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Corsair TwinX2048-3500LLPro

Layout und Besonderheiten

Prinzipiell trifft man auf den Speichermodulen der High-End-Hersteller Heatspreader an. Grundsätzlich versteht man darunter in der Hardwareszene Verblendungen des / der Chips, welche aus Aluminium oder Kupfer hergestellt sind und zur besseren Wärmeableitung dienen sollen. Während es bei vielen Chips des Hardwarebereiches durchaus wichtig ist, solche Kühllösungen umzusetzen, so ist nach unserer Ansicht das Vorhandensein von Heatspreadern bei Speichermodulen durchweg anders begründet. Einerseits hebt man das optische Erscheinungsbild seines Produktes und zum anderen verbirgt man, welcher Hersteller sich in der Tat auf dem Die der Speicherchips verewigt hat. Mit Kühlung der Chips hat das eher weniger zu tun und von einer Notwendigkeit kann nicht geredet werden.


Corsair Twin2048-3500LLPro


Corsair, einer der Pioniere auf dem Bereich solcher Speicher, macht entgegen manch anderem keinen Hehl daraus, dass die Speicherchips nicht aus eigener Produktion stammen, sondern extern eingekauft werden. Auf Seiten Corsairs erfolgt prinzipiell nur die Umsetzung des PCB – also des Trägerboards der Chips – auf welchem die Speicher letztlich ihren Einsatz finden.

Unter den Heatspreadern der Corsair TwinX-Serie verbergen sich also reguläre, ungepufferte DDR-SDRAM Speichermodule mit 184 Pins. Im Falle unserer Testkandidaten, den TwinX-2048-3500LL-Pro, handelt es sich um zwei 1 GB Speichermodule, welchen der Hersteller einen stabilen Betrieb bei einem maximalen Takt von DDR437 auf kurzen Latenzen von 2-3-2-6 (tCL-tRCD-tRP-tRAS) und einem Taktzyklus DRAM Command Rate im Dual-Channel-Betrieb attestiert.

Auf die verbauten Chips – bzw. deren Spezifikationen - geht Corsair in seinen Papieren nicht näher ein. Dies macht letztlich auch Sinn für Corsair, denn kann man in der geschilderten Art und Weise der Produktion nicht sicherstellen, dass in einigen Monaten noch immer die Chips mit den gleichen Eckdaten des identischen Chipproduzenten zum Einsatz kommen. Sollte dieser nämlich unter Lieferschwierigkeiten leiden oder gar die Produktion einstellen, so muss Corsair für sein Produkt einen alternativen Chiphersteller wählen.

Hieraus resultiert auch erst der Sinn so genannter Dual-Channel-Speicherpaare, denn nur so können diese High-End-Produzenten das klaglose miteinander der Speicher sicherstellen. Die Umkehrseite für den Anwender: kauft er sich heute lediglich ein einzelnes Modul und will nach Monaten ein zweites hinzukaufen, so könnte es passieren, dass die Chipsatzvoraussetzungen des Motherboards für Zwei-Kanal-Speicherbetrieb nicht gewährleistet sind. Wenn nämlich die Speichermodule im Aufbau (Chipdichte und interne Speicherbankbestückung) variieren, verweigern praktisch alle Chipsätze den Zwei-Kanal-Betrieb.



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