt.
Den in unserem Tualatin-Review erstmals erwähnten Abschnitt "Underclocking" werden wir auch diesesmal wieder bringen, da der hier zum Einsatz kommende Pentium 4 mit 2,0 GHz auf Basis des in 0,13 µm gefertigten Northwood-Kerns ebenso wie die Tualatins sehr wenig Abwärme produziert.
An dieser Stelle gehört wie immer erst einmal unser Dank den Herstellern für die Bereitstellung der Testmuster:
- EPoX (EP-4SDA+)
- MSI (845 Ultra)
- Soltek (SL-85DRV3) bzw. deren deutschen Distributor Wetzel und Haag Electronics Vertriebs GmbH
- VIA (P4XB-RA)
Des weiteren gebührt unser Dank der Firma Listan, die uns mit einem Thermaltake P4 Volcano 478 zur Kühlung des Pentium 4 ausstattete.