Alltagsbetrieb: Kompatibilitätstests Sound
Im Bereich Sound haben wir in den vergangenen Kapiteln bereits umfangreiche Informationen zu Funktionen, Möglichkeiten und Grenzen aber auch zur Layoutumsetzung. Wir haben zudem alle Kandidaten einem RightMark Audio Test unterzogen. Die dabei ermittelten Ergebnisse geben im ersten Moment keinen direkten Aufschluss über Klangqualitäten, sondern eher, wie gut die Signalqualitäten sind.
Im zweiten Schritt haben wir hier Tage (und Nächte ;)) mit der subjektiven Beurteilung der Klangqualitäten zugebracht, wobei hochwertige Kopfhörer dabei ebenso herhalten mussten, wie eine 5.1 Lautsprecheranlage von Terratec zum Test der 6 Kanaltonfunktionen. Im Ergebnis darf man die subjektiven Klangtests bei allen Kandidaten mit "erfolgreich bestanden" abzeichnen. Alle 6 Hersteller lagen bei der Umsetzung absolut nahe beisammen, Unterschiede waren kaum auszumachen. Im Vergleich zu hochwertigen PCI-Steckkartenlösungen ziehen die onboard Soundlösungen aber dennoch den kürzeren, wie wir im Technikbereich bereits erläuterten.
So war beispielsweise in den Zwischenräumen bei Musikstücken, aber auch wenn schlicht keine Soundausgabe erfolgte, über Kopfhörer, selbst bei leiser Einstellung ein Rauschen wahrzunehmen, welches bei regulärer Lautsprecherausgabe nur bei höheren Lautstärken wahrnehmbar war. Dieses Störsignal war jedoch vollends verschwunden, sobald wir eine separate Soundkarte á la SoundBlaster Live! verwendeten. Dieser Umstand dürfte aber allenfalls Sound Enthusiasten ein Dorn im Auge sein. Wir können letztlich erneut der Soundeinheit des nVIDIA MCP-T und der Umsetzung auf den Testkandidaten bestätigen, die derzeit beste Variante bei onboard Lösungen parat zu haben.
Right
Mark 4.3
Audio Analyzer
24bit - 44 KHz |
Frequency
response
(from 40 Hz to 15 kHz), dB |
Noise
level
dB (A) |
Dynamic
range
dB (A) |
THD
% |
IMD
% |
Stereo
crosstalk
dB |
ASUS
P4PE
ADI 1980 an ICH4 |
+9.60,
-13.18 |
-71.8
|
69.6
|
0.055
|
11.090
|
-64.1
|
Creative
Labs
SoundBlaster Live! |
+0.90,
-0.58 |
-87.0
|
84.5
|
0.0059
|
3.768
|
-77.7
|
|
Marian
Marc2
|
+0.04,
-0.03
|
-95.5
|
93.1
|
0.0007
|
0.0079
|
-88.7
|
| ASUS
A7N8X Deluxe |
+0.32,
-0.84 |
-78.8
|
76.2
|
0.0054
|
3.882
|
-71.5
|
| EPoX
EP-8RDA+ |
+0.37,
-1.64 |
-83.3
|
81.0
|
0.0089
|
3.884
|
-74.1
|
| MSI
K7N2-L |
+0.32,
-0.31 |
-87.5
|
84.5
|
0.034
|
0.033
|
-77.9
|
| ABIT
NF7-S |
+0.44,
-1.64 |
-82.7
|
80.3
|
0.0047
|
3.886
|
-73.2
|
| Leadtek
K7NCR18D |
+0.32,
-0.84 |
-86.7
|
84.5
|
0.0078
|
3.880
|
-77.3
|
| AOpen
AK79D-1394 |
+0.32,
-0.84 |
-87.0
|
84.8
|
0.0070
|
3.881
|
-76.8
|
Unsere RightMark Messungen bestätigen nochmals unsere Informationen. Als Gegenbeispiele haben wir die Werte der hochwertigen Marian Marc2 Soundkarte als Bestmarke und die Werte des Intel basierenden P4PE mit ADI Soundcodec "schlechtes" Beispiel mit aufgenommen. Wie gut zu erkennen ist, liegen die nForce2 Kandidaten alle sehr dicht beisammen und dürfen sich auch durchaus mit einer Soundblaster Live! Karte messen, überbieten ohne weiteres die Leistungen der P4PE Soundlösung, sind aber noch weit entfernt von den Resultaten der Marian Marc2.
Jedem, der gerne nähere Informationen zu den Fachbegriffen oder aber der Ergebnisauswertung der RightMark Resultate erfahren möchte, kann mittels des Seiten-Index zum letzten Kapitel "Glossar zu den Audiomessungen" wechseln und wird dort fündig.
Alltagsbetrieb: Kompatibilitätstests USB & Firewire
Danach versuchten wir, die geschilderte Probleme in Verbindung mit USB Geräten nachzustellen. Hier soll es auf dem einen oder anderen nForce2 System zu Systemhängern kommen. Aber so sehr wir uns anstrengten, wir konnten dies nicht nachstellen. Wir belegten teils alle Ports gleichzeitig mit Geräten, trafen aber auf keinerlei Probleme. Im Bereich Firewire kopierten wir Videofiles auf unser externes FW-Case und kontrollierten die Dateien danach auf Funktion. Gleiche Aufgabe musste dann in umgekehrter Richtung, also von FW-Case auf Festplatte erfolgen. In beiden Fällen konnten wir keine Schwierigkeiten verzeichenen.
Weitere Informationen sind, wie wir glauben, in diesem Kapitel nicht mehr erforderlich. Insgesamt stießen wir im Verlauf der Tests auf Kleinigkeiten, die man praktisch als Kinderkrankheiten bezeichnen müsste. Allerdings ist der nForce2 nun schon seit November 2002 käuflich im Markt zu erwerben und wir hätten eigentlich erwartet / gehofft, dass es nVIDIA in diesem Zeitraum möglich gewesen wäre, die eine oder andere Treiberei zu bereinigen. Allerdings, dazu braucht der Hersteller aber auch ein Feedback und bislang ist offenbar sehr wenig Feedback in diesen Bereichen bis zu nVIDIA vorgedrungen.
Alltagsbetrieb: Einfrieren von nForce2 Platinen nach Speichern im BIOS
Abschließend müssen wir noch eine Eigenart der nForce2 Platinen ansprechen. Offenbar, wie wir erst zum Ende des Tests herausfiltern konnten, kommt es bei zu schnellen Speichervorgängen im BIOS zu einem Systemfreeze. Erst vermuteten wir, dass es mit groben Sprüngen bei FSB Änderungen zusammenhing, was sich aber als falsch herausstellte. Dort trat das Problem eben nur gehäuft auf, da wir bei den Übertaktungstests am häufigsten Änderungen im BIOS vornehmen mussten.
Das BIOS beendet dabei in der Regel zwar den Speichervorgang und resettet das System, jedoch wacht das Board danach nicht mehr auf. Es hat den Anschein, als würde der Prozessor nicht mehr initialisiert werden, wie uns Post Code Karten belegten. Wir trafen dieses Problem auf insgesamt 5 der 6 Testkandidaten an und konnten bis zum Schluss keine Erklärung zur Ursache dieses Phänomen finden. Insgesamt 8 mal während der Tests fror uns das System beim Speichern auf diese Weise ein und wollte nicht mehr aufwachen.
Während es uns möglich war, das MSI Mainboard durch Stecken des 100 MHz FSB SAFE Mode Jumpers wieder zum Leben zu erwecken, funtkionierte diese Methode auf keinem der anderen Mainboards (dort findet sich lediglich der reguläre FSB Jumper). Bei ASUS half der Austausch des BIOS Chips, wie der Hersteller uns mitteilte, dies funktionierte bei ABIT und EPoX allerdings nicht. Zu guter Letzt fanden wir eine Möglichkeit, die offenbar in diesem Fall immer funktioniert: Der Einsatz einer CPU mit 100 MHz FSB veranlasste die "schlafenden" Systeme dann endlich wieder zum Neustart.
Eventuell stellt der AOpen Kandidat hier eine Ausnahme dar, denn wir glauben einmal dort auf dieses Phänomen gestoßen zu sein, konnten aber mittels zweifachen ClearCMOS einen Neustart erreichen, was sonst nirgends gelang. Auch das zur Zeit im Test befindliche Barebone System mit Shuttle nForce2 Platine darf sich in die Reihen der Betroffenen einordnen, dazu aber dann in dem folgenden Test mehr.