Testumgebung und Testablauf (Fortsetzung)
III. Strom- und Leistungsaufnahme
Hierzu wurde mittels des gleichen digitalen Multimeters die Stromaufnahme des Prüflings am 12Volt Ausgang des Netzteils vermessen. Danach nahmen wir eine Reihenschaltung mit Prüfling, Multimeter und Netzteil vor, um die durchschnittliche Strom-/Leistungsaufnahme im Betrieb zu erfahren. Bei jenen Kandidaten, bei welche eine hohe Leistungsaufnahme im Vorfeld klar war (Global WIN, Coolermaster), erfolgte die Messung im 10A Bereich, bei den meisten anderen Kandidaten im 200mA Bereich. Da der Global WIN CAK5-88TL erst durch Temperaturanstieg seine maximale Leistungsaufnahme (höchste Drehzahl) erreicht, mussten wir den Kandidaten vor der Messung mit einem Fön erhitzen.
IV. Lautstärkemessungen
Zur Verwendung kommt ein rechnerunterstützter Audioanalyser vom Type DAAS32 der Firma adm engineering. Der DAAS32 ermöglicht Netzwerkanalysen, Frequenzgangmessungen elektrisch wie akustisch, sowie spezielle Klirranalysen und (bewertete) Pegelmessungen.

typischer Geräteaufbau mit Notebook
Für die Schalldruckmessungen an den Lüftern wurde eine Messbox entworfen, die eine reflexionsarme Umgebung für die Prüflinge darstellt. Bewerkstelligt wurde dies durch spezielle Dämmmaterialien, die an Wänden und Boden der Box angebracht wurden. Die Dimension der Messbox wurde so gewählt, dass eine ausreichend niedrige Grenzfrequenz für Messungen mit A-Filter erreicht wird.
Als Messmikrofon dient ein MIC1 von adm, dessen Frequenzgang freifeldkorrigiert wurde. Diese Frequenzgangkorrektur erfolgte über eine Referenzkette von Bruel&Kjaer bestehend aus ¼" Kapsel 4135, Impedanzwandler 2633 und Messverstärker 2610, max. korrigierte Frequenz 26,9KHz. Der Absolutwert wurde bei 1KHz/94dB (entsprechend 1Pa) mittels eines Soundlevel Calibrator B&K 4230 kalibriert (Kalibrierung der Referenz nach ISO9000, next cal. date 06/2004). Die erreichbare Genauigkeit des Aufbaus betrug +-0,5dB/1KHz zum Zeitpunkt der Kalibrierung (int. Toleranzschlauch des DAAS32 +- 0,1dB / 100Hz...15KHz).

Das Mikrofon wurde mittels geeignetem Ständer so positioniert, dass die Kapselöffnung sich nicht im direkten Luftstrom (Zuluft wie Abluft) des Prüflings befand. Alle Pegelmessungen wurden mit zugeschaltetem A-Filter durchgeführt. Die ermittelten Werte wurden auf 1 Meter Abstand (Quelle-Mikro) normiert. Die jeweiligen Frequenzgänge der Lüfter wurden über die Spektralanalysefunktion des DAAS32 erstellt, A-Filter abgeschaltet. Hier werden nur reale Pegel angezeigt, der Absolutwert geht verloren. Dies ist jedoch irrelevant, da hier nur die spektrale Verteilung von Interesse ist.