Der ATi R350 Chip
Noch nicht beschäftigt hatten wir uns bislang mit dem R350 Chip von ATI, was wir nun hiermit nachholen wollen. Das jüngste High-End Zugpferd von ATI unterscheidet sich von seinem Vorgänger R300 nur in wenigen Punkten. Die wohl größte als auch wichtigste Änderung für die Leistung ist die Anhebung der Taktfrequenz. Während die Radeon 9700 Pro auf R300 Basis mit 325 MHz Chip- und 310 MHz Speichertakt an den Start ging, wird die Radeon 9800 Pro auf R350 Basis mit 380 MHz Chip- und 340 MHz Speichertakt ins Rennen geschickt.

Neben der reinen Takterhöhung auf 380 MHz, was für das verwendete 0,15µm Fertigungsverfahren schon eine Glanzleistung der ATI Ingeneure darstellt, wurde der Kern noch ein wenig weiter verbessert. Hier kommt das Stichwort SmartShader 2.1 ins Spiel. Hierunter verbirgt sich ein neues Feature: Der F-Buffer.

Der F-Buffer ermöglicht die Länge des Pixel Shader Codes theoretisch auf eine unendliche Länge zu vergrößern. Allerdings sollten sehr große Codes die Geschwindigkeit deutlich herabsetzen, weswegen vom F-Buffer bzw. sehr langen Pixel Shader Codes von den Programmierern wahrscheinlich nur wenig Gebrauch gemacht werden wird.
Ein weiteres neuen Schlagwort des R350 (auch des RV350 Chips) ist SmoothVision 2.1. Hierunter verbirgt sich ein überarbeiteter Speichercontroller, welcher den Bildaufbau vor allem unter Speicherbandbreiten-limitierenden Szenarien beschleunigen sollten, sprich hohe Auflösungen und Anti-Aliasing.
Die letzte Neuerung ist das aktualisierte HyperZ Feature, welches nun in der Version III+ vorliegt. Im Vergleich zum HyperZ III Feature des R300 Chips wurde der Z-Cache überarbeitet. Die Optimierungen greifen hier wohl vor allem bei der Berechnung mit Stencil Daten, was vor allem im kommenden Shooter Doom III bei der Berechnung von Schatteneffekten hilfreich sein wird.
Ansonsten hat sich zum R300 Kern technisch nichts verändert, so dass wir mit der Betrachtung der einzelnen GeForceFX Karten beginnen können.