Der Radiator
Betrachten wir zunächst den Radiator: Es handelt sich hierbei um einen schwarz lackierten Kupferradiator, der quasi "in Reihe geschalten wurde". Dabei wird ein langes Kupferrohr mehrfach in Schlangenform gelegt und entsprechend dem Luftstrom ausgesetzt.

Die wirksame Oberfläche ist geringer als bei "Parallelvarianten", wie sie z.B. bei Autokühlern anzutreffen ist. Dort durchläuft das Wasser viele kleine parallele Kanäle und hat daher eine größere Kontaktfläche mit der Luft. Die Fließgeschwindigkeit ist dafür in der von Asetek verwendeten Variante deutlich höher.

Hierbei muss nun ein Kompromiss gefunden werden: Ist die Strömungsgeschwindigkeit hoch, so kann pro Zeiteinheit mehr Wärme transportiert werden. Aber ebenso ist die wirksame Zeit, in welcher das Wasser im CPU-Kühler die Wärme aufnehmen kann, geringer und ebenso die Zeit, in welcher die Wärme im Radiator abgegeben werden kann. Bei zu niedriger Geschwindigkeit kehren sich zudem alle Effekte entsprechend um.
Die amerikanische Seite Overclockers.com hat vor geraumer Zeit einmal den Einfluss der Strömungsgeschwindigkeit auf eine Vielzahl von Radiatoren und deren unterschiedlichen Philosophien untersucht. Das Optimum an Wärmeübertragung bei den Radiatoren, gleich welcher Bauweise liegt bei relativ niedrigen Durchflussraten von 1,5 bis 3,5 Litern pro Minute. Zum Vergleich, die Eheimpumpen 1046 bzw. 1048 haben Förderraten 5 bzw. 10 Liter pro Minute.
Bei höheren Flussmengen nimmt die relative Leistung der Radiatoren wieder ab und bleibt dann auf hohem Niveau annähernd konstant. Die optimale Kühlleistung eines CPU-Kühlers hingegen setzt nach den Untersuchungen von Overclockers.com ab etwa 3,5 Litern pro Minute ein - beginnt also dort, wo das Optimum für Radiatoren bereits wieder verlassen wird.
Nichts desto trotz sind die Leistungsunterschiede zwischen verschiedenen Durchflussratenim PC-Bereich gering, da man bei einer PC-Wasserkühlung im gewöhnlichen nicht in der Nähe der Maximalbelastung ist. Vergleichbare Radiatorgrößen kommen ebenfalls in Motorrädern und Autos zum Einsatz und müssen dort Wärmemengen im Kilowattbereich abführen, womit eine optimale Durchflussrate wesentlich entscheidender sind. Die Unterschiede bei PC-Wasserkühlungen bewegen sich dagegen nur im einstelligen Gradbereich.