Pretec USB-Stick Triple (i-Disk II / Wave / Diamond)

Intro

Vor nicht allzu langer Zeit präsentierten wir euch einen ersten Test von USB-Sticks. Dabei haben wir aufgezeigt, dass es auch in diesem Markt mehr als deutliche Unterschiede gibt, sei es in der Ausführung oder eben in der Performance. Gründe dafür haben wir ausreichend besprochen: der eher unbeachtete Flash-Speicher im PC-Markt, in Verbindung mit der propagierten "Geiz ist Geil" Mentalität hat dazu beigetragen, dass man beim Betreten eines Elektro-/Elektronik-Discout-Marktes gleich darauf achten muss, nicht zwei bis fünf solcher USB-Stick Angebote versehentlich zu zertreten.

Doch was einem gerne als Schnäppchen verkauft wird, mag unter Berücksichtigung diverser Aspekte dann nicht wirklich ein Schnäppchen sein - zumindest dann, wenn man nicht nur gelegentlich Daten transportiert, sondern permanent davon gebrauch macht. So soll es vorkommen, dass manch einer sich täglich darüber wundert, warum dieses "doch so schnelle USB 2.0 Produkt" beim Lesen oder Schreiben Zeit in Anspruch nimmt, die man seit seinem 486er PC nicht mehr gewohnt ist.

Eigentlich war es der Hersteller Pretec, oder eben deren Pressestelle, welche im vergangenen Jahr damit begonnen hat, auf vorhandene Unterschiede bei solchen Produkten hinzuweisen, gerade im Bereich der Leistungsfähigkeit. Auf der CeBIT trafen wir einige Hersteller an, welche von sich behaupteten, den schnellsten USB 2.0 Stick im Programm zu haben und wir starteten die Probe auf diese Versprechen hin. Dabei ließen uns zum Abschluss unseres ersten Berichtes einige Hersteller im Regen stehen, gerade was die Versprechungen hinsichtlich Testmusterlieferung betraf.


Pretec USB-Strick Triple


Pretec, welche im Vorfeld durchaus "Aufklärungsarbeit" leisteten, hielten sich im persönlichen Gespräch aber eher bedeckt - keine Kampfparolen, keine Marketingaussagen. Bereitwillig erklärte uns der Techniker dies und jenes, doch das typische Marketing à la "wir sind die Besten" blieb aus. Die Testmuster aber erst einmal auch. Mit Verzögerung trafen dann - entgegen unserer Erwartung - gleich drei unterschiedliche Modelle bei uns ein, welche wir heute vorstellen möchten.

Vom "Kleinsten" über den "Täglichen" bis hin zum "Schnellsten" sollte alles im Repertoire des Herstellers sein, was der Kunde sich wünscht. Wir wollen auf den nächsten Seiten klären, was Pretec im USB-Stick Bereich bieten kann und ob die Produkte halten, was sie versprechen - zumindest im Rahmen der vorhandenen Testmöglichkeiten.


166x Geschwindigkeit - oder doch lieber Reinschrift?

Ungeachtet des Umstandes, dass wir das Thema Performance bei USB-Sticks bereits im letzten Artikel behandelt haben, müssen wir im heutigen Artikel dann doch noch ein paar Worte zur Thematik verlieren, bedingt dadurch, dass in der Szene der Flash-Speicher nicht immer in "Reinschrift" gesprochen wird - wenn überhaupt die Performance zum Thema gemacht wird.

Beim Datendurchsatz ist man als Laie oder versierter PC-Anwender heute eher mit Datendurchsätzen in der Angabe von MB/s oder kB/s konfrontiert. Möglicherweise ist der Datendurchsatz von Flash-Speichern in solcher Angabe nicht wirklich ein Verkaufsargument, assoziiert der Laie unter Umständen die Zahlen mit jenen aus dem Festplatten-, CPU- oder Hauptspeicherbereich. Also schweigt man sich, gewollt oder ungewollt, erst einmal über solche Zahlen aus. Im Speicherkartenbereich finden sich häufiger 60x oder 133x Hinweise bezüglich der Geschwindigkeit der Produkte.

Zurückzuführen sind diese Angaben auf die CD-ROM Performance Angaben. Die ersten dieser Laufwerke lieferten 150 kB/s Lesegeschwindigkeit. Damit ist ein Flash-Speicher-Produkt, welches mit 133x Geschwindigkeit wirbt, in der Lage 19.950 kB/s im Bereich des Lese-Durchsatzes zu liefern - runde 20 MB/s also. Die Schreibgeschwindigkeiten, welche gerade bei Flash-Speicher-Produkten gerne deutlich unter den Leseleistungen liegen, werden dabei natürlich außer Acht gelassen.

Pretecs Testkandidat in Form des i-Diks II 1 GB Sticks wirbt mit 166x Geschwindigkeit - soll damit also maximal runde 25 MB/s bei der Leseleistung zu liefern. Soweit zur Theorie.



Artikel Index:  



Jetzt kostenlosen HT4U.net-Newsletter abonnieren

* indicates required