Kingston Data Traveler-Serie

Intro

Nach der CeBIT 2006 starteten wir einen Exkurs in den Flashspeicherbereich, durchaus geprägt von diversen CeBIT Impressionen und Versprechungen einiger Hersteller. Begonnen haben wir diese Testserie mit einer Reihe diverser USB-Sticks unterschiedlicher Hersteller, gefolgt von einer Flash-Speicher Harddisk, bis hin zu einer Produktvorstellung einiger Pretec-Muster. Durchaus unterschiedlich waren unsere Erfahrungen in vielerlei Hinsicht. Vorerst beenden wollen wir diese Testreihe heute, mit der Präsentation von drei USB-Sticks aus dem Hause Kingston, wobei wir auch dieses Mal wieder mit Überraschungen konfrontiert wurden. So simple das Produkt USB-Stick auf den ersten Blick scheint, so kompakt kann man es dennoch gestalten, wenn man sich auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Anwendergruppen einrichtet und so tut es Kingston mit seinen heute antretenden Produkten. Man setzt vollends auf die Software dahinter und schnürt damit ein Paket aus Hardware und Software, welches unterschiedliche Gruppen befriedigen will.


Kingston Data Traveler-Serie


Diese Ausrichtung wird um ein Weiteres durch die Kapazität der Sticks unterstrichen, welche in den Test gingen. Mit zwei 2 GB-Modellen und einem 4 GB Muster erinnert Kingston unterschwellig, dass beim Datentransport einerseits auch größere Mengen zur Debatte stehen können, anderseits aber - und das ist bei einem der Fälle wohl auch Schwerpunkt - kann ein USB-Stick auch als mobile, aktive Programmstation dienen und braucht, je nach Programmvielfalt die der Anwender gerne bei sich hätte, eben mehr Platz.

Im Detail werden wir uns heute die Modelle Data Traveller Elite, Data Traveller Elite Privacy und Data Traveller U3 aus der Nähe betrachten, wobei sich die beiden Elite Modelle ausschließlich im Bereich der Datensicherheit / Verschlüsselung unterscheiden und in unterschiedlichen Kapazitäten an den Start gingen. Der U3 stellt für sich ein ganz anderes Projekt dar. Er will mehr als mobile Programmstation verstanden werden - und hier hat Kingston in der Tat einige Überraschungen parat.

Kingston Data Traveler Elite

Das erste 4 GB USB-Stick Modell das uns erreichte, stammt aus dem Hause Kingston und hört auf den Namen Data Traveler Elite. Nun hat die Kapazität des Sticks allerdings keinen Einfluss auf seine Leistung - zumindest nicht in diesem Fall. Kingston attestiert seinen Data Traveler Elite Sticks 24 MB/s beim Lesen und 14 MB/s beim Schreiben. Aus bisherigen Artikeln wissen wir, dass die Performance bei USB-Sticks fast ausschließlich durch den verwendeten Speichercontroller realisiert wird und eben dem Umstand, ob die Flash-Speicher in Single-Level-Cell (SLC) oder Multi-Level-Cell (MLC) und zudem in einem Ein- oder Zwei-Kanal-Speicherbetrieb angebunden sind. Bei den Leistungen verspricht Kingston nicht zuviel und nicht zu wenig. Mehr oder minder identisch schlug sich dieser Testkandidat zu den vom Hersteller genannten Resultaten.


Kingston Data Traveler-Serie


Auch wenn die Kapazität des Sticks eben nichts mit der Leistung zu tun hat, so mag sie unter Umständen aber ausschlaggebend für den einen oder anderen Interessenten bei der Kaufentscheidung sein, denn es bleibt dabei: ein USB-Stick stellt in erster Linie ein mobiles, portables Speichermedium dar.

Da große Speicherkapazitäten eben auch in ein Gehäuse passen müssen und Kingston eben auch derzeit Kapazitäten bis 4 GB anbietet, hat sich der Hersteller vermutlich absichtlich für ein geräumigeres Kunststoffgehäuse entschieden.

Mit einer Länge von 78 mm und einer Breite von 21 mm ist der Data Traveler Elite, bzw. die darauf basierende Familie, nicht als Winzling zu bezeichnen, mit ca. 13 Gramm allerdings noch immer leicht genug, um nicht unangenehm in der Hosentasche aufzufallen. Die Seiten hat Kingston mit einer gummierten Einlage versehen, die das Kunststoffgehäuse griffiger machen, die Abdeckkappe besitzt das leider typische Problem der handelsüblichen USB-Sticks: sie neigt zu Verschleiß bei den Verschlussmechanismen und kann nach häufigem Gebrauch verloren gehen. Um dem ein wenig vorzubeugen, hat der Hersteller zusätzlich zwei Kunststoffnasen in der Kappe integriert, welche in Einlässen des Sticks einrasten.

Der Stick meldet sich beim ersten Anstecken als zwei Laufwerke in Windows XP an - das erste Laufwerk ist dabei als CD-Laufwerk vorkonfiguriert.


Kingston Data Traveler-Serie


Das zweite Laufwerk dient als Speicherlaufwerk und besitzt 99% der möglichen Speicherkapazität. Dort fanden wir dann auch die beiden mitgelieferten Programme MyTraveler und TravelerSafe.



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