ASRock 939Dual-SATA II [ULi M1695 & M1567 Chipsatz]

Intro

Es ist sicherlich kein Geheimnis, dass neu veröffentlichte Grafikchips fast ausschließlich noch auf PCI-Express aufsetzen. Ebenfalls, blickt man sich in der Liste der neu veröffentlichten Motherboards um, finden sich praktisch nur noch PCI-Express basierende Mainboards - der AGP-Bus gehört zum alten Eisen, praktisch ist er schon tot, oder sagen wir besser: von der Hardware-Industrie für tot erklärt worden. Doch nun gab und gibt es eben die Anwendergruppe, welche für teueres Geld High-End Grafikhardware erworben hatte, welche leider auf jene, für tot erklärte, AGP-Schnittstelle aufsetzt und gerne bereit wäre, der performanten Grafikkarte, schnellere Hardware zur Seite zu stellen. Doch sei es in Form des Chipsatzes, sei es in Form des Prozessors, die angebotenen, aktuellen Systemumgebungen setzen auf die zukunftsträchtige PCI-Express-Anbindung.

Schon einige Male gab es Ansätze bei verschiedenen Herstellern, einen AGP-Steckplatz neben einem PCI-Express Steckplatz zur Verfügung zu stellen, doch zumeist waren diese Angebote deutlich beschränkt in den Möglichkeiten. Da wurden beispielsweise physikalische AGP-Steckplätze auf Mainboards umgesetzt, welche aber lediglich an den PCI-Bus und dessen maximale Bandbreite von 133 MB/s gekoppelt waren und damit nicht im Ansatz dem Leistungshunger schneller Grafikkarten gerecht werden konnten. Da gab es Ansätze einen vollwertigen AGP 8x Steckplatz zu integrieren, die PCI-Express-Schnittstelle aber beschnitten umzusetzen. Ja, ein Mainboard, welches neben einem vollwertigen AGP8x-Steckplatz, gleichzeitig auch noch die Vorteile von vollwertigen PEG x16-Steckplätzen bieten würde, das wäre die Marktlücke.

Das hat sich 2005 wohl auch der Chipsatzhersteller ULi gedacht, welcher zuvor deutlich in Vergessenheit geriet. Doch wie vor Jahren SiS, hat ULi im Jahr 2005 praktisch seine Wiederbelebung erfahren, mit durchaus innovativen Produkten. Durch Schwächen in der Leistung der ATI-Southbridges, konnte ULi seine eigenen Peripherie-Controller, dank kompatibler Anbindung mittels Hyper-Transport-Protokoll, hier als Alternative zur Verfügung stellen. Und wie der Phönix aus der Asche, präsentierte die taiwanesische Chipsatzschmiede dann auch noch ein Chipsatzbundle aus M1695 und M1567, welches versprach, die Probleme der aufrüstwilligen Nutzer von aktuellen, teueren APG-Grafikkarten zu lösen und setzte damit um, was keinem anderen Chipsatz-Hersteller davor wirklich gelang: einen vollwertigen AGP8x-Steckplatz und gleichzeitig einen vollwertigen PCI-Express x16 Steckplatz.

Allerdings findet sich, zumindest unseres Wissens nach, bislang nur ein Mainboard-Hersteller, welcher von diesem Chipsatz Gebrauch machte und durch dieses Alleinstellungsmerkmal durchaus für Furore sorgt.


ASRock 939Dual-SATA II [ULi M1695 & M1567 Chipsatz]


ASRock, Tochter und gleichzeitig Low-Cost Schiene von ASUStek, präsentiert mit dem 939Dual-SATA II ein Sockel 939 Motherboard, welches auf den ersten Blick keine Wünsche im AMD-Lager offen lässt - eben insbesondere auch bei jenen Vertretern, welche aus dem Sockel A (oder Sockel 478) Lager mit teuerer 3D-Grafikkarte auf den Athlon 64 wechseln will - mit der gleichzeitigen Option, später auf PEG-Modelle zu switchen.

Inzwischen ist das 939Dual-SATA II bereits berühmt-berüchtigt. Heiß wird es in vielen Foren diskutiert, lange ist die Liste an Klagen über Probleme, aber nicht minder lange ist die Liste an Lobeshymnen - letzteres auch häufig aus dem Bereich der Übertakter-Szene.

Es wird also höchste Zeit, dass wir uns endlich vergewissern, was dieses ULi Gespann, umgesetzt in Gestalt des ASRock 939Dual-SATA II, wirklich auf dem Kasten hat. Und so haben wir schlicht im nächsten Laden an der Ecke ein solches Produkt erworben, für runde 60 Euro Ende 2005. Dies ist ein weiterer Punkt, welches das Produkt derzeit so attraktiv macht, denn kaum ein Motherboard mit dieser Optionsvielfalt, lässt sich noch zu diesen Preisen erwerben. Ob sich alles das, was im positiven und auch negativen Sinne, in verschiedensten Bereichen des World Wide Web nachlesen lässt, im Ansatz bestätigt, das soll unser heutiger Artikel klären.



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