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Intels Multi-Core-Pläne

Intro

Sind Dual-Core-Prozessoren 2005 noch eher eine Seltenheit, sollen sie schon 2006 nach den Wünschen von Intel zum vorherrschenden Standard unter den verbauten CPUs zählen und mit einem Anteil von 60-80 Prozent vertreten sein. Wie weit diese Prognosen 2006 wirklich erfüllt werden, bleibt zwar vorerst noch abzuwarten, doch zeigen diese Zahlen recht eindrucksvoll, in welche Richtung sich der Prozessorexperte in Zukunft orientieren wird. Viele Wege führen nach Rom, pflegt man zu sagen, und so führen bei Intel derzeit praktisch alle Wege zu Multikern-Prozessoren. Einen Anhaltspunkt dafür liefert eine inoffizielle Roadmap des Unternehmens, die an der Vielzahl von Cores praktisch schon zu platzen droht.


Intels MultiCore-Pläne


Im folgenden Artikel werden wir uns bemühen, eine grobe Übersicht über Intels Zukunftspläne zu liefern, und uns hierbei getrennt um die Server sowie Mobile- / Desktopsparte kümmern. Auch hier gilt natürlich, das es sich um höchst theoretische Planungen handelt, die in einem Jahr oder weniger, zugunsten einer anderen Technik bzw unter dem Druck technischer Schwierigkeiten schon wieder ganz anders aussehen können. Man erinnere sich an die Roadmaps vor nicht allzuvielen Jahren, laut denen wir jetzt seitens Intels NetBurst-Technologie mit CPUs jenseits der 6-GHz-Rate arbeiten müssten. Dieser Planung und Architektur machte jedoch der Prescott mit seiner enormen Wärmeentwicklung einen Strich durch die Rechnung, und auch die derzeitigen Dual-Core-Prozessoren, welche auf diesem Kern basieren, haben mit einer nicht zu verachtenden Verlustleistung zu kämpfen.


Roadmap für Desktop- und Mobile-Prozessoren

Wie sich bereits in der Vergangenheit langsam herauskristallisierte, spielt gerade der mobile Bereich für die nächsten Prozessor-Generationen eine grundlegende Rolle, weil diese de facto die technologische Basis für alle weiteren CPUs für den Desktop- und Server-Bereich repräsentieren. Die Anfang 2006 in den Startlöchern befindliche Generation auf Basis des Yonah-Kerns tauchte bereits des öfteren in der Berichterstattung auf und ist bereits hinreichend mit Details garniert worden. Der wesentliche Schritt wird hier die Umstellung von aktuellen Produktion im 90-Nanometer-Verfahren auf die deutlich kleinere Technologie mit 65 Nanometern darstellen, welche insbesondere geringere Leistungsaufnahmen mit sich bringen soll.

Die Prozessor-Versionen unterscheiden sich nach dem aktuellen Stand der Dinge über die komplette Roadmap im Wesentlichen durch die Anzahl der physischen Kerne und deren Art, wie sie im Prozessor angeordnet sind. Während der Presler zum Beispiel als Dual-Core-Prozessor mit zwei getrennten Kernen daher kommt, erhöht sich die Integration später zunehmend dazu, dass die Kerne später physikalisch vereint werden, sodass zwar intern zwei Kerne vorhanden sind, äußerlich aber nur ein einziger Kern sichtbar ist. Ähnlich pflanzt sich das Prinzip beim Wechsel auf vier und schließlich acht Prozessor-Kerne fort.



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