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Intel Core 2 Extreme QX6700 – Quad-Core-Prozessor

Intro

Die Zeit verfliegt, doch der Markt im Hardware-Segment lässt auch wirklich kaum Raum zur Verschnaufpause. Am 14. Juli 2006 stellte Intel offiziell ihre Core 2 Duo Prozessoren für den Desktop-Bereich vor. Und trotz dem brauchten wir insgesamt drei Artikel und schließlich bis zum 18. September 2006, bis wir ein in sich schlüssiges Konzept mit allen wesentlichen Informationen zum Core 2 Duo, auch Praxis-bezogen, präsentieren konnten.

So vieles ist anders, so vieles ist neu, dennoch gab es nach den Benchmarks keinen Zweifel, dass die neue Leistungskrone Intel gehört. Zu denken gaben unsere Erfahrungen im Bereich Lautstärke und Temperaturverhalten. Gerade dies ist ein Punkt, weshalb wir objektiv erst einmal keinen Quad-Core-Prozessor von Intel erwartet hätten - wenngleich die Zeichen ganz anders standen. Doch der Markt spielt eben manchmal nach anderen Gesetzen. Wer oben ist, will oben bleiben und wer Technologie-Führer sein möchte, muss sich auch noch bis ins Extreme profilieren. Das gilt insbesondere, wenn man als Markt-Führer verlorene Anteile in diversen Segmenten zurück erobern möchte. Und eben letzteres, auch wenn Intel von einer "recht guten Produktqualität" spricht, weshalb man abermals einen Launchtermin vorverlegte, ist wohl der Grund, weshalb wir Intels Quad-Core-CPU mit dem Codenamen Kentsfield schon heute offiziell begrüßen dürfen.



Wie gut die Produktqualität letztlich nun wirklich ist, welche Segmente dieser Prozessor, der erst einmal als Extreme-Version in den Handel kommt, wirklich ist, das wird der Hauptbestandteil unseres heutigen Artikels sein. Zur Preisgestaltung lieferte uns Intel bislang keine Informationen - das zur Vorstellung herangezogene Mainboard ist nicht das bislang vom Core 2 Duo gewohnte Intel D975XBX, sondern eine neue Revision, welche auf den Namen D975XBX2 hört und damit bleiben auch Merkmale der neuen CPU-Generationen aus, die man mit 965-Versionen und ICH8 erwartet.

Alles in allem können wir bis dahin einer "recht gute Produktqualität" nicht widersprechen, einer gut vorbereiteten Markteinführung allerdings schon. Ein wenig überstürzt erscheint uns dieser Launch ohne Zweifel. Ärgerlich, ja wirklich ärgerlich mag und muss es für die bisherigen Fans der neuen Intel Prozessoren sein, die auf das neue Konzept setzten und z.B. ein solches Intel Desktop Board für teures Geld erwarben. Hier und heute muss der Kunde abermals erkennen, dass eine neue Intel CPU erneut einen neuen Chipsatz oder eben eine neue Mainboard-Revision benötigt, da Intel erneut Änderungen an der VRM-Spezifikation vornahm. Sofort dahin ist der Gedanke der Aufrüstbarkeit trotz seit vielen Monaten identischem Sockel, sollte denn Quad-Core nun letzten Endes das Maß aller Dinge werden. Eben darauf spekuliert Intel heute, in Bälde wohl auch AMD. Mit all diesem Wissen und der Planung, die in den Schubladen der Hersteller und den Entwicklungslaboren vorliegt und ziemlich sicher auch schon vor einigen Monaten beim Launch der ersten Vertreter der neuen Mikroarchitektur vorlag, muss man sich durchaus fragen, warum es nun schon die dritte Revision ein und desselben Mainboards benötigt, nur um eine dritte Revision der Prozessoren zu unterstützen. Schließlich ist noch kein Jahr vergangen, seit das Intel Bad Axe (D975XBX) das Licht der Welt erblickte.

Da dürfte der bisherige AMD Anwender ein wenig besser dastehen, brauchte es praktisch auf fast allen Mainboards der Sockel 939 Serie "nur" ein BIOS-Update um einen Die-Shrink oder letzten Endes auch einen Dual-Core-Prozessor zu unterstützen. Doch wir wollen nicht vorverurteilen, sondern nur Dinge vorweg nehmen, die es dann in späteren Zeilen nicht mehr anzusprechen gilt. Werfen wir also erst einmal einen Blick auf die Eckdaten des heute präsentierten, ersten Vier-Kern-Prozessors am Markt.



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