Hard Tecs 4U Logo   be Quiet



   News   
   Reviews   
   Treiber & Tools   
   Links   
   Forum   
   Impressum   



nForce2 Motherboard Roundup

nForce2 Sound und der Realtek ALC650

Doch wie geht es nun weiter wenn der Datenstrom encodert wurde? Die Ausgabe muss ja noch erfolgen: Die digitalen Datenströme werden nun zum Audio Codec übermittelt. Im besten Falle agiert dieser lediglich noch als Rangierstation und leitet den Datenstrom an den S/PDIF Ausgang weiter, an welchem sich natürlich ein digitales Endgerät befinden muss. SP - was?

S/PDIF oder "Sony Philips Digital Interface" ist im Prinzip ein Format Standard, ins Leben gerufen von den beiden genannten Herstellern, zum Transfer von Audiodateien und zwar von digitalem Signal auf digitale Ausgabequelle, also komplett ohne analog Wandlung bzw. Quelle. Solche Anschlussmöglichkeiten oder entsprechende Brackets, um die onboard Anschlüsse per Slotblende nach außen zu führen, finden sich heute fast auf allen Hauptplatinen bzw. im Lieferumfang.


nForce2 Motherboard Roundup


Die erwähnte Ausgabemöglichkeit stellt jedoch praktisch die einzige Möglichkeit der verlustfreien Ausgabe des AC3 Datenstroms dar - das digitale Endgerät ist praktisch Pflicht, und letzteres dürfte sicherlich in 95% der Fälle nicht vorhanden sein. Falls wir bei Anwendern 5.1 Lautsprechersysteme antreffen, so sind diese meist analog. Mittels dreier Klinkenstecker, in den meisten Fällen zu verbinden mit Mic-Eingang, LineOut und LineIn, werden die 6 Kanäle der Lautsprecheranlage analog (über Treibermenüs) angesteuert. An dieser Stelle kommt der Codec Chip wieder zum Einsatz, denn nun agiert er zwar zum einen als Rangierstation, in dem er nämlich das Signal nicht zum S/PDIF leitet, sondern zu den analogen Ausgängen, aber zum anderen muss er den erhaltenen AC3 Soundstream wieder in ein analoges Signal wandeln und es auf die Kanäle verteilen.

Damit sind wir also wieder bei der Qualität des Audio Codec Chips angelangt. Gerade Realtek, insbesondere auch wegen des verstärkten Einsatzes im Netzwerkbereich, genießt den Ruf zwar zuverlässige, allerdings auch mehr kostengünstige Chips zu produzieren, welche die eine oder andere Schwäche besitzen. Allerdings scheint Realtek, sicherlich auch bedingt durch das Preis-/Leistungsverhältnis, die zur Zeit praktikabelsten Audio Codecs zu liefern, welche neben einer breiten Feature-Palette auch durch geringe Prozessorauslastung und brauchbare Klangeigenschaften glänzen kann. Gerade letzteres ist aber wiederum abhängig davon, wie dieser Chip beschalten wurde.

Und so schließt sich so langsam der Kreis wieder, zwischen onboard Sound, AC'97 Chip und dem (auf allen 6 hier angetretenen nForce2 Boards vorhandenen) Realtek ALC650 Chip. Unterschieden werden drei Formen der AC'97 Umsetzung: Auf der einen Seite sogenannte AC'97-Codecs, quasi die "Endgeräte" des Audiosignals, die ein Frontend "nach außen" darstellen (z.B. ALC650). Auf der anderen Seite die "Soundkarten-Codecs" (so nenne ich sie hier einmal), wie die CMedia Chips (z.B. eingesetzt auf den Chaintech nForce2 Platinen), die über den PCI-Bus angebunden werden und zuletzt die AC'97-Controller. Letztere stecken u.U. in der Southbridge (SB), waren vormals aber auch Einzelbausteine. Davon trennte man sich aber aus Kosten- und Layoutgründen. Ein "Soundkarten-Codec" ist quasi beides, ein AC'97-Controller und ein AC'97-Codec in einem Gehäuse.

Alle "gewöhnlichen" AC'97-Codecs werden mit PCM-Signalen versorgt. Der ALC650 z.B. wird über die Southbridge angesprochen (ICH, VIA, SIS usw.). Benötigt werden, da AC'97-konform, die Signale Bitclock, Sync, Digital-In und Digital-out und Reset. Kurzum: Es werden digitale "Rohdaten" verarbeitet. Wird also für eine Southbridge der Chipsatztreiber geladen und stehen somit bei Audiowiedergabe die PCM-Daten am SB-Ausgang permanent an (was wohl üblich scheint), stellt der ALC650 laut AC'97 mindestens eine (erstmal einfache) Soundkarte dar, sofern man seinen Treiber geladen hat. Was darüber hinaus geht, sind Sonderfunktionen.


nForce2 Motherboard Roundup


Spezielle Datenverarbeitung wie 5.1 Encoding sind nicht im ALC650 implementiert. Der ALC650 ist also nicht "völlig eigenständig", er braucht die digitalen Rohdaten, die er sich nicht z.B. vom PCI-Bus holen kann und für einige Sonderfunktionen halt einen AC'97-Controller. Der Zulieferer der Daten ist üblicherweise die Southbridge, die wenn z.B. 5.1 Sound gebraucht wird, diese (Rechen-)Arbeiten übernehmen muss (so auf nForce2 MCP-T). Dieser Teil der Kette ist also der AC'97/2.1 Controller. Hier wird nur gerechnet und encodiert, aber nichts gewandelt oder nach draußen ausgegeben. Es braucht dazu ein Frontend, eben den Codec. Sollte der noch zusätzlichen "Schnickschnack" wie künstliche 3D-Effekte mitbringen - schön, aber im Falle eines nForce2 APU nicht notwendig.

Was sind nun die Funktionen des ALC650? Diese sind beim ALC650 - jetzt nur von der Ausgangsseite her betrachtet - ein sogenanntes 3D-Stereo Enhancement, also eingebaute 3D-Effekte. Speziell: Karaoke, 10-band Equalizer für Frequenzgangbeinflussungen und 26 (!) verschiedene Raumsimulationen (z.B. Kirche, Jazzkeller, Badezimmer, Halle, etc.), in der Art wie es auch eine SoundBlaster Live! tut.

Wohlgemerkt: Es sind Simulationen. Hier wird also künstlich was dazugerechnet, es ist auf dem Datenträger (z.B. einer gewöhnlichen CD) nicht vorhanden. Das bleibt der DVD als Multikanalquelle vorbehalten (Dolby 5.1, DTS o.ä.) Ausgegeben wird dies alles über einen 6kanaligen Digital-Analog-Wandler (DAC) mit immerhin 20bit. Da wären Center out, Subwoofer out (sog. LFE), Surround out (hinten links rechts) und Front li/re out. Einen Monoausgang gibt es natürlich auch noch.

An dieser Stelle nun einmal genug der Technik. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass absolut nichts gegen den Einsatz des ALC650 als AC'97 Codec auf nVIDIA nForce2 Mainboards spricht. Je nach weiteren Tätigkeiten des Mainboardherstellers im Bereich Beschaltung des Chips oder aber Abschirmung gegen Störsignale, erhält man in dieser Kombination durchaus hochwertigen Sound.

Den hardwareseitig implementierten Dolby Digital 5.1 Encoder überzubewerten wäre schlichtweg falsch. In nur wenigen Fällen dürfte er in der Anwenderpraxis auch wirklich Anwendung finden. Auf der Gegenseite ist, wie mancher Orts berichtet, es blanker Nonsens, einem Motherboard, welches auf die Beilage eines S/PDIF Brackets verzichtet, jedoch auf MCP-T aufsetzt, die Dolby Digital Fähigkeiten abzusprechen, oder gar lediglich von 2 Kanal Sound zu reden.



Artikel Index:  
 « ZurückWeiter » 

Werbung

Aktuelle Artikel

HIS Radeon HD2900 Pro Limited Edition
HIS Radeon HD2900 Pro Limited Edition


Logitech V470 - Bluetooth-Maus für Notebooks
Logitech V470 - Bluetooth-Maus für Notebooks


USB Card-Reader Roundup
USB Card-Reader Roundup


Werbung

Weitere Reviews
OCZ Trifecta (Produktvorstellung)
Yeong Yang Ara YY-5605 Midi-Tower
DDR3 Speicherroundup
AMD 690 Roundup
Arctic Cooling Accelero S1
Aerocool M40 Gehäuse
MSI Grafik-Flaggschiffe [8800Ulta-OC & RX2900XT]
LG GSA-H55L
Arctic Cooling Freezer 64 LP
AMD Radeon HD2000-Serie im Test
Intel Core2 FSB1333-Prozessoren [QX6850 & E6750]
Flotte DVD-Brenner im Test
NVIDIA GeForce 8600 GTS Reloaded
AMD Athlon X2 BE-2350
Hauppauge Win-TV HVR4000
AMD AM2-Prozessorroundup
Intel P35-Chipsatz

Partner Sites
3DCenter
Au-Ja!
Cheatbox
dkamera
Lost Circuits
Planet 3DNow!
Spieleflut
Warp2Search
WinTotal

Red Tram News Search Engine

HT4U IRC-Channel
UD Cancer Team
Newsletter
RDF Newsfeed





[nach oben ]

Hosted by:
Host Europe - World Class Internet Services

Copyright © 2000 - 2007 Hard Tecs 4U - Alle Rechte vorbehalten.
Design by Houston "ViperV990" Law