Intro
Wir schreiben den 14. November 2002, den Tag, an welchem Intel offiziell eine neue CPU am Markt präsentiert und gleichzeitig eine neue Bestmarke auflegt. Mit einem Takt von 3066 MHz durchbricht der neue Pentium 4 Prozessor eine weitere Gigahertz-Barriere. Nachdem Intel am 27. August des vergangenen Jahres erstmals die 2 GHz Marke mit seinem Pentium 4 auf Willamette Kern erreicht hatte, näherte man sich, seit der Einführung der in 0.13 Micron gefertigten Northwood Pentium 4 CPUs im Januar diesen Jahres, rasant schnell dem neuen Ziel.
Doch so langsam hat sich der Anwender mit den hohen Gigahertz-Kennungen angefreundet und 3 GHz auf dem Papier scheinen nicht mehr sonderlich zu beeindrucken. Längst weiß man, dass im derzeitigen Design des Pentium 4 noch viel Potential steckt und schon bei der Vorstellung des Pentium 4 mit 2.8 GHz Takt, gelang es uns, diesen Prozessor mühelos über die 3-GHz-Barriere zu takten.
Allerdings, und das ist die Besonderheit des heutigen CPU-Launches, hat der Hersteller neben einer ausdrucksstarken Zahl noch ein weiteres Bonbon an Board. Denn mit der Einführung des Pentium 4 3.06 GHz Prozessors bietet Intel erstmals einen Desktopprozessor mit Hyper-Threading an, einem Feature, welches bislang Intels Server-CPUs vorbehalten war.

Einige unter den Lesern werden sich mit dem Thema Hyper-Threading schon einmal befasst haben, andere werden möglicherweise heute zum ersten mal damit konfrontiert. Aber eben auch jene, welche bislang schon einmal darüber gelesen haben, sollten sich die Zeit nehmen, noch einmal dieses Feature in Zahlen auf sich wirken zu lassen und zwar mit 3066 MHz Takt, denn die Geschwindigkeit scheint ein wesentlicher Faktor in dieser Gleichung zu sein. Es liegt also auf der Hand, dass wir uns in den kommenden Kapiteln näher mit diesem Thema befassen werden, natürlich auch mit den Voraussetzungen, welche überhaupt erst den reibungslosen Einsatz des neuen Intel-Boliden ermöglichen.
Zuvor gilt allerdings erneut unser Dank Intel Deutschland, für die Bereitstellung des Testmusters und das entgegengebrachte Vertrauen.
