Hard Tecs 4U Logo   be Quiet



   News   
   Reviews   
   Treiber & Tools   
   Links   
   Forum   
   Impressum   



Sockel A Cooler Roundup

Lautstärke & Schallpegel

Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden, so heißt es schon bei Wilhelm Busch.

Buschs Aussage ist klar: Schallereignisse können vom Menschen als durchaus unangenehm empfunden werden. Daher begann man schon recht früh damit, Schallereignisse zu klassifizieren und nach ihrer Intensität zu beurteilen. Hierzu bedarf es einer Vereinheitlichung, damit möglichst alle Beteiligten eine vergleichbare Beurteilung eines Schallereignisses durchführen können. Das ist leichter gesagt als getan, denn gerade das Hören ist eine sehr individuelle Empfindung. Nicht genug dessen, Schallereignisse mit sehr hohen Schalldrücken können das Gehör sogar irreparabel beschädigen. Grund genug, zumindest das Maß des Schalldrucks zu ermitteln. Aber welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem Hören und dem Schalldruck?

 I. Was "hören" wir?

Statische Drücke, wie z.B. unser atmosphärischer Druck, werden nicht als Schallereignis wahrgenommen, nur Druckänderungen werden vom Gehör als solches empfunden. Diese Druckänderung bezeichnet man als Schalldruck, das Ohr ist also ein Schalldruckempfänger. Der Druck wird gemessen in Pascal, 1 Pascal (1Pa) entspricht 1 Newton / Quadratmeter = 1N/m².

 II. Hörschwelle und Schmerzschwelle

Die kleinste Druckänderung, die vom menschlichen Gehör wahrgenommen werden kann, beträgt 20µPa, also der 20millionste Teil eines Pascal (übrigens der 5milliardste Teil des atmosphärischen Drucks!), die Schmerzschwelle hingegen liegt bei ca. 100Pa. Somit haben wir ein Verhältnis von mehr als eins zu einer Million - das Gehör hat also eine gewaltige Dynamik! Zudem haben physikalischer Reiz und die resultierende Hörempfindung ein logarithmisches Verhältnis zueinander. Wir erhalten daher recht unhandliche Größenordnungen - eine andere Skalierung wurde deshalb eingeführt, die dBSPL-Skala.


Sockel A Cooler Roundup


 III. Sound Pressure Level (SPL)

Der Startpunkt dieser dBSPL-Skala wurde mit der Hörschwelle definiert, 20µPa (die Bezugsgröße) entsprechen somit 0dB. Anmerkung: Dieser Wert wird vom "modernen Menschen" selten als Hörschwelle empfunden. Aufgrund zivilisationsbedingter (kultureller?) Ereignisse liegt die Hörschwelle junger Erwachsener häufig bei Werten >15dB, bei an Tinnitus erkrankten Menschen sogar noch wesentlich höher.

Wie funktioniert nun diese Skala? Sobald sich der Schalldruck verzehnfacht, addieren wir zur dB-Skala 20dB hinzu, somit komprimiert sich der Dynamikbereich von 1:1 Million auf 120dB und der zu betrachtende Bereich wird erheblich überschaubarer.

Einmal nachrechnen: Ein Schalldruck von 94dBSPL entspricht also einem Druck von 1Pa; 1 / 1094/20 = 20*10-6, da ist wieder unsere Bezugsgröße, es klappt also. Der Anhang "SPL" wird übrigens häufig weggelassen, daher lesen wir in Publikationen meistens "94dB", was aber das Gleiche meint (solange nur die Bezugsgröße 20µPa ist).

Schalldruckmessungen werden normgerecht auf eine Entfernung von einem Meter zwischen Prüfling und Mikrofon bezogen, vornehmlich in reflexionsarmer Umgebung, dem sogenannten Freifeld. Im Freifeld (und bei relativ niedrigen Distanzen zwischen Mikro und Prüfling) gilt die Beziehung des 1/r - Gesetzes. Den jeweiligen Bedingungen entsprechend bedarf es einer gesonderten Messtechnik, hierauf intensiver einzugehen, ist für diesen Beitrag allerdings zu komplex.

 IV. Unser Gehör ist "krumm"

Als wenn es nicht schon kompliziert genug wäre: Auch der Frequenzgang unseres Gehörs ist nicht linear, sondern geradezu "verbogen". Das heißt, ein Ton, der bei 50Hz genauso laut wie ein Ton bei 1000Hz empfunden werden soll, muss einen deutlich höheren Pegel haben. Zu allem Überfluss ist dieses Phänomen auch noch pegelabhängig. Nun lässt sich diese Nichtlinearität mittels eines elektronischen Netzwerks leicht nachstellen. Es ergibt sich dadurch ein so genanntes Bewertungsfilter, das A-Filter.

Alle Schallpegelmessungen, die dem menschlichen Gehör nachempfunden werden sollen, werden mit dieser Filterung durchgeführt. Erkennbar ist das an einem dem Messergebnis nachgestellten (A), Beispiel: 94dB(A). Es gibt auch noch andere Bewertungsfilter, (B,C,D) die aber in unserem Fall keine Verwendung finden.

 V. Verlauf der Filterkurven


Sockel A Cooler Roundup




Artikel Index:  
 « ZurückWeiter » 

Werbung

Aktuelle Artikel

HIS Radeon HD2900 Pro Limited Edition
HIS Radeon HD2900 Pro Limited Edition


Logitech V470 - Bluetooth-Maus für Notebooks
Logitech V470 - Bluetooth-Maus für Notebooks


USB Card-Reader Roundup
USB Card-Reader Roundup


Werbung

Weitere Reviews
OCZ Trifecta (Produktvorstellung)
Yeong Yang Ara YY-5605 Midi-Tower
DDR3 Speicherroundup
AMD 690 Roundup
Arctic Cooling Accelero S1
Aerocool M40 Gehäuse
MSI Grafik-Flaggschiffe [8800Ulta-OC & RX2900XT]
LG GSA-H55L
Arctic Cooling Freezer 64 LP
AMD Radeon HD2000-Serie im Test
Intel Core2 FSB1333-Prozessoren [QX6850 & E6750]
Flotte DVD-Brenner im Test
NVIDIA GeForce 8600 GTS Reloaded
AMD Athlon X2 BE-2350
Hauppauge Win-TV HVR4000
AMD AM2-Prozessorroundup
Intel P35-Chipsatz

Partner Sites
3DCenter
Au-Ja!
Cheatbox
dkamera
Lost Circuits
Planet 3DNow!
Spieleflut
Warp2Search
WinTotal

Red Tram News Search Engine

HT4U IRC-Channel
UD Cancer Team
Newsletter
RDF Newsfeed





[nach oben ]

Hosted by:
Host Europe - World Class Internet Services

Copyright © 2000 - 2007 Hard Tecs 4U - Alle Rechte vorbehalten.
Design by Houston "ViperV990" Law