USB-Sticks im Vergleich

Intro

Schon längst sind die portablen Winzlinge mit Flashspeicher verschiedenster Kapazitäten in den Herzen vieler Anwender gedrungen und es dürfte vermutlich nur noch wenige Computerbenutzer geben, welche nicht einen USB-Stick ihr Eigen nennen. Die Angebote am Markt sind vielfältig und teils werden die Gerätschaften -häufig No Name Produkte - zu Dumpingpreisen beworben. Auf den ersten Blick scheint es auch gleich zu sein, denn mit USB2.0 Geschwindigkeit werben die Hersteller letztlich alle auf den Produktverpackungen. Und so scheint letztlich nur noch Preis und Kapazität als entscheidendes Kaufargument zum tragen zu kommen.

In den entsprechenden Hallen auf der diesjährigen CeBIT traf man USB-Stick Produkte an vielen Ständen an und wenn man an produktfremden Ständen einmal nicht auf solche Präsentationen traf, so war es dann teils nicht einmal ungewöhnlich, dass USB-Sticks als Werbepräsent für Presse oder besondere Kunden offeriert wurden. Sehr interessant war allerdings der Umstand, dass die Produkthersteller teilweise auf Unterschiede bei den USB-Sticks aufmerksam machen wollten: die Performance wurde als wichtiges Entscheidungskriterium mit ins Gespräch gebracht und nicht selten hörten wir die Ankündigung: "wir bringen den schnellsten USB-Stick", wobei es dann haperte, als man nach der Verfügbarkeit fragte.

Super Talent war der einzige Hersteller, welcher von sich behauptete, den schnellsten USB-Stick zu besitzen und uns sogar ein funktionsfähiges Muster in die Hand drückte. Wir beschlossen also, uns ein paar solcher Produkte aus der Nähe zu betrachten. Viele Hersteller sprachen sich uns gegenüber aus, Testmuster nach der CeBIT senden zu wollen - bis zum Redaktionsschluss blieb es allerdings bei den vier heute vorzustellenden Sticks.


USB-Sticks im Vergleich


Dabei sind gerade die heutigen vier Vertreter dieser Produktsparte unterschiedlicher, wie sie es nicht hätten sein können. Im Einzelnen traten Corsair, Revoltec, Super Talent und takeMS mit Produkten in diesem Test an, welche teils doch sehr differente Marktgruppen ansprechen möchten.

Wir müssen den heutigen Bericht wohl zum Auftakt nehmen, noch weitere Produkte zu betrachten, denn zum einen blieben durchaus Fragen offen, zum anderen wurden Fragen aufgeworfen und nicht zuletzt bleibt die Ankündigung vieler Hersteller uns gegenüber, uns den "schnellsten USB-Stick" senden zu wollen.


Flash-Speicher: eine Selbstverständlichkeit

Wer mit Computern zu tun hatte, dem ist der Begriff Speicher absolut geläufig. Auch Flash-Speicher zählt zwischenzeitlich zu den durchaus gängigen Begriffen - nicht verwunderlich, denn Flash-Speicher kommt schon seit vielen Jahren zum Einsatz. Doch während viele sich nun sicherlich bewusst über die im PC verbaute Grafikkarte oder vielleicht sogar das Mainboard sind, sind es sicherlich die wenigsten, welchen bewusst ist, wo evtl. der Flash-Speicher im heimischen Computer schon zum Einsatz kommt.


USB-Sticks im Vergleich


Das simpelste Beispiel ist sicherlich das BIOS eines Mainboards oder der Firmwarechip diverser Komponenten im PC, welche gerne mit solchen Flashspeichern bestückt werden. Die Einsatzmöglichkeiten - Multimedia sei Dank - sind allerdings heute deutlich vielfältiger und so finden sich Flash-Speicher heute in Camcordern, Digitalkameras, MP3-Playern, Mobiltelefonen, Settopboxen, Spielekonsolen und letztlich auch USB-Sticks. All das stellt letztlich nur eine beispielhafte Aufzählung dar. Der Bedarf in heutigen Geräten an nichtflüchtigen Speichern ist vielfältig und da Flash-Speicher klein in seinen Abmessungen, und durchaus robust im täglichen Einsatz ist und zudem eine geringe Leistungsaufnahme bietet, beobachten wir in den vergangenen Jahren einen wahren Boom auf diesem Halbleiterbereich.Vor nicht allzu langer Zeit wirbelte beispielsweise Apple den Markt auf mit der Ankündigung für seine iPods große Mengen an Modulen zu kaufen.

Die Nachfrage bleibt weiterhin hoch - dennoch trennt sich zwischenzeitlich die Spreu vom Weizen. Der Konkurrenzkampf auf diesem Segment ist sehr hoch und die Margen sinken stetig. Einerseits kann es den Anwender freuen, dass im aktuellen Discounter-Prospekt abermals ein nicht zu schlagendes Billigangebot auftaucht, andererseits scheinen die Hersteller namhafter Produkte zwischenzeitlich den Weg der Sensibilisierung der Käuferschaft einzuschlagen: Flash-Speicher ist nicht gleich Flash-Speicher - oder: es geht auch schneller.

Es scheint ein Kampf gegen Windmühlen zu sein, nach all den Jahren der Selbstverständlichkeit um diese Produkte und Fokussierung eigener Gewinnmargen nun den Kunden mit dem Thema Qualität aufklären zu wollen - gerade wo man lange dazu beitrug, eine "Geiz ist Geil"-Mentalität zu schüren. Aber Unterschiede gibt es eben in der Tat, teils nur leichte Nuancen, teils aber derbe Differenzen.



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