Lieferumfang
Die unscheinbarste Komponente im Lieferumfang ist der CPU Kühlblock von Atotech, einer großen Galvano- und Leiterplattentechnikfirma. Der MC 1 getaufte Kühler hat einen deutlich anderen Aufbau als vergleichbare Wasserkühlblöcke anderer Hersteller. Es handelt sich hier um keinen gefrästen oder gebohrten Kanal, sondern um eine Mikrostruktur durch die das Kühlmittel fließt. Diese Struktur besteht aus vielen kleinen Kanälen, die sich zwischen den Anschlüssen befinden; ein Autokatalysator hat z.B. einen vergleichbaren Aufbau.
Ein ähnliches Prinzip verwendet auch Corsair bei der Hydrocool 200. Vorteil der Mikrostruktur ist eine sehr große Kontaktfläche zwischen dem Metall des Kühlblocks und dem Kühlmedium Wasser. Durch die feine Struktur ist die Strömungsgeschwindigkeit zwar niedriger, was aber nicht unbedingt als negativ zu vermerken ist. Im Review der Asetek Waterchill Wasserkühlung hatten wir bereits auf eine verbesserte Leistungsfähigkeit von Radiatoren bei geringerer Strömungsgeschwindigkeit hingewiesen.
CPU Kühlkörper mit herkömmlichen Aufbau benötigen aber aufgrund ihrer geringeren Kontaktfläche mit dem Kühlmedium eine höhere Geschwindigkeit um die gleiche Wärmemenge zu übertragen. Von der Theorie her sollte also der Atotech MC 1 von der Leistung her in der Oberklasse spielen.

Der Kühlkörper aus Kupfer hat eine Größe von nur 48 x 48 mm mit einer Höhe (ohne Anschlüsse) von 9 mm. Die Oberfläche ist schwarz mit Glanznickel beschichtet und mit dem Herstellerlogo und -namen bedruckt. An der Seite ist zudem der Name des Distributors Icebear Systems mit einer Seriennummer eingeprägt. Die Verarbeitung macht einen sehr guten Eindruck, auf der Oberseite befinden sich zudem die Gewinde für die Schlauchanschlüsse. Dies hat den Vorteil je nach System auch andere Anschlüsse zu verwenden.

Deutlich auffälliger als der CPU Kühler ist der BlackICE Extreme II Radiator von Hardware Labs. Dabei handelt es sich um die größte und leistungsstärkste Variante aus der BlackICE Modellreihe mit zwei 120 mm Lüftern. Vom Prinzip her sind die BlackICE Radiatoren nach dem Parallelprinzip aufgebaut, das heißt, dass das Kühlmedium auf viele kleine Kanäle aufgeteilt wird und parallel zur gegenüberliegenden Seite und zurück fließt.
Das stellt unserer Meinung nach ein besseres Konzept als die Kupferrohr-Radiatoren dar, da dort die wirksame Kontaktfläche zwischen Luft und Radiator und somit dem Kühlmedium geringer ist. Die Lamellen zwischen den Kanälen führen zu einem lineareren Strömungsverhalten, so dass der Luftstrom weniger Verwirbelungen aufweist. Gegenüber der Pro Serie sind die Extreme Varianten etwa doppelt so hoch.
