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Intel i875P (Canterwood) Chipsatz und Pentium 4 3.0C (FSB800)

Intel i875P Chipsatz: Allgemeine Betrachtungen

Wir beenden an dieser Stelle aber erst einmal unseren Exkurs durch Bandbreitenbetrachtungen. Natürlich gibt es gerade im Bereich Speicher noch einiges wichtiges beim Canterwood zu berichten, diese Informationen müssen wir vorerst aber noch ein wenig zurückstellen. Wir wollen erst einen Blick auf das Blockdiagramm des Chipsatzes werfen:


Intel i875P (Canterwood) Chipsatz und Pentium 4 3.0C (FSB800)


Altbekanntes und doch absolut neues erwartet uns bei näherer Betrachtung des MCH (Memory Controller Hub), wie Intel seine Northbridge bezeichnet. Nicht neu, berücksichtigen wir den E7205 Chipsatz, ist der vorhandene AGP-Bus nach AGP 3.0 Spezifikation, welcher bereits AGP 8X Grafikkarten unterstützt.

Ebenfalls keine Änderungen implementierte Intel bei der Anbindung zur Southbridge, ICH genannt. Diese erfolgt auch weiterhin über die Intel Hub Architecture mit 266 MB/s. Nun, betrachten wir uns aktuelle Chipsätze, so erkennen wir, dass 266 MB/s kein überragender Wert mehr darstellt. Da finden sich inzwischen bei den Mitbewerbern Bandbreiten zwischen 533 MB/s und 1 GB/s, je nach Hersteller und verwendetem Protokoll. Ob eben dieser Bandbreiten Overkill bei der Southbridgeanbindung heute wirklich Sinn ergibt, sei einmal dahingestellt. Dennoch erkennt auch Hersteller Intel die Zeichen der Zeit, wirkt diesen allerdings etwas anders entgegen.

Ein neues Feature des i875P nennt sich CSA und bei Betrachtung des Blockschaltbildes sollte dem geübten Betrachter auch sogleich eine wirklich Änderung auffallen. Dort erblicken wir einen Gigabit Ethernet (GbE) Controller, welcher nicht in der Southbridge integriert oder an diese angebunden ist, sondern direkt mittels einer maximalen Bandbreite von (ebenfalls) 266 MB/s an die Northbridge angeflanscht wurde.

Dabei wird diese Neuerung seitens Intel mit dem Namen CSA (Communication Streaming Architecture) bezeichnet und soll durch diese neue Wahl der Anbindung Last vom ohnehin schmalen PCI-Bus nehmen und gleichzeitig auch Transfers über die Hub Architektur entlasten. Dabei basiert die CSA Anbindung auch auf der Intel Hub Architecture, was die Bandbreite bereits andeutet, die mit 266 MB/s immerhin doppelt so schnell ist wie die Bandbreite des PCI-Bus. Im Ergebnis bleibt durch dieses Vorgehen den verbliebenen PCI-Geräten bzw. an der Southbridge angebundenen Komponenten mehr Bandbreite.

Natürlich mag diese Architektur auch weitere praktische Vorteile mit sich bringen, doch dürften sich jene in der Praxis allenfalls in großen Firmen-Netzwerken bemerkbar machen, was es uns schlicht nicht möglich machte, in diese Richtung weiter zu testen.



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