NVIDIA nForce3 150 Chipsatz
Natürlich sind wir nicht ganz unbedarft, was den nForce3 Chipsatz betrifft, denn prinzipiell war es die erste Plattform in unserer Redaktion, welche uns den Athlon 64 schmackhaft machen sollte, wenngleich er uns auf dem ASUS SK8N mit dem Sockel 940 begegnete.
Dabei nennt sich die Sockel 940 Variante des Chipsatzes allerdings nForce3 Pro150, jene für den Sockel 754 nur nForce3 150. Doch wo exakt liegen die Unterschiede? Die Antwort bleibt wohl NVIDIAs Geheimnis. Selbst aus den uns vorliegenden, internen Chipsatzdokumenten ist kein Unterscheidungsmerkmal abzulesen. Der Hersteller spricht intern schlicht vom ChrushK8, der dem nForce3 Chipsatz zugewiesenen Codenamen. Die Unterscheidung liegt damit also lediglich in der Namensgebung, nicht aber bei technischen Merkmalen. Von daher sind unsere bereits dargelegten Informationen zum nForce3 Pro150 auch auf den heute hier angetretenen Kandidaten nForce3 150 identisch umzulegen.
![Shuttle AN50R [NVIDIA nForce3 150]](/images/reviews/2004/shuttle_an50r/nf3_block.jpg)
Grundsätzlich handelt es sich beim nForce3 Chipsatz um eine Neuentwicklung, verglichen zu den bisherigen NVIDIA Kandidaten mit Namen nForce und nForce2. Die beiden Erstlingswerke des Herstellers für das Mainboardsegment setzten beide noch auf Zwei-Chiplösungen (North-/Southbridge), während der nForce3 als SingleChip Lösung daherkommt und neben der Funktionalität eines üblichen Peripherie-Controllers ebenfalls noch die AGP Einheit beherbergt.
An Peripherie Optionen wartet der Hersteller mit keinerlei Überraschungen auf. Eine integrierte 10/100 Mbit LAN-Schnittstelle, 6 USB2.0 Ports, ein Firewire-Interface und ein 6 Kanal Soundeinheit sind hier zu nennen. Nun mag die integrierte Firewire Schnittstelle durchaus noch ein Auszeichnungsmerkmal sein, doch wurde sie beim ASUS SK8N, als auch beim heutigen Kandidaten Shuttle AN50R über einen regulären PCI-Controller umgesetzt und nicht durch einen ressourcenschonenden schlichten Transceiver Chip. Woran dies letztlich liegen mag, bleibt das Geheimnis der Hersteller.
Besonderheiten beim onboard Sound á la Dolby Digital Einheit, wie wir dies vom nForce2 her kannten, gibt es beim nForce3 nicht und auch integrierte SATA Schnittstellen sind erst in kommenden Chip-Varianten geplant.
Die Anbindung des nForce3 an den Prozessor erfolgt über AMDs Hyper-Transport Protokoll, jedoch auch hier mit Einschränkungen. AMDs Hyper-Transport Protokoll sieht eine Bandbreite zwischen Prozessor und "Peripherie" von gigantischen 6.4 GB/s (maximal) vor. Ganz so beeindruckend wie diese Zahl auf dem Papier wirkt, ist sie letztlich aber doch nicht. Die Ermittlung erfolgt über folgende Berechnungsformel:
1600 MHz (800 MHz x2 w/ DDR) x 16-bit Breite (2-bytes) x 2 (Full Duplex) = 6.4 GB/s