Installation & Alltagsbetrieb (Fortsetzung)
Dass AOpen bei den Software-Beigaben eher etwas sparsam zu Werke geht, haben wir ja bereits oben erwähnt. Doch ist ein Monitoring-Tool, mit dem alle relevanten Spannungen, Temperaturen und Drehzahlen überwacht werden können, mittlerweile schon obligatorisch und so kann man auf der Treiber-CD auch ein derartiges Tool finden, welches es ähnlich wie das BIOS faustdick hinter den Ohren hat. Das Silent Tek getaufte Tool ist eine perfekte Ergänzung zum bereits vorgestellten Silent BIOS und bietet neben der üblichen Systemüberwachung einige interessante Feaures.
![AOpen AX4R Plus [Intel E7205]](/images/reviews/2003/aopen_ax4r_plus/silenttek.png)
So setzt AOpen die Geräuschminimierung fort, indem in das Tool eine CD-Bremse einprogrammiert wurde, die dafür sorgt, dass das CD-Laufwerk nicht dauernd mit voller Geschwindigkeit vor sich hinröhrt. Weiterhin lassen sich ähnliche Modi zur Steuerung der Lüfter finden, wie sie auch schon im BIOS aufgetaucht sind. Bei der Einstellung Smart Fan Control werden bestimmte Berechnungsalgorithmen verwendet, um einen optimalen Kompromiss zwischen Kühlung und Geräuschpegel zu erzielen. Die Funktion ist dabei unabhängig vom verwendeten Gehäuse.
Bei der Einstellung AOpen Recommended Setting wird berücksichtigt, dass unter Umständen der komplette Rechner von AOpen zusammengestellt wurde. Dazu wurden von AOpen Labor-Tests unter Real-Life Bedingungen durchgeführt. AOpen behauptet, dass der CPU-Kühler erst unter Last zu hören sein soll. Bei der Fixed Fan Control lassen sich wie auch im BIOS Prozentwerte einstellen, die sich nach der Nenndrehzahl des Lüfters richten.
![AOpen AX4R Plus [Intel E7205]](/images/reviews/2003/aopen_ax4r_plus/multilevel.png)
Das klare Highlight ist allerdings der Menüpunkt Multi Level Control. Mit ihm lassen sich sowohl für den CPU-Lüfter wie auch für einen System-Lüfter sechs Einstellungen vornehmen. So lässt sich für stattliche fünf Temperaturbereiche jeweils eine Lüfterdrehzahl festlegen - so wird jede in Hardware realisiert Lüftersteuerung glatt überflüssig. Einen kleinen Fehler hat das Programm aber doch: So lässt sich bei der Temperatur, die für die Steuerung des CPU-Kühlers relevant ist, nicht zwischen Oberflächenmessung oder Kerntemperatur wählen. Für die Lüftersteuerung wird nur die Oberflächenmessung zu Rate gezogen.
In Sachen Alltagsbetrieb wird man - wie von Intel-Boards gewohnt - eher selten mit Schwierigkeiten konfrontiert. Während des gesamten Testdurchlaufs leistete sich das Testboard nicht die geringste Schwäche.