Intro
DSL boomt - und das nicht erst seit die Deutsche Telekom kürzlich die Erhöhung der Bandbreiten bekannt gab. Mit der schnellen Leitung wollen viele Nutzer natürlich auch mehrere Rechner ins Netz bringen. Da auch die Zahl der verkauften Notebooks immer weiter zunimmt und WLAN dabei meist schon Standardausstattung ist, bietet es sich natürlich an, einen WLAN-Router zu installieren, der sowohl kabelgebunden den Desktop als auch drahtlos Notebooks und weiter vom Telefonanschluß entfernte PCs, beispielsweise den Kinderzimmerrechner, ins Netz bringt.

Wir haben uns in einem früheren Artikel bereits ausführlich mit dem Thema WLAN beschäftigt. Damals erwähnten wir, dass die bisher mit 11 MBit/s relativ gemächlich ans Werk gehende Technologie nach IEEE 802.11b Zug um Zug von den schnelleren 802.11g-Geräten ersetzt wird. Wir haben uns zum Auftakt verschiedener Routertests mit dem MSI RG54GS einen Vertreter der DSL-Router mit nominell 54 MBit/s ans Werk gehendem WLAN und den zugehörigen WLAN-Karten ins Testlabor gebeten.
Unser Dank gilt an dieser Stelle MSI Deutschland für die freundliche Bereitstellung der Testexemplare und den freundlichen Support während der Tests.

DSL-Routing
Bevor wir auf die Geräte als solche eingehen, wollen wir erst noch auf das Routing im Allgemeinen eingehen. Hinter dem Begriff "Routing" verbirgt sich im Prinzip nicht anderes als das Weiterleiten von IP (Internet Protocoll) Datenpaketen von einem Netzwerk in ein anderes. Im Falle eines DSL-Routers sind das auf der einen Seite das Internet, auch WAN (Wide Area Network) genannt, auf der anderen Seite das LAN (Local Area Network), in welchem sich die PCs befinden, die sich den Internetzugang teilen.

Nach außen für den Anbieter der DSL-Leitung tritt der Router als einziges Endgerät auf, der Netzbetreiber hat also keinen Einblick, wie viele PCs sich tatsächlich den Internetzugang teilen. Im Gegenzug wissen auch die PCs im Netzwerk nicht, was sich hinter dem Router befindet. Sie sehen lediglich das "Gateway", das sich um alle Anfragen kümmert, die nicht an andere Clients im lokalen Netzwerk adressiert sind.
Der Router kümmert sich um die Authentifizierung, also die Übermittlung der Zugangsdaten bei der Einwahl, und bekommt vom Anbieter eine IP-Adresse zugewiesen, über die das gesamte LAN mit dem Internet kommuniziert. Dabei benutzt er sogenannte Routing-Tabellen. Im einfachen Falle des DSL-Routers beschränkt sich diese auf "schicke alle IP-Pakete, die nicht in den Adressbereich des lokalen Netzwerks fallen, nach außen".