ASUS EN7600GT Silent

Intro

Viele Hardwarehersteller haben inzwischen erkannt, dass der Markt für Silent-Hardware teils ein größeres Potential vorzuweisen hat als jener für High-End-Kühllösungen. Zwischenzeitlich reagiert die überwiegende Anzahl von Anwendern höchst kritisch auf Top-Kühllösungen, welche mit hoher Lautstärke an die Arbeit gehen. Die ultimative Lösung für den Freund von leisen Lösungen ist und bleibt die passive Kühlung. Bei leistungsfähigen Prozessoren und Grafikkarten – eben in letzterem Bereich kann man kaum noch Unterschiede machen – ist eine passive Kühlung fast nicht mehr realisierbar. Und doch gibt es hier und da immer wieder innovative Produkte, die eine solche Option bieten.

Erst kürzlich hatten wir eine passiv gekühlte Grafikkarte aus dem Hause MSI vorgestellt, welche mit einem 7600 GT Chipsatz von NVIDIA daherkam. Die MSI-Lösung zeigte sich dabei den Herausforderungen gewachsen, obgleich wir im Test mit durchaus hohen, vom Hersteller so aber akzeptierten, Temperaturen konfrontiert wurden. Eine Hitzequelle, welche in aktuellen Systemen anhaltend im Bereich von 90°C oder höher arbeitet, heizt natürlich ebenfalls die ohnehin schon erwärmte Luft in der Umgebung mit auf und sorgt dafür, dass Luftansaugtemperaturen – auch bei Prozessoren – steigen können.

Nach MSI schickte nun auch ASUS ihre passiv gekühlte 7600 GT Variante ins Haus und wir waren gespannt, wie ASUS das Temperaturproblem lösen würde. Aus Anwenderkreisen erhielten wir nach dem Test der MSI-Karte sogleich Hinweise, dass wir uns hier unbedingt einmal das ASUS Modell ansehen müssten, welche über eine besonders flexible Variante der passiven Kühlung verfüge.


ASUS EN7600GT Silent


Und in der Tat hat ASUS hier etwas anderes konzipiert. Die vorhandene passive Kühlung verfügt über groß dimensionierte Kühlkörper, die ungewöhnlich angebracht sind und Teile davon sich zudem in ihrer Ausrichtung verändern lassen – ob dies letztlich der Weisheit letzter Schluss ist? Wir werden sehen.

Fakt ist allerdings, dass ASUS sich, zumindest derzeit, bescheiden hinsichtlich der passiven Kühlungen gibt. Während man bei MSI zurzeit auch eine passiv gekühlte NVIDIA 7900 Grafikkarte findet, so beschränkt sich ASUS auf dieses 7600 GT Modell. Die Grenze des Möglichen bei ASUS? Oder schlicht nur Bescheidenheit oder vielleicht vorausschauendes Denken? Wir wissen es nicht. Tatsache bleibt, dass erst einmal dieses Modell unter Beweis stellen muss, wie gut seine Umsetzung ist, bevor man sich Gedanken darüber macht, welche andere Modelle hier noch passiv ausgestattet werden können.

Die Eckdaten der aktuellen und betagten NVIDIA-Grafikchips haben wir nachfolgend noch einmal gelistet:

Eckdaten 6600 GT 6800 GS 6800 GT 7600 GS 7600 GT 7800 GT 7800 GTX 7900 GT 7900 GTX
Codename NV43 NV42 NV45 G73 G73 G70 G70 G71 G71
Fertigung 130 nm 110 nm 130 nm 90 nm 90 nm 110 nm 110 nm 90 nm 90 nm
Transistoren 143 Mio. 202 Mio. 222 Mio. 178 Mio. 178 Mio. 302 Mio. 302 Mio. 278 Mio. 278 Mio.
Chiptakt 500 MHz 425 MHz 350 MHz 400 MHz 560 MHz 400 MHz 430 MHz 450 MHz 650 MHz
Speichertakt (DDR) 500 MHz 500 MHz 500 MHz 400 MHz 700 MHz 500 MHz 600 MHz 660 MHz 800 MHz
Speicherart GDDR3 GDDR3 GDDR3 GDDR3 GDDR3 GDDR3 GDDR3 GDDR3 GDDR3
typische Speichergröße 128 MB 256 MB 256 MB 256 MB 256 MB 256 MB 256 MB 256 MB 512 MB
Speicheranbindung 128 Bit 256 Bit 256 Bit 128 Bit 128 Bit 256 Bit 256 Bit 256 Bit 256 Bit
Pipelines Pixel/Vertex 8/3 12/5 16/6 12/5 12/5 20/8 24/8 24/8 24/8
Pixel-Shader-Einheiten (MADD)
8 12 16 24 24 40 48 48 48
TMUs
8
12 16 12 12 20 24 24 24
ROPs
4
12 16 8 8 16 16 16 16
Shader Model
3.0
3.0
3.0
3.0
3.0
3.0
3.0
3.0
3.0


Artikel Index:  



Jetzt kostenlosen HT4U.net-Newsletter abonnieren

* indicates required