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Praxiseinsatz: Leistungsaufnahme (Fortsetzung)Die nachfolgenden, ermittelten Werte beinhalten ebenfalls schon die I/O-Power der Athlon 64 Modelle. Auf den ersten Blick wird schnell klar, dass AMDs bisherige Angaben zur maximalen Leistungsaufnahme einen guten Sicherheitszuschlag beinhalten. Natürlich darf man die Rechenoperationen von Prime95 nicht als den schlimmsten Fall betrachten, doch sehr weit davon entfernt ist das Programm wiederum auch nicht.
Die mögliche Streubreite bei Prozessoren zeigt uns das Beispiel des Athlon 64 FX-53 im Vergleich zum Athlon 64 4000+. Hinter beiden Bezeichnungen verbirgt sich der identische Prozessor mit 2,4 GHz Takt und 1MB Cache. Der FX-53 erreichte uns zu dessen Vorstellung im Juni letzten Jahres, während uns der 4000+ zu dessen Launch im Oktober 2004 erreichte. Es liegen also einige Monate der Fertigungsoptimierung dazwischen, was möglicherweise die ermittelten 13 Watt Unterschied erklärt. Aber die Resultate des 4000+ können sich selbst noch knapp unter jene des Athlon 64 3500+ in 130nm Fertigung setzen, was abermals ein Indiz für Streubreite ist - unsere Entscheidung aber, im Haus nicht vorhandene Prozessoren nicht zu emulieren, rechtfertigt. Absolut beeindruckend sind aber auch die Werte des heutigen Testkandidaten in 90nm Fertigung. Mit knapp unter 40 Watt Leistungsaufnahme unter Last sucht der Athlon 64 bei den leistungsfähigen Desktopprozessoren vergeblich einen Kontrahenten. Nicht minder loben muss man die Erfolge, welche AMD durch ihre Cool'n'Quiet Technologie auf dem Bereich der Leistungsaufnahme im Idle-Mode erzielte: zwischen 5,5 und 7,4 Watt auf einem ruhenden Windows-Desktop ist derzeit auch nur im mobilen Bereich zu toppen. Verschweigen sollte man allerdings nicht, dass ein sparsamer Prozessor noch nicht Garant für ein sparsames PC-System ist - hier sind grundsätzlich alle Komponenten, vom Motherboard und dessen Spannungsumsetzungen, übers Netzteil bis hin zu Festplatten und Grafikkarten von entscheidender Bedeutung. Testumgebung
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