Der nVIDIA nForce3 Chipsatz
Wie wir eingangs bereits erwähnten, sollte der heute vorgestellte Opteron 1xx gemeinsam mit dem nForce3 Chipsatz gelauncht werden. Auf Grund kurzfristiger Verzögerungen auf Seiten nVIDIA bleibt es zumindest vorerst bei einem Preview. Die Beweggründe, warum nVIDIA im letzten Moment noch Änderungen vornahm, bleiben einmal dahin gestellt.
Im Prinzip hatten wir bereits in dieser Meldung alles wesentliche zu den kommenden nVIDIA K8-Chipsätzen dargelegt, was es derzeit an griffigen Informationen gibt. Auf Grund der Tatsache, dass sich bei den neuen AMD Prozessoren der Speichercontroller in der CPU wiederfindet, handelt es sich bei den kommenden K8-Plattfromen von nVIDIA praktisch um SingleChip-Lösungen mit dem Schwerpunkt auf dem Peripherie-Controller.
Dabei ist "praktisch" hier aber ein dehnbarer Begriff, denn der eigentliche Grafikkartenspezialist nVIDIA wird natürlich abermals auf eine hochwertige integrierte Grafiklösung einzusetzen versuchen. Dabei liegen uns bislang jedoch noch keine Herstellerinformationen vor, auf welcher Basis diese onboard Grafikeinheit basieren wird.

Das als Launchplattform auserkorene Mainboard von ASUS, mit der Bezeichnung SK8N, wird auf dem nForce3 Pro150 aufsetzen und über keine integrierte Grafikeinheit verfügen. Hier müssen wir uns also ebenfalls etwas gedulden, bis uns definitive Herstellerinformationen vorliegen.
Und während unser Blockschaltbild des nForce3 von 8 USB 2.0 Ports spricht, so geben die Spezifikationen des ASUS Mainboards lediglich 6 integrierte USB 2.0 Schnittstellen wieder. Mögliche 4 SATA Ports mit der RAID 0, RAID 1 und RAID 0+1 Unterstützung werden wohl bei den kommenden nVIDIA Chipsätzen möglich sein. Das ASUS SK8N wird jedoch lediglich 2 SATA RAID Ports besitzen und diese mittels eines zusätzlichen onboard RAID Controllers von Promise realisieren.
Und bezüglich des LAN Features auf Gigabit Ethernet Basis, abzuleiten aus dem Blockbild, werden wir vorerst wohl ebenfalls mit 10/100 Mbit auf dem SK8N vorlieb nehmen müssen. Im Ergebnis wird schnell klar, dass uns zu den kommenden nVIDIA Chipsätzen leider nur dünne Informationen vorliegen. In Planung ist dort wohl einiges, aber letztlich noch nicht vollends realisiert.
Schlussworte
Vermutlich werden wir euch in zwei bis drei Wochen wirklich tiefergehende Details und natürlich auch Performamce-Ergebnisse des Opteron 1xx präsentieren können. Fakt bleibt, dass AMD mit den 1xxer Prozessoren der Opteron-Reihe ins Workstation-Segment und damit auch in den HighEnd Desktop Bereich vorstößt. Hier bleibt natürlich, trotz herausragender Technologie, der Umstand des Preises und der Leistung in erster Linie maßgeblich.
Die zur Zeit erhältlichen Opteron 2xxer Prozessoren sind schlicht für den HighEnd Desktop Bereich nicht erschwinglich (Opteron 244 mit 1.8 GHz ca. 900 Euro) und dort will AMD auch mit diesen CPUs nicht reizen. Die Opteron 1xxer Prozessoren werden da etwas günstiger angeboten: Die Großhandelspreise liegen bei 229 Dollar für den Opteron 140 mit 1.4 GHz, 438 Dollar für den Opteron 142 mit 1.6 GHz und 669 Dollar für den Opteron 144 mit 1.8 GHz. Ob dies reichen mag, um gegen den Intel Xeon im Workstation-Segment oder aber den Pentium 4 im HighEnd Desktop-Segment etwas zu reissen, läßt sich derzeit mangels Performance-Werten und mangels des Chipsatz-Unterbaus noch nicht sagen. Diese Fragen werden sich wie gesagt erst in zwei bis drei Wochen beantworten lassen.
[tm] & [pg] 30. Juni 2003