Intro
Als vor einigen Jahren die USB Schnittstelle eingeführt wurde, konnte sich anfänglich noch niemand so recht mit der neuen Erweiterung identifizieren. Wen wunderte es, dauerte es doch eine ganze Weile, bis entsprechende Geräte im Markt erschienen. Heutzutage sind weder USB-Schnittstelle, noch entsprechende Geräte aus dem Markt mehr wegzudenken. In Verbindung mit einem modernen Betriebssystem war man Microsofts Plug & Play nie näher.
Zwischenzeitlich ist die USB Schnittstelle in ihrer weitverbreiteten Version 1.1 in schnellen Systemen als nicht mehr ganz taufrisch zu bezeichnen, ist die Datenübertragung von maximal 12 Mbit pro Sekunde (1,5 MB/s) im Multimedia-Zeitalter doch durchaus als Flaschenhals anzusehen. Große Datenmengen sind darüber nicht komfortabel zu bewältigen. Der Nachfolger USB 2.0 versprach auf dem Papier bereits satte 480 Mbit/s, also 60 MB/s, und es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich diese Schnittstelle in neuen Systemen etablierte.
Aktuelle Systeme verfügen derzeit fast alle über USB 2.0 Anschlüsse, jedoch mangelt es zur Zeit im Markt noch ein wenig an entsprechenden Geräten, welche von der mittels USB 2.0 angebotenen Leistungsfähigkeit profitieren. Eine USB 2.0 Erweiterung wollen wir Euch daher in unserem heutigen Bericht näher vorstellen. Es handelt sich um den IceCube der Firma MacPower, ein externes USB 2.0 Gehäuse, gedacht zur Aufnahme einer handelsüblichen internen 3,5" IDE-Festplatte.

Nun stellt sich die Frage, wozu man überhaupt eine Festplatte in externer Form braucht und ob eine Festplatte nicht viel besser im PC-Gehäuse aufgehoben wäre, wo sie zudem auch noch an die schnellere ATA133-Schnittstelle oder gar RAID oder SCSI angebunden werden könnte. Der Vorteil des externen Gehäuses mit Festplatte ist jedoch logischerweise seine Mobilität und damit die Möglichkeit, sehr große Datenmengen (weit über CD-Größen hinaus) zwischen mehreren PCs austauschen zu können.
Dieses Vorhaben kann man natürlich auch per Netzwerk umsetzen, jedoch sind selbst die heute üblichen 100-Mbit-Netzwerke noch langsamer als USB 2.0 mit theoretischen 480 Mbit/s. Zudem hat das externe Gehäuse mit Festplatte noch einen weiteren Vorteil zu bieten, welchen ein Netzwerk nicht hat: Einen zentralen und unabhängigen Datenspeicher. Denn ist das externe Gehäuse mit Festplatte erst einmal vom USB-Bus getrennt, ist es - im Gegensatz zu einem Netzwerk - vollkommen sicher vor Viren und Hackern. Zusätzlich kann man es im Gegensatz zu einem ganzen PC auch einfacher wegschließen, falls die gespeicherten Daten diesen besonderen Schutz bedürfen.
Damit eignen sich externe Gehäuse mit Festplatte in allen Fällen, wo große Datenmengen zwischen PCs transferiert werden müssen und ein Netzwerk entweder nicht möglich oder zu langsam ist, oder aber im Fall von Daten, welche besonders gesichert werden müssen, egal ob es sich dabei um private Sicherungs-Backups oder um hochsensible dienstlich genutzte Daten handelt. Und eben in diesem Bereich des mobilen Datentransports bietet sich das Produkt der Firma MacPower geradezu an.
Unser Dank gilt der Firma Frozen-Silicon, welche uns mit einem Muster des IceCubes ausstattete und diesen Bericht damit ermöglichte.
