Installation und Alltagsbetrieb MSI K8T NEO FIS2R
Das NEO Board von MSI bietet natürlich im BIOS praktisch alles, was das Herz des Anwenders begehrt. Doch ist
dies natürlich nicht immer ein Garant dafür, dass eine zugeschaltete Option auch funktioniert ;-).
Und natürlich begrüßte uns im BIOS abermals MSIs jüngstes Kind:
D.O.T.
(Dynamic Overclocking Technologie). Die Option war im BIOS auch gleich zugeschaltet und lief
auf dem Level Captain.
Für die weniger informierten Leser, welche mit D.O.T. noch nichts anfangen können, eine kurze Erläuterung.
MSIs neue Technologie übertaktet den Prozessor eigenständig, je nach dem im BIOS angewählten Mode, und zwar
immer dann, wenn der Prozessor unter Last gesetzt wird und rechnen muss. Auf dem K8T NEO selektiert MSI die
folgenden D.O.T. Optionen und zwar mit folgenden Übertaktungen:
- Disabled: 200 MHz RT (Referenztakt)
- Private: 202 MHz RT
- Sergant: 206 MHz RT
- Captain: 210 MHz RT
- Colonel: 215 MHz RT
- General: 220 MHz RT
Noch einmal unsere Gedanken zu diesem Punkt: Es ist nichts gegen eine solche Option einzuwenden, doch sollte
sie von Hause aus deaktiviert sein. Es gibt sicherlich zahlreiche Anwender, welche unbedarft sind und gerne
auf ein namhaftes Produkt vom Hersteller MSI zurückgreifen und von dieser Funktionalität schlicht überfordert
werden. Denn eines bleibt gewiss: Die CPU wird dadurch außerhalb ihrer Spezifikationen betrieben und damit
erlischt praktisch ab Inbetriebnahme die Garantie von AMD.
Da MSI hier jedoch nicht gleichzeitig CPU- und Speicherspannung anhebt, sollte D.O.T. im Einsatz nicht für
Schäden sorgen, könnte allenfalls mit der Werkseinstellung von 210 MHz (BIOS 1.12 und 1.2) zu Instabilitäten führen.
Wir deaktivierten für die Testdurchgänge selbstverständlich diese Option, denn wir wollten in unseren Tests
unverfälschte und nicht irreführende Ergebnisse erzielen. Im Bereich der Speicheroptionen zeigt sich MSI mit
dem NEO durchaus freizügig und erlaubt dem Anwender freien Zugriff auf die wesentlichsten Optionen.
Im Hinblick auf die Optionen Fast / Turbo, ist der VIA Chipsatz selbst nicht unbekannt. Zumeist, bei Athlon
XP basierenden Platinen, griffen solche Optionen dann auf Registerstettings im Hidden BIOS zu welche die
Kommunikation zwischen Speicher und Prozessor verschärften, manches Mal natürlich zu Lasten der Stabilität.