Prozessor- und Speicherperformance
I. SiSoft Sandra Speicher-Benchmark

Es sollte nicht verwundern, dass in diesem synthetischen Durchgang die Sockel 754 Variante von AMD derart abgeschlagen zurückliegt. Die theoretisch ermittelten Werte schließen eben auch Spitzenwerte durch Zwei-Kanal Speichercontroller mit ein und damit kann diese Konstellation eben nicht dienen.
Was die neuen Sockel 939 Modelle betrifft, so zeigen sich angebliche Vorteile für den 3800+ gegenüber dem neuen FX-53 ebenso, wie beim Intel Prescott Modell mit 3,4 GHz gegenüber dem Pentium 4 Extreme Edition. In beiden Fällen trennt die Prozessoren untereinander der größere Cache und der Benchmark bescheinigt den Kandidaten mit höherem Cache schlechtere Resultate, als jenen mit niedrigerem Cache.
Die könnte zwei Erklärungen haben. Einerseits könnte ein Fehler im Benchmark die Ursache sein, der das Befüllen und Leeren des Caches als wertungsstarkes Kriterium mit einfließen lässt, dabei aber außer acht lässt, dass 512 Kb Cache eben schneller zu füllen und zu leeren sind, als 1 MB. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Modelle mit großem Cache hier mit langsameren Latenzen arbeiten, als jene mit kleinerem Cache, was durchaus nicht unüblich ist. Im Ergebnis sind jedoch beide Möglichkeiten zur Benchmarkbetrachtung nicht praxisnah, denn es erfolgt eine Überbewertung eines Kriteriums, welches in der Praxis so nicht widerzuspiegeln ist.
II. SiSoft Sandra CPU-Benchmark

Beim reinen Sandra CPU Benchmark wiederholt sich diese Anomalie nicht. Doch zeigen sich durch die Bank die Intel Prozessoren als deutlich leistungsstärker, was in den folgenden praxisbezogenen Benchmarks weniger anzutreffen ist. Gerade bei der FPU-Leistung setzt das Testprogramm doch sehr stark auf eine Kombination zwischen realem Takt und Multimedia Befehlssatzerweiterungen.