Einleitung
Es ist in der heutigen Zeit sehr schwer, eine Grafikkarte zu kaufen, die möglichst lange gute Dienste leistet, aber auch nicht den Geldbeutel zu stark angreift. Aber wer möchte nicht für einen gewissen Preis die höchstmögliche Leistung aus seiner neuen Hardware herausholen? Mit Leichtigkeit schafft man es momentan, für eine neue Grafikkarte 500 Euro und mehr auszugeben. Gerade wenn man NVIDIAs neueste Generation GeForce 6800 sein Eigen nennen will.
Diesen Preis werden allerdings auch nur die wirklichen High End Freaks bei jeder weiteren Generation wieder von neuem bezahlen. Es ist klar, dass NVIDIA von seinem absoluten Topmodell keine großen Stückzahlen verkaufen wird. Der größte Umsatz wird im Mid-Range und Low-End Markt erwirtschaftet.

Um eine Karte dieser Preisklasse in die für die Masse der Kundschaft bezahlbaren Preisregionen zu bringen, können die Chiphersteller verschiedene Wege gehen. Entweder man reduziert die Anzahl Pipelines, halbiert den Speicherbus, verkleinert den Speicher, reduziert die Taktraten oder findet noch andere Wege, um einen Leistungsunterschied herzustellen, der rechtfertigt, eine Karte billiger als das Topmodell zu verkaufen.
Bei der GeForce 6800 GT ging NVIDIA einen eher ungewöhnlichen Weg und reduzierte, bei sonst identischem Setup, lediglich den Core und Memory-Takt. Schon entstand die um 100 Euro billigere GeForce 6800 GT. AOpen blieb mit seiner Aeolus 6800 GT beim NVIDIA Referenzdesign und bietet mit ihr eine attraktive Alternative zur teuren 6800 Ultra Serie an. Eine Karte, die nur heruntergetaktet wurde lässt vor allem Overclocker aufhorchen, da diese leicht durch Erhöhen der Taktraten wieder auf nahezu Ultra-Niveau gebracht werden könnte.
Lieferumfang
Die Verpackung der AOpen Aeolus 6800 GT ist, wie die ihrer Schwestermodelle, recht klein ausgefallen. Allerdings gilt, wie auch bei allen unseren bisherigen Betrachtungen, dass eine auch noch so ansprechende Verpackung, sei es Karton oder Farbe der Platine, noch kein Produkt macht. Und auch wenn die Verpackung der Karte vielleicht eher an einen Gruselstreifen erinnert, so sollte die Leistung des Inhaltes dem Anwender Action statt Grusel bieten.

Die internationale Bedienungsanleitung umfasst einen zwölfseitigen deutschen Teil. Allerdings ist es eine Standardanleitung, die mehrere AOpen Grafikkarten beinhaltet. Insgesamt aber hat der PC-Benutzer, der sich zutraut seine Karte selbst einzubauen, auch keine Probleme, die für ihn wichtigen Informationen zu Einbau und Treiberinstallation in der Anleitung zu finden.
Genau wie die Bedienungsanleitung ist die AOpen Treiber CD eine Universal-CD für mehrere AOpen Karten. Sie enthält (derzeit) die ForceWare 61.76. Darüber hinaus packt AOpen der GeForce 6800 GT noch einen DVI-VGA Adapter und ein S-Video to Composite Adapterkabel bei.

Was die Softwareausstattung angeht, liegen der Karte Doom 3, SpellForce und Arx Fatalis und interVideo WinCinema als Vollversionen bei. Glanzpunkt des Spielebundles ist sicherlich Doom 3 (welches unserem frühen Testmuster noch nicht beigepackt war). Damit können eifrige Zocker oder auch Benchmark-Freaks gleich nach der Installation schon mit der "Arbeit" beginnen. Eine weitere CD enthält noch 5 Spieledemos.