Disclaimer: Sämtliche Inhalte, Namen und Begebenheiten sind frei erfunden. Ähnlichkeiten sind nicht beabsichtigt und beruhen auf Zufällen ... generell weigern wir uns zuzugeben, dass es die CeBIT, wie hier beschrieben, überhaupt jemals gegeben hat ;-).
Ja, es war wieder einmal soweit: CeBIT in Hannover und Hard Tecs 4U mittendrin, denn schließlich wollen alte Kontakte gepflegt und neue geschlossen werden. Abgesehen davon ging es natürlich wieder um absolut neue, unausgereifte und total geheime Hardware, die nur durch einen abwegigen Zufall auf den Ständen verschiedener Aussteller zu sehen waren.

Die Intel Marketing-Abteilung hatte wieder einmal alles richtig gemacht: Alle Welt interessierte sich für die neuen Pentium 4 Chipsätze Grantsdale und Alderwood, sowie natürlich PCI Express und DDR2. Bei allen Motherboard-Herstellern hingen die Boards an den Wänden rum, manchmal durften aber auch Prozessoren ihre Mikrowellen durch Acrylglas-Gehäuse strahlen ... also alles beim alten, CeBIT halt.
Allerdings zeigte sich ein Großteil der Pressevertreter auch zumeist wenig beeindruckt - bis auf wenige, die auch für jede Neuerung Begeisterung aufbrachten und schier unendlichen Wissensdurst haben. So waren auch die Vertreter eines total hyper genialen Hardwaremagazins vollkommen irritiert, als sie sich mit Computergehäusen, in denen die Boards spiegelverkehrt angebracht werden, gegenübersahen. Die Frage nach dem Namen des neuen Standards brachte dann Klarheit. Was kommt nach dem A? Jaaaa, BTX!
Eben jener neue Gehäuse-Standard glänzte auf der CeBIT allerdings durch fast völlige Abwesenheit. Nicht ein Hersteller konnte uns ein entsprechendes Motherboard zeigen. Als Erklärung hörten wir dann Sätze wie "Die Spezifikationen stehen noch nicht fest", "... das ist ja noch lang hin ..." oder auch "Wir warten noch auf die Peripherie". Dennoch konnten wir ein paar BTX-Gehäuse und sogar Netzteile ausgraben. Bei ASUS und Intel zeigte man uns dann auch ein Komplett-System im Mini-Gehäuse. Angesichts des Kabelwirrwarr dieses Systems könnte man aber wohl eher mutmaßen, dass das Konzept BTX von der Chaostheorie abgeleitet wäre ;-).

Dass es auch anders geht, zeigten uns Avance, die kurzerhand ATX-Boards auf die andere Gehäuse-Seite schrauben und so alle Vorteile, die uns BTX hinsichtlich verbesserter Luftzirkulation und Wärmeabfuhr suggeriert, mit altbewährten Mitteln anbieten.
Mittlerweile hat nahezu jeder Mainboard-Hersteller ein Barebone im Angebot. Die sind dann meist schön bunt und blinken lustig - ganz besonders zur CeBIT-Zeit. AOpens Mini-PC kann aber mehr, denn mit ihm kann als einzigem Barebone auf der CeBIT eine DVD abgespielt werden, ohne dass der Rechner hochgefahren wird. Einen gänzlich anderen Weg beschreitet Chaintech, denn deren Barebone sieht aus wie ein dickes Notebook. In ihm stecken normale PC-Komponenten, ein Akku und Display fehlen, können aber nachgerüstet werden.
Sonderbares trafen wird dann aber beim Barebone-Marktführer Shuttle an. Dort hatte man, um einen Mini-Barebone PC Prescott-fähig zu machen, das Netzteil nach außen verfrachtet. Dieses Konstrukt sieht aus wie ein überdimensionales Notebook-Netzteil und kommt ohne aktive Kühlung aus. Auf die Frage, wie es auf Volllast mit einer Grafikkarte reagiere, hörten wir zu unserem Erstaunen, dass das auf die Temperatur im Netzteil keinerlei Einfluss habe?!?
Ein Highlight der CeBIT für den Desktop-Markt konnte Jetway mit der MagicTwin-Technologie bieten. Diese erlaubt es, an einem Rechner (mit zwei Monitoren, Tastaturen und Mäusen) zwei komplette und unabhängige User-Interfaces gleichzeitig zu betreiben. Kompliment an Jetway für die Idee, ob denn in der Praxis der verwendete Prozessor auch reibungslos zwei Anwender gleichzeitig zügig bedienen kann, konnte man uns jedoch bislang nicht beantworten.

Die Intel-Präsentation des neuen Grantsdale-Chipsatzes hätte spannender nicht sein können. Dabei wurde eine HDTV-Sequenz in Echtzeit gerendert, während ein Springdale-Board zwar auch flüssig, aber nicht ganz so schnell arbeitete. Das ganze war dazu angedacht, die Überlegenheit von PCI Express gegenüber AGP 8x zu demonstrieren. Darüber, welcher ATi-Grafikchip auf den jeweiligen Grafikkarten verlötet wurde, schwieg man sich aus und so blieb die Spannung bestehen und die Presse im unklaren.
Im vorangegangenen Vortrag wurde besonders die im Grantsdale integrierte Grafik-Einheit hervorgehoben. DirectX9, 4 Rendering-Pipelines und weitere Features sollen aktuelle Spiele auch mit integrierter Grafik spielbar machen. Auf unser Nachfragen, ob man uns die HDTV-Demo auch mit der integrierten Grafik zeigen könnte, erhielten wir mit einem Lächeln die Antwort "We could..." ;-).